chaos pad
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Bei Kontakt ChaosKorg Kaoss PadOben ……auf dieser quadratisch, praktischen Kiste, die mit gutem Willen in jede Gucci-Handtasche passt, prangt das grosse X/Y-Pad. Das Pad reagiert schon auf leichte Berührung und quittiert diese mit einem roten Lämpchen (übermässige Kräfte sind nicht von Nöten, und können sogar zu Beschädigungen führen). Darüber befinden sich sechs frei belegbare Taster zur Direktanwahl der Lieblingsprogramme. Links oben ist ein Regler für den Inputlevel, daneben der Eingangswahlschalter für Mic, Phono(!) und Line. Rechts oben werden mit einem Endlosregler die Programme gewechselt. Das zweistellige Displayzeigt entweder die Programmnummer oder die X/Y-Werte. Zwei seitliche Taster erfüllen die Funktionen Hold und Bypass/Record.Hinten……bei unserem silbrigen Freund befinden sich wie üblich die Eingänge für Mic(mono), Phono und Line, wobei letzterer mono oder stereo betrieben werden kann. Ein Umschalter ermöglicht die Anpassung an zwei Betriebsarten, entweder zum Durchschleifen (Plattenspieler > KaossPad > Mixer) oder im Effektweg des Mixers (nur Ausgabe des Effektsignals ohne Direktsound). Die Line-Outs sind wie die Ins als Cinchbuchse ausgeführt. Strom gibts über ein externes Netzteil mit Schalter. Auch aneine Erdungsschraube für den Plattenspieler wurde gedacht. Und selbst einMIDI-Out findet noch Platz. Vorderseitig ist ein Kopfhöreranschluß (3,5er Klinke) mit Poti vorhanden.Die Bedienung……ist denkbar einfach. Man wählt ein Programm aus, wuselt dann mit dem Finger übers Pad und erfreut sich am Kaoss. Die Parameter, die für das angewählte Programm gelten, sind festgelegt. Die Auflösung des X/Y-Pads ist mit 9 Steps pro Achse gegenüber anderenEffektgeräten etwas gering und speziell lang ausklingende Delays sind nicht eben einfach dem Songtempo anzupassen. Mit der Record-Taste kann man in den Sample-Programmen aufnehmen. Das Sample wird über die gesamte Länge geloopt. Es empfiehlt sich, sehr genau zu tappen bzw. das ein wenig zu üben, da die 9 Step-Auflösung keine feinfühligen Loopkorrekturen zulässt.Der Sound……ist korg-typisch und nicht zu bemeckern. Kein Wunder, arbeitet doch im FisherPrice Gehäuse der Chip aus dem AM8000R. Der etwas harte, metallische Charakter ist für den Club-Einsatz sogar recht vorteilhaft. Die 60 Programme zu beschreiben wäre etwas müssig. Ich möchte nur ein paar Spezies genauer beleuchten. TapeDelay: simuliert ein Bandecho incl. der Frequenzbeschneidung und Gleichlaufschwankungen, sehr gut für Dub-Effekte. LowPassFilter: gibt es in verschiedenen Varianten und Kombinationen, auch mit Distortion, ist zwar kein Moog-Sound, klingt aber recht nett, (allemal besser als beispielsweise der Behringer Modulizer). Den Bass killt man mit dem Hochpass Filter. TalkMod: betont die Formanten und erzeugt damit einen vokalen Effekt, auch kombinert mit RingMod (gibts auch einzeln) und Hall Flanger & Phaser: bei hohem Feedback kommt man fast bis zur Selbstoszillation. Der Sampler bietet verschiedene Programme, die Loop, Speed und Reverse variieren können. Zum runden Lauf eines Drumloops muss man, wie gesagt, schon sehr genau recorden. Aber man braucht ja nicht immer einen ganzen Beat aufnehmen. Wenn man nacheinander Stückchen sampelt und diese dann kurz mit variiertem Speed und rückwärts zum laufendem Beat einstartet, werden schnell aus lahmen Rhythmen lustige Breakbeats. Das funktioniert auch mit Melodien ganz gut. Die restlichen Hall- und Delay-Effekte machen brav ihren Job. Von jedem Effekt gibt es mehrere Varianten und Kombinationen mit beispielsweise zusätzlichen Panoramaeinstellungen. Für die Filtereffekte ist natürlich der “Durchschleifbetrieb” sinnvoll, während die restlichen Programme sowohl in diesem Modus als auch im Effektweg des Pultes eingebunden betrieben werden können. Darum sollte optimalerweise am Mixer das Originalsignal abschaltbar sein, ohne das auch der FX-Weg davon betroffen ist, damit dann auch die Filtereffekte ohne Umstöpselei genutzt werden können.MIDI……ist auch da. Das KaossPad kann die X/Y-Werte als MIDI-Controller ausgeben undProgramm-Changes senden. Der MIDI-Kanal ist frei wählbar, die Controller liegen fest, können jedoch einzeln abgeschaltet werden. Einen MIDI-In gibt es nicht, die MIDI-Funktion dient nur zum Steuern fremder Geräte, Kaoss-Sessions lassen sich somit nicht von einem Sequenzer reproduzieren.Die Schlußbetrachtung…… ist nicht so ganz einfach. Einerseits sind Bedienung und Klangqualität sehr gut, andererseits bekommt man für diesen Preis schon ein leistungsfähigeres, vollprogrammierbares Effektgerät oder auch zwei einfachere Teile. Die beiden Mitbewerber mit “ähnlichem” Bedienkonzept, efx-500 und gerade die Federation, sind allerdings noch teurer. Die grobe Auflösung der Parameter erweist sich bei Delay- undSampleprogrammen teilweise als etwas problematisch. Da lassen sich mit anderen Geräten präzisere Ergebnisse realisieren. Jedoch sind die Performancequalitäten bei kaum einer anderen Maschine so animierend und der Fun-Faktor so hoch. Da heisst es (wieder mal) Prioritäten abwägen. Trotz der kleinen Einschränkungen ist das KaossPad speziell fürDJ’s und Live-Acts ein sinnvolles und empfehlenswertes Tools.
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Text aus De:Bug 30Autor: der jim
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