Artorias of the Abyss DLC

Dass ein Downloadable Content ein Spiel nicht grundsätzlich verändert, ist klar. Glücklicherweise muss man wohl im Falle von Dark Souls sagen, denn dieses Spiel ist nahezu perfekt. Das Einzige, was man sich seit einem Jahr von Namco Bandais gehasst-geliebten Nachfolger von Demons Souls wünscht, sind mehr Waffen, mehr Endgegner und insgesamt mehr Content. Es ist erstaunlich, wie man sich auf eine Fortsetzung eines Produktes der Kulturindustrie freuen kann: Auf den nächsten Harry-Potter Band, ein neues Smartphone-Modell, oder auf ein DLC zu Dark Souls. Das Warten auf die Dark Souls Erweiterung für Konsolenspieler kulminiert am Tag der Veröffentlichung in einer Standleitung zu Twitter, Facebook, diversen Newsgroups und dem Playstation Store, um endlich das Add-on saugen zu können. PC Spieler wähnen sich schon länger im Genuss der Dark Souls Prepare to Die-Edition mit dem Artorias of the Abyss Zusatz, so dass es im Vorfeld heisst, Spoilern aus dem Weg zu gehen.

Am frühen Abend kommt die erlösende Nachricht und mit 12,99€ im Playstation Store und 1200 Microsoft Punkten bei Xbox Live erkauft man sich die Rechtfertigung, entweder erneut, oder immer noch Dark Souls zu spielen – dieses Spiel muss ein bisschen weh tun. Und abermals geht es durch die schaurig schöne Welt von Dark Souls und man klappert jeden Winkel der tiefsten Verliese und höchsten Burgzinnen ab, nach kleinsten Veränderungen in diesem morbiden Shangi-La und findet schließlich in einer Ecke seinen DLC: Ein Portal zu weiteren Arealen, Waffen, Rüstungen und Endgegnern. Eigentlich könnte man vielleicht auch nochmal von vorne spielen, mit einem ganz neuen Charakter…

Und dann ist auch schnell der alte Buzz wieder da. Das Herzklopfen, die Trauer, der Schmerz und die Befriedigung und die Begeisterung darüber, wie dieses Spiel funktioniert und was es mit einem macht. Auf der Oberfläche sind es das Setting und die Musik, die einen faszinieren, aber noch viel mehr ist es das Regelwerk, an das man sich anpasst und das einem eine Spielweise aufzwingt, die so ganz anders ist, als in anderen Action-RPGs, durch die man ab einem bestimmten Level durchlatscht, wie durch Butter. Der Schwierigkeitsgrad von Dark Souls bleibt konstant hoch und ist vor allem wegen der Möglichkeit, immer wieder von anderen Spielern sabotiert zu werden eine ständige Herausforderung. Bei guten Spielen machen DLCs als Kundenbindung auf jeden Fall Sinn – immerhin wird die Wartezeit bis zur nächsten Vollversion überbrückt.

 

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