Und nun pfui auf diesen Querstream der Minderheiten.

Don Alphonso hat bei der FAZ scheinbar einen Artikel geschrieben, der Akif Pirincci und Anne Wizorek als zwei Seiten einer Medaille darstellt. Als gleichsam Radikale, die, vom Mainstream verfolgt, auf der Suche nach der Blutrache an wem auch immer unterwegs sind. Horror! Die Mitte-Bürger werden von allen Seiten beschimpft.

Die abenteuerlich Konstruktion des Textes: Feministinnen und Rechtspopulisten seien beides Hassprediger, die sich vor allem an ihren Feindbildern aufgeilen: der Mitte, dem Mainstream. Dabei machen die Rechtspopulisten nach Alphonso sogar noch einen Fehler weniger: die halten sich nicht für die “Reinsten der Reinen”. Die sind also quasi normaler, weil ehrlicher, weil “man wird doch wohl noch sagen dürfen”.

Warum so ein Artikel schon eine grundlegende Schieflage zu jeglicher Art Realität als Ausgangsbasis hat, hätte Alphonso eigentlich selber merken könne, da er am Ende doch nachrechnet, dass Pirincci mit seinen Büchern ordentlich absahnt (fünfstellig sagt der Verlag), während Anne Wizorek von ihm noch extra belächelt wird, weil, Verkaufsrand 14.000 auf Amazon, das passt doch gar nicht zur großen Wirkung von “Aufschrei”. Ulfkotte hätte als Gegenüber (auch wenn das die gleiche Sauce ist) vermutlich besser gepasst.

Auf der einen Seite der Medaille ist also tatsächlich der “Mainstream” (viel mehr als 5-Stellige Verkäufe für Bücher dürften in Deutschland nicht drin sein), auf der anderen das Marginalphänomen. Und die bekämpfen jetzt beide mit gleichen Mitteln des Hasses den Mainstream, also halb sich selbst, halb, äh, die sich selbst bekämpfenden?

Schon damit bricht jegliche Quatschidee einer direkten Gegenüberstellung dieser beiden “Haltungen” in sich zusammen, denn es gibt offensichtlich unsagbar viel mehr Leute, die sich von Pirincci den Feministinnen-, Schwulen-, usw.-Hass einprügeln lassen und dafür auch noch gerne bezahlen, als welche, die sich Bücher über Feminismus in Deutschland heutzutage kaufen würden.

Nicht ohne Grund sind diejenigen, die ständig über den “Mainstream” herziehen, auch diejenigen, die sich selber als die Mitte der Gesellschaft betrachten, die sie nicht selten (nein, Logik wird hier nicht erwartet) auch irgendwie abschaffen wollten. Und natürlich letztendlich dann vor allem geprägt von allen Klassikern des rechten Spektrums. (Xenophobie, Misogynie, Sozialneid, usw.).

Auch der vielbeschworene Hass aus den Aufschrei-Kreisen, der gerne genüsslich in lauter Tweets zitiert wird, steckt bei Alphonso voller Unwahrheiten. Beispiel: Daraus, dass die Masku-Szene aus der Chefetage offensiv dazu ausgerufen hat, “Aufschrei” auf Amazon mit Rezensionen runterzumachen und der eher zarten Gegenwehr von Anne, wird eine gezielte Aktion mit der der “Männerrechtler” (übrigens Autor diverser Sexratgeber für Männer und SM-Bücher voller endloser Litaneien von Vergewaltigungen) diskreditiert werden sollen.

Ein Männerrechtler, nebenbei, Arne Hoffmann, dessen Vorzeige-“Feministin”, die u.a. für seine fadenscheinige Argumentation gegen Wizorecks Buch herhalten soll, wen wundert’s, eine in rechtsradikalen Kreisen gerne gesehene Größe ist und deren Forderung nach Kinderarbeit noch ihre moderateste Position zu sein scheint.

