Mixen digital, Fernsehen & Festplatten, Lauschangriff, Sozionik & Bionik, Daten & Gene unter Kontrolle, Neue Produktionen

Commuterworld

Mixen digital
Neben Video- und Flashanimationsmixern wird nun auch endgültig MP3 die nächste interaktive Stufe eingeräumt. Nachdem schon vor über einem Jahr “Mixvibes Pro” mehr durch sein Verwaltungskomfort als mit seinen Skills überzeugt hat, sind nun endgültig mit “Final Scratch” und “Traktor” die ersten Crossover Platformen zwischen Technics und Hardware entstanden. Es wird spannend.

Fernsehen & Festplatten
Personalisierte Videorekorder setzen sich nach einem schleppenden Anfang weiter durch. Neuer Mitkonkurrent für die Festplatte ist nun neben TiVo, Replay oder Ultimate (für Kabel) auch AcessDTV geworden. Fernsehsender wie Warner oder – nur im Internet – intv (kauften PSEUDO) tauschen einfach die Domain .com mit .tv aus, und ein neues Image ist geboren. Das klassische Fernsehen kämpft um sein altes Ego.

Lauschangriff
Ein weiterer Lauschangriff wird geplant, Echelon, ENFOPOL oder Carnivore scheinen alleine offenbar noch nicht zu greifen. Die Europäer haben gleich drei Arbeitsgruppen in Angriff genommen, die den Eingriff auf digitale Netze ermöglichen sollen: Services and Protocols for Advanced Networks (SPAN 14), in der eben ein Standard über die Verbindung von IP- und Telekommunikations-Netzwerken erstellt wurde, sowie die TIPHON Security Working Group. Im größten Projekt befinden sich dann auch Vertreter aller wichtigen Nationen: Beim Third Generation Partnership Projects (3GPP TSG SA WG3-LI) handelt es sich um einen Zusammenschluss europäischer, amerikanischer (Standards Committee T1 der Alliance for Telecom Industry Solutions ATIS), japanischer (ARIB, TTC) und koreanischer (TTA) Normeninstitute. Auch China ist mit seiner “Wireless Telecommunication Standard Group” (CWTS) im 3GPP vertreten.

Sozionik & Bionik
Nachdem der Kapitalismus im Netz etwas in den Hintergrund geraten ist, gibt es nun neuen Freiraum für unterschiedliche Ideologien. Zum Beispiel die Sozioniker, die rein wissenschaftlich die Zusammenhänge zwischen künstlichen Kommunikationsmodellen und dem Menschen untersuchen. Oder die Extropier, denen eine Verschmelzung zwischen Mensch und Bionik und anderer Zukunftsmedizin gar nicht schnell genug gehen kann. Im Mai wird in San Jose ihre jährliche Konferenz stattfinden, mit Themen zwischen Biotechnology und Aging. Die Berührungsängste mit neuartigen Untersuchungsmodellen der menschlichen Psyche sind jedoch auch in der New Economy und Wissenschaftszentren geschwunden.

Daten & Gene unter Kontrolle
IBM hat gerade mit “Blue eyes” ein Kamerasystem verabschiedet, das über die Gesichtserkennung Einkaufsverhalten auswerten kann. Präsident Bush spekuliert dazu über eine komplette DNA Datenbank aller US-Bürger. Auch das amerikanische Gesundheitsministerium liest aufmerksam Berichte über programmierbare NanoPillen, wie sie etwa an der UNI Ohio oder iMedd (Columbus) entwickelt werden. Als nächstes käme dann die weitere Auf- und Umrüstung des Menschen dran. Die Ideen der Empfangsmechaniker für den neuen “Übermenschen” nehmen jedenfalls nicht ab.

Neue Produktionen
Dieser Tage bringt der Designer Robin Southgate in England einen Toaster heraus, der mit Hilfe einer Heizgittermatrix Wettersymboliken aufs Toast brennen kann. Für die nächste Generation sind SMS und Werbebotschaften geplant. Eine Zwischenstufe zwischen Hardware und Daten auf drahtlosen Frequenzen könnten die holographischen 3D-Speicher (=200 DVDs) der Lucent Firma InPhase werden.

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Hollywood, digitaler Film und interaktive Television schreiben gemeinsam am Drehbuch der Zukunft.

Commuterworld
Burn, Hollywood, burn!
Wieder zogen einige Wochen ins Land und die gebeutelten Krawatten-DotComs haben den Weg weiter frei gemacht für neu übergreifende Konzepte, überwiegend angeschoben von der Open Source Gemeinde oder unkommerziellen Organisationen. Es zeigt sich weiterhin, dass das Netz immer noch überzeugend für Aktionismus oder neue Distributionsformen ist. In Deutschland waren das zuletzt die Webcams für den Castor Transport oder die Pro 15:30 Netzaktion gegen den längst schon kommerziell festgefahrenen Fussball. Auch technische Konzepte, die grenzübergreifend sind, lassen sich im Moment wieder besser anpreisen. Als überzeugendste Beispiele der letzten Wochen dienten etwa echo.com aus San Francisco, die ein Real Time Radiokonfigurationssytem anboten, sowie das seit Jahren im deutschen Kulturraum bekannte heimat.de-Modell, die nun mit ihrer CulturBase-Datenbank ein Channel-System entwickelten. Einmal angepingt, kann man sich einbuchen und in einem gesponsorten Rating Verfahren kostenlos streamen. Dazu benötigt man lediglich einen Button-Code und erspart sich so die mühelose Werbung für den Eigenaufwand. Die Beta-Phase verspricht spannende Upgrades. MTV gehört bereits zu ihren Kunden.
Hollywood zittert weiter davor, mit dem nächsten Napster konfrontiert zu werden. Chancen hat das auf Gnutella aufsetzende “bearshare” oder “limewire” (Siehe auch gnutelliums.com). Dort finden sich neben MP3 und Pornschmuddel nicht nur die gängigen AVI und mov-Files, sondern auch DiVx (gerippte DVDs) oder das übernächste Format OpenDivx. Bessere Komprimierungsraten und DSL garantieren einem mittlerweile einen Spielfilm schon im 2-3 Stunden Download.

Formate um den digitalen Film
MPEG4 hat gezeigt, dass international übergreifende Codecs müßig in der Entwicklung sind. So scheinen Open Divx oder sein belgischer Konkurrent 3ivx.com sowie einige unabhängige italienische Programmierer sich weiter im Untergrund durchzusetzen und davonzulaufen. Auf dem Message Board von projectmayo.com kann man neben der Anpreisung von OpenDivX-Playern und dem offenen Projekt “the Playa” auch die Entwicklungsgruppen von Streaming Divx verfolgen, das natürlich noch in den Kinderschuhen steckt. Auch Entwickler von SourceForge (OpenNapster Anhänger) tummeln sich dort herum. Ende März wurde nun auch ein erster Stream-Code veröffentlicht, der auf MPEG4 basiert und zunächst nur auf Linux funktioniert. So kann man mit einem TV-Tuner mit ff-Server erste Versuche starten. Was OpenDivx zu DVD/DivX ist, so verhält sich OggVorbis zu MP3. Es ist gebührenfrei und könnte deshalb gute Chancen haben – denn Fraunhofer mosert herum und überlegt, für MP3 Geld zu nehmen. Auch reines MPEG4-Streaming ist schon kommerziell im Netz vertreten. Hier darf man jedoch die Files nicht mit dem reinem Codec verwechseln! Die erste Online Videothek ist bei sightsound zu besichtigen (mit dem Limitercode DRM), Soap Operas bei suite218.com oder (nach einer kostenlosen Testphase) auch Spielfilmklassiker bei AlwaysI.com. Hollywood muss also bald zittern, allerdings machen ihnen wohl die politische Verstrickungen mit ISPs (Providermonopole) Hoffnung. Deren Kopierschutztechniken namens DCP, TCPA oder CPRM sind jedoch eher kontraproduktive und peinliche Aktionen.
Umso konstruktiver scheint daher die Fernsehbranche zu sein. Ihre Annäherung an personalifizierte DigitalRecorder scheint vielversprechend, wenn auch durch Bandbreitenmangel etwas elitär. Als Zwischenglied ist da als Beispiel die Blockbuster Video-Kette zu nennen, die an Pay-Per-View Distributionen arbeitet.

Interaktives TV in den USA
Telecruz plant ein TV-Gerät, das abermals Einkaufen und Email parallel verwaltet. Bungee wird ein weiteres USB-Gerät sein, das vom Fernsehen auf die Festplatte aufzeichnen und gleichzeitig streamen kann. Auch Interaktives TV wird es auch in den verschiedenen Formaten geben. Real scheint Einhalt mit Real Time oder Reality TV zu nehmen, die Übergänge sind daher fließend. Der Kanal GSN (Game Show Network) trimmt das Verhalten seiner Quizgäste bereits vorher mit dem Win TV Interactive Player. Im Spiel “Inquizator” wird intensives Wissen unter Ausschluss von Glockengebimmel erzwungen. Auch MTV will mit einem neuen Wahlverfahren weiter in den Ablauf der Videos eingreifen und noch mehr Gäste per Chat-Bot befragen lassen. Ob die Qualität der neuesten Fernsehformate generell mit Technikformaten Schritt halten, bleibt jedoch der Zeitgeistdiskussion der Zuschauer überlassen. Während in Deutschland Ideen wie Big Diet, Popstars oder Friseur BigBrother-übersättigend wirken, ist der Konsument in den USA noch sehr experiementierfreudig. Je grotesker, desto “cooler”. So stieg kürzlich das Format “Eco-Challenge” – eine Art Safari durch die Wildnis – durchaus erfolgreich ein. Andere Trashformate wie “Bootcamp” (ein Straflager für Masochisten), “Pioneer Quest” (1Jahr Tour) oder “The Fear” (Abtauchen mit US-Marine) entwickeln ziemlich schnell Kultstatus. Die Amerikaner sind abgebrüht durch “zarte” Talkshowvarianten à la Springer oder Maury, in denen schamlos Vaterschaftstests live durchgeführt werden. Die Tests gibt es im Übrigen schon länger als Bausätze in Spielzeugladen.

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Der Umbau der materiellen Welt in die Digitale läuft unaufhaltsam. Das Neueste eingegrenzt von Nico Haupt.

Commuterworld April 2001

Goodbye MP3 und AVI
Filesharing und Open Source im Aufwind
Die Dotcom-Welt wird gebeutelt, in Folge dessen entlässt selbst die Printmedienindustrie in Amerika fleißig. Doch der Untergrund bzw. die progressive Open Source Gemeinde holt weiter auf. Zwar wird sie immer noch ärgerlicher Weise mit dem Stempel der Piraterie und vermeintlicher Marktwirtschaftsfeindlichkeit geprügelt, und sämtliche Vorträge, die das widerlegen, stoßen auf taube Ohren (EFF Gründer John Gilmore von Usenet kann sich beispielsweise den Mund fusselig reden). Doch auch wenn Filesharing (Napster) sich mehr als Open Source durchgesetzt hat, ist der Umbau von der materiellen in die digitale Welt nicht aufzuhalten. Plattenmajors führen zwar weiterhin sinnlose Alibiprozesse mit Napster, während die Filmindustrie noch lakonisch abwiegelt, und beide entwickeln seltsame Kopierschutz-Verfahren (siehe HDCP, TCPA oder CPRM). Die Filesharing-Gemeinde (P2P) hat sich jedoch stark auf neue Terrains verlagert. Wo nichts offiziell kommt, da holt man halt woanders. Metasauger wie Snoopstar (Bertelsmann) galten schnell als verpönt, webbasierte Ideen wie Mojonation oder Angry Coffee als einfach zu lahm. Viel überzeugender und erfolgreicher dagegen sind die Gnutella Plugins wie etwa BearShare oder Limewire – natürlich gibt es noch etliche Varianten für MacOS oder Linux (siehe z.B. gnutelliums.com). Dort hält man auch schon nach den ersten “Ogg Vorbis”-Files Ausschau, der neuesten Konkurrenz zum Komprimierungsverfahren MP3. Im Videobereich konzentriert man sich statt auf Mpegs oder Avis lieber auf die DivX-Formate oder die Open Source Variante von projectmayo.com (OpenDivX). Die orientieren sich u.a. am MPEG4 Standard und eröffnen sogar schon eine Streaming Entwicklung. Das Message Board von OpenDivX platzt gerade vor spannenden Diskussionen, auch Anhänger von sourceforge.net tauchen dort auf. Natürlich wird im Videobereich momentan noch mehr gesaugt als bedient, die weltweite DVD-Sharefreude wird jedoch psychologisch schon mit den entsprechenden Programmen wie FlasKMPEG, VirtualDub etc.. getrimmt, denn man kann auch schon die ersten unkommerziellen gerippten DVDs bei DivXYZ.com bestaunen, wozu also nur Hollywood? Als weitere Divx-Open Source Mitbewerber gelten auch das belgische 3ivx.com sowie einige unabhängige italienische Programmierer. Bessere Komprimierungsraten, neuere Player sowie DSL und/oder Flatrate garantieren mittlerweile einen Spielfilm schon in 2-3 Stunden Download. Auch MPEG4-Streaming ist schon kommerziell im Netz vertreten. Die erste Online-Videothek ist bei “sightsound” zu besichtigen (mit dem Limitercode DRM). Soap Operas gibt es bei “suite218.com” und bei AlwaysI.com nach einer kostenlosen Testphase Spielfilmklassiker. Videodownloads und Streamings gehen also in atemberaubendem Tempo voran.

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Commuterworld 2001
Nico Haupt

Streaming: Realität als größte Unterhaltung

Es scheint, als ob eine neue Generation die Web- oder Livecam-Gemeinde erreicht hat, auch wenn das immer noch wie ein Guckkastenmodell ausschaut. Der “Reality”-Stream-Markt (auch wireless!) ist den gestellten BIG-BROTHER-et.-al.-Shows hoch überlegen ist, dass haben neue Interactive-Reality-Live-Modelle wie U8TV oder weliveinpublic.com haben gezeigt, auch wenn nur für eine überschaubere “Hardcore Fans”-Gesellschaft. Streaming wächst weiter. Real.com hat gerade 160 Millionen User gezählt und in einer neuere Studie zeigt, dass in den USA fast 100% den Real Video Player installiert haben, nun kompatibel mit Quicktime und MP3 und starken Partnern wie iBeam, Cidera oder Digital Island im Rücken. Surveyor WebCam32 (javaCam Push!), CitizenX, CuseeMe oder EarthCam haben ihre Portale ebenfalls weiter ausgebaut, für den, der halt nur Geld für eine Kamera hat. Aber Videochat macht Sinn und ist persönlicher als chatten. Voyeurismus 2001 stellt außerdem neue Möglichkeiten auf und nicht erst seit heute ist Kunst und Porno plötzlich wieder zusammen. Wer es lax mag, kann mit Pornodarstellern auch kostenlos über das Übliche plaudern, weltweit fast noch einzigartig bei pornauditions.com (Nur ein Popup!!).

Spracherkennung & Multitasking

Sollten irgendwann die Spracherkennungsoftwares auch ohne lästige Lernprogramme überzeugen, wird der Weg zur multisimultanen Welt führen. Schon heute kann man mit einigermaßen Erfahrung zwei Chats gleichzeitig bedienen, hier und da eine Email (oberflächlich) beantworten und auch ein Telefonat (mit BRB=be right back) führen. Die überzeugensten “Sprachbestellungen” (oder Voice over IP players) finden sich derzeit bei Nuance und Speechworks. Neuere Firmen wie BeVocal, TellMe oder HeyAnita liegen knapp dahinter.

Überwachen & Wissen

In den USA läuft derzeit eine kontroverse Diskussion über Monitoring, also Beobachtung am Arbeitsplatz. Die Meinungen sind gespalten. Während viele Arbeitgeber mißtrauisch gegenüber ihren Angestellten sind, gibt es auch etliche, die glauben, dass etwa File Sharing oder ein kurzer Chat- oder Messenger-Austausch durchaus die Arbeit beflügeln kann. Auch mit der Überwachung des Users geht es weiter und zwar beim Surfen über das Handy. Mit der mikropischen Komplexität von Browsern in Mobiltelefonen geht die Diskussion über den Banner-Monopolisten “double click” wieder los. Manche Links, die wie Text aussehen, sind in Wahrheit neue Varianten von “Webbugs”. Schaut man in den Sourcecode, entlarvt sich der Text als Minigraphik, die eine Information an den Hauptserver weiterleitet.

Next Generation Videorekorder

TiVo and ReplayTV, die personalisierten Videorekorder, die in einem Suchmaschinensystem aufgezeichnete Fersehprogramme systematisiert ohne Werbung von Servern anrufen können, hat neue Konkurrenz bekommen: Quantum’s (HDD) QuickView IEEE 1394 DVR Subsystem. Es erlaubt parallele Multistreams und arbeitet ebenfalls mit Satelliten und riesigen Pufferspeichern. Eine Premiere ihres revolutionären Systems führte nun zu einem Lizenzvertrag mit Panasonic. An ähnlichen MultiTVplayern (auch nur für reine Spielfilme) arbeiten außerdem Tompson Multimedia zusammen mit DirecTV oder Motorola mit seiner “Streamaster 5000T” Set-top-Box, die auch nur Sinn mit DSL macht.

Digitales Riechen

Der Mensch macht seine neue Evolutionsschub in gewaltigen Schüben durch. Während einige mehr Wert auf die geistige Kommunikationsverschiebung legen, pochen die anderen auf körperliche Schwerpunkte. Manchmal ist es auch die Minimalkosmetik, die sich wie ein Popeye2001 anhört, statt mit Spinat dann halt Hanuta: Etwa Marc Madou, der uns schmackhafte Drogen für “künstliche Muskeln” verspricht. Denn kalte Begrifflichkeit wie genetische Eingriffe, bionische Tools, nanotechnologische Operationen oder Tele-Transformation durch tactile oder olfaktorische Systeme (fühlen, riechen, schmecken) hört sich halt noch nicht “cool” genug an. In diesem Jahr wird man daher auch gebannt auf digiscents.com oder trisenx.com (senxMachine) schauen, die ihre Wissenschaftlichkeit in ein Teenagerdesign transformiert haben. Hier spricht man nun von Scentography, einer Kunstform, die mit Gerüchen und der Nase als kräftiges Organ arbeitet oder halt SenxArtist oder Ismell, die riechbare Webseiten möglich machen sollen. Smail Mich!

Das Internet ist nicht in der Krise

Das Internet ist längst schon nur als Motor oder Teil einer neuen künstlichen Intelligenz oder verteilten Arbeitskraft geworden. Der sogenannte E-commerce ist in die abgespeckte Phase gerutscht. Doch der yuppielastige dot.com-Trief von gestern ist durch neuen Kommunikationspaß abgelöst worden. Klar dass damit nicht mehr soviel zu verdienen ist, doch stört das die User? Nur weltfremde Altökonome glauben noch an die überschaubare Warenhausideologie und jammern über die längst überfällige Dot.Com-Flaute. Zum Trotz kann man auch zu ijustgotfired.com gehen und mit ihnen in NYC coole Parties feiern. Ein Narr, der denkt, dies sei ein Ende für das Internet. Es ist allenfalls ein Warnschuss für WorldWideWeb-Einheitskommerz. Denn das Netz ist sowieso ein Teil des noch zu realiserbaren virtuellen Network-Computing geworden. Plattformen wie das MIT oder AT&T haben mit Ideen der intelligenten Flasche oder dem Active Badge Programm schon immer weiter gedacht und die anderen belächelt, die jedoch tatsächlich erschreckende Deflationseffekte ausgelöst haben. Eines dieser Ideen: Im Active Badge Programm löst man auf einem am Gürtel befestigten Bolzen seinen eigenen Desktop für unterwegs aus und projiziert ihn dahin, wo es möglich ist. So ist die Individualiät wieder gewahrt.

In Kürze

Flash5 rutscht in den avantgardistischen Bereich ab, vielleicht auch zu Recht, denn den konzeptionellen Webseiten muss langsam Paroli geliefert werden: Alles schaut langsam nach dem selben Format aus.

