Smarte Kamera, die den Auslöser verweigert bei populären Motiven

Genau. So muss Technik. Camera Restricta von Philipp Schmitt ist genau die Art von smarter Technologie, die es in Überflussdatenwelten braucht. Das knackst wie ein Geigerzähler, um einem die längst schon entstandenen Fotos überbelichteter Gegenden anzuzeigen, zieht den Auslöser ein, wenn man wo ist, wo alle schon geknippst haben und macht einem ordentliche Striche durch den Viewfinder, bevor man zur Meute in der überflüssigen Bilderflut des zu oft Gesehenen wird.

Natürlich bräuchte es dafür keine Extrakamera, sondern eine App würde reichen, aber wir vermuten, der Charme der Hardware soll auch ein wenig darüber hinwegtäuschen, dass sich hinter dem spekulativen Design-Objekt eigentlich eine völlig plausible Start-Up Idee versteckt, die überraschend viel mit den generellen Trends hin zu digitalisierter, quantifizierbarer “Authentizität” und “Einzigartigkeit” gemein hat.

Algorithms are already looking through the viewfinder alongside with you: they adjust settings, scan faces and take a photo when you smile. What if your grin wasn’t the only thing they cared about?

Camera Restricta is a speculative design of a new kind of camera. It locates itself via GPS and searches online for photos that have been geotagged nearby.
If the camera decides that too many photos have been taken at your location, it retracts the shutter and blocks the viewfinder. You can’t take any more pictures here.

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