Dass Menschen in Tweets als “Masku” betitelt werden (die nennen sich selbst Maskulisten), oder “Nazi” (die laufen ja jetzt wieder in Tausenderscharen über die Straßen) oder “menschlicher Abschaum” (finde ich auch was daneben) wird genüsslich goutiert als schlimme Auswüchse dieser Feministinnen (und Umfeld). Kinder was sind die verroht. Reale Gewalt an Frauen ist da echt Nebensache, weil mit so einer hasserfüllten Sprache, da schaden die Feministinnen dem Feminismus ja nur, das ist viel wichtiger.

Was (im speziellen Fall ging es um Blockempfehlungen, ohne Blocks kommt leider keine Feministin bei Twitter mehr aus) immer verschwiegen wird: die Anfeindungen, Beleidigungen, der massive Sexismus, das Stalkertum, die Vergewaltigungs- oder anderen Gewaltandrohungen, die dem üblicherweise vorausgehen.

Es ist fast müßig, sich durch diese sorgfältig zusammengestutzten Gedankengänge zu wuseln, die am Ende nur belegen sollen, das Leute die für Gleichberechtigung kämpfen, genau so schlimm reden, wie diejenigen, die alles Fremdartige (undeutsch, gendernd, etc.) im doch immer wieder erschreckend breiten Chor an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit niedermachen.

Mehr dazu hier (Achtung, laut Alphonso auch so ein Hassprediger) und hier.

Jetzt aber zum eigentlichen Anlass dieses Artikelchens hier. Ich hab auf einen Tweet von Mario Sixtus geantwortet und mir ist das zu lästig die Diskussion in 140-Zeichen auf Twitter weiter zu führen. (PS: abenteuerliche Impressions dafür im Bild oben.)

Dass nämlich selbst Leute wie Fefe von diesem Text so beeindruckt sind, dass sie ihm Respekt zollen für die Fäkalienlawine der Feministinnen (die anderen kommen gar nicht an) der Alphonso sich da scheinbar aufopfernd ausgesetzt hätte, zeugt davon, dass der Text sein Ziel erreicht. Und warum er so perfide ist. Der erreicht sein Ziel sogar so gut, dass Fefe gleich noch nachlegen muss und hier fängt mein Ärger damit erst wirklich an.

Scheinbar von der anderen Seite berichtend (ah, #Gamergate, Anita Sarkeesian, gibt es ja auch) fängt es bei Fefe erst mal gut an.

Das ist selbstredend ebenfalls völlig unakzeptabel, was dieser Frau für ein Hass entgegenschlägt. Aber ich finde, dass man Unrecht der einen Seite nicht gegen Unrecht der anderen Seite aufwiegen und anrechnen kann.

Unakzeptabel, aber… Damit hat er 1 zu 1 die Argumentation von Alphonso übernommen, es gäbe da diese zwei Seiten, die beide nur Scheiße bauen und man kann den Feministinnen jetzt wirklich nicht erlauben, nur weil ihnen Gewalt angetan wird, auch noch ausfallend zu werden. Kusch! Und dann kommt, um es mit Fefe zu sagen, die “Money Quote”:

Beide Seiten verhalten sich offensichtlich unakzeptabel. Ich bin bisher aber hauptsächlich dem Hass der Feminismus-Seite begegnet, daher betrifft der mich in meiner persönlichen Wahrnehmung der Welt mehr.

Zwei Tage vorher hat er sich noch sprachlos über die ganze Debatte quasi die Augen gerieben, dass soviel Hass aus dem Feminismus kommen soll.

Ich empfehle das nicht wegen des Nachrichtenwerts oder weil da neue Dinge berichtet werden. Aber alleine die Liste an menschenverachtenden Tweets, die er da verlinkt, die hat mich gerade ein bisschen sprachlos gemacht. Ich habe ja keinen Twitter-Account und halte mich im Allgemeinen auch aus Webforen und Imageboards raus, weil ich keinen Bock auf sich gegenseitig anbrüllende Proleten habe. Daher hatte ich auch keine Vorstellung, wie wörtlich der Begriff “Shitstorm” die Realität beschreibt. Was einem da an blankem Hass im Namen des Feminismus entgegen schwappt, das hat mich gerade ziemlich kalt erwischt.

