Und warum der Streaming-Markt doch gewinnt

Die RIAA hat die neuen Zahlen für den US-Musikmarkt veröffentlicht. Eigentlich gibt es keine Überraschungen. Allerdings bedenkenswerte Verschiebungen.

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Der Streaming-Markt hat jetzt schon den zweitgrößten Anteil am Kuchen. Der gute alte physikalische Markt ist überrundet. Und da dies die Zahlen noch vor dem Launch von Apple Music sind, kann man fast davon ausgehen, dass in der zweiten Jahreshälfte auch der Download-Bereich von Streaming überholt wird.

Tatsächlich – bei wem auch immer das ankommt – steigen so in den USA auch die Gesamteinnahmen aus Musik.

Doch nun zur zweiten Überraschung. Während wir zwar seit Jahren ständig davon hören, wie stark Vinyl im Aufwind ist, war es doch lange Zeit so, das die Gesamtzahlen am Ende gerade mal ein Vierfaches des Klingelton-Marktes (den gibt es noch?) waren. Toll, aber irgendwie auch egal. Finanziell, nicht ästhetisch.

Doch jetzt sind da stattliche 221 Millionen Dollar zusammengekommen, was schon ein Zehntel des kompletten Musikmarktes in den USA ausmacht (und wieder eine Steigerung um über 50 Prozent). Unerwarteter Weise haben die Vinyl-Einnahmen sogar den werbefinanzierten Streamingmarkt überrundet und falls das mit dem Aufwind des Vinyls (sofern die Pressquantitäten überhaupt vorhanden sind) so bleibt, dann könnten sie bis Ende 2016 sogar noch zu einer Konkurrenz zur CD aufsteigen, denn die bringen gerade noch 494 Millionen Dollar auf die Waage und verlieren seit letztem Jahr über 30%.

Future-Reto indeed.

PS: Natürlich sind die Zahlen nicht 1:1 übersetzbar auf den Weltmarkt, oder gar den deutschen, aber die Tendenz dürfte klar bleiben.

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