Willst Du eine Zeitung kaufen?

Die nächste Ausgabe der De:Bug wird wahrscheinlich die letzte sein. Nein, kein Witz. Zeit, Abschied zu nehmen. Ein unabhängiges Magazin (manchmal denken wir immer noch es wäre eine Zeitung)zu machen, ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und die Beine, die man sich dafür ausreißen musste, wachsen auch nicht nach. Sechzehn Jahre Untergrund für alle! Ihr kennt die Geschichte.

De:Bug wollte immer alles vereinen: Musik, Technik, Netz, Selbstbeherrschung. Wir wollten die Schnittstelle zum Glück sein. Das Glück aber liegt am Ende wohl nicht unbedingt zwischen gedruckten Seiten. An Ideen für alternative Modelle hat es uns nie gemangelt, allein die Umsetzung aus dem Flickenteppich der Unabhängigkeit heraus erwies sich aber immer als unmöglich. Dann doch lieber mit Liebe die nächste Ausgabe machen.

Ihr kennt alle die Dramen, die Print zur Zeit erlebt. All jene, die in diesen Zeiten noch Musik verkaufen wollen, erleben ja ähnliches. Die Welt explodiert in Medien, die Konkurrenz für umsonst ist überall, die Margen werden immer kleiner und die Mischkalkulationen immer ausufernder. Dazu droht immer die große Schere: Alles für umme und alles jetzt sofort. Und so schön das ist, als Zeitung ist man eben einfach langatmiger. Außerdem will man ja auch den langen Text, den schweren, wenn es sein muss, den gewichtigen, und nicht nur das schnelle Futter. Kleine, unabhängige Hausküchen mit einem unerklärlich unausrottbarem Hang zum traditionellen Medium, können in diesem Umfeld nur schwer überleben.

Wir sind glücklich und auch stolz, das diese sechzehn Jahre lang durchgehalten zu haben. Obwohl es fast immer knapp, oft genug kritisch, nicht selten nur mit Ach und Krach und immer in zweifelhafter Selbstausbeutung ging. Wir sind glücklich, eine Stimme gewesen zu sein, die vielen etwas bedeutet hat. Glücklich mit den mehr als 50.000 Reviews, die wir für euch geschrieben haben und all die Musik die wir anschieben konnten. Glücklich, all diejenigen zu sehen, die uns all die Jahre begleitet haben, die jetzt irre erfolgreich sind und auch die, die immer noch tapfer an der gleichen Stelle kämpfen, einfach weil sie so fest an ihr Ding glauben, dass es gar nicht anders gehen würde. Und wir sind glücklich, eine ganze Menge Themen so früh es eben ging in die Diskussion geworfen zu haben, auch wenn man es später sicher besser hätte abschöpfen können. Das alles war irgendwie unser Auftrag.

Wie es weitergeht, ist ungewiss. Werden wir De:Bug verkaufen? Wenn sich eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, durchaus. Es kann nicht genug gut-gedrucktes Wort geben. Denn so wie Vinyl seinen Platz hat – der ja auch immer wieder neu gefunden werden muss – ist auch Papier ein Wert an sich. Man muss ihn nur herauskitzeln. Wird es online weitergehen? Wir hoffen es stark.

An alle, die uns über all die vielen Jahre unterstützt haben, erst einmal ein riesiges Danke! Unsere Abonnenten und alle anderen, denen wir noch etwas schuldig geblieben sind, bitten wir um ein wenig Geduld, bis wir wissen wie und ob es weiter geht.

Jetzt aber erst einmal weiter die Überraschungen der der De:Bug 181 feinschleifen.

123 Responses

  1. Jürgen

    ich bin entsetzt und sehr sehr traurig darüber. ich verstehe die entscheidung, aber als leser der ersten stunde wird mir euer inhalt sehr abgehen.

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  2. Heiner Kruse

    Das ist schade, ich hoffe, es geht anders weiter……Wow, was für ein Bild.. #01 mit Fabio und Boymerang auf der Titelseite

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  3. Tim

    Sehr traurig! Fand die Bunte Mischung der Inhalte immer sehr gelungen und unterhaltsam!

