UMTS-Modem: web’n'walk Stick III
Verbindung unstet, Tarife verwirrend, Software buggy

Anton Waldt in De:Bug 125.
Die Datentarife der Mobilfunker sinken, entsprechend häufen sich die Angebote, den Laptop via UMTS online zu bringen, und damit steigt auch die Versuchung: Warum sollte man sich noch mit verschiedenen Netzwerkeinstellungen abgeben, wenn man eigentlich nur den einen UMTS-Zugang braucht? Einfach den USB-Stick einstöpseln und dank UMTS-Tuning mit neumodischen Kürzeln (HSDPA, HSUPA) mit 7.2 MBit/s (Download) bzw. 2.0 MBit/s (Upload) ins Internet.
Klingt einfach und ist es in der Praxis auch, jedenfalls wenn man von den Detail-Tücken absieht, mit denen die UMTS-Option zu einer wahren Quälerei ausarten kann. Als Erstes ist dabei die schwankende Bandbreite zu nennen, die schlicht darauf zurückzuführen ist, dass die UMTS-Netze parallel zu ihrer Nutzung ausgebaut werden. Im Klartext: Wenn in einer Funkzelle überdurchschnittlich viele Nutzer gleichzeitig online gehen, bricht die Verbindungsgeschwindigkeit übel ein, im Zweifelsfall ist man dann langsamer unterwegs als mit einem Steinzeit-Modem und Telefoneinwahl.
Womit der UMTS-Stick als ADSL-Ersatz definitiv noch nicht in Frage kommt. Aber vielleicht als Option für unterwegs und Notfälle? Klar, denn auch ein langsames Netz ist besser als keines. Jedenfalls wenn man einen passenden Tarif findet, denn diese sind immer noch extrem unübersichtlich: T-Mobile differenziert beispielsweise nach Anschaffungspreis, monatlicher Gebühr und Nutzungsentgelten, wobei Letztere wiederum Volumen- und Zeit-abhängig sein können.
Bei rund fünf Euro Monatsgebühr kann man beispielsweise ohne Datenbegrenzung für weitere fünf Euro pro Kalendertag ins Netz, einmalig zahlt man etwa dreißig Euro für den web’n'walk Stick III. An diesem fällt vor allem seine billige Machart auf, die an ein Wegwerf-Feuerzeug erinnert. Das Teil wird vom chinesischen Hersteller Huwai produziert und von vielen Mobilfunkern genutzt, Vodafone vertreibt es beispielsweise unter der Bezeichnung “MC USB-Stick UMTS Broadband”. Außer der teils extremen Hitzeentwicklung läuft der Stick aber eigentlich reibungslos, dafür bietet die Software namens “Mobile Connect” noch einiges an Problemen: Trotzdem alle exakt das gleiche Programm verwenden, kann man beispielsweise nicht zwischen UMTS-Sticks verschiedener Hersteller wechseln, hier ist jedesmal eine Neuinstallation gefragt.
Eine Neuinstallation kann aber auch einfach so fällig werden, weil sich der Stick verhaspelt hat. Außerdem schwer bedenklich: IM und VoIP bleiben laut T-Mobile außen vor, in der Praxis funktionieren sie dann aber doch manchmal. Und richtig fies wird es unter Apples Tiger, das von “Mobile Connect” irreparabel zerschossen wird und das reguläre Herunterfahren des Rechners verhindert.
Auch gut:
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I am using the same stick from Vodafone and it works fine. The prices could be lower though.