Plötzlich (wer hat an der Uhr gedreht) ist er davon “persönlich” mehr betroffen? Und kann sich scheinbar nicht mal ausmalen, sagt der Alfonso einem ja auch nicht, dass nahezu alles an diesem vermeintlichen “Hass” der Feministinnen Ausdruck einer Gegenwehr gegen den konstanten Strom einer massiven Anfeindung ist, in der einem Feminazi noch fast als Kosewort für Feminismus vorkommen kann?

Ein Musterbeispiel der Verführung zu einem Weltbild also, das eigentlich schräger nicht sein kann. Gut, Fefe liebt Verschwörungen und liebäugelnd könnte man da noch sagen, ach, das ist alles nur Teil davon. Aber es ist schon bedenklich, welche Ausstrahlung von so einem scheinbar nur “Fakten” anklagenden Artikel (mit extra vielen Beweislinks) ausgeht, dass am Ende Fefe die Übergriffe auf jemanden wie Anita Sarkeesian (gingen ja immerhin bis hin zur Androhung von Massaker) als “ärgern” verniedlicht.

Aber natürlich gibt es noch viel schlimmeres als Vergewaltigungsdrohungen, Massakerdrohungen etc. tüdelü. Nämlich:

Schlimmer noch als das ursprüngliche Scheiß-Verhalten finde ich, wenn dann Passanten angeschossen werden, weil sie sich inhaltlich nicht schnell oder deutlich genug von irgendwas distanziert haben, mit dem sie nicht nur nichts zu tun hatten, sondern dessen sie möglicherweise gar nicht gewahr waren. Wer Feministen kritisiert, ist unabhängig von den aufgeworfenen inhaltlichen Fragestellungen automatisch selber ein frauenfeindlicher Steinzeit-Neanderthaler. Die niedrige Reizschwelle und Vehemenz des gerechten Zorns habe ich so sonst bisher nur bei Antisemitismus-Vorwürfen gesehen. Und ich bin mir fast sicher, dass das in dieser Diskussion auch anders herum so abläuft, habe das aber noch nicht persönlich beobachten können.

Also wenn man so jemandem wie Fefe beispielsweise so ganz schlimme Dinge antut wie Sixtus in seinem Tweet, in dem er sagt: “Warum wundert es mich nicht, dass Fefe und Alfons sich lieb haben?”. Hartes Geschütz! Die Killerdrohne des Feminazi-Hasses sozusagen. Dagegen kann z.B. so ne Massakerdrohung, wegen der Vorlesungen abgesagt werden müssen, echt nicht mithalten.

All das hätte man aber – da hat Sixtus vollkommen recht – aber auch schon an so genüsslichen Formulierungen von Fefe über Julia Schramm ahnen können, aber unter dem Deckmantel der Verschwörungstheorie (damals noch nicht so Aluhut-behaftet) und mit Kumpel Alphonso im Rücken ging sowas wohl schon immer klar.

*gluck* *gluck* *glork*

Update: Und auch Malte Welding prügelt nochmal auf die am Boden Liegende ein.

Lustig, gell, da liegt ne Frau am Boden, da prügelt noch jemand drauf ein. Money Quote!

Ist ja auch als Piratin damals sozusagen Freiwild gewesen – auch innerparteilich – und deshalb ist man dann ja auch kein “frauenfeindlicher Steinzeit-Neanderthaler”, weil das machen ja eh schon alle.

Update: Ich hab den Fefe, wie er sagt, missverstanden und die Formulierung “Und auch Malte Welding prügelt nochmal auf die am Boden Liegende ein” hat er gewählt, um damit zu sagen, dass das gar nicht geht, nicht etwa um den Witzfaktor der Formulierung vorher: “Die FAZ rammt Julia “Internet-Exhibitionistin” Schramm unangespitzt in den Boden. Money Quote” noch zu steigern (so kam das bei mir an). Das “und auch” ist also – mea culpa – nicht als Weiterführung zu denken, sondern ganz klar mit einem stummen “unnötigerweise” versehen.