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  4. Die De:Bug macht Feierabend | Das Kraftfuttermischwerk

    […] Ich bin gerade ein wenig geklatscht, wenn ich lese, dass die gute olle Tante De:Bug gerade ganz ernsthaft mit dem Gedanken spielt, die Pforten zu schließen. Auch weil ich selber schon lange keine Printausgabe davon mehr gekauft habe. Ganz unschuldig bin ich daran dann wohl auch nicht, aber ich dachte halt es gäbe da genug Leute, die das Blatt noch kaufen würden. Eine Fehleinschätzung, wie sich gerade rausstellt. Vielleicht verkaufen sie den Laden. Vielleicht geht es auch noch irgendwie anders weiter. Ganz siche…! […]

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  5. Mart

    Naja, das wundert mich jetzt auch nicht. Musikalisch seid ihr 2001 stehengeblieben und habt eigentlich immer nur den gleichen Berlinrotz gefeatured. Und die anderen Themen? Ihr habt euch stets als technologische Sperrspitze gefeiert, dabei war eure Internetseite immer blamabel, das passt halt auch nicht zusammen. Sorry für die harte Kritik, ich fand euch anfangs echt gut aber ihr müsst mal ein bisschen eure Berlinbrille abnehmen und über den Tellerrand schauen…

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    • Stef Saw

      Das mit Berlin stimmt schon, aber die De:bug stand auch immer für die Liebe zu Oldschool, Chicago, Detroit & das UK-Bass-Kontinuum. Und dabei immeretwas weiter vorne als die solide, aber meistens langweilige Groove.

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    • doctor cox

      was außer der fortführung des UK hardcore kontinuums in grime und dubstep – wovon ja wohl auch die de:bug notiz nahm und kundtat – hat sich denn seit 2001 musikalisch getan, das irgendwelche art von referenzcharakter entwickelt hätte, an den man sich halten sollte?

      minimal? gab’s schon in den neunzigern in geil.
      house/deep house? dito.
      “deep house” (also der ganze rotz, der dieser tage ignoranterweise unter diesem label verramscht wird)? kann man getrost links liegen lassen.
      techno, revitalisiert von diesem gewissen berliner club? orientiert sich, wenn gut, auch an neunzigerstandards und ist abgesehen davon inzwischen auch in weiten teilen furchtbar formelhaft.
      all die grad so schwer angesagten leftfield-spielarten von wasauchimmer? sind in ihrer soundästhetik ganz überwiegend klar eher der vergangenheit als der zukunft zugewandt.

      also liebe de:bug – keep on keeping on, zumindest noch für eine ausgabe… ansonsten:
      so long, and thanks for all the fish.

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  6. Lesen mit Links

    […] entgegensetzen will. Mit Mikrotext, Frohmann, Shelff im Suhrkamp-Logbuch. Das ausgerechnet jetzt De:Bug aufgibt ist […]

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  7. benni

    Sehr schade…. :(

    Ihr schreibt “wahrscheinlich die letzte”. Kann man euch noch irgendwie retten? Crowdfunding? Oder wie es die Jungle World mal vor ein paar Jahren gemacht hat, einfach sagen “wir brauchen jetzt x neue Abos, damit es weitergehen kann”?

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  8. Roland Bley

    Wir haben erst den 11. März. Solche Meldungen kommen in der Regel knapp 3 Wochen später. Falls das kein verfrühter Aprilscherz ist und ihr tatsächlich keine De:Bug mehr herausbringt, so finde ich das sehr, sehr schade. Ich lese euch von Beginn an, habe Abonnenten-Nummer 007.

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  9. Boveri

    Harald Schmidt verabschiedet sich aus dem Fernsehen, De:Bug aus meinem Briefkasten, was für eine traurige Woche.

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  10. volker hansch

    Hallo debug team, wir haben mit GEE nach zehn Jahren erstmal eingestellt, jetzt ihr, schon echt doof !
    Glückwunsch für diese lange zeit und ich bin mir sicher, wenn erstmal alles online ist, werden Sie uns alte Print hefte sehnsüchtig vermissen…. Liebe grüße und alles Gute für Euch , Volker Hansch GEE

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    • Jekyll

      Sehr schade, hat mich auch direkt das Ende der Gee erinnert… Der Markt für brauchbare Magazine scheint sehr dünn zu sein… :(

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  11. petra

    neiiiiiiin! ich liebe eure zeitung! das kann nicht sein!

