USB-Studiosound für den Schreibtisch

Aktivmonitore der Studioklasse mit integrierter USB-Schnittstelle/-Soundkarte? Das war ein bislang unbekanntes Konzept. Samson hat es jetzt ausgesprochen überzeugend umgesetzt und dazu noch zu einem ausgesprochenen Kampfpreis. Für 115 Euro (StudioDock 3i, 2x15Watt, 3″-Woofer) bzw. 180 Euro (StudioDock 4i, 2×20 Watt, 4″-Woofer) bekommt man eine Lautsprecher-Lösung, die sich auf Schreibtischen genauso gut einsetzen lässt wie in Projektstudios oder an Schnittplätzen. Die technischen Details: Die Basstreiber sind aus Copolymer, die Hochtöner sind 25mm Silk-Dome-Tweeter. Hoch- und Tieftöner verwenden Schwingspulen mit Ferro-Flüssigkeitskühlung und Neodym-Magneten.

studiodock_4i_beauty

Man kennt ja die Misere: Computer-Lautsprecher sind gut und schön, aber wenn man zu Hause arbeitet, möchte man mehr. Die Auswahl ist groß verwirrend und meistens kompletter Trash. Nicht so bei Samson, deren StudioDock-Systeme zwar schon mehr Platz einnehmen auf dem Schreibtisch, bei ihrem schicken Design aber in keinster Weise stören, einen unendlich besseren Sound liefern und eben auch für anspruchsvolle Aufgaben perfekt einsetzbar sind. Der Rezensent betreibt zu Hause ein Paar Genelec 1030A mit teurer Soundkarte am Arbeitsplatz, da ist man einiges gewöhnt. Dafür kostet bei Genelec auch der halbe Hochtöner doppelt so viel wie bei Samson das komplette Pärchen. Der Mac erkannte die Speaker sofort und der Klang hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sehr detailreich und fast schon räumlich, angemessen druckvoll und doch luftig, das sind die Attribute, die ich dem StudioDock 4i ins Gästebuch schreibe. Allein in den Mitten klang es ab und an ein wenig dicht, ein weiterer Beweis dafür, dass ein Großteil der Musik heutzutage einfach falsch gemastert wird, vorbei an der Zielgruppe und deren Abhör-Situationen sozusagen. Nach kürzester Zeit hatte ich mich an den Samson-Sound gewöhnt und würde mir glatt zutrauen, den einen oder anderen Track mit dem StudioDock 4i zu produzieren. Der Clou der neuen Boxen: das integrierte iPod-Dock. Der MP3-Player wird einfach oben eingerastet, synct sofort und lädt außerdem seine Batterie auf. Die Lautstärke des Systems kann komfortabel über einen elegant versenkbaren Drehregler auf der Vorderseite geregelt werden. Ebenfalls auf der Vorderseite steht ein Kopfhörer-Ausgang und ein AUX-Eingang zur Verfügung. Über Cinch kann das Boxen-Pärchen außerdem mit einem Subwoofer verbunden werden, aber auch andere Audio-Signale sind gerne gesehen. Das StudioDock 3i und 4i sind eine extrem clevere, preisgünstige Abhör-Lösung für alle, die viel mit Sound am Rechner zu tun haben. Das Preis/Leistungsverhältnis ist mehr als überzeugend und mir würde als Empfehlung kaum etwas anderes einfallen.

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