Für 25 Jahre deutsche Einheit, durchhalten, wird noch...

Eigentlich fällt einem dazu nix mehr ein. Bestenfalls so hyperventilierte Randbemerkungen. Warum muss die deutsche Einheit so klingen wie die Dame, die sonst immer den Tschibo-Kaffee verkauft? Oder dachte sich die Werbeagentur total sinnig: Einheitsspot? Lass uns Einheitsbrei machen!

Und warum war früher mehr Geschenk (blühende Landschaften) und jetzt ist von der Einheit nur noch die Einheit selbst als Geschenk übriggeblieben? Und wer bitte um alles in der Welt ist das “unser” im Tweet? Und falls es die Regierung sein soll, wie wir beim Absender Regierungssprecher annehmen, kurze Anmerkung noch: musstet ihr gestern vorm Kanzleramt 91 Leute festnehmen, weil die Blumen und Kreuze niedergelegt haben? Die Anke hat nämlich jetzt Rückenschmerzen.

Der Werbespot sagt ja auch nix anderes, als die Demonstranten da: “Mich trennt keine Grenze, bin offen, bin vielfältig”. Aber bei ‘nem Bauzaun da hört der Spaß schon auf?

Und überhaupt, das sah nicht so würdevoll aus, selbst wenn man dem Polizeiballett eine gewisse sportliche Eleganz im Einsatz nicht absprechen kann. Aber so wütend Kreuze niedermähen, direkt vor dem Kanzleramt der christlich sozialen Union, was sollen denn da Potus und Pontifex von uns denken?

(PS: Street Perspective, die Kamerafahrt in dem Video kurz vor diesem Ausschnitt ist sensationell.)

Letztendlich drückt unseren Unmut über den Spot niemand besser aus als CDU Landesgruppenvorsitzender und Großstadtbeauftragter Kai Wegner.

Nur blöd, dass wenn man den Veranstaltern den Spot in Rechnung stellt, am Ende ja der Souverän doch wieder der Steuerzahler ist. Tricky.

One Response

  1. krill

    Durch die Vorhersehbarkeit sind die Toten genauso langweilig wie der RegSprecher.
    Auch, wenn die Toten mit dem Kameraschwank etwas mehr Könnerschaft beweisen.
    Ist dann aber auch der einzige elektronische Lebensaspekt.

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