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  12. Christonia5

    …wow…das sind traurige Neuigkeiten!SEHR TRAURIG!!!In den letzten Monaten hat mich genau dieses beschäftigt…”umsonst aus dem Internet” …. mein Fazit : das ist unsere eigene Schuld wenn es soweit kommen muss…wenn alle meinen “man kann alles umsonst haben ohne zu bezahlen” ….selbst der Tod ist nicht umsonst….warum sind wir nur alle so unethisch geworden?!

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    • Samson

      Was’n das für’n Quatsch? Nichts ist umsonst? Schlimm genug, Banause! Gerade Kultur sollte für jeden Menschen überall und kostenlos vefügbar sein. Das ist unglaublich wichtig! Und Du redest von Ethik..

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      • Christonia5

        Also bisschen Niveau wäre doch fein oder?Außerdem diskutiere ich über dieses Thema nicht hier ob “kultur kostenlos sein sollte” …da könnte ich echt ausrasten wenn ich sowas höre….was glaubst du denn wo wa hinkommen wenn alles OHNE BEZAHLUNG abläuft?Denkste DE_BUG hattn Goldesel am scheissen im Garten oder was?

      • Chiffre Vingttrois

        also echtma, irgendwann gebense noch gartiskultur aus und werden dann systemrelevant gestützt weilse nen kredit für ihre gratiskultur aufgenommen hatten und dann gibts diese gratisbengel in jedem konzertsaal bis die konten wieder ausgeglichen sind.
        Steck dir deine Gratisstars in deinen GratisA*
        Die neue Istari Lasterfahrer kommt aber gut rein dazu grade

  13. kater

    schon vor 16 Jahren habe ich den schritt von sascha und mercedes mutig gefunden. dass es überhaupt so lange ging ist schon bemerkenswert. ironisch ist, dass gerade diejenigen der generation de:Bug die grössten web-nerds sind.
    “die Konkurrenz für umsonst ist überall, die Margen werden immer kleiner und die Mischkalkulationen immer ausufernder ”
    Das ist doch wohl der schlüsselsatz, und der trifft wohl auch auf all diejenigen zu, über die
    ihr da schreibt. Labels, Musiker, Entwickler, Künstler usw. sitzen alle im selben Boot. Hier ein Umsonst download der Software, da ein Killertune for free.
    Die gegenseitige Ausbeutung ist ein Spirale nach unten.

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  14. Red Rack'em

    I am really sad to hear this news. You guys were supportive of so much underground music. So many of my friends were inspired by the positive reviews and coverage of their under the radar endeavours. Danke Dir De:Bug Fuer Alles!

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  15. Der-technoforum.de-Chris

    Kinners! Da lese ich gerade in unserem technoforum.de eine Info mit Link zu diesem Beitrag und musste mehrfach auf den Kalender sehen, ob das nicht doch ein verfrühter Aprilscherz ist. Seit Ausgabe #1 seit ihr mir wirklich an’s Herz gewachsen, seit vielen Jahren läuft das Abo und erst am Wochenende dachte ich dankbar an euch, weil ihr so wunderbar konsequent inkonsequent seid. Wir leben, lieben ‘online’, aber das gedruckte Blatt war und ist für mich auch weiterhin elementar wichtig, zumal ich die de-bug, wenn sie in die Badewanne fiel, zumindest trocknen konnte, was mit dem ei-Gedöhns nicht zwingend klappen könnte.