MP3 bekommt weiter Konkurrenz durch OggVorbis oder AAC und bei den FileSharern ist BertelNapster längst einer von vielen geworden (freenet, winmx, gnutella etc..)
Der Kampf zwischen den verschiedenen Wireless Modellen geht in die nächste Runde. NTT DocoMO (Japan) hat die Arme weit hochgekrempelt und will es dem Gegner WAP-Format nun zeigen.

Das neue Jahrhundert wäre nicht so revolutionär, wenn die verschiedensten Wissenschaften nicht immer wieder mit Neuigkeiten aufwarten, die sich nun immer schneller verbreiten und konstruktive Diskussionen auslösen. Was hatten wir da nettes zuletzt? Ach ja, Licht ist nicht mehr Licht! Dem Harvard University in Cambridge (Massachusetts) ist es nun gelungen, Lichtstrahlen zu stoppen, zu speichern und anschließend wieder auszusenden. Dieser Erfolg dürfte die Industrie so genannter Quantencomputern.

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Commuterworld

Zum Jahresende
Alte Milch in neuen Schläuchen namens B2B (Business to Business), ASP (Application Service Provider) oder M-Commerce (mobile) runden in diesen Tagen das Internetjahr 2000 ab und ohne Y2K-Bug wie im letzten Jahr wird es fast schon langweilig am Schluss. Doch es tat sich noch mal Einiges im Endspurt. Andy Müller-Maguhn (CCC) mischte, wie schon fast erwartet, kräftig als einer der neuen Direktoren in der ICANN mit, der Vergabestellen für die neuen Domains (TLDs). Ob sich ab nächstes Jahr dann alles um .xxx, .web oder gar ab die .post drehen wird, bleibt abzuwarten. Die strengen neuen Überwachungsgesetze sind bislang weltweit zum Glück ausgeblieben. Nun wartet man ab, was die schöne neue wireless Welt nächstes Jahr bieten wird. Auf dem 2. Platz hinter Wireless landet Biometrie und knapp dahinter, immer noch nicht ganz zufriedenstellend, die weite Welt der Speech Recognition (Spracherkennung). Zuletzt wurde dieses Gebiet noch um den Telebroker aufgerüstet, eine Vorrichtung von InterVoice Brit, über die man seine Stocks per Stimme updaten kann, on- oder intra-offline! Die Streammanie bleibt ebenfalls unaufhaltbar, auch nach den Pleiten um das NewYorker WebStreaming-Fernsehen Pseudo.com oder Den. In diesem Monat wird beispielsweise das neue Printmagazin des erfolgreichen Portals “StreamingMedia.com” erscheinen. Was machte dagegen die Internet Telephonie im Endspurt 2000? Während in Deutschland dies nach wie vor nur Sinn bei einer echten Flatrate macht, überschlugen sich weltweit die Anbieter verschiedenster Internet Provider mit Do-it-over-the-Phone-Angeboten. Knapp vor der Ziellinie gab es dann noch eine CrossOver Version zwischen Eshopping und Telefonie von der neuen Company “LivePerson”. Loggt man sich dort ein, so sei der Moderator befähigt, mittels einer multiplen Chatumgebung mit vier Personen gleichzeitig zu sprechen. Amüsant dagegen ein neuer Versuch von yahoo in den Staaten, sich seine Emails im Schneckentempo per Telefon vorlesen zu lassen.

Monopol vs. Filesharing-Kultur
Während viele Net-Majorfirmen noch weiter an kontrollierende Monopole glauben, preschen unabhängige Filesharing-Projekte wie Ian Clarkes FreeNet oder andere Modelle, die Server-Knotenpunkte unkontrollierbar auf verschiedene Rechner verteilen, weiter nach vorne. So gibt es zu Letzterem neben dem bekannten SETI Projekt, bei dem Radiosignale aus dem All ausgewertet werden, nun jede Menge medizinische Projekte, bei denen man sogar Geld verdienen kann. Parabon.Com etwa verspricht, den Helfern ihres gemeinnützigen NetwareProjektes, bei dem die Wirkung verschiedener Medikamente auf Krebszellen simuliert wird, zu entlohnen. Ähnliche Projekte laufen in der AIDS Forschung und bei dem Energieunternehmen Conoco.
Die Musik- und Filmbranche hat ebenfalls noch nicht die goldene Lösung für ihre neuen Distributionsmodelle gefunden und schimpft weiter wütend auf Piraterie und Filesharer, die jedoch herzlich wenig miteinander zu tun haben. Trotz Pleiten bei SDMI (Secure Digital Music Initiative) versucht man weiterhin auch die heilige DVD zu rettten, für die seit etlicher Zeit Cracks vorhanden sind. Intelligent Automatation (I-a-i.com) versucht es mal wieder mit der sogenannten Fingerprinting Technology. Dazu werden mit einem Laser unverwechselbare 3D-Kartierungen auf die Silberscheibe gebrannt, die allerdings mehr zur Spurenaufnahme bei Vervielfältigung dienen sollen.
Der große Hacker-Einbruch bei Microsoft war wohl auch nur ein Flop, dennoch breiten sich weiterhin auch peinigende Eindringlinge auf Handys oder auch Trojaner-Viren bei PDAs aus, schließlich läuft die Technologie dort auch über IP-Adressen.

Militärtechnologie
Dem US-Militär ist schon lange klar, in welcher Form ihre neuen Feindbilder erscheinen werden. Seit einiger Zeit wird der Etat in den sogenannten “Information Warfare” hineingepumpt. Im Kosovo Krieg konnte man bekannterweise fiktive Flugzeuge in die Zielcomputer der serbischen Flugabwehr hineinmanipulieren, die rächten sich angeblich mit einem Hack in einen US-Server. Das Pentagon veröffentlichte nun ihre sogenannte “Joint Vision 2000″. Dort prophezeit man erneut den Infowar. Zuletzt gab es Unruhe, weil ein Hacker einen Zeitungsartikel unbemerkt verfälscht hatte. Was passiert also, wenn Zielraketen an Lesemaschinen gekoppelt werden? Vermutlich zu absurd, um darüber nachzudenken.
Dem US-Nachrichtendienst NSA wird dieser Tage sogar nachgesagt, dass er nicht mehr auf dem technischen Höchststand sei. Von der NASA weiss man schon länger, dass ihre Server mit denen von Steven Spielbergs Firma Dreamworks SKG kaum noch mithalten können. Anhand seiner Vernetzungen (u.a. Anteile am Online Ticket Service Ticketmaster) muss man sich auch fragen, wer heutzutage noch die wirklichen Entscheidungen in der Welt fällt. Arbeit der Zukunft wird ohnehin immer mehr von künstlichen Programmen oder riesigen automatisierten Datenbanken verwaltet.

Roboter zwischen Software und Nano
Projekt-Sharing und Robotic-Work gewinnen an eigenem Raum. Virtuelle Roboter nehmen in viel schnelleren Schritten zu als deren metallene Kollegen. Etwa 800 000 soll es davon erst nach einer neuesten Studie von World Robotics weltweit geben, viele davon noch Arbeitsroboter der ersten Generation. Zu den populärsten Vertretern der letzten Wochen gehörte sicherlich AIBO, der neue Robodog von Sony. Knapp 4 Buchstaben entfernt davon gab es den “Robodoc” namens Zeus, der mit einer Kamera versehen im November eine Gallenoperation in Frankreich vollzog. Roboter werden weiterhin auch als menschliche Variante produziert. Neben den Hunden, Fussballern oder Kampfrobotern gibt es nun auch wieder neue Erzeugnisse aus dem Hause Rodney Brooks. BIT ist ein Robo-Baby, das mit der Natural Response Technology ausgerüstet wurde. Das Baby reagiert somit auf menschliche Interaktionen, ähnlich wie das Stoffpendant Furby. Die intellektuellere Variante bietet Kizmet, in Zusammenarbeit von Cynthia Breazeal mit dem MIT entwickelt. Kizmet reagiert quasi auf alles, was man in ihrer Umgebung anstellt. Es zeigt sich interessiert, augenschließend und mit anderem ähnlichen Gehabe. Zuletzt im Gespräch war dann noch: Ein Formel 1 Robofahrer, hergestellt von der Firma Man-V-machine.com. Eine ausführliche Übersicht über den neuesten Stand von lernenden Robotern bietet jetzt auch das neue Buch von Peter Menzel und Faith d’Aluisio namens “Robo Sapiens: Evolution of a new Species” (Material World Books).
Auch die bakteriellen “Roboter” (Mikrodesktopbiologie) und Nanoerzeugnisse werden 2001 fleißig weiter mitmischen. Mittlerweile gibt es neben Harvard, Cornell und Sandia Labs auch noch weitere Brutstätten von nanotechnologischen Erzeugnissen. Die Liste der Errungenschaften wird immer interessanter. Neben der Nanouhr gibt es auch Prototypen von Dampfmaschinen (Sandia Labs), Harfen, Arme, Federn (Berkely), Motoren (Groningen, NL und Tohoku, Tokyo), Pinzetten, Waagen (Georgia Tech) und seit jüngstem auch 15nanometer große Druckerzeugnisse von der Northwestern University. Die Moleküle übernehmen dabei den Druck und die Fonts gleichzeitig.

Big Brother
Ob sich Big Brother nun im kleinen oder großen Stil weiter vollzieht oder auch nur zur hundertsten Soap Opera Variation verkommt, auch dieses Thema wird 2001 wieder zur alltäglichen Begleiterscheinung werden. BB TV wird in den USA im Februar in die 2. Staffel starten, InternetTV Mogul Josh Harris versuchte es mit einer Pärchenvariante auf weliveinpublic.com und wurde von 32 Kameras begleitet. In Bielefeld gab es die offizielle Big Brother-Prämierung für die aufdringlichste Alltagserscheinung. Sie ging u.a. an die Deutsche Bahn, den Remailer GMX und die Stadtwerke Bielefeld für die “Schwächung der Privatsphäre und der persönlichen Grundrechte.” Ein Pendant in Österreich und der Schweiz vergab diesen Preis an die FPÖ und die Satellitenabhöranlage SATOS-3, eine Art Schweizer MiniEchelon. Solange es noch Hacker- oder OpenSourcefanzines wie 2600, Kryptome oder HNN gibt, muss man sich jedenfalls keine Sorgen um liberale Informationsaufklärung in der Welt machen. Die Regulation reguliert sich zunehmend immer schneller, solange keiner den einzigen Einfluss auf die Regler hat (dies wären in Zukunft eventüll Backbone Provider), muss man sich um ein freies Leben noch keine Sorgen machen. Mit künstlichem Gruß, Eür Schreibbot Nico

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Commuterworld November 2000

fuckdotcom

Eine kleiner Sturm wütet weiter durch die Dot.com-Euphorie, die etwa vor 2.3 Jahren gestartet war. In San Francisco gab es ja schon Mitte des Jahres die Kampagne “fuckdotcom.com” gegen Dot.com-Firmen. Langsam hat sie sich nun auch nach Manhattans Silicon Alley, der Gegend mit den meisten Internetfirmen, durchgeschlagen. Man kann beobachten, dass es in New York dazu führte, bei einigen Firmen die http://WWW.Adresse von den Visitenkarten verschwinden zu lassen. Die Email-Adresse ist dagegen ist freilich noch dabei. Allgemein weht also ein frischer Dot.com-Gegenwind durch die Staaten. Einige Firmen haben auf ihren Bürofensterscheiben das WWW und .com provokativ durchgestrichen, denn es “ginge letzlich um das Angebot” und nicht um eine babyleicht zu bekommende IP-Adresse. Bei den zuletzt aufdringlichsten Start Uppern überzeugten auch nur noch die amerikanischen Kurierdienstfirmen wie etwa “kizmo” oder “UrbanFetch”, die den klassischen Bike Messengers Konkurrenz machen wollen. Brummies wie UPS oder FedEX protzen gegen diesen Vorstoß mit Real Time Routen, die man im Web verfolgen kann. ZIP Code eingeben und beobachten, dass das Paket noch 2 Stunden entfernt ist. Alles wie gehabt, gab es aber auch schon lange auf der alten .com-Domain.
Europa stört dieser negative Trend jedoch (noch) wenig. Gerade klagt die Schweiz gegen die EU, das Kürzel .eu mitbeanspruchen zu können. International sind aber auch die Kürzel .to, .tv oder .net wieder stark im Kommen. Die unabhängige Insel Sealand (UK), die mittlerweile zur steuerfreien Oase geworden ist (siehe auch cybernationoffreedom.com), kämpft ebenfalls um ein eigenes Kürzel. Auch Firmen sind richtig heiß auf die neuen Domains der ICANN. Offen ist beispielsweise, ob sich .sex oder .fuck durchsetzen wird. Allgemein aber konnte die Wirtschaft in letzter Zeit bemerken, dass eine Webseite alleine schon lange nicht mehr reicht. Bestimmender sind im Moment Killerapplikationen wie Napster und seine Nachfolger. Sie haben gezeigt, dass externe Applikationen wieder stark im Kommen sind. Vorbei der Krampf, alles in eine “flashige” Webseite zu stecken. Zum Standard gehören allenthalben eine Suchmaschine, ein Chat, luxuriöse Discussion-Boards, ab und zu auch kostenlos hostbare Polls und weitere Umfragescripts.

Webkunst in NewYork
Im Netz sind immer noch die sogenannten aufklärerischen Webbug-Kunst-Seiten beliebt. Sie beliefern z.B. die New Yorker Clubs wie Fun, Baktun, Galapagos oder den Science-Medley-Komplex LUVVYPLEX mit vermeintlichen Scriptabstürzen. Auf großen Projektorleinwänden strahlen Net-Js von Rhizome, Thing, Fakeshop oder Potatoland ihre “Abstürze” oder auf low tech getrimmte Retro-ASCI-Graphicstreams aus und mixen weitere Exporte von http://www.0100101110101101.org/ bis hin zum Klassiker Jodi.org dazu. Ständiges Vernetzen, Umrouten oder profanes Abfilmen von weiteren Websites oder Streams gehört dabei genauso zum selbstverständlichen Programm wie die krachigen Sets von ausgewählten Noisy-Electro-DJs und professionellen “After Effects”-Videosets diverser Videojockeys, natürlich noch live weitergefiltert, analog und digital! Dennoch gibt es auch hier schon wieder eine elitäre Zersplitterung. “Künstler”, die mit dunklen Clubs nichts zu tun haben wollen oder die man einfach noch nicht ausfindig gemacht hat, setzen lieber auf große Säle oder Galerien, um ihre Webart (von 3D bis Videostream) zu performen. Zu den bekanntesten Newcomern dieser Szene, die u.a. auch im Whitney Museum ausgestellt wurden, gehören etwa Cary Peppermint
(www.restlessculture.net/peppermint), G.V. Hovagimyan (www.artnetweb.com) oder Ursula Endlicher (bbs.thing.net/communicator.thing).

Automatisierung
Ob es jemals zu einem tatsächlichen Durchbruch von elektronischem Shopping auf Web-Browsern kommen wird, lässt sich noch nicht genau sagen. Auch die Alternative des mobilen Shoppings per Handy (Wap) wird schon wieder vom Fernsehen bedrängt. Die interaktiven Banner auf Sendern wie Response TV werden immer perfekter. TiVo, der Hersteller von personifizierten Digital Videorekordern, hat gerade dazu eine neue Kooperationen verabschiedet. Da kommt noch einiges auf uns zu: nach E-Shopping und M-Shopping diesmal verpackt im Kürzel: T-Shopping. Um das zu erleichtern, warten in diesem Jahr so einige Hersteller noch mit pfiffigen Gadgets auf. “MyCuecat” ist z.B eine Infrarot-Maus, die automatisch Webseiten aufmacht, wenn man mit ihr über Barcodes fährt. Firmen werden in Zukunft wahrscheinlich dann Barcodes in Zeitschriftenanzeigen zum schnellen Einlesen der Webadresse integrieren. Eine ähnliche Methode gibt es bei einer Webcam von Digimark.
Und noch ein Fortschritt in der Automatisierung: Neuere Datenbankfirmen wie Mainstrike oder Clickaction verwalten riesige Hierarchieprotokolle, mit deren Hilfe man gestaffelt oder hierarchisch zehntausende von Newslettern versenden und Click-tracing (Statistiken über im Text enthaltene URL-Adressen) organisieren kann. In Deutschland war Webmiles eine der ersten Firmen, die noch blauäugig gedacht hat, durch anklickbare Webseiten Geld machen zu können. Dabei kann man dies schon lange automatisch mit seinem Zweitrechner im Nebenzimmer manipulieren, sogar bestimmte Koordinaten von anklickbaren Grafiken eintragen. Wie das geht? Ganz einfach. Es gibt beispielsweise geführte Mauszeigerscripts, die nach Zufallsverfahren (random) in bestimmten Zeitabschnitten und Koordinaten Webseiten aufsuchen und beklicken, um dafür Geld zu bekommen (“pay to Surf”). Dem soll jetzt aber Einhalt geboten werden. Gegen die Schummler wird jetzt ein ebenfalls zufällig erzeugtes Click Me Logo von ValuePay eingesetzt, das halt nicht mehr an der gleichen vermeintlichen Stelle auftaucht.

Die Politik der Digitalen Landlords
Zu den großen “Webkabel”-Feinden in der Open Source und FreedomforLinks-Bewegung gehören weiterhin auch AOL, Time Warner oder AT&T, die als “Digital Landlords” bezeichnet werden. Deren monopolistisches Verhalten wird immer stärker angeprangert und derzeit am stärksten von TomPaine.com propagiert. Die Überwachungsmanie wirkt teilweise schon im Vorfeld peinlich. Musicryptom will etwa die Tippweise auf Keyboards gleich mit ins Password einbinden, um MP3s angeblich legal downloaden zu können. Funktionieren soll das über die individuelle ergonomische Art, in der man seine Tastatur bedient. Weitaus interessanter sind jedoch futuristische Projekte aus der Umgebung von Pentagon, MIT oder sonstigen institutionellen Hardcore-Visionären der Technologie. Das US-Militär entwickelt z.Zt. mit der DARPA elektronische Pollen, die Wetter- und andere Dateninformationen sammeln sollen. In die gleiche Liga gehört auch der “elektronische Staub”, der in Büros Klimaanlagen oder Berieselungsmusik steuern soll. TIDES ist dagegen ein Künstliches Intelligenz Programm, das in fremden Ländern Webseiten auswerten soll, um im Falle eines Krieges Übersetzungsstrategien entwickeln zu können. Das MIT setzt im Zuge der Automatisierung und Dezentralsierung auch auf “intelligente Flaschen”, an deren Verfärbung oder Öffnungsgeräuschen man den Wetterbericht, persönliche Börsendaten oder Emaileingänge erkennen soll. Die Verfärbung bzw. das Geräusch lässt sich wie bei persönlichen Desktops, Skins oder Newsticker natürlich vorkonfigurieren. Je nach Wunsch des Benutzers ist etwa eine grün gefärbte Flasche mit tiefem Öffnungsgeräusch identisch mit der Info: Achtung, es wird 30 Grad, VW Aktien gefallen und sie haben 2 neue Emails. Hopla. Würde dies einmal alles kryptographisch verschlüsselt und Geldsicherheiten durch bestimmte Codes gewährleistet, so könnte man bald den zahlreichen Abfrageprotokollen im Web in Zukunft vielleicht entfliehen. Wer weiß?

