Spioniert der BND die russische Botschaft über die Telekom aus?

Ihr alle kennt diese eigenwillige Geschichte rings um den Doppelagenten im BND, der u.a. Dokumente über den NSA-Untersuchungsausschuss an die CIA geliefert haben soll? In den Medienberichten gab es ja eigenwillige Details zu diesem Fall wie z.B. diese:

In der Email, die er von einem Google-Mail-Account versandte, schickte er gleich drei BND-Dokumente mit, um zu belegen, dass er von Nutzen sein kann. Er wagte zu viel.
Der Bundesverfassungsschutz fing die Mail ab, bevor sie das Konsulat erreichte. Die Ermittlungen begannen: Da er einen privaten Computer verwendete, war schnell klar, um wen es ging. Zum Zeitpunkt als die Mail verschickt wurde, war er der einzige, der im Urlaub war.N-TV

Lassen wir die vielen Unstimmigkeiten in diesem (und allen anderen) Artikeln mal weg, war die eigentliche Frage: wie kommen die überhaupt an die E-Mail des Typen. Und das auch noch bevor sie angeblich in der russischen Botschaft gelandet sein soll. Schliesslich sollen sie ja den Gmail-Account des Doppelagenten gar nicht gekannt haben und die US-Dienste um Hilfe bei der Identifikation beansprucht haben, denn die haben ja, wie wir alle wissen, direkten Zugriff auf Google. Was wir scheisse finden, der BND aber offensichtlich ganz groovy.

Der grandiose Fefe hat darauf jetzt vielleicht eine Antwort gefunden. Der Mailserver von der russischen Botschaft scheint von der Telekom gehandelt zu werden.

Wer da wen ausspioniert und ob sich die Empörung über die Ami-Spionage nicht noch zu einem Boomerang entwickeln könnte, über den man lieber nichts gesagt hätte, überlassen wir mal den Fallout der nächsten Tage.

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