Update 2: Ich mach mal die Kommentare dicht, denn wie üblich kommen erst die verständigen Männer die einem (normalerweise ohne weitere Hinweise) erklären dass man ja nix verstanden hat, dann die Trolle, die sich als ausfallende Feministinnen verkleiden, um weiter einzuheizen und am Ende die Geschichtsverfälscher, die einem erklären wollen, am Judenhass ist ja eigentlich auch die Linken schuld. Und ich hab jetzt wirklich keine Zeit die ganze Nacht aufzupassen, dass das nicht noch weiter ausartet.

48 Responses

  1. Florian

    Bloss nicht die eigene Haltung hinterfragen und immer schön weiter so- wer nicht für uns ist, ist gegen uns!

  2. Realist

    Ziemlich armselig, für so einen Schwachsinn Lebenszeit zu opfern. Soll der Artikel jetzt allen zeigen, wie blöd fefe ist, oder hat das außer (peinlicher) Rechtfertigung und Selbstdarstellung mit bemühter Dekonstruktion des Gegenübers über vermeintliche Selbstwidersprüche noch einen anderen Zweck? Mit anderen Worten: Was will der Autor uns damit sagen?

    Mach mal was Vernünftiges mit deiner Lebenszeit – jede Minute, die Du in so einen sinnentleerten Blödsinn investierst, ist so überflüssig wie dieser Kommentar. :)

    • Sascha Kösch

      Wir haben wohl beide den Falschen. Der Link geht auf “@bleed In der Tat. m( Unfassbar, dass Fefe für einige immer noch so ne Art Kultfigur ist.” Auch wirklich einer der brutalsten, menschenverachtendsten Hass-Tweets, den ich jemals gelesen hab. 😉

  3. Gustav

    Ahh, wieder die üblichen “Diskussions”-Taktiken. Sobald Euch (den Femi-Dingsbums-Typen) die Argumente ausgehen, werdet ihr persönlich beleidigend und versucht das Gegenüber zu diskreditieren und ihm die Argumente im Mund umzudrehen.

    Fefe hat Euch schon richtig analysiert und auch richtig vorhergesagt wie Ihr reagieren würdet.

  4. David

    Hmmmm. Dafür, dass das Ganze eben kein Lagerkampf sein soll, werden aber schon ordenlich die Gräben gezogen.
    Warum glauben eigentlich in Deutschland alle immer, man müsse Diskussionen gewinnen?

    • Kommentator

      Weil sie Schopenhauer nicht gelesen haben …

  5. Peter

    Wer sich zwanghaft daran klammern muss, dass das eine Unrecht (vermeintlich) das andere rechtfertigt, der spielt intelligenztechnisch höchstens in der Kreisklasse und sollte mangels echter Argumente das Bloggen lieber bleiben lassen.

  6. Stefan

    Du hast fefe nicht nur missverstanden, Du hast sogar versucht ihn möglichst falsch zu verstehen. Das ist ein altes Anfängerproblem im Internet. Man liest etwas und hat dabei seine eigene Meinung über den anderen schon im Kopf. Dann versucht man das Gelesene möglichst falsch zu deuten um sich dann noch etwas aufregen zu können.So funktionieren Diskussionen aber leider nicht. Geh´ doch einfach mal auf die Argumente ein und versuche diese zu widerlegen.

  7. Never miss a chance just to shut the f** up

    “Mit anderen Worten: Was will der Autor uns damit sagen?”

    Das habe ich mich gerade auch gefragt. Klingt in etwa so:

    Und sie so, ihr nazis. Und ich so, was willst du, du opfer. Und er so, halt’s maul. Und ich so, komm her du spast. Und er so, selber spast. Und sie so voll auf dem boden. Und er so mimimi. Und ich so voll auf die fresse. Und alle so yeah.

