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Boing Tour oder lustige Springcomputer? Was hätten wir denn gern? Reinspringen und lossurfen.
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wrongbrowser
Browser sind die wahren Portale, und die Netzkünstlergruppe “jodi” wusste das schon immer und hat sich ja auch Jahre lang damit rumgeschlagen, nur das eine zu tun – aus dem Browser auszubrechen. Deshalb nun das! Einen falschen Surfsklaven geben sie uns an die Hand, der natürlich, und das völlig wertfrei, wie net.art aussieht und genauso wie all die anderen Sachen gegen den Strich funktioniert. Den gibt es in drei Versionen – einer holländischen, einer kroatischen und einer .com Version – alles umsonst, aber nicht Open Source (mit Director gemacht, dessen Interface sie sich auch ein bisschen aneignen und verbauen). Dann tauchen zufällig, oder durch einen geheimen Algorithmus gesteuert, der uns im Verborgenen blieb, mit Webadressen gefüllte Eingabefelder auf, in die man ganz einfach eigene Adressen eingeben kann. Die werden angesaugt, durchgelesen, ausgespuckt und wieder mit neuen Eingabefeldern besetzt. Und das geht so weiter. Und parallel läuft ein Node mit Linien und clickt sich mit euch durch die Welt der Dotcoms und Portale. So ist das nun mal!
Habbo Hotel
Mobile Disco
Es ist soweit: der funky Community Playground ersetzt den billigen Chatroom! Schließlich macht es doch mehr Spaß zu sehen, mit wem man da gerade quatscht. Und ein entsprechendes Ambiente ist auch nicht ohne. Darum setzten ein paar Finnen zunächst die Mobile Disco ins Netz und vor kurzem nun eine avanciertere Variante davon, das Habbo Grand Hotel. Beides erinnert optisch stark an eboy, aber das ist ja nicht weiter dramatisch und gar nicht selten. Denn uns interessiert was Anderes, nämlich, ob es die Sache lohnt: die Angaben zur Person, dann Männlein oder Weiblein basteln, Frisur, Hemd und Hose, Schuhe, das ganze Pipapo. Es lohnt! Es ist wirklich lustig, den anderen kleinen Mitstreitern zuzusehen, wie sie schüchtern an die Bar gehen und einen Wodka bestellen. Außer reden (flüstern oder schreien) kann man nur tanzen oder trinken, aber das reicht ja auch als kommunikative Tätigkeit. Eine Zeit lang jedenfalls. Das haben die Macher wohl gemerkt und erweiterten ihr Konzept im Habbo Hotel durch zusätzliche Locations, public und private rooms. Außerdem lassen sich per sms “habbo credits” ersteigern und Suchmeldungen ausgeben. Einige Suites sind schon einen Besuch wert, der Einrichtung wegen! Und man lernt hier Personal Assistants schätzen, Navigation und Console sind elementare Bestandteile des Spiels. Ziemlich De Luxe!
Filmszenarien-versteck-find
Peepshow
Hi-Res aus London versuchen uns glauben zu machen, es gäbe noch etwas zu entdecken, wo es niemand mehr für möglich hielt: in narrativen Räumen nämlich. Genauer gesagt: Filmsites sind ihr Metier. Wer hätte gedacht, dass sich lineare Erzählweisen hier so gut machen: klicken bis zum Umfallen, nur um endlich hinter die Story zu kommen. Von Ästhetik keine Spur und dennoch: konsequenter geht es nicht! Keine Infos über den Film, aber durch die Verwirr- und Versteckaktionen bekommt man so eine Ahnung von den Filmszenarien. Ob die parasitäre Stimmung bei “Requiem of the dream”, oder das rote Licht der “Peepshow in the Center of the World”: eigentlich weißt du nach ein paar Minuten, was dich auf der Leinwand erwarten könnte. Und bleibst lieber daheim.
Lustige kleine Applets
Dies ist definitiv eine der Seiten, auf der man sieht, dass Java mehr kann, als nur merkwürdig informatisch angehauchte Seiten zu bauen, wenn man mal von io360 und Miss nn absieht. Lustige kleine Applets, von springenden Computern bis zu Tetris und anderen Minigames. Also unbedingt mal anschauen, dieses seltsame Portfolio aus Holland. Ist doch gar nicht so weit!
Flight404 Experimenteörtchen
Flugzeuge sind super! Sie verbinden Träume mit Technik. Flight404 ist so ein luftiges Experimenteörtchen auf unbekanntem Flash-Flughafen. Statt den Luftraum zu erforschen, geht deine Tour durch eine Boing. Auf einem Plan sind Passagiernummern verzeichnet, hinter denen sich visuelles Material, das mal fliegt, wabbert, schwärmt oder blubbert, versteckt. Bei Mechanical Specifications gibt es noch für heimliche Modellbaufans Konstruktionsdetails der Maschine zu sehen. Start bzw. Landung mit Rollbahn findet man zwar schon simuliert, aber sonst sind noch einige Plätze frei. Fast gut.
Ordner-Flirt Soundmodulator
Throw Me! Fuck Me! Slow Me! Force Me! Solch nette Aufforderungen lassen sich kaum ausschlagen! Denn hier bringt der Ordner-Flirt endlich was. Ziemlich extravaganter Soundmodulator für die Kaffepause oder mehr.
kulturportal-deutschland
Naumann, unser aller ehemaliger oberster Kulturminister, hat sich von der dreisten Agentur “tel a vision” dieses Kulturportal zusammenstricken lassen. Sagen kann man dazu allerdings nichts, außer, dass das ganze nur 85.000 Mark gekostet haben soll und selbst die symbolische Mark zuviel gewesen wäre.
Autor: anne pascual, marcus hauer
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