Perfekt. Hört man gleich. Die neue EP der beiden setzt mit großen Harmonien an, ist purer Sommersound und kann das, was irgendwie immer nur Engländer können. Kitschig sein, ohne kitschig zu sein, das große Gefühl anpeilen, ohne dabei an Größe zu verlieren. Man fühlt sich schon bei “Astir” an diese Zeiten erinnert, in denen Drum and Bass EPs eine magisch-hymnische Nummer nach der anderen brachten. Die Beats sind bei aller straighten Bassdrum so locker, im Hintergrund das eine klassische Sample, die Sounds bis ins letzte durchdacht aber doch so leicht und selbst wenn sie sich mit leicht rockigem Groove mitten in die Peaktime mit Effekten und Hallorgien bewegen, ist das keine Pose, sondern pure Erfüllung. “Echos Retreat” beginnt ähnlich vollmundig tuschelnd. Klingelnde Sounds, tiefes Antäuschen von Dub, ein kleiner Ausflug in die Warehouse-Zeiten mit ultrafunkigen Basslines, Killerstabs aus dem Ravepanorama und am Ende einfach wieder im Glitzern versinken. Der reduziertere Track, “Key Vision”, mit seinen ausgehölten Stimmchords und dem ultrasmooth breakigen Groove, besinnt sich auf die ruhigeren Momente des Raves und auf “Motion Blur” wird dann in kantigen Bruchstücken die Technodichte aufgerufen, während es mit den Chords doch wieder zu purem Rave mutiert. Eine Platte die Leichtigkeit, Schönheit, Albernheit und Kicks auf einen Nenner bringt. Gorgeous.

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