Zukunftstechnologien
Zukunftsbroker haben auch eine immer stärkere Vorstellung, auf was sie setzen wollen. Polymer-Engineering wie Robotik gehört genauso selbstverständlich dazu wie Gendatenbanken und Nanotechnologie. Zur Zeit tippt man bei den näheren Prognosen auf so unterschiedliches Technobusiness wie elektronische MP3-Bücher (getabstract.com, fatbrain-barnes&nobles oder auch das napsterähnliche Book Channels), digitale Tinte (Xerox), Money-Palm-Organiser (saleslogix.com), Aging, fliegende Kameras, Walkie Talkie Cell Phones, Personal Cards, Gewerkschaftsboards, Radio-LANS, Fashion Wearables (Charmed Technology), Wireless Databases and TV-Pads (Sony), DocoMo I-Mode Code als NTTS japanische Alternative zum WAP-Protokoll, Teleimmersion, Vortals (Portale mit mehr visueller Interaktivität), Weltraumreisen aller Art, die neue Videostreamtechnologie FDPC (Vtrails/Israel) oder Soundgraphic- sowie Desktop Engineering (Bakterien als Informationssklaven!)
Eins ist klar, der Aufhänger zur perfekt vernetzten Konsumgesellschaft, die “digitale Signatur”, bleibt weiter fragwürdig. Zuviele weitaus sichere Alternativen sind im Umlauf. Nutzerprofile wandern schon jetzt achtlos im Netz hin und her, Firmen wie Zero Knowledge sind von Hackern zu seriöseren Warnern geworden. Der Betrachter nähert sich immer stärker dem Betrachtenden an und redet zunehmend mit sich selbst – bis er sich fast selbst nicht mehr (zu)hören kann?

Bis zum nächsten Junknetmenu, Euer “datenblinder” Schreibbot Nico

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Commuterworld Oktober 2000

Kopierte Daten erschnüffeln
Zu den einflussreichsten Hintermännern in der Musikdistributionsbranche des 21. Jahrhunderts gehört zur Zeit Talal Shamoon. Zum einen ist er Chairman der PTWG (Perimeter Technologies Working Group). Diese technische Einheit der SDMI (Secure Digital Music Initiative) beschäftigt sich ausschließlich mit Ideen, wie man digitale Musik sicher und auch copyrightgemäß weiterleiten kann. Für diese Schnittstelle zwischen Musikindustrie und -technologie dient auch ‘InterTrust Technologies’, dessen Vizepräsident wiederum Shamoon ist. Shamoon hatte bereits vor Jahren an der UNI Cornell maßgeblich an den ersten “Watermark”-Technologien mitgearbeitet, die die digitalen Kopien mit einem Kopierschutz ausstatten sollen, vergleichbar mit Wasserzeichen auf Geldscheinen. Die PTWG ist jedoch nicht die einzige Plattform, die Musik kontrollierbar machen möchte. Zur Zeit wird an den aberwitzigsten Lösungen gearbeitet. CDs beispielsweise sollen mit einer versteckten Geruchstinktur beträufelt werden, um sie von Raubkopien unterscheidbar zu machen. An einer elektronischen CD-Nase für diesen unmerklichen Geruch arbeitet Cyrano Sciences. Die schützt freilich nicht vor File Sharing Programmen wie Napster, Gnutella oder auch seinen ersten kommerziellen Pendants.
Die SDMI unterstützt daher auch sogenannte “screening technology”: Verance.com entwickelt z.Zt. für die PTWG bestimmte Algorythmen der “screening technology”, die wie kleine Blockaden funktionieren sollen. Geht ein “illegaler” MP3-File an bestimmten “Zolleinheiten” vorbei, soll der Transfer praktisch abgefragt oder sogar gestoppt werden können. Zu den einzelnen Details hatte sich Verance bislang nicht genau geäußert. Man kann aber spekulieren, dass dafür auch wichtige Protokollbestandteile des Internets synchronisiert werden müssten, was freilich einer weiteren Wanzenart im Netz gleichkäme.
So wird noch weiterhin der extern-digitale Verkauf angekurbelt. CD-”Brenntankstellen” von MP3.com etwa, die mittlerweile in freundschaftlicher Allianz mit EMI, Warner und BMG stehen. Vielleicht werden auch in absehbarer Zeit an jedes digitale Netzgadget intelligente Agenten angehängt.

Intelligente Agenten
Diese Idee wird bereits schon seit vielen Jahren in Chatprogrammen verwirklicht. Sogenannte Moderatoren-Bots sorgten bislang für eine saubere Sprache in den einzelnen Channels oder halfen den Netzneulingen “Newbies” bei der Beantwortung ihrer Fragen. Bisher konnte man mit einiger Erfahrung diese Agenten auch von herkömmlichen Usern unterscheiden. Es gibt jedoch auch lernende Bots, deren Sprache immer detaillierter wird. So gibt es die verschiedensten KI-Bots (KI für Künstliche Intelligenz) in diversen UNIS, die – bislang im Testmodus – auf die Anfragen von Chattern reagieren. Immer öfter sprechen sie auch von sich aus die Mitglieder an und weisen sie auf bestimmte Vorlieben hin oder erinnern sie an alte Anfragen. Nun gibt es auch die erste kommerzielle Variante bei AOL. Joseph Weizenbaum, einer der Vorreiter von intelligenten Frage- und Antwort-Bots, hat nun sein Programm Eliza seit einem Monat zur Verfügung gestellt. Dafür wurde es in AOLiza umgetauft und soll auch auf psychologische Probleme reagieren. Etwa wenn jemand traurig ist oder einen schönen Traum hatte.

Open Source und das Weiße Haus
Der Kampf zwischen den Verfechtern von unkontrollierbarer Netzware/Vaporware und Hard Core Kontrolleuren geht unterdessen weiter. Als das Hackerfanzine 2600.com wegen eines Links auf den DVD-Hack (wir berichteten mehrmals) in einem lokalen Prozess gegen die MPAA (Motion Picture Association of America) verurteilt wurde, galt das im Web allgemein als Rückschlag sowohl für Meinungsfreiheit und investigativen Journalismus als auch für Open Source. Jetzt hat dagegen ein technischer Ausschuss dem US-Präsidenten nahegelegt, bestimmte Open Source Technologien zu unterstützen. Das Hauptargument liegt dabei auf unbeschränkter Fehlerdezimierung, die besonders bei LINUX-Servern wie Apache effizient umgesetzt werden könne.

Bobachtung
Freiwillige Beobachtung von Surfern soll kommerziellen Webrating-Agenturen helfen, objektivere Besuchszahlen von Webseiten zu veröffentlichen. Bislang galt dafür Media Metrix, die sich noch einmal durch eine Fusion vergrößert haben, als maßgebliche Quelle (vergleichbar wäre beim deutschen Fernsehen die GfK oder in den USA der Nielsen Report). Nun soll Audit Central mit einer neuen Software zur Konkurrenz für die anerkannte Rating Company Media Metrix werden.
Soziologisch gesehen ist Beobachtung im Web ein sehr spannendes Phänomen. Geht es um die unfreiwillige Ausspähung, so sind auch in den USA die Gemüter sehr schnell erhitzt. Dies kam deutlich bei aktuellen Diskussionen über Spionageprogramme des FBI (Carnivora), Echelon (Militär-Satellitenspäher) oder Doubleclick (versteckte Monitorprogramme in Werbebannern) zum Ausdruck. (Anm.: Doubleclick ist nicht zu verwechseln mit DoubleTwist, einer Genfirma, die im Mai behauptet hatten, eine erste vollständige Analyse der menschlichen DNA abliefern zu können.) Anders bei der freiwilligen Beobachtung. Erwartungsgemäß war ENDEMOLs “Big Brother” auch in den Staaten und England im Netz erfolgreicher als im Fernsehen. Nach der Simulsurfing-Ideologie (Streambeobachtung, Chatten und Diskussion gleichzeitig) gehörte das bigbrotherfanclub.com-Discussion Board zum erfolgreichsten “Stasiprojekt” in den USA. Dort wurde in eigens eingerichteten Feed Reports 24/7 =rund um die Uhr mitgeschrieben und neue Details in angeschlossenen Foren diskutiert, die unter die Zensurschere von CBS gefallen waren. Knapp 1 Million Hits verzeichnete die Seite mit zehntausenden von Threads. Dabei war sie nur eine von dutzenden von Fansites oder Boards. Zu den spektakulärsten Diskussionen, die nie auf CBS gezeigt wurden, galten rassisitische Äußerungen der Hausbewohner, entfernte Nazislogans im Garten, Tierquälerei des Haushunds Chiquita (mit Farbe oder mit Schokolade), aber auch gespamte oder gefakte Beiträge von Board-Mitgliedern, Diskussion über Flaming (Beschimpfung) oder interaktive Kontakte und Manipulationen mit der Außenwelt oder dem sogenannten Red Room im Haus. Einmal wurden gefälschte Zeitungsartikel über ehemalige Mitbewohner versteckt in Tennisbällen über die Hausmauer geworfen, ein anderes mal nur Süßigkeiten, dann wiederum flog ein Flugzeug mit Transparenten über das Gebäude. Über Zensur und willkürliche Dramaturgie von CBS berichtete sogar mehrfach die anerkannte Politsite im Web, the SALON.
BB TV (Big Brother TV) sorgte daher für einen weiteren Boom der beliebten suchtgefährdenden Discussion Boards (UBB, Discuss usw..), die mittlerweile jeder mit ein bisschen Verwaltungskenntnisssen selbst auf seiner Website einrichten oder sogar auf externe freie “Boardgerüste” zugreifen kann. Diskutiert wird über alles, in herkömmlichen automatisierten Newslettern kann man sich auch benachrichtigen lassen, wenn mal jemand auf seinen Thread geantwortet hat. Hardcore Boardies benötigen dies jedoch nicht, ein Board “läuft” mittlerweile so selbstverständlich wie ICQ oder andere Messengers im Hintergrund. Altertümliche Boards, die nicht an ein so schnelles Diskussionstempo gewöhnt sind, streiten daher noch um den Nutzen von SPOILERN. Dies ist eine selbst auferlegte TV-Boardnetiquette: Nichts, was erst durch Zeitverschiebung in verschiedenen Fernsehstaaten bekannt gemacht wird, soll vorher verraten werden, also angespoilert werden.

Mobiltelefonie
Der Mikroinfofetischismus wird uns auch in den kommenden Jahren weiter bedrängen. In Form der neuen Cell Phone Generation toben die erbitterlichsten Kämpfe, um einen der nächsten Märkte der Zukunft zu beherrschen. Während für das Protokoll UMTS die Lizenzen in milliardenfache Höhe getrieben wurden, versucht die ITU (internationale Telefon Union) bereits die Gemüter für die übernächsten Technologien zu beruhigen und zu vermitteln. Es gilt schon jetzt als kleinerer Skandal, das dem 3G-Protokoll in Asien (2mb/sec + bessere Protokollierung) mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als GPRS. Vertreter von Lucent, Siemens, Motorola, EdgeMatrix, Bluetooth (IBM) werden darüber im Dezember auf der Telecom 2000 in Tokyo eifrig diskutieren.
Wireless Gadgets gelten weiterhin als kommende PC-Killer. Dass die Handys mit ihren IP-Adressen auch als unkontrollierbare Bewegungsmelder fungieren, deren wichtigste Bestandteile (WAP-Protokoll, GSM-Card) schon öfter gehackt wurden, wird bislang jedoch noch weitgehend totgeschwiegen. Auch die Aufsatz-Editiersprache WML (Wireless Markup Language) ist umstritten. In Japan stehen nämlich mittlerweile 3 Millionen WAP-Usern 10 Millionen gegenüber, die mit dem kompatibleren Editiermodus I-Mode (c-HTML) der Firma DoCoMo(NTT) versorgt werden. Bei I-Mode fällt das Schriftbild deutlich schöner aus und die Display-Seiten können mit der Suchmaschine ColonDot.com gefunden werden. In Europa benutzen fast 17 Millionen Mobiltelefone noch das WAP-Protokoll. DoComo hält aber schon 15% Anteile an den holländischen KPN Mobile und eben auch 20% der 3G-Technologie von Hutchinson.
Die Breitbandstandards der ITU im Internet stehen sich ebenfalls noch etwas im Weg. VDSL gilt mit 14,5 Mbit/sec als Ablösung für (A)DSL in Sichtweite. Dabei stehen noch hohe Umrüstungskosten im Weg und daher wird an weiteren Übergangskompromissen gearbeitet. Dazu zählt derzeit PON (Passives Optisches Networking), das in einer Art Baumverfahren unterschiedlichste Signale umleiten kann. Auch dieses Verfahren läuft aber noch nicht unfallfrei und löst bestimmte “Knoteneffekte” aus. Zur Hilfe stehen soll daher DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) zur Separierung von Signalen sowie ATM zur Formatierung.
Auf den Mobiltelefonen belästigen uns außerdem die ersten Viren (Tastenblockaden), Samsung bietet MP3 und Diktiergerätefunktionen an und SMS soll um Melodien aus den Charts aufgerüstet werden (Club Nokia/EMI). In den USA erfreuen sich dagegen Mobiltelefone mit kostenlosen Walkie Talkie Kanälen immer großer Beliebtheit. So sehen mittlerweile viele Benutzer wie Türsteher auf der Strasse aus.
Gestenvielfältigkeit ohne Ende. In Helsinki werden Mobiltelefone auch schon als Parkautomat getestet, z.Zt. werden 3 verschiedene Abrechnungsverfahren untersucht.

Mikro-Desktop-Technologie
Auch unsere kleinsten Lebewesen auf der Erde, die Bakterien, könnten sich als nützliche “Agenten” der Informationsgesellschaft entwickeln. Schon spricht man in diesem Zusammenhang von Biochips des nächsten Jahrzehnts. Mit einem Kristallpanzer geschützte Bakterien fungieren etwa als Halbleiter. Michael Larkin, ein Mikrobiologe von der Queen’s University of Belfast, hat dieses Phänomen als neuen Durchbruch der Mikro-Desktop-Technologie bezeichnet.
Bell Laboratories wiederum bauten derweil für die Nanotechnologie pinzettenähnliche Geräte aus der DNA. Diese Geräte funktionieren wie ein betankbarer Motor, der startet und stoppt, wenn er mit weiteren DNA-Bestandteilen versorgt wird. Bauteile dieser Art sollen auch als elektronischer Bestandteil für die kommenden DNA-Computer der Zukunft dienen.
Auch Roboter beschreiten ihre nächste Evolutionsstufe. Im englischen Projekt GOLEM konnten Arbeitsroboter sich nun erfolgreich selbst materiell reproduzieren, in Bangkok beunruhigt der “Roboguard” die Gemüter, der als Mischung aus Videokamera, Infrarotsensorik und Pistole auf Einbrecher schießen kann. In Hackerforen wird nun deshalb zynischerweise diskutiert, ob man mit den ersten Flugkameras, die z.Zt. während der Olympiade eingesetzt werden, vielleicht bald Banküberfälle inszenieren könnte.

Cut, Copy & Paste
2000 hat bislang gezeigt, dass Umorientierung auf allen Gebieten ansteht. Sei es die Vergabe von neuen Domains (suck, firm, us) bis hin zur Besetzung neuer wichtiger Posten bei der ICANN (im Gespräch war zuletzt auch Andy Müller-Maguhn vom CCC!) Was wird uns noch in den letzten Wochen dieses Jahres begrüßen? In Deutschland werden die ersten persönlichen digitalen Videorekorder von Grundig herausgebracht, die ähnlich wie in den USA (TiVo, Replay, letztere gerade einen Deal mit Universal abgeschlossen) zeitversetzt Sendungen nach bestimmten Stichwörtern aufnehmen und Werbungen überspringen können. Eine Festplatte soll bis zu 12 Stunden digitales Fernsehmaterial zwischenspeichern können.
Neben Strom, Kabel und optischem Richtfunk gilt ab 2002 auch Wasser als mögliche Alternative für Internetübertragung. Das Projekt Aqua Internet will dann Daten über die Elektrone der Wasserstoffmoleküle “ausliefern” .
Heiße Feger in der Entropie-Szene (Verschmelzung aller neuen Technologien mit dem Menschen) sind außerdem weiterhin Aging (Verlängerung des menschlichen Alters mit Hilfe der Nanotechnologie), was jetzt auch für eine Sonderausgabe der Scientific American gesorgt hatte. Künstliche bionische, elektronische oder genetische “Implantate” werden so selbstverständlich erläutert wie neue Automatisierungsprozesse. Verschiedenste Symbole in Printerzeugnissen öffnen biometrisch mit Hilfe von Cams Webseiten im Netz, der Gleichschaltung von Informationen steht nicht mehr viel im Weg.

