Ich liebe es, wenn Tracks gleich mitten einsteigen. Fuck the Intro. Vor allem wenn sie es so können wie Daniel Stefaniks “Signs”. Breit gebratene Bassline, swingende Hintergründe, lässiger Groove. Der Himmel geht auf, wenn man die Nadel absetzt. So muss das sein. Viel zu selten geht ein Monstertrack gleich auf die Zielgerade. Wie ein Kaugummi dehnt sich die Bassline wohlig, die Hi-Hat werden langsam aufgefächert, der Track brennt eh schon, es gilt nur noch, sich langsam immer tiefer in die Hookline einzuswingen. Und das kann er. Ein Track der sich so lässig immer weiter aufplustert und von innen ganz locker mit aller Gewalt einer Ultra-Slomotion-Einstellung explodiert. Musik, die sich auf dem Floor anfühlt, wie eine zweite Haut aus der man Sekunde für Sekunde immer weiter hinauswächst, während die Bassline einem das Rückrad richtet und wohlig streckt. Musik eben, die sich ganz aus seinem inneren Zentrum heraus entwickelt. Was für eine in sich zerberstende Hymne. Illuminations hat mehr von einem typischen Technokracher der Urzeiten, lässt sich mehr auf die schnittigen Hi-Hats und klöppelnden Grooves ein, geht aber in der Mitte mit seinen breiten Harmonien so wunderschön auf, dass man sich sicher sein kann, Stefanik erobert die Herzen der Open-Air-Saison damit so lässig, dass man ihm die sanfte Trancenote gerne vergibt.

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