Nokia: Comes With Music
Mobile Musik-Downloads auf dem nächsten Level

Musik in der Krise? Bestimmt nicht. Musikindustrie in der Krise? Nennen wir es mal lieber eine Neuorientierung. Musik ist dank des Internet schon lange mobil, sprich: wird nicht mehr zwingend im Plattenladen erkundet, sondern viel eher online. Und auch vermehrt gekauft.
Weil es im Netz aber eben auch alles umsonst gibt, muss der Berg mittlerweile zum Propheten kommen, den User von illegalen Angeboten weglocken, mit Rundum-Sorglos-Paketen davon überzeugen, dass es nicht nur nach wie vor irrsinnigen Spaß macht, Musik zu kaufen, sondern dass das auch mobil geht, unkompliziert ist und dass dieses Prinzip im Begriff steht, eine interessante Alternative zum Plattenladen zu werden. Nokia macht es mit Comes With Music elegant vor.
So funktioniert´s
Der neue Service funktioniert ganz einfach. Man entscheidet sich für eines von vier zertifizierten Musik-Telefonen (5800 XpressMusic, 5630 XpressMusic, N95 8GB oder N79) und bekommt von Nokia ein Jahr lang unbegrenzten Zugang zum hauseigenen Musicstore. Hier warten im Moment bereits über fünf Millionen Songs zum kostenfreien Download.
Das ist keine Augenwischerei, kein Ausschlachten von Backkatalogen längst untergegangener Labels: Die Musikredaktion von Nokia kuratiert den Store, quer durch alle Genres, zwischen Charts, Klassikern und Geheimtipps. Alle Majors sind dabei und erfreulicherweise auch immer mehr Indie-Label. Immer mehr Tracks kommen täglich dazu: Fundgrube und verlässlicher Lieferant zugleich. Laden kann man die Musik über die heimische Internet-Verbindung oder eben auch direkt über das Telefon: per WiFi oder UMTS. Hier kommt Debitel als Nokias Partner ins Spiel.
Der Mobilfunk-Reseller bietet die vier Handys mit Musik-Flatrate exklusiv in Deutschland an (neben Nokia selbst im Online-Shop). Der Vorteil: Hier kann man sich für sein Lieblings-Netz entscheiden. Egal ob T-Mobile, Vodafone, eplus oder o2: Für alle Netze hat Debitel maßgeschneiderte Tarif-Pakete im Angebot.
So kostet die Daten-Flatrate in den Flat-M-Tarifen für T-Mobile und Vodafone zum Beispiel 9,95 Euro im Monat zusätzlich zum gewählten Sprachtarif. Subventionierung des Handys: Ehrensache. Und wer bereits glücklich und zufrieden mit seinem Mobilfunkvertrag ist, kauft das Gerät zum vollen Preis und hat dennoch Zugriff auf die über fünf Millionen Songs.
Warten, bis man zu Hause ist, um sich endlich Song XY zu laden, gehört der Vergangenheit an. Denn der gesamte Inhalt des Stores steht auch on the go, also unterwegs zu Verfügung. Natürlich lassen sich auch Playlists erstellen und Tracks mit anderen “Comes With Music”-Nutzern austauschen.
Bei so einem umfangreichen Angebot ist es nicht weiter verwunderlich, dass die geladene Musik kopiergeschützt ist – das muss man den Labels zugestehen. Apple-User bleiben im Moment deshalb auch noch außen vor (Windows DRM), was sich aber sehr schnell ändern soll. Und nach Ablauf des einen Jahres wird die Musik, die man die vergangenen zwölf Monate angehäuft und liebgewonnen hat, dem User erhalten bleiben. Die hat man sicher auf der Seite, wie Platten aus dem Laden.
Die Gerätepreise mit Comes-With-Music-Service, aber ohne Vertrag:
5630 XpressMusic: 379 Euro
5800 XpressMusic: 510 Euro
N79: 479 Euro
N95 8GB: 589 Euro
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DIE WOLKE HAT 5 Kommentare zu "Nokia: Comes With Music" 
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Dieser Artkel macht mich etwas ärgerlich, denn er wirkt gekauft. Und zwar von Nokia.
Nicht im Geringsten wird auf die kleinen Häkchen hingewiesen, die sich im Alltag schnell als sehr lästig herausstellen: Die Musik ist nur auf dem eigenen Handy und einem einzigen, extra freizuschaltenen PC abspielbar. Um die mit Comes With Music geladene Musik am PC anzuhören, muss man zudem zwingend noch die passende Software von Nokia installieren.
Möchte man die geladenen Titel auf CD brennen oder auf einen anderen MP3-Player übertragen, muss man diese Titel einzeln nochmal zusätzlich im Nokia Music Store erwerben.
Den Kopierschutz muss man den Labels übrigens auch nicht zugestehen – so haben andere Online Music Stores ein umfangreicheres Angebot und versehen ihre Musik eben nicht mit einem Kopierschutz.
Von diesen Nachteilen wusste ich vor diesem Artikel auch nichts, habe aber höchstens fünf Minuten gebraucht, um das kurz nachzulesen. Ein unabhängiger, gut recherchierter Artikel sieht eindeutig anders aus.
Danke Neil für diesen Kommentar. Ich war grade nach dem Lesen dieses Artikels schon völlig überzeugt von der ganzen Sache. Da ich momentan sowieso am überlegen bin, mir ein Nokia 5530 XpressMusic zuzulegen, kam mir der Artikel natürlich gerade recht
Die Relativierung des ganzen durch die Wermutstropfen, welche in dem Kommentar geschildert werden, stören mich allerdings nur geringfügig. Ich werde mir das Telefon dennoch holen. Immerhin sollte man diesen Service als Extra ansehen und ein Jahr lang Musik auf dem Handy hören zu können, ist doch ein wirklich mehr als nettes Extra beim Handykauf. Abgesehen davon wäre es für Nokia jawohl fatal, wenn man die Musik zum Beispiel einfach brennen könnte. Bei einem Jahr Laufzeit würden die Kunden ja mehrere Hundert Alben geschenkt bekommen…
Überaus interessant der Blogg