Kann was. Hört man gleich. Vorweg: Ich steh auf Tracks, die genau ein Vocal (hier “Body Language”) haben und das unerbitterlich durchziehen. Da lernt man was. Z.B. sich zu fragen, was Body Language mit Konzentration zu tun hat. Warum es bei aller Konzentration dennoch immer anderes ist. Man lernt die Distanz zwischen sich und dem Sound zu überbrücken. Bin ich die Body Language oder selbst im Nachdenken darüber, oder im Austanzen, die Body Language dieses Tracks und ist das vielleicht auch eins? Wo hört der Body auf und fängt die Sprache an und warum gehört beides selbst in Momenten in denen man nur noch Sensorik zu sein scheint, so zusammen. Toll. Und auch toll die lockere Art das Ganze zu einem Raveslammer hochzustilisieren. Gedämpfte Piano-Chord-Hooks, konzentrierte aber doch sehr flüssige Effekte auf allem, die dennoch nicht nach Show klingen, sondern so aus der Energie des treibenden Tracks irgendwie zusammengejammt. Subtil lässiges Hämmern der feinsten Art. Und auch “Amsterdam” erzeugt diesen fundamentalen Groove, der mich leicht an Video Clash erinnert, wegen seiner Rimshots und Claps und dennoch so ausgelassen voller hintergründig spleenig überschäumender Energie kickt, dass mir egal ist was war und nur noch zählt, wie die Zeit einem vor den Augen zerhackt wird und man sich in diese Trance zerlegt, die kein Besinnen ist, sondern ein ständiges rhythmisches Explodieren in der rhythmisierten Zerrissenheit. Manchmal braucht der Synth eben nur einen Ton, das kann so viel mehr sagen. “Sugar Square” ist der besinnliche Track der EP, klar, und hier zeigt sich, dass Beesmunt Soundsystem kein One-Trick-Pony ist (falls jemand ihre Soweseo EPs nicht kennt), sondern wir noch ganz viel von den beiden erwarten können.

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