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/Commuterwold Commuterwold Zunehmende Spezialisierung der Überwachungskonzepte Eine weitaus amüsantere Big Brother-Variante hat nun Ärger vom FBI bekommen. Wheresgeorge.com (cworld 9/99), der Suchserver für markierte US-Banknoten, hat mittlerweile für soviel bekritzelte Geldscheine gesorgt, dass sie die Behörde nun aus dem Verkehr ziehen will und Hank Eskin, dem Betreiber, sogar nahegelegt hat, seine Seite schliessen zu lassen. Ob da Ängste um Geldwäscherecherchen hinterstecken, wurde natürlich nicht bekannt. Etwa 270 000 User haben sich mitlerweile mit fast 4 Milliarden Nummern registrieren lassen, um ihre ausgegebene Geldschein-”Flaschenpost” zu verfolgen. In Japan geht bb ganz anders: Dort beobachtet man derweil seine Kartoffelfelder per GPS-Roboter. Die Bauern bedienen ihre Feldrobotik-Maschinen von zuhause, was einen ökonomischeren Einsatz von Düngemittel ermöglicht. Ironie auch mit digitalisierten Tondateien: Immer mehr Voice Gadgets aus dem Netz werden umfunktioniert, um Tracks neu zu gestalten. Die beliebten Police-Scanner (Polizeifunks über yahoo), gesampelte Voice Chats aus dem Geek-talk oder 3D-Welten kann man mühelos in seine Soundeditoren umbauen. Das 21. Jahrhundert ist somit gerüstet für unendlich neue Musikspielformen. Ebenfalls spassig: Das Schüttelpoesieprogramm von Ray Kurzweill oder gesamplete Trailer von D/L -Software. Internet 2 Aktivitäten Die bereits im Internet 1 beliebten 3DWelten von blaxxun oder activeworlds bekommen nun auch Konkurrenz im Internet 2 (im folgenden: I2). Während jedoch in einer der bekanntesten Experience-Welten namens Colonycity.com (ca. 600 000 Einwohner) die Jobbörsen explodieren (ab 100 Experiencedays kann jeder Resident sein Cyberbuckkonto durch Jobs wie BlockDeputy oder Clubmanager aufstocken), geht die “Virtual Cell” der North Dakota State UNI im I2 vom menschlichen Körper aus. Dort kann man das Innenleben von Zellen beobachten und durchwandern (http://vcell.ndsu.nodak.edu/~abergstr/review/etc/final/etc.wrl). Zuletzt wollten sich chinesische Forschungsnetze mit ins I2 http://www.internet2.edu einklinken (z.zt. etwa 120 UNIs vertreten). Zu den beliebtesten Applikationen gehören dort MicroscopeControl (Zellbeamer), SpreadSheet (Hurricanebeobachter) , Virtual Temporal Bone, 3D Brain Mapper und natürlich die Teleimmersion von CAVE (u.a. mit einer virtuellen Skischanze). Im Oktober 2000 feiert das I2 sein 2jähriges Jubiläum. Lucent, einer der Hauptteilnehmer vom I2 (Multiwebcasting) hat auch seine Vormachtstellung in der Forschung von optischen Richtfunknetzen ausgebaut. Mit Übernahme der Firma Chromatis (arbeiten gerade an einer selektiven Lichtnetztechnik) steht nun dem WDM (Wavelength Divsion Multiplexing) nichts mehr im Wege. Wireless Technology, Satelliten oder Photonik werden damit definitiv zur neuen Plattform des 21. Jahrhunderts. Mit im Geschäft um photonische Netze sind noch Nortel und Cisco (letztere haben gerade ihr erstes Funknetz in Deutschland eröffnet!). Der Computer der Zukunft ist jedoch so vielseitig vorstellbar, wie es heute Nationen gibt. Von robotischen Zwitterwesen über naonorganisierte Mechanismen ist mittlerweile alles drin. Dabei ist das Display (Polymer, Atom- oder Holographieanordnung) nun zweitrangig geworden. Ob ich den bionischen Chip in mir selbst habe, per Infrarot Daten austausche oder in den Augen meines Gegenübers eine biometrische B-Mail bekomme, der Inhalt wird immer bedeutungsloser gegenüber dem Transferenergiegadgets selbst. Sprache, Gehirne und andere Informationsträger Auch das Thema Sprache wird wieder interessanter. Nationalistische Befürchtungen, die Hörsprache Englisch würde dabei die weltweite Dominanz übernehmen, ist durch Real Time Übersetzungsfirmen wie Learnout & Hauspie irrelevant geworden. Die Illusion, ein Gegenüber auch in Französisch über Kopfhörer zu “verstehen”, ist in Zeiten der “Neuen Ökonomie” sogar überlebensnotwendig geworden. Dabei stehen menschliche wie Programmier- als auch reine Licht-Icon-Symbolik-Sprachen mittlerweile auf der gleichen Ebene, da es im übrigen immer auch um die Transformierung dessen geht. Bei den Programmierung etwa wird schon lange auch am künstlichen Gehirn (artilect) gearbeitet, zu dem sich der Übertragungschip im Gehirn so verhält wie etwa der erste Treibstoff beim allerersten Automobil. Am Schluss geht es etwa nicht mehr um Interna, sondern reine externe künstliche Speicherformen. Dazu wird derzeit an den UNIs Yale oder Rice mit Molekülen programmiert, die in etwa 15 Jahren elektronische VSLI-Chip-Computer produzieren könnten. Cornell stellte erst kürzlich sogar Nanoporen vor, wo 1000 Molekularträger “aktive” Regionen erzeugen konnten. Führend auf dem Gebiet der Molekularprogrammierung sind ferner Hewlett Packard und die UNI L.A., die gerade an sogenannten Rotaxanen arbeiten (http://www.chem.vt.edu/chem-dept/gibson/bryant/), Informationsträger des Atom Transfer Radical Polymerization Projekts, die molekulare Transistoren oder Dioden erzeugen sollen. Im Prinzip die elektronische Variante zu Nanobots, die einmal im menschlichen Körper Minimaschinen erstellen sollen. Einige davon funktionieren bereits jetzt schon (Waagen, Sägen, Pumpen usw..) Eine Kombination beider Prinzipien wäre dem neulich eingepflanzten bionischen Chip dabei um Lichtjahre voraus. Digitale Düfte Auch die Olfaktorikgurus (digitale Gerüche über Netz) digiscent haben nun Konkurrenz bekommen. David Härl vom Weizman Institut Tel Aviv plant wie digiscent bald ein Gadget herauszubringen, das mit Hilfe eines Sensors Enzymalgorythmen rückverschlüsselt und abrufbereit zu neuen Substanzen zusammenmischt. Während die kalifornische Firma ihren Duftsynthesizer für Ende 2000 ankündigte sowie eine erste Duftpage für Sommer, plant Härl nun ebenfalls etwa 150 Geruchsdateien im gleichen Zeitraum an den Mann zu bringen. Schnüffeln über das Netz wird also noch schneller Realität werden als gedacht. Ein neuer Quantensprung für Sexsites steht uns ihn Aussicht. DNA-Entschlüsselung Auch der Kampf um die beste DNA-Datenbank geht weiter. Sowohl das Human Genome Projekt wie auch die kommerziellen Vertreter Celera, DoubleTwist oder Incyte behaupten weiter, den jeweils anspruchsvolleren Sequencer dafür zu besitzen. Während das HGP keine kommerziellen Absichten verfolgt, haben sich die übrigen Firmen schon diverse Sequenzen schützen lassen. Japanische Wissenschaftler präsentierten ausserdem jüngst die komplette Sequenz des Chromosom 21 (hier lagern u.a. Gene für Down-Syndrom, Krebs oder Alzheimer). DoubleTwist hatte zuletzt behauptet, etwa 20 Millionen der DNA-Segmente komplett entschlüsselt zu haben. Während Kloning immer nur inoffiziell bestätigt wird, nehmen die Gen Experimente dagegen rasant zu. Auch der erste Genparasitenfall wurde nun bekannt. So entdeckte man kürzlich, dass genetisches Material aus dem Genom von veränderten Maispflanzen in die Darmbakterien von Honigbienen gelangte. Bakterien “arbeiten” prinzipiell nach dem Mutationsprinzip und nehmen daher öfter genetischen Code von benachbarten Bakterien auf. In Europa sind etwa 15% der Maisimporte genmanipuliert. Krankheits-TV Bis es soweit ist, dass Nanoroboter die ersten reparierten Krankheiten live filmen, dauert es wohl noch. Ein “U-Boot-Video” seiner Blinddarmoperation hat aber mittlerweile jeder 3. zuhause in seinem VCR-Schrank. Nun gibt es auch die ersten elektronischen Pillencams, die man runterschlucken kann, um aus Magen und Darm per Funk zu übertragen. Wer die tummy-cam geniessen möchte, muss im Royal London Hospital krank werden und dort eine etwa 11 mm x 30 grosse Kapsel runterschlucken, die mit einer Minikamera und einer weissen Leuchtdiode ausgestattet ist. Wie wissenschaftlich uns das Netz machen wird, was auch zu langsamen Gründungen von chief scientist Dependancen bei WEB-Unternehmen führt, gehört mittlerweile nicht nur zum Fragenkatalog von Technosophen, sondern wird auch verständlich in vielen öffentlichen Veranstaltungen diskutiert.

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/Commuterworld Commuterworld Schnittstellengewinn durch Fusion. New York (NH). Auch das 21. Jahrhundert steht ganz im Zeichen der Fusionen oder wie man hübsch im Englischen sagt: Mergers. Nachdem der grosse Deal zwischen AOL, Time Warner und EMI lang auch als Gefährdung des investigativen Journalismus sowie des Musikbusiness diskutiert wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis die anderen grossen Portale aufschrien. Yahoo rumorte mit Disney, Real Networks mit Sony, Microsoft mit Liquid Audio, alle ohnehin längst Kooperationspartner. Nach wie vor gilt also: Wer im Netzmarkt mithalten will, muss in den wichtigsten Schnittstellen mitmischen. Telefon, Webprovider, Fernsehen, Netzwerk- und zunehmend auch Biotechnologie. Besonders als Online Trader muss man stets auf dem Laufenden sein, jeder Gossip will sorgsam überprüft sein. Viele dieser sogenannten News werden von gefakten Bots lanciert oder von Insidern abgesprochen diskutiert. Auch Email-Antworten werden zunehmend von künstlichen “Dr.Mails” erzeugt. Ein Spezialgebiet von Firmen: automatisierte Botware. Nach Auswahl von bestimmten Emotionsphrasen können die dafür geeigneten Antworten sofort losgeschickt werden. Spezialisiert darauf sind z.B. EchoMail von GeneralInteractive.com, Brightware.com, Kana Communications (Kana.com), egain.com oder auch lucent.com. Newsforen wie die LINUX-Supporter slashdot.com werden seit ihrem Börsengang schon nur noch von wenigen Puristen gedisst. Wer zuerst weiss, weiss am besten: Dass MP3s jetzt auch im Nintendo oder dass die Upgrade-Sucht Cyberclismus bald krankenscheinpflichtig wird. Schon hat man vergessen: Der bekannte MP3player Winamp, Netscape oder ICQ sind ja auch schon AOL, der Spracherkennungsspezialist Learnout & Hauspie hängt irgendwie mit Microsoft zusammen, der sogenannte unabhängige Provider ãxoom” gehört zu General Electric und Boeing hat nun Hughes gekauft, wiederum eine Einheit von General Motors, bekannt durch ihre Satellitendienstleistung DirecTV bzw. PC. Hallo Telefon Immer wieder unterschätzt wird auch, wie stark der südamerikanische Telefonmarkt umkämpft wird. Im Januar gelang der spanischen No.1 Telefonica gleich ein vierfacher Coup. Sie kauften Telefonica de Argentina, Telefonica del Peru und die brasilianischen Telesp Participacoes sowie den Wireless-Spezialisten Telesudeste Celular Participacoes auf. Nicht nur wegen des hohen Anteils an Puerto Ricanern in den Staaten; der südamerikanische Musiksektor hatte schon vor Bueno Vista Social Club hohe Anteile in den Albumcharts, und da ist natürlich viel Download-Bedarf vorhanden. Dass das Telefonieren auch ohne Computer für V- und E-commerce im Internet wichtig geworden ist, kann man ja mittlerweile auch in jeder Bravo oder Cosmopolitan nachlesen. Mit zusätzlichen Programmen lassen sich ausserdem Webseiten vorlesen. Es gibt weiter Websites für Voice Mail, Anrufbeantworter oder ähnliche Variationen. Tellsofts iTalkweb und deren Brüder ist z.B. einer der führenden Clients, nette.com spezialisiert sich dagegen auf reine Business Ideen. MP3s lassen sich in Web-Lockers (Schliessfächern) auslagern und theoretisch sogar über Handis und Armbanduhren abhören. Der Trend zur persönlichen Desktop Seite (mydesktop.com) nimmt ebenfalls zu. Externe Browser wie WML oder HDML-Emulationen werden auch immer ernster genommen. Stau, News, Pizza, Börse, Wetter oder Taxi, einmal den lokalen Code eingetippt und los klickt es. Die Briten Vodafone (mit Mannesmann im Sack) und Cable and Wireless kaufen immer mehr Telefon-Provider zusammen, man setzt zunehmend auch auf Prepaid Cards. In Deutschland schaut man dagegen noch etwas misstrauisch auf die News aus dem Handy, die Zeit wird mehr mit SMS oder Handyspielen wie Snake verbracht. Durchs Portal brettern Spezial-Sites wie vertikale Portale, die sich ausführlich mit bestimmten Problemen und deren Lösungen beschäftigen, sind ein ganz heisser Renner. Dazu gehören auch neuartige Streaming Verticals. Channelseek.com bietet alleine täglich eine Übersicht von knapp 300 Netcastings, http://www.Streamsearch.com verkauft pay-per-view Movies und Popcast.com organisiert private Ereignisse wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Reden. Im Internet 2 finden weiterhin exklusiv Video on demand-Lösungen statt, bislang nur für eine Handvoll von Password-VIPs. Zu den neuartigen Portalen dagegen gehören Rocket Book Channels. Das E-Book von NuvoMedia wird immer beliebter (gerade von GemStar übernommen). Mittlerweile gibt es in den daran angeschlossenen Channels bzw. Libraries eine Auswahl von über 1000 Büchern, viele davon werden auch illegal eingeschleust. Dementsprechend ist dann das Layout auch von geringerer Qualität. Microsoft brütet bereits mit Barnes & Noble (bn.com) an innovativeren Download-Arten und entwickelte auch ein neues Auflösungssystem namens ClearType. Biotechnologie Biotechfirmen sind wieder öfter im Gespräch. Die beiden britischen Pharmazieriesen SmithKline Beecham und Glaxo Wellcome rauften sich nach einem ersten Anlauf vor zwei Jahren endlich zu einem Merger zusammen, um zum weltgrössten Drogenerzeuger zu werden. Die Nervosität scheint also auch diesen Markt erfasst zu haben, nachdem Warner Lambert (die auch American Home Products unter sich haben) sich mit Pfizer zusammengeschlossen hatte und Monsanto zuvor mit Pharmacia & Upjohn deren Fusion angekündigte. Novartis und weitere Mitstreiter wie Roche oder Eli Lilly hatten ebenfalls bekannt gegeben, sich zu erweitern. In Europa haben sich schon vorzeitig Höchst und Rhone-Poulanc als Avertis ihre Anteile daran gesichert. Mittlerweile prahlt Craig Venter, mit seiner Firma Celera (Cw 10/98), 97% der menschlichen DNA entschlüsselt zu haben sowie komplette Bausätze von bestimmten Bakterien. Somit liessen sich künstliche Minimal Genome Projects erzeugen. Ein Ziel ist es, neben den künstlichen Chromosomen und Zellen ebenfalls erfolgreich neue Organismen zu schaffen. Auch ein beliebter Wunsch der Waffenindustrie, die schon an Entomoptern (Miniflugobjekten) oder rein virtuellen Insekten herumbasteln. Riechen mit der Olfaktorik Auch ein DNA-Computer wird gerade von dem biomolekularen Konsortium an der UNI von Wisconsin oder Princeton entwickelt, die kurzfristig auf über 100 Trillionen DNA-Stränge Kalkulationen durchführen können. Besonders das Gebiet der Olfaktorik wird weiter erobert. Ziel ist es, heptische Sensoriksysteme zu entwickeln, die den Betrachter, auch online, spüren lassen, ganz bestimmten Geruchsverbindungen ausgeliefert zu sein. In diese Richtung pirscht auch Stuart Firestein von Digiscents vor. Der Neurobiologe hat zusammen mit Dexster Smith und Joel L. Bellmann vor einem Jahr die Firma gegründet. Sein Kompagnon Bellenson hatte schon Erfahrung auf einem anderen Gebiet in seiner alten Firma DoubleTwist, die Gensequenzen analysiert. Beide kennen sich von der Columbia Universität in New York, wo Firestein doziert und Double Twist eingesetzt wird. Digiscents will nun Gerüche auf Websites, Computerspiele und in die Kinos bringen. Dazu wird ein kleiner Computer namens Ismell entwickelt, der wie ein defragmentierender Synthesizer funktionieren soll. Chemieverbindungen werden dann praktisch online verschickt und in einem mikropischen Nanocartridge produziert. Etwa 100 Gerüche sollen dann schon erzeugt werden können. Firestein arbeitet auch eng mit dem Human Genome Project zusammen. Von den 100 000 menschlichen Genen sollen etwa 1000 mit dem menschlichen Geruchssinn zu tun haben. Digiscents bietet auch einen Registrierungskatalog an, mit dem man sich einzelne Geruchssequenzen lizensieren lassen kann, ähnlich dem G-commerce Prinzip von GeneSolutions.com, wo man lokalisierte Genbasen kaufen kann. Ismell soll noch in diesem Jahr kommerziell vetrieben werden. E-Snifferce ist also stark für das 21. Jahrhundert vorprogrammiert. Institute wie das UK Sager Centre, die ihre Gensequenzen unkommerziell über das Web veröffentlichen, hinken zurück. In Island wird derzeit schon die gesamte Bevölkerung vermarktet. Da macht auch bald der Spruch, zuhause bin ich wenigstens der König, in Zeiten vom Internet Home keinen Sinn mehr. Das Haus wird intelligent Smart Housing – um diesen Markt des intelligenten Hauses kämpfen derzeit schon 9 verschiedene Vernetzungstechnologien. Neben der Bausatzideologie Early Adapter und dem bekanntesten Übertragungsverfahren DSL hat derzeit das kabellose System Crestron die besten Chancen, sich durchzusetzen. Ein anderer eifriger Mitstreiter, RF Technology, scheitert noch an den knappen Übertragungsdistanzen. Andere Kabelsysteme wie Macro oder Techhome.org mischen ebenfalls mit. Ziemlich grosse Bandbreite bietet auch Category 5, das in einer Art Rating System funktioniert. Den Schwerpunkt auf externe Satelliten-, TV- oder Kabelprogramme bieten ausserdem Plasma Screen Systeme, die gleichzeitig auch als Homecomputer funktionieren sollen, aber nicht alle kompatibel zu HDTV sind. So zahlreich die Networks, so vielseitig ist mittlerweile auch die Anbieterschiene. Ähnlich wie bei Software gleicher Couleur hat da schon fast jeder Housetyp seine eigenen Vorzüge, nicht immer gilt auch Fiberglas vor Koaxial usw. Microsofts Einkaufskühlschrank von Easy Living ist fast schon ein alter Hut, pfiffiger sind da Lösungen von Panasonic mit intelligenter Kochrezeptautomatik über das Web. Home Automated Living lässt alles auschliesslich über die menschliche Stimme verwalten, ihr System nennt sich HAL 3000, frei nach Kubricks Haupthelden. Und das MIT forscht ohnehin an weiteren Gadgets, wie das Wohnen von Morgen versüsst werden soll. Z.B. mit intelligenten Flaschen, anhand deren Farben oder Öffnungsgeräuschen das Wetter oder E-Maileingänge erkannt werden können. New Yorker Innenarchitekten haben schon Panik vor neuen Dienstleistungsanbietern wie z.B. Innovative Audio. Einer, der digital mitmischt, ist Dennis Wedlick. Er hat gerade ein Arbeitszimmer “gebaut”, das Bürogeräusche erzeugt, teils für Telefonklienten und auch zur Motivation des Heimarbeiters. Smart Housing dürfte auch in absehbarer Zeit für Psychoakkustik (Dolby Laboratories) interessant werden, das mit Hilfe von Gehirnfunktionen erzeugt wird. Vielleicht kann man sich damit bald auch unerwünschte Effekte im Fernsehen wegzaubern. Kameratricks Ein neues virtuelles Fernsehlogo von Princeton VI hat letzten Monat bei CBS für Aufregung gesorgt. Es schien so echt auf Häuserwande projiziert, das man glaubte, es sei dort wirklich vorhanden. Scheinbare Realitäten, nach Garloyle, Baudrillard und Verilio ein alter Hut. Nichts scheint mehr so, wie es ist. Ärger gab es nämlich erst, als ein vorherplaziertes herkömmliches Logo von NBC ohne Absprache überblendet wurde. Vorbei also mit rechts oben oder unten. Überall kann Werbung nun hingestanzt werden. Elektronische Bandenwerbung oder auf dem Fussballplatz, jetzt auch in Deutschland erlaubt, ist da noch die niedliche Variante. Flackernde Trikots sind da bald sehr wahrscheinlich. In einer seiner letzten grossen öffentlichen Reden hat New Yorks Bürgermeister und Senatorkandidat Giuliani noch einmal nicht nur seine Education und Security Programme hervorgehoben, sondern auch auf neue technische Errungenschaften hingewiesen. Prunkstücke sind etwa eine Aufrüstung von Infrarot Thermalkameras bei der Feuerwehr, die haargenau den Brandherd orten können, neue Fensterscheiben der Subway, die gegen Scratchings immun sind, sowie ein komplette Trainingssimulation der U-Bahn in einer Brooklyner Lagerhalle inklusive Force Feedback und Lernvideos. Fehlt nur noch VR gegen Obdachlose. Evolutionär-apokalptische Themen sind sowieso schwer im Kommen. Nachdem die Überwachung im kleinen überwiegend toleriert wird, gibt es seit Januar von Space Imaging SAT-Bilder aus 1m Entfernung zu kaufen, und die Nachfrage ist enorm. Auch Südkorea will im Satellitengeschäft mitmischen und kündigte an, dafür spezielle Transportraketen zu entwickeln. Sterngucker Nachdem der Mensch sich nun von künstlichen Welten, Cyborgs, KI, DNA-Computern, robotischen Systemen oder Nanoschwärmen bedroht sieht, die bald im menschlichen Körper Suborganismen verwalten, erneuern oder emulieren könnten, droht nun auch Gefahr aus der Vergangenheit. So haben Astrophysiker wie David Schramm herausgefunden, das der Urknall scheinbar ein sogenanntes falsches Vakuum, sprich hyperinflationäre Ausdehnung des Universums gefördert hat. Die Ausdehnung geschieht daher viel zu schnell, und bei Berührung mit zuviel fremdartigen Partikelbeschleunigern könnte ein “wahres Vakuum” wieder unser Ende sein, errechnet für 2100. Ähnliche Sorgen plagen Gegner des RHIC (Relatevistic Heavy Ion Collider)-Experiments, das bald in Upton, New York geplant ist. Hier sollen Teilchenbeschleuniger Quark-Gluon Plasmen reproduzieren können, die schon beim Urknall mitgemischt haben sollen. Man fürchtet nun, in ein sogenanntes kleines schwarzes Loch hineingesogen zu werden, sollte etwas schief gehen. Der Direktor John Marburger beruhigte alsbald die Gegner, sogenannte neue Strangelets würden nur bei sehr hohem Druck und äusserst niedrigen Temperaturen entstehen und ihren Erfolg höchstens in der Nähe eines Neutronensterns entwickeln. Na, das ist doch beruhigend, wenn man nur ansatzweise ahnt, worum es geht. Ob tief unten, weit oben oder im Innersten unseres Selbst. Das Neue des 21. Jahrhunderts wird zunehmend unsichtbarer. Chips in Wänden, im menschlichen Körper (Digital Angel, der erste Human GPS-Tracker) oder bald bei Kevin Mitnick im Hirn werden immer selbstverständlicher. Warum also nicht Science Fiction Metaphern wie Replicanten oder memische Radiowellen gebrauchen, allein um Chancen und Risiken zu diskutieren? Mit real-genetischem Gruss, Euer Schreibbot Nico Haupt

