Ursprünglich auf dem iPad entwickelt, erschien jüngst das zauberhafte Spirits des Berliner Independent-Enwicklerstudios Spaces of Play auch fürs iPhone und iPod touch. Und dass diese Versionen es noch nicht in alle App-Jahrescharts geschafft haben, muss daran liegen, dass sie schlichtweg noch sehr neu sind. Ansonsten hat das Spiel, das den diesjährigen IndieCade Award für die beste Ästhetik abgeräumt hat, genau den mass-appeal, den so ein tragbares Game haben muss: Es ist sofort verständlich, hat eine nicht zu steile Lernkurve, funktioniert ideal auf dem Touchscreen, sieht immer gut aus, macht irre Spaß und stellt nach einigen Leveln eine richtige Herausforderung dar.



Die Grundidee basiert auf dem Prinzip der Lemmings-Escape-Spiele – man muss also eine Anzahl Figuren zum Zielpunkt geleiten und dazu stehen einem die Befehle Brücke, Graben und Wind an- und abschalten zur Verfügung. Alles erstmal easy, wenn nicht die Pusteblumensamen-ähnlichen Spirits nicht so leicht wären. Erstmal marschieren alle ganz brav den vorgegebenen Weg entlang, aber sobald es darum geht, den Strom der Spirits mit Hilfe von Windverwirbelungen umzulenken, wird’s zu einer fummeligen Millimeterarbeit. Oft hilft dann nur die Trial-and-Error-Methode, um zu sehen, welche Wege sich die Spirits hinter den Brücken, Löchern und Winden suchen und ob es die vorgeschriebene Anzahl zum Ausgangs-Strudel schaffen könnte.

Richtig schwierig wird Spirits, wenn man mehrere Gruppen auf einmal dirigieren muss – umso schöner ist dann allerdings auch der Moment, in dem die Wesen mit den komischen Köpfen dann einer nach dem anderen im Ausgangs-Strudel verschwinden. Abgerundet wird das Spirits-Vergnügen durch die angenehm massierenden Tunes und die Ehrgeiz-weckenden Online-Bestenlisten…

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