    Vielen Dank für die zehntausenden an Rezensionen, die wunderbaren Interviews, die nützlichen Technik-Tests, selbst die oft unkonventionellen Kleinanzeigen (auch die aus München, Optimal & Harry Klein), die stets bevorzugt-fast-immer guten Trapez-Reviews (Schärz!), die Blicke vor, neben und hinter diese und jene Kulisse. Und auch einen Dank dafür, dass ihr und eure Leser uns (also, das Forum) in den ersten Jahren in den Polls immer wieder in den Top10 untergebracht hattet, lange, bevor man den Rang an Gugl oder Fäsbuk abtreten musste. Bleed, Sascha, Riley und die vielen, vielen anderen: Vielen Dank. Aber trotzdem:

    Macht doch – dammich und fluchnochma – notfalls ein Crowdfunding für die nächste und übernächste Ausgabe. Ich wär dabei. Und was mit dem Restabo-Zahlungsdings passiert, ist mir sogar ausnahmsweise egal, gönnt euch dafür’n Bier und atmtet nach dem Redaktionsschluss durch. Danke für diese wunderbare Zeit. Auch wenn ich mich weigere, dass sie ‘schon’ vorbei sein soll.

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  16. powerpuffschmidt

    Ich schieße mich an. Ich finde das sehr, sehr schade!!! … und da gibt es auch wirklich kein alternatives Konzept, mit dem man einen Crowdfounding Re-launch wagen würde??? :-(

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  17. flo

    ganz schlimm :( drück euch die daumen dass ihr irgendwie weitermachen könnt.

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  18. Tom

    Ich werde Euch vermissen. Ihr wart während der vergangenen Jahre so ziemlich die einzige lesenswerte Zeitschrift. Viel Erfolg für die Zukunft, wohin sie Euch auch immer führt.

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  19. Dan

    Journalisten, die teilweise nicht mal richtig in die Alben reinhören, braucht eh keine Sau. Vielleicht liegts ja auch daran?

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  20. Bonafide

    Ihr wart meine Schnittstelle zum Glück.
    Danke für alles. Ihr habt mein Leben fünf Jahre lang bereichert.

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  21. Waldi

    Zu jung bin ich, um Anfänge der Ära miterlebt haben zu können. De:Bug hat mir definitiv einen tiefere Sicht in das Szenario der internationalen Musikszene verschafft und dafür gesorgt, dass ich eben nicht bei Koletzki und Co stehengeblieben bin. Danke.

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  22. udo lohmeyer

    macht endlich ma (wieder) ne ausgabe mit CD…

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  23. Timon Kurz

    Das darf nicht war sein! So ein tolles Magazin! Ich kenne euch noch nicht lange. Doch seit ihr das einzige Magazin das ich regelmässig gerne gelesen habe. Wenigstens online brauche ich euch!

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  24. Jean Claude

    ihr wart großartig!!! mit der de:bug verabschiedet sich ein schönes magazinprojekt aus unserer landschaft, das ist sehr schade. danke an das gesamte team, für alles!

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  25. bnz

    vielen dank für all die guten jahre.

    stichwort-vk: bitte kein magenta-T

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  26. karla (@karlakr8)

    Das was ich an der de-bug so schätze ist nicht das sofort-für-umme, ich gucke sie mir auch kaum im internet an. ich kaufe sie mir. gedruckt auf Papier. und so liegt sie monatelang in meiner Bude rum. weil ich sie bis zum letzten Artikel, auch über Themen die mich nicht so sehr interessieren konsumiere. Artikel, die dann auch noch aktuell sind. Monate später. Klar seid ihr mit euren mehrseitigen Artikeln inzwischen eine Ausnahme da unsere Hirne mehr als 500 Zeichen am stück in 2 Wochen nicht verarbeiten können. aber ihr könnt der Welt zuliebe, derjenigen zuliebe die eben noch etwas mehr Auffassungsvermögen haben eure Zeitung nicht einstellen.

    Mich interessiert an der de-bug dass sie eben nicht so eine Eintagsfliege, bzw. Einsekundenfliege ist, die Artikel haben Hand und fuss (die meisten zumindest…). langatmig kann doch nicht so eklig sein dass eine Institution wie die de-bug deshalb zumachen muss.

    macht ein crowdfunding! machen wir ein crowdfunding. wir können das wenig gute, inhaltlich wertvolle doch nicht so einfach verrecken lassen…

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  27. Monti

    weigere mich euch ein riesengroßes danke zu sagen, obwohl das das mindeste wäre, aber das darf doch nicht wahr sein! nur online werdet ihrs nicht überleben. die digivolution frisst ihre, äh, eltern? but we need you so bad! KEEP ON KEEPING ON!