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/Commuterworld Commuterworld Spionage: Email-Abhören Das weltweite Spionagesystem Echelon stand weiter unter Beschuss. In den letzten Monaten wurden im Web Empfangsstationen in Schottland und Australien aufgedeckt. Eine offizielle Bestätigung blieb bislang aus. Amerikanische Feuilletons plagen sich nun damit herum, Angriffe aus Brüssel geschickt abzufedern, denn in der Tat steht nur ein Teilbereich von Echelon zur Diskussion, das sogenannte “Abhören” von Emails. Xechelon.com, ein dagegen gerichtetes Portal, bietet schon seit einiger Zeit einen Script Service an, den man sich kostenlos downloaden kann. Damit werden in einem Random-Verfahren Sätze gebildet, die man in fingierte oder verschlüsselte Emails einbinden kann. Die Entwickler erwarten sich von dem Einsatz ein Zusammenbrechen von Echelon, das bei der Suche nach etwa 500 Begriffen (die typisch verdächtigen Wörter, von drugs bis sex) überlastet werden soll. Frei nach dem Freemailer Hotmail haben sich mittlerweile über 150 000 User auf dem freien Encrypt Mailer Dienst Hush Mail zusammengefunden. Jede einzelne Email kann dort gegen ein weiteres Password entschlüsselt und geöffnet werden. Der Geschäftsführer Jon Gilliam predigt daher allen Usern ein gutes Gedächtnis, denn das Password wird im Gegensatz zu anderen Remailern garantiert nicht mehr auf dem Server zwischengespeichert. Fusionen, Kooperationen, Merger Missgeschicke und Spekulationen stehen weiterhin im Blickpunkt des angehenden 21. Jahrhunderts, und die Welt wundert sich über den Ausgang des Microsofts-Prozesses. So langsam gewöhnt man sich auch an die fetten Mergers (Übernahmen) im NewMediaMonopoly. Immer öfter schielt der US-Cyberyuppie auch auf die unbekannteren Kooperationsdeals. Dort geizt man nicht mit fetten Summen. Die interessantesten Fusionen finden derzeit auf dem Streamingmarkt statt. Während in Netzeuropa jedoch überwiegend auf diesem Sektor geschlafen wird, sichern sich die wichtigsten Firmen in diesem Gebiet in den Staaten bereits jahrzehntelange Vorsprünge. Dort hat sich die Definitionssicht von Webideologie verschoben. Content bedeutet schon lange nicht mehr inhaltliche Angebote, sondern technische Überzeugungskraft. In Europa kann man davon noch nichts spüren. EU-Kommissar Erkki Liikanen bemängelt den Rückstand. Deutschland wird wegen seiner fehlenden Flatrate immer stärker zurücksinken, wenn dort nicht bald etwas geschieht. Angst vor einer Internetwüste hat man offenbar noch nicht, denn zumindest finanziell hängt man überall drin. So zittern etwa Carshopping Sites wie Greenlight (Amaon), Autobytel oder Carpoint (msn) vor der angekündigten Online-Allianz von Daimler Chrysler, die sich Anfang März mit General Motors und Ford zusammengeschlossen haben. Die Entertainment-Welt No.1 hat in der bunten Welt des Cybershoppings ausserdem die Deutsche Bank aufgerüttelt, die jetzt ebenfalls in die vielen verschwägerten Buchstabensalate von V- über E- bis M-commerce einsteigen möchte. Kreditkonzerne der herkömmlichen analogen Welt müssen sich ohnehin warm anziehen, denn die neuen Online-Banken schlafen nicht. Dazu kommen weitere Alternativen. Abbey National PLC (UK) investiert etwa 300 Mill. Pfund in den nächsten 3 Jahren für eine Internet Bank namens Cahoots. Sie soll sowohl über Telefon als auch Digital TV zugänglich sein. Parallelwährungen oder Kreditgeschäfte werden so zum realistischen Szenario. Wahrnehmung & Wissenschaft Da ich ständig betrogen werden will, interessieren mich die Aktivitäten von Princeton Video Image (Lawrence, N.J.). Sie haben erneut ein virtuelles Ad-Banner im Auftrag von TV-Sender ESPN “Sunday Night Baseball” produziert. Virtuelle Ads erscheinen im Unterschied zu Bildspeichereinblendungen als täuschend echt. Sie werden in die übertragende Hintergrundumgebung integriert. Mit einem Princeton-Logo hatte sich CBS um Sylvester einen Miniskandal eingehandelt, als sie es über ein Werbelogo eines Mitkonkurrenten legten. (Architekten bemägeln ausserdem, Ausländer bekämen ein falsches Bild von öffentlichen Gebäuden.) Wahrnehmungsstörungen sollten bald krankenscheinpflichtig sein, denn nun wird endlich auch die Wissenschaft stammtischfähig und damit gehirngerinselverdächtig. Webagenturen in New York fangen langsam an, ihre speziellen wissenschaftlichen Abteilungen zu eröffnen. Auch der einstige Hofberichterstatter SiliconAlleyReporter muss umdenken. Er hat nun zahlreiche Konkurrenz von etlichen anderen Netzmedien bekommen. Der Überblick geht von Vortals (Spezialsites) über Gossip-Pages bis hin zu MediaMetrix, dem Quotenzähler von Websites. Manager von IBM und Konsorten laufen schon mit Cell Phone Tickern herum, die ihnen die aktuellen Zugriffe von Biogenseiten oder Medizin-Portalen übermitteln, nicht zuletzt auch wegen der fetten Fusion von Healthon/Web MD und OnHealthNetwork. Auch eine neuartige Boulevard-wissenschaftliche Presse floriert. Grosse Themen sind der Einbau des ersten bionischen Chips in Stanford, der im menschlichen Körper elektronisch Krankheitsherde aufsuchen soll, oder die Forderung eines US-Gouverneurs nach einem neuen DNA-Datenbankgesetz. Das Gesetz beinhaltet, jährlich 126 000 Bürger zum DNA-Test zu zwingen. Polymerase Chain Reaction ist jedoch umstritten. Es wird befürchtet, damit rassistische und selektive Massnahmen zu fördern, wie etwa Rückschlüsse auf Intelligenz, Charakterzüge oder Lebenslänge. Der DNA-Beweis sei zwar bei Sexualverbrechen oder Banküberfällen ziemlich eindeutig, aber bei Massendemonstrationen, Diebstahl oder Manipulationsverbrechen fragwürdig. Zu einer weiteren Lachnummer geriet die angebliche Panne des Münchner Patentamts, die im Dezember 99 der Uni Edinburgh ein Patent zum Klonen menschlicher Zellen genehmigt hatte. Nach neulichen Protesten machte sie dafür öffentlich einen Übersetzungsfehler verantwortlich. Jetzt kann es also offiziell losgehen, und Gesundheitsministerin Fischer fischt im Trüben. Schlussendlich wurde die New Yorker Hightechwelt arg durch nukleare Zwischenfälle gebeutelt. Erst kam es zu einer angeblich harmlosen Ausströhmung eines Atomkraftwerks in der Nähe der Küste, dann wurden Ende Februar zwei chinesische Studenten auf der 112. Strasse verhaftet, die zuviel Phosphor32 auf ihrer Matratze herumliegen hatten. Offiziell darf der Jahreswert von P22 200 MilliRem nicht überschritten werden, was er rein statistisch pro Stunde jedoch wohl tut. Geheimsache: CIA, FBI und Partner Alles, was existieren soll, darf auch existieren. Das ist das Motto der britischen Agentur Alby Agency, die sich darauf spezialisiert hat, weltweit heimliche Affären zu vertuschen. Dazu mieten sie Telefonleitungen an, fälschen Emails oder faken Hotels und Geschäftspartner. Rechnungen werden erstellt bis hin zu fingierten Flugtickets. Den Klienten ist dieser Aufwand nur recht. Sie geben dafür gutes Geld aus. Skrupel hat Alby nicht. In Zeiten von multiplen Persönlichkeiten sei es durchaus sogar gesund, Geheimnisse ohne grossen Aufwand zu vertuschen Einer der weiteren Spezialisten dafür – CIA – nahm dafür an Glaubwürdigkeit ab. Offenbar hatte der Ex-Chef John M. Deutch sich wichtige Dokumente (z.B über Jahresbudgets) stehlen lassen. Bei einer anschliessenden Untersuchung kam auch heraus, dass sein privater Surfverkehr unter johnd@odci.gov ebenfalls ungeschützt war. Über freiwillig gesetzte Cookies war das Tracking seiner Person möglich und dadurch eine Ortung seiner Rechner. Auch das FBI hat Probleme. Man ist sichtlich bemüht, die Öffentlichkeit endgültig über den spektakulären Serial of Denial Attack im Februar, bei dem es zum Absturz mehrerer prominenter Websites kam, aufzuklären. Dafür ist die Sicherheitsfirma Kroll O’Gara-Hess & Eisenhardt (www. ogara.com) immer noch einige Antworten schuldig. Sie hatte angeblich zusammen mit dem Internetmitentwickler Uni Stanford verdächtige Chatter mitprotokolliert. O’Gara wiederum ist ein weltweit renommiertes Sicherheitsunternehmen, das seit Ende des 2. Weltkriegs offiziell alle amerikanische Präsidenten schützt. U.a. haben sie die Sicherheitskarossen für John F. Kennedy, Ronald Reagan und George Bush gebaut. 1996 arbeiteten sie auch mit der US Army in Bosnien zusammen. Fragwürdig ist jedoch ihr Vorabwissen beim Angriff auf die Sites. Denn einen Monat zuvor, im Januar 2000, vergab ihr Subunternehmen Packet Storm einen Preis an eine neuartige Trojanerware. Er ging an einen Entwickler namens Mixter. Genau dieser hannoveranische Hacker war der Entwickler eben jenes preisgewürdigten Attack-Programms Tribal Flood Network, das einen Monat später zum Einsatz kam. Auf Email-Anfragen von Cworld wurde jedoch nur ein Telefonat vorgeschlagen, das zum Redaktionsschluss noch nicht stattgefunden hatte. Bis zur endgültigen Aufklärung im Jahre 2020 wünscht euch eine kurze Netzzeit Euer noch nicht von Schwarzbrillenträgern verfolgte Schreibbot Nico

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Commuterworld May 00 Sounds from the Big Apple Was heisst heutzutage noch abwarten im Netz? Schauen, bis Kohl auf Spiegel.de 80 wird oder nachzählen, ab wann mein Webumsatz für den nächsten e-Credit tauglich geworden ist? Dass mittlerweile mehr rote als schwarze Schafe den Webmarkt beherrschen, dürfte selbst dem hinterwäldlichstem Wall-Street-Kenner klargeworden sein. Nicht das Produkt zählt, sondern der durch den Slogan willkürlich ermittelte digitale Börsenwert. In den USA hat deshalb auch der Begriff des Contents eine neue Bedeutung bekommen. Inhalt heisst jetzt technische Verträglichkeit mit dem Kunden und dem dazugehörigen Zugriffskreislauf. Dort setzt man nach wie vor auf die Cell Phone Shoppings oder dutzende von Credit Card Alternativen im Netz. Ebay hat nun daher neue Distributoren gekauft, die alles in 1 Stunde Lieferzeit versprechen. Doch während in Silicon Alley/New York noch die hohe Produktivität beklatscht wird, brodeln Revolten an allen Ecken und Kanten im Net. Neben dem schon boulevardmässigen Bekanntheitsgrad von Napster oder Gnutella wird in San Francisco gegen die yuppie.com-Hypes gemobbt. Parodieslogans oder Sites werden erstellt und einfach über die .com Plakate geklebt. Wie ernst die Kampagne gemeint ist, zeigen so zynische Variationen wie toothpasteDeliveredInAnHour.com oder Petshit.com. Auch über Echelon wird jetzt öffentlich diskutiert, eine europäische Anfrage der Grünen aufgrund von Wirtschaftsspionage hält man jedoch für etwas überzogen. Sicherheit geht vor Während in Deutschland noch über Zlatko-Sozialstudien nachgeeifert wird, werden im good old Law and Order-State Amerika langsam gemütlich die ersten Cable Channel Cameras vor der Haustüre installiert. Zwischen Ally MacBeal und Futurama zappt man einfach nach “draussen”. Die ersten US-Provider bieten jetzt diesen Service an. Man muss ja schliesslich gucken, ob die Einbrecher adrett gekleidet sind oder der Milchmann mit der Frau rumflirtet. Nichts ist ausserdem mehr sicher in den ehemaligen Schnittstellen der Sicherheit. Dem Weissen Haus gingen durch einen Tippfehler etwa 100 000 Mails in den letzten beiden Jahren verloren, nächste Woche startet in Frisco eine offizielle Konferenz über den elektronischen Patienten. Der Bannermultiplikator Doubleclick hat seine zusätzlichen Kundentrackings vorerst wieder zurückgenommen, aber unter der Hand läuft das Spiel ohnehin weiter. Nicht nur bei doubleclick oder yahoo, sondern bei zahlreichen ahnungslosen Shareware Usern, die sich heute noch über ihren neuen Mauscursor amüsieren, aber morgen fremde eMails bekommen. Und dann gibt es ja noch die Web Bugs, 1×1 grosse unsichtbare Pixels mit Ausspähfunktionen. Werbebanner wandern ausserdem in die Freeware und flackern dort unheimlich herum, keiner weiss mehr, welche Scripts dahinterstecken, und auch die Frames und Popups sind bald tot- es lebe der wandernde Dynamic-Balken oder der sprechende Merlin. Hüte sich, wer hustet. Mit SpotOn wurde der erste freiwillige GPS-Browser verabschiedet, der häufige Surfwege aufzeichnet. Firmenwelt DigiScent patentiert weiter die fürs Riechen verantwortlichen Gene. 2.50$ und ich riech in 20 Jahren besseres Parfüm? Langsam prägt man sich auch die anderen “GeneMachines” ein, die an der Börse rotieren. Neomorphic bauen als Insider bunte Sun-Applets für ihre Codes, und CuraGen, Celera, GeneLogic und Myriad kämpfen um den DNA-Stock No.1. Sony weint, weil die Playstation2 irgendwo zu heiss wurde und dabei auch noch geschützte DVD-Codes lesen konnte. In New York wurde Roman Kazan (krackdown.com) von den 8 fettesten Filmfirmen der Welt vorgeladen, nur weil er den bekanntesten Link zu einem DeCSS-Crack gelegt hat. Heunadelaktion?! Open Source wird zur Opa Sauce. So übersah auch Stephen King, das man sein Netzbuch ja abfotografieren konnte, natürlich wurden digitale Alternativen nett von aussen dazu bereitgestellt. War bestimmt unheimlich für ihn. Netzwelt XML 1 wird HTML4 nun endgültig ablösen und hat schon seinen ersten Javascriptwandler namens Mozquito, Achtung – es sticht. Die Editoren für die Cell Phones (WML, HDML) sind derweil noch leicht zu erlernen, wann aber gibt es die erste SMS ins Internet 2? Die Braodcastings im Netz 1 nehmen weiter zu und auch Web Telefonie wird erneut gepusht. Cisco und Lucent machen diesem Markt jetzt Druck. Lucent will in London und New York die ersten Browser für optische Videonetze eröffnen (bis zu 16 Videofenster sollen per demand möglich sein). Lucent protzt öfter auch mit Laborergebnissen von 3.3 Terrabits/sec. Cisco forciert derweil weiter Ipv6 (neues Internetadressierungsprotokoll) sowie Internet-Telefonie, wobei man sich am Schluss vermutlich 16x aus dem Fenster lehnen kann. 1-800 ruft 1-800 an und schleifen sich gegenseitig zu Tode! Finale Auch die Nano- und Cyborgfans kamen zuletzt wieder auf ihre Kosten. Es gab erneut eine Elektrochip-Operation eines Kniegeschädigten (Marc Merger aus Frankreich war der Glückliche) und die ersten Nanoschaltkreise im Reagenzglas werden bald im europäischen Projekt BIOAND gezüchtet. Aber auch magnetische Nano-Partikel für Mega-Festplatten werden erprobt. Neuroprothesen werden mitlerweile unter dem Stichwort FES (Functional Electrical Stimulation) gehypt. Wann heisst es also endlich: “Mann starb nicht, hundert Versuche, Maiser bitte melden!” Die spektakulären Fusionen nahmen etwas ab, ist ja nicht mehr viel drin. Zu den wichtigsten gehörten wohl die von Learnout & Hauspie/Dictaphone/Dragon (Spracherkennung). 2000 bleibt weiter gnadenlos und es gibt mehr und mehr Spassaktionen. So wurde (eigentlich auch ernsthaft) weiterhin über die Domain .suck diskutiert und Boris Becker und die Big Brother TV-Parodien sind immer noch drin. Ich wünsche mir dagegen einen Pingpong-Hebel für die 65 bankrotten Iridium-Satelliten, die einige Antarktistelefonierer wieder einsamer gemacht hat. Die Rettung in letzter Sekunde ist scheinbar doch ausgeblieben, doch vielleicht kann man ja noch so ein Himmelspiel draus machen. “Catch the Satellite”, was fürs nächste New Years Eve? Euer Schreibbot Nyco Haupt

