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niels
 
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28.05.2009 | 14:26
 
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Lacie Internet Space NAS

Network Attached Storage im Test


lacie

Sascha Kösch in De:Bug 132.

Ein User ist kein Systemadministrator. Man mag sich das auf dem eigenen Rechner oder bei der Konfigurierung des heimischen Netzwerks gerne einreden, aber letztendlich ist man froh, nach den ersten Anfangsschwierigkeiten einfach loslegen zu können. Genau diesem Problem müssen sich Festplatten, die gleichzeitig auch Server sind, stellen.

Ein NAS (Network Attached Storage) kann zwar auch relativ dumm sein, aber je mehr Funktionen man erwartet, desto mehr muss das System, zumeist Linux, können und desto besser muss es beim Setup vor dem unerfahrenen User versteckt werden. Lacie Internet Space macht das stellenweise so gut, dass man, sollte an den Voraussetzungen etwas nicht stimmen, gar nichts mehr mit der neu erworbenen Festplatte anfangen kann.

Zwar sind hier, vorbildlich, Windows- und Mac-Installationsprogramme beigelegt, aber die erste wichtige Hürde ist ein Router, der UPnP versteht. Ohne den kommt man hier keinen Schritt weiter, mit einem Airport jedenfalls hatten wir keinen Erfolg. Klappt das, ist die Installation erst mal recht einfach und scheint am Ende nur scheinbar an der schlechten Umsetzung der Webseite für das Login zu scheitern, was den Versuch der einfachen Umsetzung eines Servers, der aus dem Heimnetzwerk bis ins Netz ragt, für den normalen User dann wiederum etwas sehr verwirrend macht.

Kennt man sich ein wenig aus, findet man schnell die Adminstrationsseite und ist dann erst mal enttäuscht, denn der Funktionsumfang des Internet Space ist bislang (Software kann man immer updaten) eher klassisch einfach und leider restriktiv. Ordner und Userverwaltung übers Netz, UPnP, DLNA und iTunes-Server für Medienzugriff, FTP und Datensicherung und DynDNS über HipServ, die für die generelle Umsetzung der sichtbaren Software zuständig zu sein scheinen, Anschluss weiterer USB-Platten.

Praktisch also für das Sharen von Dateien im und über das eigene Heimnetzwerk hinaus und für das – vor allem – heimische Mediensharen, denn hier klappt alles wie man es erwartet. Aber an der Abwägung zwischen Funktionalitätsreichtum und einfacher Bedienung muss hier wirklich noch gearbeitet werden, denn einfachen Usern kann je nach Netzwerk schon die Installation zu kompliziert werden. Gleichzeitig ist für Fortgeschrittene einfach zuviel versteckt: Man bekommt keinen Root-Zugriff über SSH auf die Platte, was Hacks und selbstgebastelte Erweiterungen, aber auch möglicherweise notwendige Diagnosen unmöglich macht.

Und die Einstellungsmöglichkeiten, selbst die Erklärungen des Handbuchs sind arg begrenzt. Legt man z.B. neue Musik in den Musikordner und checkt dann iTunes, findet man nichts, weil der iTunes-Server (wir vermuten Firefly) einen Update-Rhythmus hat, über den man nirgendwo etwas erfährt, und die Hilfe einen auch nur wieder zum Bedienungsanleitungs-PDF führt. Ja, man weiß noch nicht mal, welche Ordner er überhaupt checkt. Vorteile des Internet Space: klassisch feines Design in weiß (ähnlich den Porsche-Platten) , passabler Preis, aber ohne eine rasante Änderung der Softwarestrategie bei HipServ kaum eine Empfehlung.
Sascha Kösch

Preis: 160 Euro (500 GB), 220 Euro (1 TB)

http://www.lacie.com/de


Auch gut:

DIE WOLKE HAT 2 Kommentare zu "Lacie Internet Space NAS"

  1. David

    Dem Test muss ich leider zustimmen: Es sind einige Punkte offen, die unverständlicherweise unberücksichtigt blieben. Die Namen der Freibgaben kann man nicht ändern (hipserv), der iTunes-Library-Name ist vorgegeben (unattraktiv – HipServ:iTunes), die Ordner-Struktur ist recht klar vorgegeben und die Kopiergeschwindigkeit ist relativ langsam. Zusätzliche Festplatten kann man zwar per USB-Port anschließen, diese müssen allerdings als NTFS(!) formatiert sein, um erkannt zu werden. Unterstützung für AFP sucht man auch vergebens, was eine Nutzung als TimeMachine-Ziel verunmöglicht.
    Ich setze auf weitere Updates per Software und hoffe, dass damit einige Mankos behoben werden können.

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