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  28. Guido Möbius

    De:Bug war immer ein Hort der Unabhängigkeit, ein gallisches Dorf, unbeirrbar und souverän. Ihr hinterlasst eine Lücke, die kaum geschlossen werden kann. Was zur Hölle soll ich jetzt lesen im Zug?

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  29. vincent

    das darf nicht passieren! ihr seid das einzig spannende format überhaupt!
    all die tollen artikel!
    es muss noch eine lösung geben. ich habe noch zwei beine für euch übrig.

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  30. Über-Pop ist tot | anmut und demut

    […] In der aktuellen De:Bug ist ein Interview mit Diedrich Diedrichsen anläßlich seines neuen Buches "Über Pop". Das Interview ist grandios und ich habe es schon drei Mal gelesen und jedesmal gedacht: "Grandios, dass es die De:Bug gibt, die solch lustigen Kram schreibt, über den ich gerne nachdenke." Leider habe ich mich da geirrt. Die nächste Ausgabe der De:Bug wird wohl die letzte sein. Die De:Bug ist am Ende. […]

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  31. C.S.

    Schade, dass immer erst alle schreien wenns zu spät ist
    Grossen Respekt an alle DE:BUGGER und alles Gute für die Zukunft. Ich bin mir sicher, dass man eich in irgendeiner Form weiter am Start sieht.

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  32. KID

    Ich hoffe, dass dieses Ende nur einen Neuanfang bedeuten wird.

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  33. nils

    Auf Keinsten!, Vor 5 Minuten noch die Groove verärgert weggelegt. Darüber gefreut, dass ihr Musik noch so viel Liebe und Faszination entgegenbringt und trotzdem die genau richtige Distanz einhaltet und auch einfach weniger Schmock als alle Anderen bringt.
    Das ist ein Scheiß wisst ihr das. Macht mich richtich traurig gerade.
    Nirgendwo habe ich so oft das Gefühl gehabt etwas zu lesen und zu denken. Jap! genau das ist es, das trifft es. Oder mal überrascht zu werden, klug überrascht zu werden. Oder mich über was geschriebenes aufzuregen ohne gleich vor der Belanglosigkeit resignieren zu müssen. Ich glaube das ist es, Keiner beherrscht die Kunst so zu tun als wäre das Beschriebene bedeutsam, wie ihr (und das wird es dann auch). Da wird mir etwas sehr fehlen.

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  34. tomsche

    Schade!!! Seit 2009 bin ich Stammleser, ihr werdet mir fehlen. Alles Gute der De-Bug Crew. Liebe Grüße aus Leipzig

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  35. Christian

    NEIN LEUTE, ICH GLAUB ES NICHT! Ich wollte euch in den letzten Wochen und Monaten schon immer mal nen Leserbrief schreiben. Ich kaufe und sammle eurer Heft seit der Ausgabe 96. Also seit über acht Jahren, jeden Monat! Für mich hat eurer Heft immer die Kombination aus Cultural Studies Blickwinkel und tiefer Verwurzelung im elektronischen Underground ausgemacht (was Raveline, Faze und Groove nie leisten konnten). Stellvertretend hierfür will ich einfach nochmal die Ausgaben 124, 131 und 139 erwähnen! Hammer Titelstorys waren das. Auch Künstler wie Anders Ilar oder Marching Dynamics hätte ich ohne eure Reviews nie entdeckt. Und von diesem Kern habt ihr euch nach meinem Empfinden immer weiter wegbewegt im letzten Jahr. Es ging ja nur noch um diesen mobilen Internet Gadget Kram, so dass ich eurer Heft seit diesem Jahr auch leider nicht mehr kaufe. Was ich wohl jetzt nochmal nachholen werde um die Sammlung zu vervollständigen. Schade, machts gut! Aber jetzt kann ich die Entwicklung des Hefts in der letzten Zeit auch nachvollziehen.

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  36. Shebsen

    Mein Bahnreisemagazin Nummer eins? Weg? Ja ist denn schon der erste April?

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  37. Merowinger

    Jetzt habe ich noch mal drüber geschlafen finde es aber immer noch traurig. Fühlt sich wie ein schlechter Traum an. Gerade jetzt wo ihr das Layout überarbeitet habt?!