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Commuterwold Juni 2000 The Intro In Zeiten, in denen Sci-Fi Autoren wie Neal Stephenson (“SnowCrash”, “Cryptonomicon”) mit Preisen wie dem NICA zu “Kunst” herabgewürdigt werden, anstatt Inhalte wirklich sachgemäss zu diskutieren, wird jede wissenschaftliche Diskussion zur Farce. So ist auch die Big Brother-Manie schon zum kommerziellen YPS mit Gimmick geworden. Trivialität und Infantilität hat halt schon immer geholfen. Aufreissen, draufhauen, wegschmeissen – in der nächsten Woche gibt’s dann wieder die Urzeitkrebse. So wird wirklich alles zum Witz: Dem Weissen Haus fehlen immer noch 100 000 EMails und aus dem US-Aussenministerium wurde im April ein Laptop mit Biowaffeninfos geklaut, dessen Daten ähnlich wie die des Britischen Geheimdienstes MI5 vermutlich schon tausend Mal auf irgendeiner Insel-Website mit Spottsprüchen versehen wurden. Und Helmut Kohl bangt um seine Stasiakte. Na und. Wer war das gleich nochmal? Genetic Engineering Auch Genetic Engineering verkommt zum Yuppie-Stammtischtalk mit Mobilfunk-Anruf zur Börse. Europäische Wissenschaftler bewiesen die Weitergabe einer kompletten Mutter-DNA an ihre Eizelle, in Frankreich wurde ein zerstörtes Immunsystem zweier Kinder geheilt, und irgendwann in diesen Tagen wird, so nach Behauptung von Craig Venters Firma Celera, nahezu 100% der menschlichen DNA entschlüsselt sein. Danach beginnt eine neue technische Aufdröselung, die angeblich in verhältnismässig kürzerer Zeit zu genauen Erkenntnissen über bestimmte Krankheits-, Funktions- oder Gefühlsabschnitte führen kann. Alles natürlich vermarktungs-geeicht. Im letzten Monat wurden in New York (auf der internethealthcare2000.com) dagegen Auswirkungen der Gentechnologie auf die herkömmliche Medizinbehandlung diskutiert. Darunter waren einflussreiche Webvorstände wie Jim Clark von Healtheon/WebMD. Aber wo soll die ethische Kontrolle der Zukunft tatsächlich einsetzen? Vielleicht durch eine persönliche EMail seines “Arztes”, durch eingefärbte Krankheitsghettos von Satellitenphotos oder bei OBI? Hackers on Planet Earth Vom 14-16. Juli findet im Pennsylvania Hotel in New York die 3. HOPE (Hackers on Planet Earth) statt. Im Rahmen dieser Messe wird eine Konferenz namens H2K abgehalten, deren Schwerpunkt u.a. Musik und Audio/Video-Präsentationen sein wird. Der grösste Clou ist jedoch die Sprecherverpflichtung von Jello Biafra (Ex-Dead Kennedys, nun The Lard), der seit seiner Geldstrafe für eine Schwanzposter-Beilage zu den eifrigsten Anti-Zensoren der Musikindustrie gehört. Auf der in die Hope integrierte H2K wird auch eine “Palette der grössten Peinlichkeiten der Webindustrie” präsentiert werden. Etwa freie Passwörter für die Shopping Card “Cart32″, mit denen man ungezwungen einkaufen konnte, oder sämtliche Sicherheitslöcher des EMail Dienstes Hotmail. Ebenfalls hoch auf der Kultliste: Funk-Frequenz-Hacks, die Signale stören oder produzieren, diesmal für Autositze und -Hupen oder als Bauanleitung mittels Oszillatoren und umgebauten Helix-Parabolantennen. Und als noch billigere Alternative: Stromgeneratoren aus Plastik, Kupfer- und Holzteilen, mit denen man GPS-Signale sabotieren kann. Mit anwesend auf der H2K werden übrigens auch Vertreter der Initiative “Freedom for Links” sein, deren Notwendigkeit im Rahmen des DVD-Hacks deutlich geworden ist. Einen Quantensprung in diese Richtung wagte letztens die New York Times, die einen offiziellen Link zum DVD-Crack DECSS abdruckte, für den Mitglieder des Forums 2600 noch jüngst juristisch belangt wurden. Hack Attack Der vermeintliche Hackangriff (die Denial of Service Attacks Anfang des Jahres auf ebay und Konsorten) wird immer noch diskutiert. Der kanadische “Mafiaboy”, der die damaligen Angriffe geführt haben soll, könnte demnach eine Erfindung der Medien sein. Tatsächlich gab es noch nie Fotos oder Interviews mit ihm. Ein gefaktes Chatprotokoll von 2600.com lässt ausserdem eindeutige Schlussfolgerungen wegen merkwürdiger Zufälle zu. Commuterworld hat schon seit Februar auf die zwielichtige Rolle der US-Sicherheitsfirma “ogara” hingewiesen, die zusammen mit der UNI Stanford eine Woche nach der Attacke ein mitgeschnittenes Protokoll dem FBI übergab, in dem eben jener Mafiaboy und jemand namens Coolio eine halbe Stunde vor (!) der Attacke auftauchte. Da fragen wir uns doch: Wieviele Stunden braucht man eigentlich für eine solche Auswertung und woher wusste eigentlich die Uni Stanford, ab wann zurückverfolgt werden musste? Von den Medien wird übrigens ebenfalls ignoriert, dass die “ogara”-Sub-Firma “Packet Storm” 4 Wochen vor dem Angriff dem Entwickler Mixter aus Hannover einen Preis überreicht hatten, den er ausgerechnet für “Tribal Flood Network” erhielt, der Software, die für den Angriff benutzt wurde. Seltsame Zufälle, die nie erklärt wurden. Auf Anfrage hiess es, man wolle sich dazu “nur telefonisch äussern”. Weitere Emails wurden seitdem ignoriert. Mittlerweile steht “ogara” übrigens in Verhandlungen mit weiteren Firmen, um Resourcen auszulagern. Robotik Unsere neuen Mitmenschen werden vermutlich aber doch eher Roboter sein. Entweder als memische Nanowesen (von innen gezüchtet) oder die zweibeinigen Serviceroboter BARt-UH , entwickelt durch Roger Strasser vom Gleichgewichtsinstitut an der UNI Hannover. Auch Serviceroboter helfen immer öfter beim Betanken oder Reinigen von Flugzeugen und sollen in Zukunft auch als Haushaltshilfe für alte Menschen dienen. In Stanford fand Anfang April eine Robotik-Tagung der übernächsten Generation statt, auf der Vertreter von KI bis molekularer Nanorobotik etwa über “Reverse Engineering” oder “Scannen” des menschlichen Gehirns diskutierten, darunter auch führende Wissenschaftler wie Hans Moravec, Ralph Merkle oder Ray Kurzweil. Da müssen sich Quasi Cyborgs wie Kevin Mitnick schon ranhalten, um noch zu einer eigenständigen Rasse zu werden. Daher wird die Nanotechnologie noch vor Gentechnik und Neurobotic Science bei der infra-gesellschaftlichen Umgestaltung der Human Beings eine entscheidene Rolle spielen. Ein Verbund europäischer Forschungsgruppen namens BIOAND (darunter SONY, UNI Hamburg, Wien oder Dublin) will etwa Prototypen nano-elektronischer Schaltkreise im Reagenzglas züchten. Das Projekt ist auf 5 Jahre vorfinanziert. Zusammen mit dem ersten bionischen (elektromagnetischen) Chip im menschlichen Körper vor ein paar Wochen wird erstmals das geschehen, was Spiritisten schon immer naiv plakatiert haben: Der Mensch wird zur neuen Energiequelle und der Sender schlechthin! Versehen mit Minikameras werde ich dann meine Blinddarmoperation vermarkten, wenn es solche dann noch geben kann. Euer Schreibbot Nico!

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Commuterworld Cworld im BigApple (3580 Zeichen) Die Welt wird wieder schneller und kleiner, denn jetzt gibt es 600 mhz-Protz-Zessoren! Und während sich der angekündigte Todeskomet 1999/AN 10 im Jahre 2027 als Flop herausgestellt hat, basteln hier immer noch findige Esoteriker an Weltuntergangsszenarien. Bis dahin wird es jedoch bestimmt schon das künstliche Artilekt geben, ein Gehirn, welches völlig mit digitalen Informationen versorgt werden kann- erwartet in 30 Jahren. Die Datenmengen werden schliesslich grösser, und der nächste Infobug bei UNIX ist ja für das Jahr 2036 vorausberechnet worden, käme also rechtzeitig. Damit es nicht zu einer unkontrollierbaren “Matrix” kommt, verkriechen sich einige Wissenschaftler schon mal auf andere Orte im Sonnensystem. Jetzt landete die NASA-Sonde Lunar Inspector auf dem Mond, um nach Wasser zu suchen, und inseriert schon Shuttle-Verkäufe. Da muss die DASA aufholen und kündigte flux eine Fusion mit der Matra (Frankreich) an. Commuterworld stapelt etwas tiefer und berichtet ab heute für drei Monate aus New York, wo ja auch etwas schnellerer Fortschritt laufen soll. Wenn es um Webmusik geht, fallen einem als erstes Soundlab ein, weitere Infos dann in der nächsten Ausgabe. Von grosser Panik bezüglich des Y2K-Bugs ist nur bedingt etwas zu merken: das Hamstern hat jedoch begonnen. Der Chef der Deutschen Bank in New York rechnet nicht nur wegen dieser Tatsache mit einer 10%igen Rezession ab Anfang 2000. Dollarnoten werden fleissig vorgedruckt, und man diskutiert an der Börse die Einführung einer 5%-Internet-Steuer. Tief geschockt vom Tode JFK Juniors, Explosionen einiger Stromaggregate und Hitzeopfern älterer Mitmenschen, geht hier das Leben also andere Tempi als in good old Germany. Law and Order ist hier stärker als früher zu spüren, daher ist viel Entspannung erwünscht. Über das Netz kann man sich z.B. bequem für Party-Gästelisten in der Lower East Side eintragen, man sollte nur aufpassen, unter welchem Namen. Die New York Post schrieb neulich von einem geplanten Überwachungssystem, um private und staatliche Netzwerke vor Hackern schützen zu wollen. Ihr wurde dabei eine Info zugespielt, dass der National Security Council mit Softwares wie Fidnet dabei das Web ablauschen und Unregelmässigkeiten dem FBI weiterleiten möchte. Dazu soll auch das Einlesen von privaten Emails gehören. Das FBI gab ausserdem zu, über ein drahtloses Netz (NCIC 2000) auf 17 Datenbanken zugreifen zu können, die biometrisch Fingerabdrücke zuordnen können. Damit könnte die Spaltung von Informationseliten eine weitere Dimension erreichen. Ganz oben sogenannte Moralhüter, die Informationsethik vorschreiben möchten. Nach den Vorgaben der SDMI, die weltweit den Millennium-Trigger für MP3-Player einführen möchten, wollen die Amis auch auf anderen Wegen Richtlinien vorgeben. Die Justizministerin Janet Reno fordert weiterhin ein Verbot von Kryptographieprogrammen sowie deren Export und griff auch Deutschland an. Offizielle Antworten wurden jedoch bislang verschleppt. Deutsche Kryptofirmen beunruhigt dies offenbar nicht. Gerade erst übernahm die Ultimaco die Kryptocom, einer der führenden Spezialisten. Offenbar haben die aber auch genug Lobby, denn sie verschlüsselten auch das geheime Intranet für Minister und Staatskanzleien, das bis Ende des Jahres ausgebaut werden soll. Dort soll man sich über Videokonferenz und andere Hightechspielchen abgeschirmt unterhalten können. Deutsche Politiker sind jedoch weltfremd, was weitere Entscheidungen betrifft. Wovor amerikanische Programmierer jahrelang gewarnt haben, soll hier jetzt auch eingeführt werden, nämlich Softwarepatentierung. Ist aber Software nicht mehr frei, im Sinne von “frei weiter zu entwickeln”, also nicht kostenlos, kommt es zu vielen Hürden und Gräben beim Entwickeln neuer Programme. In dieser Hinsicht engagieren sich seit langem die freepatents.com. Ausser Kryptogaphie gibt es übrigens ebenfalls seit den alten Ägyptern eine Alternative, nämlich Steganographie, sogenanntes Verstecken von Infos. Dazu hat jetzt die Firma Demcom ein neues Update ihrer Shareware Steganos herausgebracht. Jetzt fehlt nur noch das Abzählen von 10 runter und wir sind wieder in unserer Kindheit angelangt. Wein, Weib und Gesang (2277) Jüngst verkündeten Frequenzwissenschaftler stolz, dass es auch akustische Täuschungen geben soll, etwa einen künstlichen Bass. Da griffeln andere Weisslaker wohl lieber an Materie, die nachvollziehbarer ist. Während die ACT weiter an menschlichen Klonaten bastelt, frohlocken die Genetic Engineers bei kleineren Wesen. Bei Mäusen wurde nun das Gen für Haarzellen lokalisiert, das einmal gegen Schwindel und Taubheit helfen könnte. Forscher fanden auch heraus, dass täglich bis zu einem Gramm fremde DNA über die Nahrung aufgenommen wird. Ob dies auch bei Menschen zutrifft, wurde nicht hundertprozentig gefolgert. Mäuse gelten seit neuestem auch als gute Probanden für Gedächtniszellenmarkierung und -verfolgung. Dies erfolgt durch eine Methodik aus angehängten Proteinen. Ziel ist es, bei Menschen den neuronalen Vorgang LPT (Langzeitpotenzierung) molekular verfolgen zu können. Erfolge auch in der Onkologieforschung: Erstmals wurden zur Vorbeugung menschliche Krebszellen gezüchtet. Aber es gibt auch noch andere Baustellen: In den USA kämpfen momentan die US-Biologen Stuart Newman und Jeremy Rifkin gegen die Freigabe eines Chimärepatents (Mensch-Tier) durch das Patent and Trademark Office (uspto.gov). Dort kann man wöchentlich Hunderte von Patenten hinterlegen. Sie hatten es dort extra aus ethischen Gründen schützen lassen, um ein Kommerzialisieren der sogenannten Onkomaus zu verhindern. Säugetiere haben bekanntlich nur zwei Chromosomensätze. Dass diese künstlich reproduziert werden, ist mittlerweile ein offenes Buch. In der Natur tauchen bei Reptilien aber auch sogenannte Tetraploide auf, das sind Lebewesen mit vier Chromosomensätze. Genhacker haben demnächst nun doppelt so viel zu tun, denn nun ist ein Nagetier geoutet worden, das ebenfalls vier Sätze enthält, eine Maus namens Tympanoctomys. Skiurlauber, die sich ihr Bein gebrochen haben, können dagegen bald von einem künstliche Schwammgewebe profitieren, das Knochenbrüche schneller heilen kann. Auch das Einfrieren bzw. Konservieren von Genen könnte bald gelöst werden. Dies könnte bald mittels Bakterien geschehen, die auch schon zum Einsatz beim sogenannten Totstellen bei Tieren kommen. DNA-Klonate haben für weitere Erfolge geführt. Nun konnte man eine Pflanze reproduzieren. In dieser Klonkartierung soll das Züchten von Klonpflanzen bald besser voranschreiten. In Deutschland gibt es einen Vorgeschmack: Seit dem 22.7. wuchern gentechnisch veränderte Weinreben im Geilweilerhof in der Südpfalz. In diesem Versuch soll Wein vor Schimmel und Pilz resistent gemacht werden. Der Wein selbst soll in den nächsten 10 Jahren nicht verkauft werden. Robert, Robot oder Bor dort? Immer mehr Roboter zählen zu unserem Freundeskreis. Ob es nette putzige Maschinen sind, die man im Web durch Büroräume scheuchen kann oder die Miniapparaturen von Cye. Unter Personalrobots.com kann man dort kleine metal bots bestellen, die Wäsche aufsammeln, emails beantworten oder Gäste empfangen können. Der Source Code ist offen und kann von findigen Programmierern weiterentwickelt werden. Im August fand ausserdem in Stockholm zum 3.Mal der Robocup statt. Zu dem bereits etablierten virtuellen Match kamen nun erstmals die Robodogs von Sony in Einsatz. Zu elektronischem Hundekot soll es dabei nicht gekommen sein. Nächstes Jahr sollen in Melbourne erstmals humanoide Roboter mitspielen, Gewicht: 130 Kilo! Lothar Matthäus spielt da wohl noch für die Metro AllStars in New York und wird daher als Gesichtsvorlage nicht zur Verfügung stehen können. Auch der sogenannte Feeling Finger ist wieder ein Stück weiter. Darunter versteht man Mäuse, mit denen man online Objekte ertasten kann. Was in der VR-Medizin oder beim Militär lebensnotwendig ist, soll auch im Web funktionieren: Ertasten in Echtzeit. Jetzt konnte man auf der Web99 in San Francisco die Feelit-Maus bewundern. Sie kann unter anderem Strukturen von Cordhosen, Tennisschläger oder Autokurven erfummeln. Infos über die Feelit-Mouse gibt es bei Force Feedback. Sie funktioniert mit zwei Monitoren. Kommandos steuern über Koordinaten bestimmte Motoren an. Sie soll auch Flüssigkeiten und Moleküle umstreicheln können. Duschen über das Netz, ohne sauber zu werden, ein Alptraum für Berber-Online? Mit garantiert trockenem Gruss, euer Schreibavatar Nico