    So viel Bullshit gibt’s nicht mal auf RTL2 😉

  8. Karla

    Es würde den Autor vermutlich sehr helfen, mal seine Blase und Berlin für einige Zeit zu verlassen und sich einmal mit wirklichen Problemen — auch von Frauen — zu beschäftigen.

  9. leon

    Ist ja schön zu lesen und so, aber leider sagen mir die Personen so wirklich gar nichts. :/

  10. swift nick carter

    Ich glaube auch, dass dem Artikel eine Einführung zu den Personen und den damit verbunden Diskussionen und Diskussionsorten gut getan hätte. Die rhetorischen Figuren der Emanzipationsgegner sind dagegen hinlänglich bekannt. Leider nicht ihnen selbst.

    • Hishey

      Ich glaube die handelnden Personen sehen sich selber gar nicht als Emanzipationsgegner. Musst Du ihnen erst noch erklären, dass sie das sind.

  11. KRitiker

    Also darf Don Alphonso die eine Scheiße nicht mit der anderen Scheiße vergleichen weil der eine Haufen größer ist als der andere? Gut, wenn dich der Gerucht nicht stört muss man wohl die Größe der Haufen interessant finden…

    • Sascha Kösch

      Vergleichen darf er was er will, sollte aber zumindest ahnen, dass man die Argumentation dann besser nicht auf etwas aufbaut, das einem die eigenen Vergleichskriterien zunichte macht.

  12. we5rw3rte4

    Oh Mann, die Fefe Blogwarte waren aber mal wieder voll fleissig, nachdem sie von ihrem Rudelführer hierher gelotst wurden. Sorry, aber beim Trollen seid ihr auch nicht viel besser als Dickie!

    Ihr als Primeurs des Fefe’schen Verständnis und der GG-Logik seit keinen Deut besser als ein Kritiker oder Befürworter des “Femnazismus” oder der SWJ’s (was für bescheuerte Begriffe)…

    Sascha hat schon mehr Artikel geschrieben die weniger Kommentare hatten und plötzlich wollt ihr ihm vorschreiben, was er wie zu verstehen hat? Felix sagt doch selbst, dass er sich absichtlich mißverständlich ausdrückt. Das sagt er aber nur, falls ein solcher Fall eintritt wie hier. “Gnihihihihi… ich hab das ja GGGAANNNZZ anders gemeint, als DIE (wer?) das jetzt voll in den falschen Hals bekommen haben.”

    Auf Leute, geht mit Fefe weiter auf Wildschweinjagd und ergötzt euch an eure Selbstgerechtigkeit!

    • Sebastian Klein

      “Sorry, aber beim Trollen seid ihr auch nicht viel besser als Dickie!”

      Merke: Fat-Shaming ist es nur, wenn es gegen Frauen geht.

  13. philipp@trashmail.com

    Meint der Autor das ernst, oder lümmelt der mit ner Tüte Popcorn vorm PC und wartet erigiert auf Reaktionen zu seiner Reizwortgeschichte?

  14. greenbowlerhat

    Ein freundlicher Hinweis: hat D. A. jetzt wirklich “scheinbar einen Artikel bei der FAZ geschrieben”, oder war es nicht vielmehr so, dass er tatsächlich einen Artikel geschrieben hat, der auch tatsächlich bei der FAZ steht, und geht es Ihnen noch eher darum, dass in jenem Artikel nach Ihrer Aufassung nur scheinbar etwas verglichen wird?

    Ein bisschen mehr Präzision würde hier guttun und das Argument schärfen.

    • Sascha Kösch

      Das “scheinbar” sollte hier ausdrücken, dass ich den vor Fefe überhaupt nicht bemerkt hatte. Ein verkürztes: “Ah, scheinbar hat der… …war mir ganz entgangen…” mit ner Prise “der schon wieder”. Verglichen hat er das ja tatsächlich.