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  38. reader

    Massive Big Up and RIP!
    War wirklich die einzige Zeitung, die es sich noch gelohnt hat zu kaufen!
    Schade, aber natürlich ist man auch etwas selbst dran schuld, keine Zeit mehr genommen um sie jeden Monat zu lesen, Abo gekündigt um geld zu sparen und nun ist sie weg, sorry!

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  39. richard z

    der einfluss den debug auf mich hatte ist schwer einzuschätzen, ist aber mit sicherheit immenz.
    danke für 16 jahre musik, berichte und selbstbeherrschung, ich habe es interessiert genossen, und manchmal widerprechend gelacht, so wie es sein soll.
    ein medium mit einem ausgeprägt feinen fühler am sog. “untergrund” wird nun fehlen!

    die dinge haben sich ohne zweifel verändert, die notwendigkeit für eine thematische ausrichtung, wie es De:Bug betreibt oder betrieb bleibt.
    es gibt also viel zu tun.

    nochmals DANKE.

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  40. Domenique Xander

    oh man, das ist echt schade.. hab sie mir immer gekauft und mich jedes mal aufs neue gefreut! das wird mir echt fehlen. von den 50.000 Reviews hatte ich ein Review und ich hatte gehofft es werden noch viele, viele folgen. 😉

    nochmals danke für 16 Jahre! :/

    Bitte nicht gehen…

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  41. Danke, De:Bug. « Spreeblick

    […] Nach 16 Jahren wird De:Bug, das “Magazin für elektronische Lebensaspekte, Musik, Medien, Kultur & Selbstbeherrschung”, eingestellt. So schreibt es Mitgründer und Geschäftsführer Sascha Kösch im De:Bug-Blog. […]

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  42. David

    Es ist traurig, falls dies wirklich das Ende sein sollte. Seit der ersten Ausgabe war ich euch treu. Durch eueren ganz eigenen Stil werdet ihr auf jeden Fall eine Lücke hinterlassen, die nicht so leicht zu schliessen sein wird.

    Falls es doch “irgendwie” weitergehen sollte, hoffe ich, dass ihr euch nicht reinreden lasst (lassen müsst), und so weitermachen könnt wie bisher – keine Kompromisse!

    Macht’s gut!

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  43. Mary-Anne K.

    Was für ein überraschendes Ende – aber irgendwie kann ich es verstehen. DANKE für die vielen Denkanstöße, unkonventionellen Interviews, subjektiven Plattenkritiken und den unerschöpflichen Blick unter den Teppich und über den Tellerrand. DANKE, Ihr wart die beste Antwort auf alle elektronischen Lebensaspekte und ein treuer Begleiter wie Ratgeber meiner persönlichen Musikbiographie – die Selbstbeherrschung fängt wohl jetzt erst an.

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  44. Fred Grimm

    Wie sehr, sehr schade! Kann nicht Uli Hoeness…?

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  45. De:Bug | xdest

    […] tut es weh, wenn man liest, dass es damit vielleicht auch bald vorbei ist. Besonders da die Meldung mit einem Bild der frühen […]

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  46. GuruFX

    So ich jetzt die Raveline lesen? Ihr macht das coolste Heft in Deutschland… Bitte nicht aufhören!! Don´t stop the party rock! 😉

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  47. GuruFX

    Ich habe sogar noch die Buzz (!), später Re:Buzz zu Hause! 😀 Zum Glück habe ich sie alle gesammelt… Famous when dead… 😉

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  48. Moon

    Danke für das was ihr bisher geleistet habt, ich werd euch vermissen

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  49. olaf

    das ist nicht wahr oder? zeitungsente? ich kenne das DE:BUG schon seit der zeitungsausgabe und habe es seit jahren abonniert, es ist für mich eines der wichtigsten und besten zeitschriften die es gibt, ausserdem habe ich das heft in den letzten jahren auch als wiederstand zu den heutigen mainstreammedien gesehen, ein persönlicher antiheld! ein heft wo vielleicht einmal meine erste platte ein review kriegt hätte, ein heft das mir inputs und tipps gibt, die mir mein papa nie geben konnte, die ich aber an meine enkel weitergeben werde, das mich beinflusst hat – musikalisch und politisch. kann man irgendwie helfen?