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Where’s George or the Nazi Metal? Cworld berichtet im zweiten Monat weiter aus New York und fahndet immer noch nach einer Autogrammkarte von Katja Dofel (n-tv) von der Wall Street. Auch der Crash der Internet-Kurse wurde natürlich verfolgt und eine hübsche Überraschung: Der Linux-Distributor Red Hat kam nur drei Tage nach seiner Börseneinführung auf einen Wert von 5 Milliarden Dollar. Da muss man sich auch wieder entspannen können. Mit pfiffigen Netzspielen etwa oder notwendigen 90er Hobbys. Unter wheresgeorge.com von Hank Eskin können sich User z.B.seit 9 Monaten mit deren Banknoten eintragen und recherchieren, wo ihre Geldscheine vorher aufgetaucht sind, bzw. wo sie vielleicht bald hinwandern. Mittlerweile wird nach fast 400 000 Banknoten im Wert von über 2 Millionen $ gefahndet, u.a. auch nach 10 000 Scheinen eines Programmierers namens Alex. Ein wahrhaft spassiger Bewegungsmelder, den man auch mal für Feuerzeuge und Frauenschuhe einführen sollte. Commuterworld hat sich dort als 24699. User eintragen lassen und fahndet mittlerweile gebannt nach seiner 10-Buck-Note I 36354902 J. Der neueste Hype im Web ist ausserdem, die Suchengine MetaSpy zu beobachten. Auf dieser Site werden sekündlich die Suchergebnisse “of the moment” in real time präsentiert. Ganz oben ist zwar nach wie vor Sex und MP3, aber es gibt auch abstrusere Kombinationen. Verblüffend sind so wichtige Suchabfragen wie yogi the easter bear, Nazi metals buy sell, Franziska van Almsick nackt, mäuschen vergewaltigung oder “och allt blir sŒ stilla, som tŒrar mot kind”. Jobsuche auf dem Mars? In New York prangt mittlerweile an jeder Ecke eine Werbetafel, um auf neue Jobs – oder Jobseiten – hinzuweisen. Stimmt das Geld, dann wandern viele Webdesigner oder Programmierer auch nach ein paar Wochen zu einer neuen Firma, es sei denn, ihre alte hat so einen Namen, dass es sich nicht lohnt. Täglich umsonst gibt es die New York Software News oder wöchentlich ComputerUser. Das sind Papermags, die man sich aus den Zeitungsbehältern fischen kann. Dort sind natürlich auch jede Menge Annoncen erhalten. Jobmaschinen wie jobfind.com, jobcircle.com, dice.com oder nysoft.com (jobsearch) machen ebenfalls auf sich aufmerksam. Zur Zeit wird verstärkt Werbung für die neuen Geschwindigkeitstechnologien Category5 oder DSL gemacht (EclipseDSL oder Superlink als Anbieter). Gepusht werden aber auch Prangerseiten oder kostenlose Hotlines, auf denen man Leute denunzieren soll, die Software heimlich kopieren oder cracken. Gleichzeitig boomen mehrere neue Informationsfilter für die brave new world. Der Free-PC mit Internetzugang etwa, der AT&T Worldnet-Sega-Dreamcast- Konsolenzugriff auf Webportale wie Spieltestseiten und Chatlounges oder der speziell nur in New York getestete wireless Palmtop VII von 3COM, mit dem man sogar in der Subway Emails checken kann. Auch Pentops (also PDAs, die man nur mit dem Stift bedienen kann), werden dabei immer pfffiger, und einige bieten ebenfalls Webzugang an, auch wireless, wie beim Handy. Mit bestimmten Koordinatendiensten kann man wortlos über Handy ein Taxi bestellen oder sich Lebensmittel zukommen lassen. US-Yahoo bietet schon seit längerem einen Map-Servicedienst an, über den man in seiner Umgebung jeweils den nächsten Standort eines jeden Produktherstellers ermitteln kann. Die Delis (Art Kiosk) wiederum profitieren über kleinere elektronische Werbeflächen von Life-Zuschaltungen über bestimmte Waren. Dies kennt man in Deutschland etwa von U-Bahnhaltestellen oder auf grösseren Verkehrsstrassen. Derweil geht das Tempo innerhalb der New Media Branche zügig weiter. Immer wieder in den Schlagzeilen Global Player wie AOL, AT&T oder Lucent. Der Rechtstreit mit AOL und AT&T wegen der Umgehung des Subproviders excite@all beschäftigte sogar die New York Times. AOL versuchen z.Zt. alles, um ihren Mitbewerber Microsoft zu übertrumpfen. Dazu schlossen sie mit CompUSA, der Ladenkette No.1 für Computerhardware, einen Zweijahresvertrag ab, um ihre designten PCs inkl. AOL-TV zu pushen. AT&T kauften unterdessen in Ruhe den brasilianischen Businessprovider Netstream auf. Zu den immer mächtigeren Global Playern entwickelt sich auch Lucent. In den letzten drei Monaten kaufte der weltbekannte Netzwerktechnologist mehrere wichtige Firmen für sein Unternehmen zusammen oder ging entscheidende Kooperationen ein. Erst war es der 59 Millionen-Deal mit Telesp Celular, ein brasilianisches Cellularunternehmen für drahtlose Telefone, dann folgte der 256 Mill.$-Kauf der Consulting-Firma INS, die Übernahme von Xedia Corp., einer der besten Firmen für Router-Systeme, und schliesslich kam die Telefonie-Interfacefirma Excel Switching dran. Im Herbst soll Lucents neue Portalsoftware MyNetWorks auf den Markt kommen. Das sensationelle Neue daran: MyNetWorks wird die erste Internet-Applikation sein, die Voice-Mails, Emails, SMS(Short Message Service)-Messages und Fax gleichzeitig über das Web synchronisieren kann. Lucent sind vor Jahren aus den Bell Laboratorien (New Jersey) entstanden. Zu den spektakulärsten Zukunftsprojekten zählt ein neues digitales MultimediaRadio und ein Internet-Projekt auf dem Mars. Benehmen on demand Ganz vorne beim Webtratsch war auch wieder das Auschnüffeln oder Beobachten von Webusern. Freiwillig oder unfreiwillig, die Palette wird dabei immer breiter und gefährlicher. Auch aus finanziellen Gründen für die Anbieterseite wie etwa durch den Wochenendausfall der Auktionsseite ebay. Ein Hammer war sicherlich zum Ende letzten Monats auch das Script der Hackertruppe “Hackers Unite”. Sie ermöglichten, ohne Passwort auf die Emails der etwa 50 Millionen User des Microsoft-Dienstes Hotmail zugreifen zu können. Es ging ihnen um das Aufdecken einer wochenlangen Schwachstelle. Anderswo sind es gutmütigere oder kommerzielle Motive, um jemanden beobachten zu können. Eine ehemalige Nacktputzfirma in Köln möchte mit Spycams nichts weiter als Wohnmieten sponsern. Noch eindringlicher ist aber der erste Einsatz der Software Internet Student Information System von Edu-Link an der High School in Antioch, San Francisco. Diese Software lässt sich mit Schuldatenbanken synchronisieren. 225 Eltern können damit über die genaue Schulaufenthaltslänge, den aktuellen Notenstand, Klausurergebnisse oder das Benehmen generell per Email aufgeklärt werden. Alle halbe Stunde wird das System aktualisiert und verschickt sogar Hausaufgabenlisten. Die meisten Eltern finden es “marvellous” und glauben, so einen besseren Einfluss auf die Schulkarrieren ihrer Kinder zu haben. Trace-Rats-trace rates-trace-race, wie geht das Wortspiel weiter? VCR is dead- VRC is alive Hinter diesem Werbeslogan verbirgt sich derzeit in den Staaten die Idee, den herkömmlichen Videorekorder (VCR) durch interaktive Digitalalternativen auszutauschen. Dies sind Video Recording Machines, die in Echtzeit TV übertragen, aufzeichnen und digitalisieren können, damit also Wiederholungen unmittelbar bereitlegen können, wenn man gerade das Zimmer verlassen hat. Zu den Marktführern zählt Replay TV und TiVo, die gerade beide ihre Investorenliste aufgestockt haben, u.a CBS oder Walt Disney. TiVo kündigte weitere interaktive Dienste an. Beispielsweise soll man beim Betrachten einer Buchbesprechung im TV direkt auf das Buch klicken und es bestellen können. AOL planen für ihr AOL-TV DirecTV, Hughes Network, Philips Electronics und die interaktive TV Software-Produzenten PowerTV einzubinden. Fliegende Autos und Voyeurcams mit Musik. In Amerika geht MP3 und Audiostreaming in die nächste heisse Phase. Dort bauen die ersten Firmen Wasserzeichensysteme für ihre Hardware Player ein, die von der SDMI verabschiedet und ausdrücklich gefordert worden sind. Auch die Hitliste zusätzlicher Gimmicks nimmt zu: NetDrives bietet jetzt etwa Brujo an, ein Format , dass gleichzeitig MP3 und CD-Files abspielen kann. CD’n’Go kann wav-Files von einer CD unmittelbar in MP3 umkonvertieren und löscht überflüssigen Datenmüll. Die US-Firma AMX bringt eine Stereoanlage namens Panja raus, mit der man auch im Web surfen kann und daher direkt mittapen kann. Lavamusic, nicht zu verwechseln mit der deutschen Firma, brachte das Format MV3 raus, das in Echtzeit MP3-Files in dreidimensionale Videoanimationen umwandelt, ein eher graphischer Spass. Auch die Portale rüsteten weiter auf. Yahoo präsentierte die umgestaltete digital.broadcast.com inkl. MP3, Liquid Audio und dem pfiffigen Beatnik Tool von Thomas Dolby (u.a. tauglich für “Live”Remixe). Da schreckt natürlich die Meldung auf, dass MP3 mittlerweile auch crackbar ist, nicht nur, um das Wasserzeichen zu umgehen. So existieren Files wie etwa unfuck.exe, der die neuen Windows MS Audio- Sicherheitscodes umgehen konnte. Somit liessen sich Files durchaus sicher weiterkopieren. Bei AT&Ts a2b-Format und Liquid Audio ist dies schon seit längerer Zeit bekannt. Einen Musikkonsum völlig neuer Art präsentiert seit einem Monat auch die Levis-Kette in San Francisco. Dort eröffnete ein völlig neugestalteter Store mit verblüffendem Equipement. Nicht nur, dass überall MP3-Displays, Webcams oder Videoscreens herumhängen, es gibt auch etliche Webkonsolen. Man kann sich sogar beim Bekleiden betrachten lassen, wenn man will. Hierbei wurde mit biometrischen Diensten gearbeitet. Registrierung geschieht jedoch freiwillig. Spass sei das Obermotto, und es ginge in erster Linie darum, seinen Körper auf eine neue Art kennenzulernen, so lautet der Tenor des technischen Designers Gregory Ercolino. Die persönlichen Daten können hinterher gelöscht werden, wer will, kann aber seinen Fingerabdruck hinterlassen. Dies diene evt. kommender Verkaufssessions, da man jetzt die persönlichen Masse kennt. Den Hit für die Charts muss Levis jedoch noch produzieren. Wie wäre es mit Peeping Cam von Alfred Biometrix? Am Schluss etwas für die Besserverdiener, die immer den letzten Flug verpassen: Jetzt kann man sich auch ein fliegendes Auto zulegen. Das M400 Skycar von Moller International aus Davis, Kalifornien kostet nur 1 Milliarde $ und braucht tatsächlich nur einen Garagenplatz. Es benutzt die Rotapower Triebkräfte von Freedom Motors und kann ab jetzt bestellt werden unter moller.com. Lets fly as the Jetsons!!

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Commuterworld November 99 Das Web geht einem an die Niere Warum kommt der Webauktionator #ebay nicht auch mal darauf, das Web zu versteigern? Ich biete DM 1,- für einen Netzzugang auf Lebenszeit! Stattdessen muss er sich mit Nieren und Babyangeboten rumsschlagen, ob gefaket oder nicht. Solche Meldungen sprechen sich zwar schnell rum, aber geschadet hat es ebay offenbar nicht. Seit vor über einem Monat tatsächlich eine Niere von 25 000$ auf bis zu 5,7 Millionen Dollar hochgeboten wurde, tummeln sich offenbar immer noch Kontaktadressen für Operationen herum. Nun hat ebay auch wieder einen Konkurrenten mehr: #Microsoft.auctions.com. Zusammen mit Lycos, Dell, Excite@Home (bald auch in Deutschland) und weiteren Firmen wollen sie ihr Auktionsnetzwerk auf über 100 Websites ausbauen. Ebay bemüht sich also weiterhin um einen guten Ruf. Immerhin ist das Angebot sehr phantasiereich geworden: Von Autogrammkarten eines Mörders über gebrauchte Palmtops bis hin zum 29 Mille-Rembrandt gab es wieder eine grosse Auswahl zu bestaunen. Der Verkauf von antiquarem Alkohol ist jedoch verboten worden. Prost! Project Brainstorm Was Neues gabs auch wieder von #Kybernetikerpunk #Kevin #Warwick zu hören. In der Reihe provokanter Wissenschaftler wie z.B. Richard Seed (will sich selbst klonen), Rodney Brooks (Hardcore-Robotiker) oder Steve Mann (24-Stunden-Selfcam) war Warwick zuletzt ’98 aufgefallen, als er mit einem selbst-einoperierten Chip (sozusagen als erster Cyborg) nicht nur seine Hauseinrichtungen steuern konnte (Lichter und Türen), sondern sich auch als wandelnes Bewegungsbild zur Verfügung stellte. Sein Aufenthaltsort war quasi immer feststellbar. Nun möchte Warwick in 18 Monaten nach Abschluss einer Versuchsreihe einen sogenannten “telepathischen Chip” implantieren. Dies verkündigte er auf dem “British Association Festival of Science”, das neulich in Sheffield stattfand. Der Chip soll direkt mit seinen Nerven verbunden werden und dafür sorgen, Menschen seiner Umgebung mit Gefühlen, Schmerzen oder Bewegungsimpulsen zu versorgen. Dazu müssen diese “Gefühle” zunächst erstmal in einer langen Versuchsreihe aufgenommen werden. Diese Art von neuer Telemotorik wird dann auf einem exteren Monitor ausgewertet und uminterpretiert. Die Bewegungsimpulse sollen später einmal so synchronisiert werden, dass man sozusagen als begleitender Host einen Behinderten steuern kann, seine Füsse zu bewegen. Was hier eigentlich schon wieder fürsorglich klingt, obwohl dort einige Gemüter auch schon schockiert sind, hat jetzt eine andere Firma zu ganz anderen Resultaten inspiriert. Die Idee von Chips oder Bewegungsbildern in Menschen birgt nämlich auch immer wieder kommerzielle Chancen, die einige Firmen auf die abstrusten Ideen bringen kann: So gibt es jetzt ein Patent für unzerstörbare, unsichtbare Tätowierungen, das statt Kreditkarten oder unsicheren Biometrieprogrammen (Erkennungssysteme wie Stimme, Iris, Fingermotorik oder Thermogramm) das E-cashing endgültig ankurbeln soll. Damit wird offenbar nach über fünfzig Jahren wieder ein Barcode vorgeschlagen, der die Menschen hinsichtlich Unterschiedlichkeit oder Liquidität kennzeichnen soll. Die unsichtbare Tinte kann jedoch auch als vorübergehende Tinktur “geladen” werden, alle weiteren Entscheidungen bleiben dem User also offen. Internet aus der Steckdose Die Alternative zu Kabelmodems, DSL und photonischen Netzwerken scheint vorläufig einzuschlafen. Die Rede ist von #Internet #über #Stromleitungen. Seit bereits vier Jahren wird daran experimentiert. Vor zwei Jahren begann die kommerzielle Weiterenwicklung zwischen Nortel und United Utilities. Das dafür gegründete Kooperationsunternehmen #Nor.Web über 230 Volt-Leitungen wurde nun wegen fehlender kommerzieller Aussichten zum 30. September aufgelöst. Gegenüber ISDN (128 kBit/s) und normalen Modems (56 kBit/s) erreichten sie zuletzt eine Rate von 1 MBit pro Sekunde! In Deutschland setzen Unternehmen wie #RWE noch auf diese Technologie. Casema, UPC, Castel und Palet, die vier grössten niederländischen Kabelnetzbetreiber, wollen jetzt ein eigenes Telefonnetz aufziehen. Damit wird die Tradition der Amerikaner weitergeführt. In Europa ist die Verschmelzung von Telefonie und Kabel bei weitem noch nicht so weit vorangeschritten. Auch in Deutschland existieren nur kleinere Pilotprojekte. Beep Beep kleiner Satellit In den Staaten rumorte es neulich im Government. Zum einen sollte Bill Clinton endlich die Krytographiexportbestimmungen ändern, dann gab es Ärger um John Copple. Copple ist der Chef des Projektes Ikonos, der seit dem 24.9. die #Satellitenbilderbranche revolutioniert. Seine Bilder sollen nämlich bis auf einen Meter (1m) an Objekte herankommen können. US-Politiker fürchteten natürlich das Ende nationaler Sicherheit. Das Pentagon rückt bekanntlich nur zögerlich mit eigenen Satellitenbildern raus und sein GPS-System soll erst in ein paar Jahren auf 100% vorgeeicht werden. Bislang läuft es nur 99%ig, aus Angst, der Source Code könnte von militanten Terroristen missbraucht werden. Bekannt sind weltweit andere “Satellitendienste”, die ebenfalls sehr nah an die Mitmenschen herankamen. Die French SPOT-Satelliten mit zehn Meter Entfernung, Europas ERS2 mit sechs Metern, fünf Meter nah sei die indische Regierung dran, Russen haben ihre Zwei-Meter-Watcher, von der NASA weiss man von drei Metern, das US-Projekt NOAA schafte 1100 Meter und das Pentagon ist sicherlich am nächsten drangewesen, bislang!! Das System von Copple soll noch eine zusätzliche Zeitverzögerung wettmachen: Etwa eine halbe Stunde nach dem Foto kann das Ergebnis begutachtet werden. Ab nächstem Jahr möchte die West Indian Space Ltd. Copples Fotos kommerziell vermarkten. Hauptinteressenten dürften natürlich Agrarwissenschaftler, Farmer und Metereologen sein. Ob die ersten Kunden Saddam Hussein, Osama Bin Laden oder Milosevic heissen, ist noch nicht bekannt. Auch bei Copple steht offenbar eine Priorität ganz vorne: Datenschutz! Buntes Spielzeug aus der Medienwelt #Panasonic bringt jetzt eine neue Kamera heraus mit einem eigenen Zusatzlaufwerk. Dort kann man bis zu 1500 digitale Bilder zwischenspeichern, was 120 MB entspricht. Die #SuperDisk.cam wird etwa 900$ kosten. Bislang gab es nur von Sony die Mavica, die ein eigenes Diskettenlaufwerk besass. Auch im Bereich #interaktives #TV gibt es ein neues Konsortium bestehend aus Intel, Microsoft, Sony und Disney. Mit ihrem Dienstleistungsservice sollen Fernsehzuschauer zusätzliche Sportstatistiken anwählen können. Es können dort auch mehrere Kanäle gleichzeitig betrachtet werden. Mit dabei wohl auch der neue Kanal des TV-Guides. Dort kann man nicht nur sehen, was gerade generell im Fernsehen läuft – jetzt ist auch ein Spielkanal geplant. Der Standard für diese Interaktivität wird #Advanced #Television #Enhancement #Forum heissen und verbindlich für alle digitale Fernseher, Web-TVs oder Set-Top-Boxen sein. #E-Commerce #über #TV wird bereits von mehreren Firmen entwickelt, darunter von Nokia, der deutschen Telekom und Firmen wie Pace Micro oder iXL. Ein neuer Machtkampf zeichnet sich ab, denn in Europa wird zusäzlich noch DVB weiterentwickelt! Ob wir letztendlich in die Glotze, auf ein externes Display, in den guten alten Monitor oder in eine transparente Projektion schauen, ist damit aber immer noch nicht klar! Genpoker I Während in Deutschland Peter Sloterdijks umstrittene Thesen über seine Anthropotechnik für heftigen Wirbel gesorgt haben, ist die Betrachtungshaltung in den USA viel pragmatischer. Dort will die Regierung zusammen mit Grossbritannien das sogenannte #”Bermuda-Abkommen” beschliessen, was verhindern soll, dass die Gene des Menschen patentiert und damit der Öffentlichkeit vorenthalten werden können. Dies geschieht unter anderem schon auf der Patent and Trademark Office Home Page der Staaten. Die sogenannten “Guten” des #Human #Genome #Projects lokalisieren jede Woche hunderte von neuen Abschnitten, stellen sie aber der Öffentlichkeit zur Verfügung. Darunter das #UK Sager Centre, auf dessen Website man täglich neue Abschnitte finden kann. Auch dieses Institut beeilt sich, eher fertig zu werden als ihre Konkurrenten. Die Gesetze für genetische Eingriffe oder Reproduktionen sind natürlich bei weitem lockerer als in Deutschland. Aber hier wird dafür auch strenger abgegrenzt und differenziert. Das sieht natürlich aus europäischer Sicht befremdlich aus, ist aber alles viel nüchterner: Der Sieger im DNAseeking wird offenbar zwischen den Gensequenzprogrammen Applied Biosystems ABI 373 und 377 von Sager oder dem PE Biosystems ABI PRISM¨ 3700 DNA Sequencer der von Craig Venter gegründeten Firma Celera entschieden. Letzteres Team will ihre gefundenen Abschnitte schützen und vermarkten lassen. Das Wettrennen lohnt sich. Etwa 6 Milliarden DNA-Basen gilt es, zu lokalisieren. Genpoker II Die University of Wisconsin-Madison hat derweil einen Chip angekündigt, der für die #Gensequencertechnik entscheidend sein könnte. Er besteht aus 480 000 winzigen Spiegeln, mit denen tausende von Genen auf einmal untersucht werden können, kostet aber nur 100 Dollar kostet. Am Human Genome Projekt sind weltweit dutzende von wissenschaftlichen Instituten und komerziellen Konzernen beteiligt. Im Chip- und Elektronikmarkt der Genbranche mischen unter anderem NimbleGen Systems und die 1000$-Chips der Firma Assymetrix aus Santa Clara mit. Die Firma Hysec hat mittlerweile damit begonnen, auf ihrer Website GeneSolutions.Com entschlüsselte Abschnitte zu verkaufen. Dort möchte Richard Gibbs, Director des Baylor Human Genome Sequencing Center der Baylor College of Medicine in Houston seine Produkte anbieten. Die neuesten Abschnitte kann man sich per Newsletter zuschicken lassen. Die Konkurrenz zu Celera (Rockville, Maryland) wächst also. Wissenschaftler haben damit stark zu kämpfen, denn sie müssten theoretisch genauso für diese Rechte bezahlen wie pharmazeutische Firmen oder Biotech Companies. Im Gen High Tech Markt tut man sich daher schnell zusammen, um noch ungehindert weiter forschen zu können. So gibt es einen Kooperationsvetrag zwischen CuraGen und dem Weltpharmariesen Glaxo Wellcome. In der kommerziellen Datenbank von GeneSolutions sind mittlerweile 12 Millionen DNA-Abschnitte zu buchen. Eine Lizenz, die Abschnitte nutzen zu können, kostet derzeit 10.000 $, muss aber jährlich erneuert werden. Der Genpoker geht also straight weiter… Börsenspiel In den Staaten kann man sich mittlerweile keine Firma mehr vorstellen, die nicht an die Börse geht. Wer was auf sich hält, wird also CEO, Chief Executive Officer! Trotz dem Jammern von Analysten, der Internetmarkt sei viel zu hoch angesiedelt, ist jedesmal ein Run zu verspüren, wenn einer der Newmedia-Technologists gezeichnet wird. In New York sind das die sogenannten Silicon Alleys. Jetzt ist endlich auch #Altavista dran, immer noch die Suchmaschine mit den meisten Indexierungen, auch wenn sie nur unter 40% des Gesamtangebots schafft. Dass die Herkunft mittlerweile unerheblich geworden ist, bewies die jüngste Ankündigung von #slashdot.org. Die sind seit Jahren für den sogenannten #Open #Source #Journalismus bekannt. Ehemalig beliebt in der Hackerszene, sorgten sie jetzt mit ihrer CEO-Ankündigung für erheblichen Wirbel. Auch #Redhat, ein #Linuxdistributor ging jüngst an die Börse und war ein Jumper. Die ganze Welt eine AG? Möglich und absehbar. Jeder ist auf dem Absprung. Y2K Bei NASA International aus Costa Rica gibt es jetzt die verschiedensten Varianten, auf die man zum 1.1.2000 setzen kann, einschliesslich dem Weltuntergang. Unterdessen zieht das Thema in den Staaten weiter an. Am 13.9. war es endlich soweit: Die Amerikaner und die Russen haben endgültig ein Abkommen unterzeichnet, eine Station zu errichten, die speziell zu Sylvester gemeinsam Falschmeldungen untersuchen wird, um ein unbeabsichtiges Zünden von #Nuklearraketen zu vermeiden. Die Station soll in Colorado errichtet werden. Etwa 20 russische Offiziere werden dann dort zusammen mit den Amerikanern arbeiten. Auch ein Virus ist unterwegs, das speziell Microsoft User ärgern möchte. Er taucht abermals in Form einer vermeintlich offiziellen Email auf, die das Problem Y2K bei Microsoft beheben möchte, stattdessen aber mit Hilfe eines Attachments wieder auf die Festplatte zugreifen kann. Ob der Welthandel eingeschränkt werden könnte, Börsenkurse fallen, Geldschwankungen eintreten oder sogar eine weltweite Rezession einkehren wird, mag kein Analyst beschwören. Aufgrund der hohen Umstellungskosten könnte jedoch eine Flaute möglich sein. Politiker fordern in jedem Fall, Lebensmittel schon jetzt zu bunkern, um Panikkäufe zu vermeiden. Einige Läden werden Sylvester auf jeden Fall schliessen. Die meisten Y2K-Kritiker sind sich einig: “Wenn gar nichts passiert, sind wir eher froh.” In Washington werden, fast wie zu Zeiten des Kalten Krieges, in diesen Tagen sieben direkte Leitungen zwischen den beiden Prasidenten Russlands und Amerika gelegt. Eine gute Zigarre hier und ein kleiner Schnaps dort vor dem Kaminfeuer und die Spannung wächst…

