Wilde Zeichen in wilder Musik für wilde Zeiten

Was wir schon immer wissen wollten, was hört man eigentlich so ganz im Inneren der Bundesrepublik? Und was wäre noch weiter innen, als das Ministerium des Inneren?

Also haben wir keine Mühen gescheut, unseren Informanten bei MAD falsche Versprechungen gemacht und prompt die aktuelle “de Maizière” Spotify-Playlist zugesendet bekommen, die (laut unbestätigten Regierungskreisen) den Titel “Hotteste Sommerresidenz-Mucke 2015” trägt.

Wie wir alle ja schon lange (soooo laaaaange) wissen, ist das mit den Zeichen in der Popmusik gelinde gesagt ambivalent geworden. Man darf also nicht davon ausgehen, dass die jeweilige Message dieser Songs 1:1 in den Gehörkanälen des Rezipienten auch ankommt, sofern überhaupt eine vorhanden war, können aber auch so das gesunde Missverhältnis von halbverstandenen Äußerungen auf allen Kanälen, die Durchdringung der Welt durch die Spiegelung des Selbst in der Grandiosität des Anderen und die historische Tiefe mimetischer Stratageme im Megamix scheinbar todgeredeter Gefühlslagen gut verstehen.

Egal: Deutschland 2015. Ein imaginäres Sommermärchen, ein Psychogramm aus Deutschlands Innereien, als Soundtrack.

Die Goldenen Zitronen: Das bißchen Todschlag

Foyer Des Arts – Hubschraubereinsatz

Fun Boy Three – The Lunatics (have taken over the Asylum)

Public Enemy – Anti Nigger Machine

Crystal Waters – Gypsy Woman

The Flying Lizards – Money

Die Toten Hosen – Walkampf (Karaoke Version)

Taylor Swift – Shake It Off

Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld

The Dresden Dolls – Girl Anachronism

France Gall – Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte

Horst Herold – Wir kriegen sie alle

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