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  50. holger

    ja, kann man irgendwie helfen, ausser ab jetzt sowieso wirklich wirklich immer die printausgabe kaufen? die nachricht verhagelt mir deutlich das gemüt. büdde büdde nicht. nee, darf nicht sein. @Mary-Anne K. trifft es

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  51. Valentin

    Ich kann das immer noch nicht glauben! Bitte sagt, dass es nicht wahr ist. Wie wäre es mit einer Grassroots-Bewegung zur Rettung Eurer Zeitschrift (à la TAZ)? Oder nur als Online-Platform weitermachen?

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  52. SidneyS

    Letztes Update Eurer iPad App in 2012. Mehr braucht man dazu glaube ich nicht sagen, wenn selbst Axel Springer technisch 10 Ligen weiter liegt als ein tolles Magazin für technikaffine Musikliebhaber. Trotzdem sehr sehr schade.

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  53. SoulRay

    alter schwede…das ist nicht gut. wie siehts mit crowdfunding oder ähnlichem aus?? ihr habt ne grosse leser basis, also da sollte wohl was möglich sein. war auch abonnent von euch, habe mir die debug sogar über 2 jahre lang ins ausland schicken lassen! mann….pfffffff

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  54. Jeeves

    “Denn so wie Vinyl seinen Platz hat…”
    Ja, etwa 1% bei den verkauften Tonträgern … und rechnet man downloads (illegale wie legale) noch mit, dann wären’s wohl 0,001%)

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  55. SR

    Das ist in letzter Konsequenz wohl erst dann fassbar, wenn der Briefkasten leer bleibt.

    Leute, Ihr habt mich durch die Jugend begleitet und mir immer ein Stück dieser Jugend erhalten. Als Teenager habe ich die Frontpage gelesen, dann die “ernsteren Sonderseiten” (Euer Start im Grunde) darin zu schätzen gelernt und war dann, als das Magazin starb, glücklich, dass der vernünftige Kern des Teams eine tolle Zeitung macht, nur irgendwie alles besser. Phönix aus der Asche, nur strahlend eben.

    Ich habe De:Bug im Abo. Ihr seid mit mir in Berlin umgezogen und auch mitgekommen, als ich nach Frankfurt gegangen bin (war ja ganz, gaanz früher ja auch mal irgendwie Euer Nukleus…;-)).

    Ich habe Euch an allen möglichen Orten und zu allen möglichen Zeiten gelesen. Bei Geschäftsterminen seid Ihr mir aus der Tasche gefallen, habt Blicke auf Euch gezogen, habe damit Gleichgesinnte gefunden.

    Das soll jetzt zu Ende sein?

    Aber ich verstehe es auch. Nein, wirklich. Wir alle haben davon profitiert, dass da ein paar Leute weit mehr arbeiten als es gesund ist, sich aufreiben und hohe Qualität zu einem – jawohl – lächerlichen Preis produzieren. Deren Begleitmusik steigende Druckkosten und sinkende Werbebudgets sind. Das macht keiner lange mit, der nicht an etwas glaubt. Glaube zahlt aber keine Rechnungen und sorgt nicht fürs Alter vor.

    Insofern, danke Euch für eine tolle Zeit. Sie wird nachwirken, da könnt Ihr sicher sein.
    Und großes Sorry für manche zu spät überwiesene Abo-Gebühr. Bitte nicht nachtragen.

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  56. Klaus

    Das trifft mich jetzt echt, bin sehr geschockt! Ich lese die De:Bug seit der ersten Ausgabe, die es damals noch für umme im Plattenladen gab und habe bis heute keine Ausgabe verpasst, als mein Kiosk zu Schlampern anfing habe ich die De:Bug abonniert und die fehlenden Ausgaben nachbestellt. Wenn es einen Weg gibt, bitte geht ihn, ich bleibe Euch treu! Ansonsten, Danke für die vielen tollen Hefte! Alles gute für Euch!

