Kleine Revolutionen auf der CES

Es gibt eigentlich wenig Überraschungen auf der CES. Consumer Electronics in der Schleife der endlosen Selbstverbesserung. Upgrades statt Innovation. Upgrades als Innovation sollte man vielleicht besser sagen. Die große Wearable-Offensive überzeugt nur halb. Die Qualitäten der neuen Chips sucht man mit der Lupe in Game-Demos. Aber ein paar Firmen machen dennoch irgendwie Revolution im Kleinen. Parrot z.B. Jedermanns Lieblingsdrone bekommt Zuwachs und die beiden MiniDrone und Sumo Dinge läuten doch irgendwie ein neues Zeitalter ein.

War Parrot, die Drohne, immer ein nerdiges Killergadget das blumige Phantasien beflügelte, wollen die beiden Neulinge jetzt mitten ins Königreich der Phantasie: das Kinderzimmer. Das Video illustriert das perfekt. Ein Kind steuert seine beiden Robo-Drohnen aus dem Bett durchs Haus, vorbei an Hund, kurz heimlich Mitfernsehen, etwas Unfug in der Küche anrichten und einen Schokoriegel aus der Vorratskammer zocken. Die Kinder von Morgen: Meister der Fernbedienung und Telepräsenz. Nichts an diesen Konzepten ist so wirklich neu, geschweige denn revolutionär, aber die Inszenierung ist einfach perfekt. Kinder mit den Tools eines kleinen Sondereinsatzkommandos. Überwachung und mehr. Toyfactory zum Leben erweckt. Technik ist auf dem Weg vom Spielzeug zum alltäglichen Scifi-Tool zu wachsen und dennoch Spielzeug zu bleiben. Oder, anders herum formuliert: die Zukunft wird umgestülpt und im Kinderzimmer wieder ausgeladen.

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Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

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