  15. Sebastian Klein

    “Kinder was sind die verroht. Reale Gewalt an Frauen ist da echt Nebensache, weil mit so einer hasserfüllten Sprache, da schaden die Feministinnen dem Feminismus ja nur, das ist viel wichtiger.”

    Sich bei jedem nicht-gegenderten generischen Maskulinum aus Wut die Haare vom Kopf reißen, aber unter umgekehrtem Vorzeichen brav relativieren. Bei solchen Feministen braucht der Feminismus keine Kritiker mehr…

    • Sascha Kösch

      Zeigst du mir kurz wo im Don Alphonso Artikel Gewalt gegen Frauen überhaupt thematisiert wird? Wo ich mich drüber aufrege, dass irgendwer nicht gegendert hätte, wäre dann ein Bonus. Relativiert ist an der Stelle da nix.

      • Sebastian Klein

        Ich beziehe mich hier einzig auf den zitierten Satz, bei dem du offensichtlich sarkastisch bemerkst, man würde reale Gewalt gegen Frauen für weniger wichtig halten als “hasserfüllte Sprache” gegenüber Feminismus-Kritikern/Feminismus-Gegnern/Männerrechtlern oder wem auch immer. Und darüber muss ich mich sehr wundern, denn bei all meinen langen Besuchen auf feministischen Blogs schien mir doch “hasserfüllte Sprache” bzw. der Umgang damit eines der Kernthemen der feministischen Bewegung zu sein.

        Wenn nun aber hasserfüllte Sprache aus Richtung der Feministen mit sarkastischen Kommentar und einem Hinweis auf “Gewalt gegen Frauen” abgetan wird, ist das nichts anderes als Relativierung und Doppelmoral.

  16. Jack

    Was mir an dem Artikel etwas bitter aufstößt ist, dass er nicht versöhnlich wie z.B. Fefe es getan hat aufzeigt wo der andere und wo man selber Fehler gemacht hat, sondern solange um die einzelnen Dinge jeweils herumredet, bis sie sauber gewaschen sind und so quasi eine Liste abarbeitet.
    Ehrlicher wäre zuzugeben wo auch Leute aus dem eigenem Lager Mist bauen und sich von den Leuten bzw. Inhalten zu distanzieren und zu sagen, dass man es selber (bzw. in Zukunft) besser machen wird.
    Und gerade durch das schlechtreden der anderen deren Kritik zu entkräften ist nur ein schlechtes Stilmittel, interessante wäre sich zu äußern wie die Dinge in Zukunft besser laufen sollten und zwar für alle.

  17. Forsoust

    “…man kann den Feministinnen jetzt wirklich nicht erlauben, nur weil ihnen Gewalt angetan wird, auch noch ausfallend zu werden.”

    Merke: Wenn Feministinnen beschimpfen, dann werden sie ausfallend; werden sie selber beschimpft, so wird ihnen Gewalt angetan.

  18. Hishey

    “Reale Gewalt an Frauen ist da echt Nebensache, weil mit so einer hasserfüllten Sprache, da schaden die Feministinnen dem Feminismus ja nur, das ist viel wichtiger.”

    So langsam müsste es doch auch dem letzen Masku-Schwein klar sein:
    Die Sprache bestimmt das Denken.
    Das Denken bestimmt das Handeln.

    Aus welchem Grund benutze ich denn sonst durchgängig das Binnen-I?

    Etwa wegen der Lesbarkeit?

    • philipp@trashmail.com

      1. Warum beleidigst du Schweine?
      2. Haltloses Konzept. Stammt das von einem Geistes”wissenschaftler”?
      3. Niemand hat sich Herkunft, Geschlecht und “Farbe” ausgesucht. (Ausnahmen sind selten und eher tragisch)

      Mit der Auge um Auge und Zahn um Zahn Methode ist es ziemlich unwahrscheinlich an der Situation was zum “Besseren” zu ändern. Das lässt sie nur eskalieren und das eigentliche Problem/Ursache aus den Augen verlieren.

    • Sebastian Klein

      […] dem letzen Masku-Schwein klar sein: Die Sprache bestimmt das Denken.
      Dümmer und selbstentlarvender gehts kaum noch.

