Quantified Self schockt sich selbst mit sozialem Elektroschock-Armband

Manchmal ist ein Produkt (selbst wenn es bislang hauptsächlich in den Träumen irgendwelcher Angel-Investoren existiert) pure Poesie. Pavlok von Mannesh Sethi ist so ein mehr als Ding Ding.

Im Schafspelz typischer Fitnessarmbänder will einen Pavlok genau dann schocken, wenn sich der innere Schweinehund schon wieder vor etwas drücken will. Zu oft gesnoozed? Elektroschock! Schon wieder auf Facebook? Elektroschock! Das Fitnessarmband zu lange nicht mehr umgehabt? Ja, ihr wisst schon, Elektroschock.

Das quantifizierbare Selbst findet zu seinem wahren Gesicht. Elektronische Prügel. Auch von Freunden. Wie genau das alles softwareseitig funktionieren soll, mit der schmerzhaften Selbstüberwachung, weiss noch kein Mensch. Wir hoffen stark auf eine If-this-then-Haue-API. Aber egal. Der Gedanke zählt.

Wir sind alle Hunde. Wuff. Wobei. Ging das Pavlov-Experiment nicht mit Glocken?

Maneesh jedenfalls ist ein professionell öffentlichkeitsheischender Lifehacker und hatte es offensichtlich satt, sich für 8 Dollar die Stunde jemanden auf Craigslist zu mieten, der ihm mit seinem Prokrastinations-Problem hilft.

Wow, Maneesh, originellste Idee ever! Äh. Moment mal. Da gab es doch mal die PainStation, Ehre wem Ehre gebührt.

Wie auch immer, nach bestandener erster Finanzierungsrunde, sind wir uns völlig sicher, dass auch der Spießrutenlauf mit Geldsegen auf Kickstarter belohnt werden wird. Kein Elektroschock. Und jetzt warten wir auf den Erfinder der SMelfie-Kamera.

About The Author

Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

Leave a Reply