Wissenwertes über Gerstungen.

Es ist grad mal eine Woche her, da gab es im Einzugsgebiet der “Bürgerwehr Untersuhl, Gerstingen und Umgebung” einen Brandanschlag auf ein Haus, das für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden sollte. Kurz zuvor hatte die Eigentümerin ihre Bereitschaft, den Flüchtlingen so zu helfen, auf Facebook gepostet. (Fehler!).

Aber jetzt ist das alles vergessen und in Untersuhl ist Kirmes. (Warum auch immer). Und da begegnet man den lustigsten Plakaten. Lustige Gesichter gibt es weniger. Beispiel:

Ihr wisst schon, kritischer Karneval mit “brandaktuellen” Themen. Ein ganzes Dorf “belebt” durch den Festumzug.

Die Thüringische Landeszeitung (Lügenpresse) beschreibt das so:

Gegen 14 Uhr wartet dann der Höhepunkt des Wochenendes auf die Gäste: Wenn der traditionelle Festumzug durch den Ort zieht, wird nicht nur gefeiert, sondern auch Kritik geübt. Auf humorvolle Art und Weise nehmen die Teilnehmer Ereignisse des vergangenen Jahres auf und üben Gesellschaftskritik in einer alternativen und lockeren Art, die dennoch oft einen ernsten Hintergrund hat.
tlz.de

Aber es geht nicht nur gegen Flüchtlinge, nein auch für die Deutschen ist was dabei, in diesem speziellen Fall gegen die Griechen, denn für die Deutschen ist man nur ein wirklicher Deutscher, wenn man mindestens gegen ein anderes “Volk” ist. Das sieht dann so aus (die lustigen Untersuhler Griechen ersparen wir euch):

“Wer sammelt für die armen Deutschen?” Gute Frage, wer eigentlich? Karitative Hilfswerke und so? Kann man bestimmt googeln. Und die 1,15 Millionen Euro für eure Pfiffikusse stammen doch auch nicht aus der Bierzeltkasse. Oder dem Spendentopf, der da hinter den Deutschbemützten hergefahren wurde.

Aber in der Einheitsgemeinde Gerstungen nimmt man alles sehr genau, da wurde auch ernsthaft im Rathaus über die Kosten einer Tageszeitung zum Deutschlernen für Asylbewerber lang gestritten. (Am Ende bezahlte die Linke das).

Überhaupt ein denkwürdiges Zeitdokument, dieses FB-Fotoalbum “Untersuhler Zeltkirmes 2015”, auch stilmäßig ganz vorne dran. Dennoch, die endgültige Antwort auf die Frage: “Wer sammelt für die armen Deutschen” muss heute aber leider lauten: nicht der Storch (Lügenwappen!).

PS: Gerstungen, an dessen unterem Zipfel Untersuhl hängt, liegt übrigens nicht, wie der doofe Wessi vermuten würde, in Sachsen, sondern in Thüringen, knallhart an der hessischen Grenze.

Und weil mit Musik alles besser geht, das wissen auch die Gerstunger, die sich für ihren Umzugsabschluss die DJs aus dem “Spitz Eisenach” eingeladen hatten, die “den Gästen im Zelt mächtig einheizen” (ironischen Schmunzelsmiley mit Marx-Bart müsst ihr euch denken), hier noch einer dieser Bonustracks, die einem eh schon seit einem Jahr ständig im Kopf rumspuken.

3 Responses

  1. Manuel

    Wer hat denn den Blödsinn geschrieben? Aus dem Spitz war niemand auf der Kirmes in Untersuhl! Bitte um Richtigstellung!

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    • Sascha Kösch

      Das ist ein Zitat aus dem Artikel der Thüringischen Landeszeitung: “Wem die Blasmusik zu altbacken erscheint, kommt später im Festzelt auf seine Kosten, wenn die Discjockeys aus dem „Spitz Eisenach“ den Gästen im Zelt mächtig einheizen werden.”

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  2. Abc

    Lange nicht so einen Unsinn gelesen. Ist einfach nur peinlich.

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