Almost lost in space – Mass Effect
Wunderhübsches Weltraumdrama für PC und Xbox360
„Von epischen Ausmaßen“ sind heutzutage alle Rollenspiele. Jedenfalls steht das so meistens auf der Packung und gilt in Fankreisen als Gütesiegel. Es geht in diesen Spielen also darum, möglichst tief einzutauchen in eine andere Welt und sich in dieser zu verlieren. Entscheidend für den Erfolg eines Titels ist aber nicht unbedingt eine tatsächlich extrem lange Spielzeit von hundert Stunden und mehr, sondern vielmehr die Konsistenz des Weltentwurfs und eher eine gefühlte „Epischheit“.
Das Sci-Fi Rollenspiel Mass Effect aus dem kanadischen Entwicklerstudio BioWare, wo man in der Vergangenheit für Jade Empire und Knights of the Old Republic schon viele Lorbeeren kassiert hat, kann mit diesen Eigenschaften aufwarten: Bereits nach der Charaktererschaffung, und einem ersten Erkundungslevel, das gleichzeitig als Tutorial dient, hat einen das Spiel schon gepackt. Wahrscheinlich ist es doch erstmal einfach die grafische Faszination der tollen Oberflächen und Vorder- und Hintergrundunschärfen, die einen gebannt auf den Screen starren lässt, aber im Laufe des Spiels werden durch zahllose wunderbar inszenierte Dialogsequenzen, Cut-Scenes und Logbucheinträge die Story und auch das gesamte Bild der Spielwelt immer dichter. Mal wähnt man sich bei Perry Rhodan, dann denkt man an Space Odyssee und plötzlich fällt einem JarJar Binks wieder ein, den man eigentlich zu vergessen gehofft hatte. Mass Effect ist wie eine Reise durch fünfzig Jahre Science-Fiction Popkultur- komplett mit wundersamen Aliens, abgefahrenem Tech-Talk, interstellarer Soap-Opera und mit einem trotz allem sehr eigenen Charme…
Mit dem Kopf in den Sternen und den Augen gebannt auf den Texturen klebend, fallen dann die Macken, die Mass Effect eigentlich hat, gar nicht weiter auf. So gibt es beispielsweise auch hier die grundsätzliche Aufteilung in Haupt- und Nebenquests und viele der Aufgaben bestehen lediglich darin, Schalter zu betätigen. Dabei kann man frei wählen, ob man sich erst in Sonnensystem A mit der Senatorin trifft, oder im Raumhafen B den Schmuggler nach dem Waffenupgrade fragt. Rätsel sind leider rar gesät. Oder das merkwürdige Kampfsystem, dass zwar im Vergleich mit Jade Empire oder KotOR sich extrem verbessert hat, aber irgendwie doch nicht richtig funktioniert und man in den etwas unausgewogenen Kämpfen auf kleine Dreiecke zielen muss, diese aber leider zu oft verfehlt. Außerdem gibt es tolle Waffen und Ausrüstung für die Gruppenmitglieder einzusammeln und nette Upgrades, die richtig Bumms machen. Wieso ist die Inventarverwaltung so misslungen? Und außerdem hat man das Spiel schon nach 30 Stunden durch- Schade! Glücklicherweise ist Mass Effect als exklusiver PC und Xbox360 Titel von vornherein als Trilogie geplant, wie sich das für ordentliche Science-Fiction Popkultur gehört und wird uns deshalb auch in Zukunft weiterhin tief abtauchen lassen in seine fast unendlichen Weiten.
Auch gut:
DIE WOLKE HAT 2 Kommentare zu "Almost lost in space – Mass Effect" 
Du meinst
Trackbacks
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[...] der Geschichte waren damals schier unglaublich. Viel Zeit ist seitdem vergangen und ich, der den ersten Teil von Mass Effect trotz mehrmaligen Anratens vieler Bekannter nie weiter als die erste Stunde erkundet habe, bin mit [...]








Hab mir den Titel vor kurzem gekauft!
Es gibt wenig zu bemaenglen…, ausser das ich selbst wenig Zeit hab um mich ganz auf das spiel ein zu lassen, sehe ich es auch aus der Sicht des Game Entwicklers und CGI Artist. Siehe meine Website.
Also Technisch… Es ist nun mal die Unreal Tech v.3 und genau so sieht das Spiel auch aus. Und dabei nicht so brilliant, wie Stranglehold oder Gears of War oder UT 3 oder Bioshock. Lauft bei schlechterer Optik also schlechter als die genannten Titel. Damit wir uns nicht missverstehen, ich hab ein 17″ Macbook Pro mit Vista repektive eine Geforce 8600m GT. Ich erwarte keine perfekte Frame zahl…
Aber optisch waere sicher mehr drin gewesen, mit besserer leistung.
Okay die Dialoge und mimik ist Prima.. (EmotionFX sei dank)
Die Charaktere glaubhaft, Und es die vielen Dialog Sequenzen machen sogar spass.. obgleich man sie nicht abbrechen kann, wenn man sie schon gesehen hat.
Die Art der Praestation ist der Filmisch und daher wirklich sehr ergreifend.
Sollte man wie ich ein Macbook Pro haben oder einfach nur eine Geforce 8600 soltle man die Ini Editieren. Da kann man dann auch mehr leistung plus gleiche optik rausholen.
Sonst hab ich nichts zu behmaengeln…