      • Hishey

        Die Sprache bestimmt das Denken.
        Das heißt noch lange nicht, dass das Denken die Sprache bestimmt!

        Benutzt Du etwa kein Binnen-I?

      • Sascha Kösch

        Entlarvender, Sebastian, ist eigentlich die IP-Adresse von Hishey, aka Forsoust, der sich wohl Mühe gibt, als Masku in Feministen-Maske den Hass auf diese schlimmen Feministen etwas zu schüren. (Kommt in diesem Zusammenhang leider oft vor).

      • Forsoust

        Selbst, wenn ich ein Mann wäre, dürfte ich dann keine feministischen Standpunkte einnehmen? Oder ist das dann gleich ‘ne Maske?

        Und ich lasse mir ja einiges vorwerfen, aber Hass schüren ist schon ein starkes Stück!

  19. oli

    Ach ja – die Beliner wieder: Trotteldichte so hoch wie das Hundescheisseaufkommen.

    Nix zu tun – aber sexy ….

    Werded Nerds – macht, aber hört endlich auf zu Labern!

  20. Jan

    Ich habe ja bis heute nicht verstanden, warum Maskulisten und Feministinnen so ein Problem miteinander haben, wollen doch beide Gruppierungen laut eigenem Selbstverständnis eigentlich das Gleiche – nämlich Gleichberechtigung, nur von der jeweils anderen Position aus gesehen.
    Aber gut, gibt halt auf beiden Seiten zu viele Vollidioten/Vollidiotinnen.

    • Sascha Kösch

      Kann ich dir einfach erklären. Die Maskulisten mit den Feministinnen, weil die glauben, dass die Feministen viel mehr Öffentlichkeit haben (das Genderterror-Argument, anders gesagt: Neid). Die Feministinnen mit den Maskulisten, weil die ständig ungefragt über sie herfallen. (In Blogs, auf Foren, Twitter etc., anders gesagt: Genervt sein von Aggroverhalten).

  21. Dirk Moebius

    Der HUndertjaehrige, der sich aus dem Fenster stuerzte, hatte hierzulande zwischen zwei und drei Millionen verkauft.
    DAS ist Mainstream.
    Ob klein fuenfstellig, wie 17000, oder hoch fuenfstellig wie meinethalben 23000, ist dagegen einfach irrelevant.
    Just my 2 cents

  22. Jagdfürst

    Der wissenschaftliche Mainstream den findet man an Universitäten in den jeweiligen Forschungsrichtungen. Dieser Mainstream, hat aber tazsächlich nicht viel mit dem mainstreamverständnis von Wissenschaft zu tun, den die breite Bevölkerung pflegt.
    Dann gibt es noch abseitige Minderheitenpositionen, die sogar dem Mainstream zu abseitig sind. Das sind Wunderheiler, Ufologen und Geisterseher. Auch Minderheiten die gerne gehört werden wollen. Linke machen sich seit jeher für Minderheiten stark, würden aber weniger gerne zugeben, das der Wahnsinn auch Teil von Ihnen ist. Verschwörungstheoretiker, Hamas, Hisbollah und andere Minderheiten, ja solche ‘Abseitigkeiten’ gehören eben tatsächlich mit zum Teil der Linken.
    Wurden denn nichr tatsächlich der Judenhass in Deutschland vor allem von den Linken gepflegt?
    Fonsi hat durchaus recht, diese 2 Deppenlager gegeneinander zu stellen, auch wenn Dir das nicht passt.

    • Sascha Kösch

      “Wurden denn nichr tatsächlich der Judenhass in Deutschland vor allem von den Linken gepflegt?” – ohne Worte.

      • Jagdfürst

        Ach komm, beschäftige Dich mal mit antideutscher Kritik. Natürlich gab und gibt es im Bevölkerungsmainstream auch Antisemitismus dennoch haben die konservativen Parteien dafür gesorgt, das sowas nicht allzu offen hervortrat.