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  57. here & now › ALTERNATIVES IN PRINT: DE-BUG

    […] going different ways eventually, I am sad to learn that after 16 years, the Berlin institution are currently preparing their final issue before they go offline. It’s mildly ironic that a magazine specializing in all things […]

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  58. Soc

    Oh nein. Das könnt ihr doch nicht machen. Ich werde die Reviews, besonderst die vom Sascha, vermissen. :*(

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  59. ed

    Obwohl ich seit vielen Jahren de-bug regelmäßig lese, hatte ich keine Ahnung, das es da ein Problem gibt. Ich kenne keine Print-Dramen, da mich dieses Thema nicht speziell betrifft und ich denke ich bin nicht alleine.

    Vielleicht würde ja auch der eine oder andere ein Abo kaufen, wenn er von einem Problem wüsste. Euer Magazin ist derart speziell, dass eine geschäftlich tragbare Existenz möglich sein muss und ich bin sogar davon überzeugt, als ein Print Medium.

    Wir sind doof genug um süchtig hunderte Stunden an Tablet zu verbringen, aber wenn erst mal das Papier weg ist, werden wir aufwachen. In eurem Fall kommt noch hinzu, dass der Themenmix wirklich interessant ist. Die Leute werden gerne dafür zahlen. Ich persönlich auch weitaus mehr als bis jetzt.

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  60. Das Ende der De:Bug | AMY&PINK

    […] Das habt ihr ja wieder toll hinbekommen! Ihr mit euren Smartphones und Apps und Browsern und dem Internet! Weil ihr keine Printprodukte mehr kauft, geht eines nach dem anderen davon vor die Hunde! Bislang waren davon zwar immer nur Verlage betroffen, die mir persönlich recht egal sind, aber jetzt kommt’s: Die De:Bug hört auf! Ja, genau, kein Scheiß! […]

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  61. Lagomorpha

    Wirklich sehr, sehr schade. Ich gebe zu, ich war nur ein Gelegenheitsleser, aber ihr wart fest auf meiner Liste, wenn ich im Zeitschriftenladen (ja, ich bin noch einer von denen, die sich tatsächlich bedrucktes Papier kaufen) geschaut habe, was es denn so Neues im Regal gibt. Die De:Bug war zusammen mit der Groove für mich eines der letzten Magazine aus der “guten alten Zeit” und ich fand’s immer gut, dass es Euch noch gab. Schade, dass dies nun vorbei ist. Ich drücke Euch die Daumen, dass es doch noch irgendwie weiter geht und wünsche Euch Machern viel Glück für die Zukunft!

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  62. Harty

    macht doch einfach das abo teurer, ich bezahle es. warum fragt ihr nicht danach…..sagt einen preis an für den es weiter geht….. was´n scheiß

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  63. Frank aus Köln

    Sehr schade. Treuer Leser seit den Zeitungstagen. Nicht für Musik, nein wegen den medienkulturellen Themen gelesen.

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  64. peaches

    Hey, ihr könnt doch nicht einfach so ohne Vorwarnung und vor allem: Rettungsversuche das Handtuch schmeissen!
    Das letzte lesenswerte deutschsprachige Printmedium – außer taz und titanic – so mir nichts nichts dir nichts absaufen lassen!
    Hier gibt es ne Menge kreative Vorschläge, wie es weiter gehen kann – Aboaufrufe, Preis nach oben, Genossenschaft wie bei der Tag – Do it!

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  65. Hans F.

    Wollte mein Abo sowieso schon seit 2-3 Jahren kündigen. Jetzt kann ich mir die Briefmarke sparen. Passt.

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  66. Alex

    Wie wir ja nun wissen, geht es nicht weiter. Was wird also aus den Abogeldern?

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  67. ruff linkage 201411

    […] De:Bug verabschiedet sich – “De:Bug wollte immer alles vereinen: Musik, Technik, Netz, Selbstbeherrschung. Wir wollten die Schnittstelle zum Glück sein. Das Glück aber liegt am Ende wohl nicht unbedingt zwischen gedruckten Seiten. An Ideen für alternative Modelle hat es uns nie gemangelt, allein die Umsetzung aus dem Flickenteppich der Unabhängigkeit heraus erwies sich aber immer als unmöglich. Dann doch lieber mit Liebe die nächste Ausgabe machen.” […]

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  68. Euer Charlie

    und ein Stück Lesekultur ist dahin, sehr schade!

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