Die gemischte Trommelgruppe bitte hier entlang…!
In Patapon werden elegant Rhythmus- und Strategiespiel verwoben
Interlink / Sony PSP
Da wir schon länger kein richtig gutes PSP-Spiel in der Hand hatten, freuen wir uns jetzt um so mehr, mit Patapon einen echten Burner featuren zu können. Erstmal erscheint Patapon, das aus dem gleichen Entwicklerstudio stammt, wie Loco Roco, wie ein normaler 2D-Scroller, aber einige Dinge laufen hier doch komplett anders.
Die Patapons waren einst ein stolzes Volk, doch irgendwie ist der alte Schwung dahin und ihre Zahl auf ein Überschaubares geschrumpft. Geblieben ist ihnen allerdings das unbändige Rhythmusgefühl und der Traum, ihr gelobtes Land „Erdend“ zu erreichen und dort das großartige mystische „Es“ zu erblicken. Jetzt endlich scheint die Zeit gekommen, dass der Allmächtige (Ich) den richtigen Rhythmus trommelt, der alle diese Träume erfüllen könnte.
Diese Aufgabe übernimmt man selbstverständlich gerne und fühlt sich geschmeichelt von den kleinen Kopffüsslern, die einen so euphorisch lobpreisen und unglaublich auf meinen dilettantischen Beat abgehen.
Erschaffen wurden die Patapons von dem französischen Designer Rolito, dessen Namen den wenigsten bekannt sein dürfte, der aber mit seinem „Rolitoboy“ erheblich zur Popularität von Character-Designs und Street Art beigetragen hat.
Anstatt wie bei anderen Sidescrollern schlicht in die gewünschte Richtung zu lenken, spielt man bei Patapon im fortlaufenden 4/4 Takt einen Drumbeat, und erteilt den kleinen Augenwesen so die gewünschten Kommandos. In den frühen Leveln stehen einem allerdings erstmal nur die beiden Trommeln PATA und PON zur Verfügung, mit denen man den Vorwärts-Befehl PATA-PATA-PATA-PON, oder das Angriffs-Kommando PON-PON-PATA-PON trommelt. Die Patapons singen dann jeweils den vorgegebenen Beat mit ihren unwiderstehlichen Mickey Mouse-Stimmen nach und führen das Kommando aus.
Anfangs ist es noch relativ leicht, den Rhythmus zu halten und mit den beiden zur Verfügung stehenden Trommeln die Patapons in den Fever-Mode zu versetzen in dem sie tanzend den ungroovigen Zigotons eins auf die Mütze geben, aber schnell wird das Spiel komplexer und das strategische Element wichtiger.
Die Armee der Patapons besteht aus unterschiedlichen Typen, wie Speerwerfern, Bogenschützen, Schildträgern und im Laufe des Spiels kommen noch einige andere hinzu. Vor jedem Level gilt es, in Patapolis, dem Lager der Augenwesen, die Armee für die kommende Aufgabe auszurüsten und umzustellen. So nimmt man bspw. in speziellen Jagdleveln, in denen Ausrüstung und Nahrung für die Patapons gesammelt werden soll, am besten nur Bogenschützen mit, um mit den trampelnden Axtkämpfern die hellhörigen Vogelwesen nicht zu verscheuchen. In Patapolis kann man aber auch die einzelnen Patapons mit zusätzlichen Helmen, Speeren und Schilden ausrüsten und am Baume „Mater“ aus gefundene Gegenständen neue Patapons mit teilweise erstaunlichen Fähigkeiten erschaffen, oder getötete Kämpfer reanimieren.
Wunderbarer Spielfluss
Anfangs mag Patapon banal wirken, wie viele andere Rhythmus–Spiele. Sicherlich wird einigen auch das Gesinge der Patapons, das sich in fiesester Ohrwurm-Manier festbeisst, auf die Nerven gehen. Irgendwann merkt man aber, dass das Spiel sich ganz anders spielt als erwartet. Viele Details und originelle Ideen machen den Charme des Spiels aus und wenn es einem gelingt, den Rhythmus zu halten und damit die Patapon-Armee zu dirigieren, man zusätzlich gelegentlich einen anderen Beat einschiebt, um das Wetter zu beschwören oder sonstige Weltwunder zu vollbringen und das trotz eines fiesen feindlichen ¾ Gegen-Taktes, dann kann man bei Patapon ganz schön abgehen.
Auch gut:
DIE WOLKE HAT 3 Kommentare zu "Die gemischte Trommelgruppe bitte hier entlang…!" 
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Trackbacks
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[...] des Screens und der Sound, die bestechen. Etwa vor einem Jahr hatte ich bei dem PSP exklusiven Patapon das gleiche Gefühl. Die stärksten Momente ergeben sich anscheinend auf Sonys Handheld mit [...]







sieht ja grossartig aus..
Ja, ist ein richtiges Schätzchen zum rumtragen…