Durchatmen. Da muss man durch. Die in fünf “Signale” aufgeteilte EP lässt noch den strahlendsten Sonnenschein irgendwie nach lebenden Toten aussehen. Antonio Ruscito erinnert mich in gewisser Weise an diese Zeit, als aus Italien plötzlich, noch mitten im ersten Techno-Rave-Wahn die allerdunkelsten Platten kamen, damals, als ACV der Gabba-Liebäugelei wieder abgeschwört hatte. Das schwarze Technokino per se. Jeder der Tracks – egal ob im Grundton eher ruhig oder massiv slammend – hat diese schwelend untergründig makabere Stimmung in der jeder Sound zu einem wohlgeformten Albtraum wird. Das ist nicht die Gruft in schwarz-weiss, das ist nur schwarz. Aber auf seine Weise eben doch so kompromisslos und intensiv, dass man seiner Wucht nicht ausweichen kann, sondern der Verführung ins Schattenreich verfällt. Perfekter Kontrapunkt der Remix von Acid Age, der mit brachial gezerrten Bassdrums und notorisch sequentieller Hookline wirkt wie der Biss eines Raubtiers in lasziv gedehnter Zeitlupe, die noch zuschnappt, wenn man eh schon längst erlegt ist.

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