Soulvocals, Funk- und Disco-Elemente, Filter aus besten Wild-Pitch-Disco-Zeiten, 909 Slammer-Grooves… mit “Jump” klingt die EP vom ersten Moment an so, als wäre die Party schon seit zwei Jahrzehnten im Gang und es gäbe auch gar keinen Grund daran rütteln zu wollen. Reine Retro-House-Nostalgie? Auch der Titeltrack mit seinen breiten Piano-Stabs und dem gelegentlich mal nachhakenden Bass ist voll solcher Momente, aber die klappernde Ästhetik des Grooves mit seinem holzigen Latinswing und die eher technoid angelegte Basis des Tracks sind viel wirrer, haben ein Herz für den balearischen Moment, und jammen weit ausgelassener. Gute Vorbereitung für den “Intergalactic Jam”, der wie eine Art Kreuzfahrt durch noch mehr bekannte Elemente und Samples schippert und sich schon von Anfang an bei einem bedankt. Wer so leicht albernd abgeht, darf seine Distanz ruhig vermitteln. Distanz zu den eigenen Vorlieben, die einem hier wirklich ständig unter die Nase gerieben werden, ist es aber auch, die der EP bei aller Rückwendung zu klassischen Themen doch eine Leichtigkeit vermitteln und einen Spass auf dem Floor, der sehr charmant ist. Und das etwas blödelnd dunkle “Bootsy’s Nightmare” rundet das alles sehr gut ab. Klassische House-EP die sich überhaupt nicht bemühen muss, so zu klingen wie und eben aus dieser Leichtigkeit ihre sympathische Qualität zieht. Vier Tracks denen man auf dem Floor immer gerne wiederbegegnet.

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