Sony Gigajuke: Zeitgemäß gepimpte Stereoanlage
Musikserver mit Boxen

Erinnert sich noch jemand an die Stereoanlage? Das war mal eine der wichtigsten Identitätsquellen im heimischen Universum des Aufwachsens. Dinge mit oft übermäßig vielen Knöpfen für einen Funktionsreichtum, über den heutige Kühlschränke nur müde grinsen würden. Man lernte damals, sich mit physikalischem Pseudo-Geheimwissen wie Rauschabstand zu beschäftigen, wusste, welche Frequenzen beim Hören wirklich noch einen Unterschied machen, und, natürlich, Wattzahlen!
Unter einer aus heutiger Sicht vermutlich bedauernswerten Subspezies von (klar, aber alles andere als natürlich) vor allem Jungs immer ein schlagenderes Argument als Länge, Stärke oder an was auch sonst noch so der eigene Status gemessen werden will. Obwohl in den letzten Jahren immer mehr durch skurrile Konstellationen aus MP3-Playern und Aktivboxen für Rechner, Streamkisten und Handys ersetzt, ist die Stereoanlage alles andere als tot.
Den Beweis dafür tritt die Gigajuke NAS-SC55PKE von Sony an. Man kann sie auch als Musikserver mit Boxen bezeichnen. Ein Hub. Eine Schnittstelle für Musik zu Hause, die für Multiroom-Verwendungen konzipiert wurde. Die Zentraleinheit besteht aus 80-Gigabyte-Festplatte, 4,3 Zoll TFT-Farbdisplay, CD-Player und Radio, 2×85 Watt (wenn ihr es wissen wollt) – das ist aber noch nicht alles. Die kleine Anlage rippt CDs, checkt natürlich (so ein Hub hat immer Wifi) die Gracenote-Datenbank nach Titeln, schneidet Musik aber auch über das eingebaute RDS-Radio mit, lässt sich für Aufnahmen programmieren und filtert Ansagen selbstständig raus.

Außerdem lassen sich über Funk bis zu fünf NAS-C5E-Spieler anschließen, die auf Wunsch auch völlig verschiedene Musik in ebenso viele Räume streamen. Sie gefällt durch ihr schwarzes, cooles Design und sichert bis zu 40.000 MP3-Titel auf der Festplatte. Es lassen sich aber auch WMA- und AAC-Files ablegen. Und wem die Festplatte mit 80 Gigabyte immer noch zu klein ist, der kann auch von seinem Rechner aus Musik über die Anlage streamen. Auf WALKMAN und PSP kopieren geht selbstverständlich auch. Natürlich lassen sich auch iPods anschließen. Das alles selbstverständlich mit so wenig CO2-Footprint wie möglich.
Weitere Daten? Zwei Highspeed-USB-Anschlüsse, Ethernet, WiFi, DIGITAL MEDIA-Port, zwei klassische Audioeingänge. Also in einer Kiste alles, was man für Musik zu Hause braucht. Und das, ohne dass man sich um etwaige Inkompatibilitäten und sonstige Umwege über diverseste Kleinstkomponenten (Soundbridges, WiFi-Festplatten, etc.) kümmern muss. Gleichzeitig muss man aber auch keine Sorgen haben, dass irgendwas nicht mit der GIGAJUKE redet. Die Stereoanlage lebt, auch wenn man sie kaum noch wiedererkennt.
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