Das neue On SoundCloud wird nur wenig verändern.

SoundCloud hat gestern seine neue Monetarisierungs-Idee angekündigt. On SoundCloud nennt sich das. Es ist das erste Mal, dass SoundCloud sich an Werbung als Geldquelle wagt. Der Großteil der Einnahmen soll dabei an die Künstler gehen.

Die gute Nachricht zuerst: Werbung wird es zunächst nur in den USA geben. Als Werbepartner gibt es zur Zeit nur Red Bull, Jaguar, Sonos, Squarespace und Comedy Central. 15 Sekunden Werbung sollen es werden, bei 30 Sekunden Werbung kann man nach 15 skippen. Nervig? Absolut. Aber kommen wir zum Grund, warum das alles nicht so schlimm ist.

Werbung wird nur auf den Accounts von Künstlern laufen, die extra für diese Programm eingeladen wurden. Premier Tier nennt sich das. Nur auf deren Accounts wird Werbung laufen und auch nur dann, wenn die Künstler das explizit wollen. D.h. im Klartext: wenn man in Zukunft (bei Amerika wird es ja nicht bleiben) vor SoundCloud Tracks Werbung hört, dann ist das der ausdrückliche Wunsch des Künstlers, der damit eben etwas Geld verdient.

Bei aller Umsonstmentalität sollte man das den Künstlern nun wirklich zugestehen. Die bisherigen Pro-Accounts bleiben übrigens von Werbung verschont. Wer selbst mit seinem SoundCloud Account auf diese Weise Geld verdienen möchte, kann sich aber hier anmelden.

Losgelöst davon, dass Label-Partner jetzt einen größeren Zugriff auf die Tracks haben, was in der letzten Zeit öfter für Aufruhr gesorgt hat, weil jetzt nicht nur die automatische Erkennung manchmal Blödsinn macht, sondern auch noch andere im Hintergrund manchmal auch fälschlicherweise Tracks offline nehmen, ist die Art und Weise des Einstiegs von SoundCloud ins Werbebusiness eigentlich die schmerzfreiste Variante.

Selbst wenn – bislang ist das nur als Möglichkeit angekündigt – die SoundCloud Hörer dann für werbefreie Musik in Zukunft auch zur Kasse gebeten werden, ist es nur deshalb, weil sie öfter auf Accounts mit Werbung stoßen, da ihr Musikgeschmack eben viele Künstler beinhaltet, die gerne Werbung vor ihren Tracks schalten.

Bislang gibt es aber noch keine Verträge mit den Labeln (ob Major oder Indieverbände) darüber und die sind ja bekanntlich eher komplex. Unberührt von all dem ist allerdings die nach wie vor unklare Lösung was z.B. DJ-Mixe betrifft.

Die Unterschiede des Premier Tier beinhalten übrigens auch noch ein paar Dinge mehr: geographische Kontrolle über die Tracks, visuelle Profile, promoted Tracks und Profile und noch ausführlichere Statistiken.

Wir vermuten die Werbung wird ähnlich aussehen wie das hier:

Ach ja, Randnotiz, Soundcloud Umsonst und Pro-Accounts haben jetzt mehr Uploadkapazität. 3 bzw. 6 Stunden.

5 Responses

  1. Asthmatic Detroit Car

    Die nächste nervige digitale Müllhalde, wo es einem vergeht…soundcloud ist somit tot.

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  2. Heinz

    Wer sowas gut findet, kommt auch aus der “Werbebranche” und hat damit nicht die nötige Distanz den ganzen Werbemüll als manipulative Angstdemagogie zu durchschauen.

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  3. Micha

    So eine Webseite zu betreiben kostet nun mal Geld. Ich zahle lieber für SoundCloud als für die anderen mit ihrem lieblosen Mainstream.

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