Auf seine Weise ist “Panonija” ein klassisches Detroit-Album. Alles auf die Synths und analoge Klarheit konzentriert, sehr klassisch arrangiert, voller typischer trudelnder Melodien und einfacher Drummachine-Grooves, elegischer Chords, dann aber wandelt es sich plötzlich und die beiden Serben lassen ihre Heimat ein wenig, wenn auch unter Latin-Schleier, aufklingen. Das zentrale Element in den Tracks der beiden bleibt aber der sehr pushend klare Groove und die mal slammenden mal hintergründig arbeitenden Chords. Irgendwie spürt man oft die Vorliebe für einen Sound für den vielleicht am herausragendsten Rolando steht, manchmal aber wirkt diese Vorliebe auch wie etwas, das sie daran hindert wirklich loszulegen. Ich habe das Gefühl, live sind sie besser, lassen sich von ihrem eigenen Sound mehr verführen und entwickeln mehr Funk. Gerade der wirkt nämlich auf die Länge des Albums hier ein wenig ausgeblichen, besser gesagt gefangen und im Zusammenhang mit dem oft sehr cleanen reduzierten Sound und man würde sich gelegentlich wünschen, dass sie sich einfach mal gehen lassen. Dennoch ist “Panonija” ein durch und durch sympathisches Album geworden, das man vielleicht einfach nur lauter als man zunächst denkt, hören muss, um es wirklich zu dem zu machen was es ist. Als einzelne Tracks auf dem Floor entwickeln die Tracks nämlich eine sehr treibend magische Energie.

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