Kann man in Deutschland aus anderen Gründen nicht sehen

Holly Herndon hat offensichtlich die Nase voll. Ihre Beziehung zu ihrem Rechner hat nach den NSA – wie sagt der Lobo – Bespitzelungsattacken gründlich geändert. Vertrauen war gestern. Alle sehen alles, ungewollte Transparenz rult, die Logos in denen man arbeitet haben eine völlig neue Bedeutung bekommen. Mist, wir sind keine Teenager mehr, die ihre Computer ungebrochen lieben können.

“It is a love song for prying eyes (an agent / a critic), and also a break up song with the devices with which I shared a naive relationship. There is something dramatic, teenage and vulnerable to this sensation – our relationships with these interconnected devices are still so young, so naive.”

Die Panik, die man entwickeln könnte, geht visuell vielleicht ein wenig in etwas überzogener “Internet Art” unter, deren Beliebigkeit auch hier nicht ganz einleuchtet, aber es gibt ja glücklicherweise noch einen Hoffnungsschimmer im Internet. Das deutsche YouTube. Da kann man all das nämlich erst gar nicht sehen, außer man gibt sich ein wenig Mühe und installiert (vermutlich war das nicht beabsichtigt) ein ordentliches VPN oder Browserplugin dafür, beispielsweise Zenmate.

Vimeo geht auch ohne, aber kommt, ein wenig vermeintliche Sicherheit muss sein, dann wird das vielleicht auch wieder was zwischen uns und den Screens.

Der Track ist auf RVNG erschienen.

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