Sichere Anzeichen dafür, dass die Sturmtruppen vor der Haustür stehen

Ein paar unmissverständliche Anzeichen dafür, dass dein Land sich zu einem Polizeistaat entwickelt:

1. Selbst eine Gadget-Plattform wie The Verge fragt sich, ob so Dystopia anfängt?

2. Kids in Comics auf heißen Startup-Journalisten-Seiten fragen, warum der freundliche Polizist von nebenan eigentlich aussieht wie Darth Vader?

3. Auf den Protesten werden T-Shirts mit dem Aufdruck: Erschieß mich nicht verteilt.

4. Was auch die typische Handbewegung dieser Tage zu sein scheint.

5. Die Google-Bildersuche nach Vergleichsbildern zur Polizei in deiner Straße ist auch nicht gerade schmeichelnd.

6. Das untrüglichste Anzeichen aber dürfte sein: Palästinenser aus dem dem Gaza-Streifen geben deiner Bevölkerung freundliche Tipps für den Umgang mit Tränengas.

In Ferguson, einer Kleinstadt in St. Louis, das habt ihr alle mitbekommen, ist ein Teenager von der Polizei erschossen worden, es kam zu Protesten, und plötzlich stand eine Armee auf der Straße. Willkürlicher Tränengas-Einsatz, schwer gepanzerte Fahrzeuge mit Scharfschützen auf den Dächern, wahllos verhaftete Journalisten, beliebige Ausgangsperren, etc.

Und schlagartig wird auch Amerika selbst eins in aller Breite bewusst: es ist zu einem Polizeistaat geworden, der sich innerhalb kürzester Zeit überall aufrufen lässt, nicht nur in den Ballungszentren, in denen man sich über den grassierenden Einsatz von SWAT-Teams zu Routineeinsätzen eh schon dran gewöhnt hat.

waffen

Wir sind ja in Berlin z.B. turnusmässig ja auch einiges gewöhnt, aber die Geschichte in den USA ist noch mal eine andere. Hier werden seit einer Weile die ausrangierten Waffen aus den auslaufenden Kriegen an die Polizei weiter gereicht. Maschinengewehre, minensichere Fahrzeuge, Nachtkampfgerät, selbst Schalldämpfer, wozu auch immer man die braucht. Und wer Tools hat will damit auch spielen.

Der Krieg kommt so auf ganz eigentümliche Weise wieder zu Hause an.

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