Der Titeltrack hält sich ganz schön lange bei seinem zentralen Thema auf. Sanfte Subbässe, flatternde Stimmfetzen, irgendwie orgelige Grundstimmung, immer kurz davor, dass jetzt doch mal der Höhepunkt kommen sollte ist es ein Stück, das von Anfang an bei diesem Moment davor zu bleiben scheint, bis die leicht schrägen discoiden Vocals von Ingrid Hakanson klar machen warum das alles so ist: Damit es den Vocals eben möglichst viel Platz lässt. Besser als die Vocals irgendwie auf den Track zu klatschen, wie das zur Zeit so oft passiert, aber für meinen Geschmack doch einen Hauch zu poppig und glatt. Das smoother tänzelnde “Memento” mit seiner Pina Colada Brise erfüllt diesen Sound auch ganz ohne Vocals, aber klingt eben doch zu sehr nach einem Track, der nur dafür gemacht ist, dass man auf dem Rooftop-Swimmingpool nicht wirklich aneckt. Glücklicherweise gibt es am Ende aber noch “Not Lost”, ein Stück, das das Popgefühl mit mehr musikalischer Substanz füllen kann und Vocals und Sounds mit einem perfekt locker swingenden breakigen Groove zusammenbringt und sich dem leicht melancholischen Grundgefühl der EP endlich mal hingibt, ohne dabei etwas hilflos den glattgebürsteten Floor zu suchen.

About The Author

Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

Leave a Reply