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19.07.2010 | 13:02
 
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Smartphones: HTC Legend & Desire

Nachwuchs in der Android-Familie


HTC wirft gleich zwei neue Android-Smartphones auf den Markt. Das Legend (links) ist der Nachfolger des Hero und beim Desire (rechts) handelt es sich um eine aufgebohrte Version des ersten echten Google-Handys Nexus One. Bei einem fast gleichen Straßenpreis ohne Vertragsbindung und Branding von ca. 450 Euro könnte man denken, man müsse die Unterschiede mit der Lupe suchen: weit gefehlt.

Doch zunächst zu dem Gemeinsamkeiten. Beide Smartphones haben ein AMOLED-Display mit resistivem Touchscreen, beide laufen mit Android 2.1, verfügen über eine 5-Megapixel-Kamera mit Blitz, haben ein optisches Trackpad, schlucken microSD-Karten mit bis zu 32 GB Kapazität, funken mit HSDPA und verfügen außerdem über UKW-Radio, WiFi und Bluetooth. Die offensichtlichen Unterschiede der beiden Handys liegen im Formfaktor, Screen-Größe und den verbauten Materialien, quasi unsichtbar, doch enorm wichtig sind verfügbarer Speicher und Prozessor-Geschwindigkeit.

Das Legend, der Hero-Nachfolger, ist, ähnlich wie die aktuellen Laptops von Apple, eine Unibody-Konstruktion, d.h., der Korpus ist aus einem einzigen Block Aluminium gefräst. Entsprechend robust und unkaputtbar fühlt es sich in der täglichen Verwendung an: kein Telefon, das man mit Samthandschuhen anfassen muss. Schick ist es obendrein. Das Display ist 3,2“ groß, die HVGA-Auflösung liegt bei 320 x 480 Pixeln. Bei 512MB ROM und 348MB RAM Speicher bringt man das Telefon selten zum Stottern, alles läuft flüssig und die Geschwindigkeit beim Starten von Programmen etc. ist beeindruckend schnell. Und auch der ”Knick“ ist wieder da: Der untere Teil des Gehäuses, auf dem das Trackpad liegt, ist der einzige Nike-Swoosh der Mobilfunkindustrie.

Mitunter ist das sehr unpraktisch, tippt man auf dem Legend im Landscape-Mode auf dem virtuellen Keyboard, hat die rechte Hand eine spürbar längere Strecke zu den Tasten zu überwinden als die linke: Da muss man sich dran gewöhnen. Manövrieren und arbeiten lässt sich auf dem 3,2“-Display aber generell sehr gut, beim Desire allerdings noch besser. 3,7“ umfasst hier der WVGA-Screen mit einer Auflösung von 4800 x 800 Pixeln. So haben die virtuellen Tasten noch mehr Platz, genau wie Videos und Webseiten.

Im Desire sorgt ein 1GHz-Snapdragon-Prozessor für ziemlich sensationelle Geschwindigkeit, das auf 576 MB aufgestockte RAM hilft dabei. Das Desire hat zwar keinen Aluminium-Korpus, die Verarbeitung ist aber dennoch vorbildlich, die gummierte Unterseite sorgt dafür, dass das Handy gut in der Hand liegt und das Gehäuse hat nicht den Hero-Knick, wodurch man im Landscape-Modus viel besser tippen kann. Kleinigkeiten kommen dazu. So stehen dank des schnellen Prozessors z.B. die animierten Hintergrundbilder zur Verfügung, die erstmals auf dem Nexus One gezeigt wurden.

Die Rendering-Geschwindigkeit von Webseiten beeindruckt, dazu hat HTC ordentlich am Browser geschraubt: Textstellen auf Webseiten werden automatisch an die Screen-Größe angepasst, trotz vorhandener Pinch-To-Zoom-Möglichkeit. Copy/Paste ist einfach und überzeugend implementiert, man kann direkt aus dem Text URLs mailen oder sharen und selbst Flash funktioniert einigermaßen. Nicht immer und nicht überall, normal eingebettete Filmchen lassen sich in der Regel aber direkt im Browser anschauen.

Dazu kommt die neue Version von Sense, der HTC-eigenen Skin für Android und Windows Mobile. Die ist allen anderen nach wie vor vor haushoch überlegen. Die Konkurrenz zeigt, wie man Android professionell kaputt verniedlichen kann. Auf sieben Homescreens kann man seine Apps auf dem Desire und dem Legend verteilen. Per FriendStream hat man Facebook, Twitter und Flickr immer im Blick und auch im Adressbuch werden Infos aus den Netzwerken jetzt mit einbezogen. Ruft jemand an, mit dem man auf Facebook befreundet ist, sieht man auch das entsprechende Profilbild.

Mit der 5-Megapixel-Kamera lassen sich ordentliche Bilder machen, ganz ohne Rauschen geht es aber nicht. Die Videoqualität ist dann mit dynamischer fps-Rate auch eher mittelmäßig. Aber auch hier hat HTC in beiden Handys ordentlich zugelegt, zudem bekommen die User durch das Sense-Interface Bearbeitungs- und Einstellungsmöglichkeiten, die das Nexus One nicht hat. Fazit: zwei hervorragende neue Mitglieder der Android-Familie.

Legend: im Fachhandel oder bei Vodafone und eplus
Desire: im Fachhandel oder bei T-Mobile, Vodafone und o2

www.htc.com/de

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DIE WOLKE HAT 2 Kommentare zu "Smartphones: HTC Legend & Desire"

  1. vandengen

    … “ziemlich sensationell”. Wird immer besser, die Sprache. Danke. vandengen

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Trackbacks

  1. gadgetjungle says:

    De:Bug Gadgets » Smartphones: HTC Legend & Desire: http://bit.ly/bVqt14; 猫: http://de-bug.de/gadgets/archi ves/ipl… http://bit.ly/bCXPsm