Was für ein butterweich relaxtes Ding. Manchmal braucht man genau so einen Sound. Flächen die klingen als würden sie ganz tief ausatmen. Bässe die einen davongleiten lassen. Ab und an mal eine Stimme, viel zartes, weiches, elegisch ausklingendes im Hintergrund. Ein Tröpfchen Strings, ein heulender Bleepsounds, den Sonnenaufgang immer zum Greifen nah. Das ist schwerer als man denkt. Nichts klingt blöder als ein Sound, bei dem man unwillkürlich denkt, jetzt doch noch einen Cocktail, doch am Strand sitzen bleiben, plaudern und eigentlich will niemand sowieso nichts mehr, dann kann man auch hängen bleiben. Ist sowieso das neue sich gehen lassen. Daraus aber dennoch eine Umgebung machen zu können, denn es ist mehr das, weniger Tracks, mehr ein Gesamteindruck, die wirkt als möchte man bleiben, den Moment festhalten und sich darin sonnen, das ist schon verflixt schwierig wenn es einfach klingen soll. Vor allem weil man den inneren Kitschsensor so geschärft haben muss, dass man – obwohl immer umarmend – nicht mit dem üblichen Gefühlsdusel, der in so vielen musikalischen Momenten lungert, aufkreuzen kann, sondern immer ehrlich von dieser Leichtigkeit ergriffen sein muss. Die drei Tracks von Peter O können das perfekt, mit J-Felix wird es aber blöder Discopop für eine Welt in der all das in nahezu jedem Takt zunichte gemacht wird.

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