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Commuterworld ¥ Technik im Frühjahr 2000 Was erwartet uns also ab Januar? Am 17.2 zunächst Windows 2000, das dann erstmal den nächsten Schaltjahrbug hinter sich bringen muss. Die Firma Benefon aus Finnland wird ausserdem das erste Handy mit integriertem GPS-Empfänger vertreiben. Weiter zunehmen wird auch die Idee des V-Commerce. Dahinter verbergen sich alle Sprachdienste, die man über Telefon erreichen kann und spezielle, auch persönlich konfigurierte Sites anwählen können. Das ist nicht nur zum Vorlesen von mails oder pages geignet, sondern auch für Bestellungen. Talking Web, Etex und Conversa sind hier als Browserentwickler ziemlich weit vorne. In Deutschland werden die ersten Telefonzellen mit Webkonsolen aufgerüstet, Vorreiter ist bereits seit einigen Wochen: Berlin. Das eignet sich auch prima zum Hacken. 1999 wurden etwa 4-5000 Sites gehackt. Erwartet wird ein neuer Rekord. Die meisten Deformationen wurden nach einigen Stunden bis wenigen Tagen behoben, viele wurden vertuscht, aber in den entsprechenden Quellen kann man sich die Ergebnisse immer noch angucken. Auch Attacks auf das Spionagesystem Echelon werden zunehmen, das bei Übersättigung von Ablauschen bestimmter Schlüsselwörter zusammenbrechen soll. Daher wurde empfohlen, an Emails massig die Worte: “drugs”, “sex”, “cia” oder “anarchy” anzuhängen. Ein Testattack-Tag fand bereits Ende Oktober statt. ¥ Update 2000-Bug Und das war es dann mit der 19. Kommt die Y2K Katastrophe oder nur eine kleine Rezession? Kann man ab 2000 noch Texte lesen? Werden Autos zu “Kutschen ohne Pferde”, wie vor ein paar Wochen im US Staat Maine? Das Sammeln der Spassmeldungen wird sicherlich das der Stromausfälle überschatten. Die meisten Kraftwerke setzen ohnehin auf die sogenannte Warmreserve, kurzfristig hochfahrbare Kraftwerksblöcke. Spannend wird es bei den Embedded Chips, magneto-optischen Anlagen und dem weltweiten Telefonnetz, das auch digitale TV- und Radiosender versorgt. Die Wahrscheinlichkeit der Ausstrahlung von Radioaktivität bei Nuklearanlagen besteht jedenfalls immer noch (hier liegt es an einigen veralteten Sicherheitssystemen), Atomkraftwerke dagegen sollen überwiegend sicher sein. Einige Sekten werden sich dafür anzünden. Im Auto umbringen könnte jedoch ab 0 Uhr nicht mehr klappen, weil einige Zündungen nicht mehr funtionieren. Commuterworld jedenfalls deckt sich gelassen mit Wasser, Kerzen und gestoppten Daueraufträgen ein und beobachtet mit etwas mulmigem Gefühl Indien und Pakistan, die definitiv nicht y2k-sicher sind. Da die Welt noch nie an einem Tag untergegangen ist, wird vermutlich nichts allzu Dramatisches passieren. Wir werden jedenfalls auch auf Tontafeln weiterschreiben, denn der nächste YK kommt bestimmt: Nämlich im Jahre 2036, wenn Unix abläuft! ¥ Watching Soaps 2000 Alle reden vom Fernsehformat der Zukunft. In Holland wird es gelebt. In Utrecht (Niederlande) gehen die letzten Tage des “Trumanshow”-Experiments zu Ende. Big Brother (www.big-brother.nl) ist eine Fernsehshow, für die sich einige Freiwillige 100 Tage in eine Fernsehstudio-WG einschliessen und 24 Stunden am Tag aufnehmen lassen. Das Publikum beurteilt die Popularität jedes Mitbewohners. Die Unpopulären fliegen regelmässig raus. Wer als letzter übrig bleibt, bekommt 250 000 Gulden. Mitte diesen Monats steht der Gewinner fest. Mittlerweile sind die Bewohner durch die TV-Zuschauer alle zum Ausziehen gezwungen worden (steigert die Popularität enorm). Keiner von ihnen durfte ausserdem in den 100 Tagen Isolation Fernsehen, Telefon oder Zeitungen benutzen. Die Reality Show wird bald auch zu uns (RTL2) vkommen. Also: Cam dich, wenn du in den Spiegel guckst. ¥ Lesen in der Zukunft Das papierlose Büro, eine fixe 80er Idee, immer wieder neu beworben. Xerox veröffentlichte nun auf der Internetworld in New York Kunstpapier, auf dem die Zeitung der Zukunft stattfinden soll. Prinzipiell handelt es sich bei dem E-Papier um ein hauchdünnes, rollbares Plastikdisplay, auf dem kleine Kapseln mit weissen und dunklen Kügelchen abgelegt sind. Durch bestimmte Online-Befehle richten sich die Kügelchen dann zu Buchstaben- oder Textfeldern auf. Xerox pusht aber auch ein System, das Kopiergeräte zu Servern umrüsten kann. Demnach können Kopien als Grafikmails weiterverschickt werden. An diese Dokumente werden dann hierarchische Zusatzinfos angehängt, so dass sie weitere Nutzer in einer bestimmten Reihenfolge erhalten können. An weiteren papierarmen Alternativen arbeiten auch E-Ink (MIT) und Lucent. Ihr ebenfalls biegbar dünnes Polymerdisplay besitzt nur helle Kügelchen, die aber, je nach elektrischer Spannung aufgerichtet, eine dunkle Fläche verdrängen und Text erzeugen. ¥ Künstlich Organisches Alles, was künstlich ist, ist nun schick, denn es reduziert angeblich Tierversuche. So auch die künstliche Haut der schwäbischen Firma Cell Systems. Vor einigen Wochen auf der Biotechnica in Hannover vorgestellt, dient sie nun für Testzwecke bei der Entwicklung neuer Schutzcremes, soll aber einmal auch für die Versorgung von Wunden nutzbar sein. Im letzten Monat wurde auch das erste Kunstherz mit einer speziell elektronischen Pumpe in Bad Oeynhausen transplantiert. Das neue Herz, dessen Stromversorgung nun völlig innerhalb des Körpers funktioniert, wurde in den USA eigens dafür entwickelt, ist aber bislang noch nicht zugelassen. ¥ Alles online Den Geldfluss zu beobachten, wird immer hipper. Ob online trading oder offline den Nasdaq bei n-tv beobachten. Wichtig wird, in Zukunft von überall und mit jedem Gerät eingreifen zu können. Daher gibt es ab Januar nun auch die ersten internetfähigen Handys von Nokia oder Ericsson, die mit dem WAP (Wireless application protocol) auch sicheren Aktienhandel ermöglichen können. In Genf soll der Grossversuch gestartet werden. In New York gibt es noch, weltweit einzigartig, die Kombi mit dem Palmtop VII, der wireless Internetdaten aufrufen kann. Nun gibt es auch immer mehr Handys, die umeditierte WML-Seiten lesen können. Auch der Trend zu einer einheitlichen Welttelefonnummer wird stärker. Ab 2000 möchten AT&T und ihr Kooperationspartner British Telecom über ihr Netz Concert Welttelefonnummern anbieten. Die Zugangspunkte sind über eine Vorwahl auf der ganzen Welt verteilt. Das System soll zwischen Telefonat, Fax und Voicemail unterscheiden können. Alles in Echtzeit kontrollieren zu können, war lange Zeit auch Traum für Stromverbraucher. Mit der Liberalisierung des Strommarkts soll nach genauerer Abrechnung nun bald auch Bezahlung per Chipkarte möglich sein. Ein abgewandeltes Prinzip der beliebten Telefonkarten in den Staaten. Dort ruft man über eine Providernummer solange jemanden an, bis das Konto abtelefoniert ist. Im Prinzip soll das bei Strom bald auch durch neue Zählerfunktionen, aufgesplittet in Tarifierung oder Payment (entwickelt bei Siemens), möglich sein. Von “energy by response” bis “energy by call”, dem Einkaufen von Strom bei verschiedenen Gesellschaften, wird aber noch einige Zeit verstreichen. In England ist diese neue Beschaffungstranzparenz, die bei uns erst bei Strom einsetzt, schon weit verbreitet. Ein weiterer vereinfachter Abrechnungsablauf würde auch dort gross einschlagen. ¥ Überwachung allüberall Freiwilligkeit von Überwachung mag noch psychologisch diskutiert werden, umstritten sind dagegen auf jeden Fall subtile oder unbemerkte Massnahmen. So z.B. gegen Büroangestellte, die das Netz nicht unmittelbar nutzen müssen. Jetzt sind zu den Protokolliermöglichkeiten auch Programme gestossen, die unbemerkt Screen Shots machen können, um zu checken, was gerade am Monitor geschieht. In den Staaten wird jetzt ein Gesetz eingeführt, das es ermöglicht, beim Wählen der Notrufnummer 911 über GPS den genauen Standpunkt ermitteln zu können. Auch Autos, die in einen Unfall verwickelt werden, können dann automatisch Warnsignale auslösen. Dies ist bereits bei einigen Automarken möglich gewesen. Noch gibt es allerdings keine Chips in Münzen, die bei Diebstahl eine Rückverfolgung möglich machen. Jetzt soll aber eine Steuer vorgeschlagen werden, wenn man Bargeld zu lange mit sich herumträgt. Diese seltsame Forderung stellt Marvin Goodfriend, einer der Präsidenten der Federal Reserve Bank in Richmond. Sein Hauptargument richtet sich gegen Deflationen und Schwarzmarkt. Eine andere radikale Forderung stellt Robert Cailliau, einer der Mitentwickler des frühen WWW. Er möchte Micropayment Systeme einführen, mit dem Texte und Artikel bezahlt werden sollen. Dazu sollen auch Lizenznummern für User helfen, also eine Art Nummernschilder für Surfer. Im Kreuzfeuer der Kritik stehen auch weiterhin Onlineauktionen, die ihre Probleme mit illegalen Versteigerungsobjekten haben. Nach codierten Kontaktadressen bei ebay für Nieren und dem Verbot von Alkoholversteigerungen sind nun auch Fälle von Waffenversteigerungen bei amazon bekannt geworden, immer getarnt durch Scheinobjekte. Die Auktionsportale verkommen so immer mehr zum Verschiebebahnhof im grossen Stil. Früher war das nur im Kleinen im IRC möglich. Washington linst daher immer öfter rüber. ¥ 3 D Messen und Bauen Im Handbuch der neuen Realcrossovertechniken macht sich Geodäsie immer öfter einen Namen. Dahinter verbirgt sich eine neue online Vermessungstechnik: Tunnel oder Brückenbauten werden mittels GPS-Laptops und Programmen von Leica oder Trimble & Zeiss gestaltet und machen damit den klassischen Tachymetern Konkurrenz. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mühsame Winkelmessungen werden nun um elektro-optische Dienste ergänzt, und Koordinaten können (z.B. mit Map500) Karten in Echtzeit erzeugen, die z.B. Deformationen in Staudämmen sofort weiterleiten können. Wahrhaft künstlich gebaut, wird die bekannte 3dKolonie Cybertown im Netz langsam zur populärsten Blaxxun Welt. Da es aber noch etliche andere Welten gibt, in denen man bauen oder voicechatten kann, war es endlich Zeit für die Avatar 99-Veranstaltung. Die fand in der Nacht zu Halloween in der School of VisualArts in Manhattan statt. Unterstützt wurde der Event von der bekannten 3DPlattform Siggraph. Anwesend war auch Sci-fi Autor Neal Stephenson, dessen Avatarideen schon etliche Jahre vor Blaxxun geschrieben wurden. Gleichzeitig stellte er sein neues Buch “Cryptonomicon” vor und stiess auf seinen Geburtstag an. Passend dazu liefen gerade in Deutschland die beiden Filme Existenz von David Cronenberg und 13thfloor.com von Roland Emmerich. Letzterer Film beruht auf dem Roman von Daniel F. Gargoyle “Welt am Draht”, der schon 1973 von Rainer W. Fassbinder verfilmt wurde. Die ziemlich komplexe Story schildert die Entdeckung eines Computerspezialisten, der herausfindet, dass nicht nur in der von ihm entwickelten VR-Umgebung Wesen in seine Welt eindringen, sondern auch, dass seine vermeintlich reale Welt selber als Zwischenglied konstruiert wurde. ¥ Mehr Bandbreite Und alles wird weiter schneller und gewaltiger: Real Networks und die Telekom wollen mit ihrem T-Mart Audio Video Service in einem gemeinsamen Backbone bis zu 10000 Streams gleichzeitig ermöglichen. Lambdanet will 21 Städte Deutschlands mit einem Glasfasernetz verbinden, das 1 Terrabyte/Sekunde ermöglichen soll. Das ist 500 mal schneller, als heute durchschnittlich möglich ist. Nortel, die gerade ihr Internet-Stromprojekt aufgegeben haben, versprechen sogar 6,4 TBit/s, damit könnte man 2500 IP-Router versorgen. Dies konnten sie bereits für eine Distanz von knapp 500 km auf der Telecom 99 demonstrieren. Möglich ist das durch das neue Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM), mit dem man in einer Glasfaser bis zu 80 verschiedene Wellenlängen gleichzeitig nutzen kann. Auch die DSL-Techniken werden weiter verfeinert werden. Während a- noch 640 kb/sec bietet, sind h- und s- mit 2mb/sec schon in den Startlöchern, am Ende des Tunnels steht vdsl mit 52 mb/sec. (Zum Vergleich: ISDN 64-128 kbit, T1 Backbone in USA 1,5 mb/sec.) ¥ Technikrevolutionen in Kürze: Schliesslich wird die FMD von C3DInc. der DVD Konkurrenz machen. Während herkömmliche DVDs zwischen 9 und 16 Gigabyte fassen können, verspricht FMD durch fluoreszierende Pits (Zweiphotonenkombi) bis zu 100 Gigabyte. +++ Kuriosa: Zeppeline als Alternative zu Satelliten werden weiter gepusht. +++ Individualisierte Werbung in Zeiten von interaktivem TV oder Videorekordern wird zunehmen. Pfiffige Zwischenschritte wie Webmiles (Rabattmarken) oder Clickwerber wie von Novaville, Adone oder Savebysurf sind nur die Vorboten. Allaire und Broadvision werden als die Anbieterlösungen von E-Commerce gehandelt. Wenn Kühlschränke und Autos dann ihre eigene IP-Adresse benötigen, kommt die nächste Revolution: Ipv6 und die neue 128bit-Adressierung.

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/Commuterworld Commuterworld On the digital way Mit dem Internet kann man bald auch in Deutschlands Autos spielen. General Motors möchte es in den Opel einbauen. Solange aber noch nicht alle Internet im Auto haben, nimmt das mobile Phone den Mittelpunkt der Kommunikation ein. Und die wird seit diesem Jahr um GPS (Global Positioning System), das immer weiss, wo das Handy ist, aufgerüstet. Ausserdem werden für das mobile Telefon zunehmend die Formate WML und WAP wichtig. Das eine heisst ausgeschrieben “Wireless Modelling Language” und ist eine Art Programmiersprache, die auf dem WAP beruht, dem “Wireless Application Protocol”. Auch Suchmaschinen für beide sind im Kommen, z.B. wapUp.de. Und der allerneueste Schrei: Das Handy mit Day-Trading-Funktionen. Der alltägliche Effekt liegt gleich auf der Hand: Area Code eintippen und schon sind die (Pizza-)Taxen oder sonstige Notdienste da. Um nicht eigene Wege, sondern die der anderen Art zu finden, gibt es bald für Förster und Architekten einen Vibrationssensor, wie er schon in der Ölbohrtechnologie eingesetzt wird. Niederländische Wissenschaftler fanden heraus, dass Sensoren bestimmte schädliche Klopfkäfer in Möbeln und Holzteilen von Gebäuden aufspüren können. Die Käfer erzeugen ganz bestimmte Vibrationsmuster, deren Frequenzen man dann mit Referenzmustern vergleichen kann. Gibt es bald also auch Vibrations-IDs für Menschen? Horch mal, wer da kommt! Das Stetoskop vom Hausarzt könnte ebenfalls bald durch Pilles Tricorder ersetzt werden. An der Uni von Irvine (Kalifornien) wurde nämlich jetzt ein verwandtes Ultraschallgerät entwickelt, das mit Sauerstoffpolymeren ummantelt wurde, die dichter sind als die Impedanz von herkömmlicher Luft. Damit wurde nun bei 100 Patienten in 6cm Abstand das Ausmass von Gefässverletzungen untersucht. Ein entscheidender Durchbruch bei Verbrennungen. Grössere Berufsgruppen in Weltstädten sollen bald noch fixer surfen können, daher werden auch die Alternativen immer breitgefächerter, z.B über Funk oder Mikrowellensysteme (MMDC/Cisco). Noch in weiter Ferne liegen Molekularcomputer von HP, die z.B. in Yale entwickelt werden. Zur Zeit. werden Leitungen in Grösse von 12 Atomen entwickelt, die mal als Schalter dienen sollen. Chat-Quotes per Suchmaschine Da Webcastings immer stärker zunehmen, lohnt auch ein Blick in den Channelseek.com mit einem Remail-Reminder. Immer mehr Webcastings vetrauen dabei ihre Inhalte auch der Video-Suchmaschine “virage.com” an, über deren Stichwortliste Spielfilmdialoge recherchierbar sind. Auch hier ist bald wohl ein Meta-Tag Pfusch absehbar, der schon jetzt dafür sorgt, dass Suchmaschinen immer schlechter werden. Meta-Tags, das sind Bemerkungen auf den Sites, die ausschliesslich der Suchmaschine anvertrauen, was sie enthalten. Unattraktive Homepages, die niemand sehen will, versuchen deshalb mit falschen Tags Suchmaschinen zu überlisten, indem sie oft abgerufene Begriffe wie “Sex” oder “mp3″ eingeben. Portale wie Yahoo, CNN oder Cnet sind im Gespräch mit Virage, um den potentiellen Verkäufer an sich zu binden. Möglich sind nämlich auch interaktive Kombinationen mit Chat-Quotes, die zeitgleich mit der Videoausstrahlung geschaltet werden. Zitate von Usern könnten also bald zu allen möglichen Filmen verlinkt werden. Das gleiche Spielchen gilt für eingescreente Werbeslogans. Virage grösstes Ziel ist jedoch eine Kombi-Engine für Grafiken, Video, Text und Musik. Videofilme, die demand zeitgleich per Chat kommentiert werden, als neues Freizeiterlebnis. Das News-TV C-Span sendet seine Videos sogar freiwillig ein, wird sprachdigitalisiert und nach Moderator-, Kommentar- oder Backgroundstimme indexiert. Auch hier sieht es nach einer immer stärkeren Vernetzung von Medien und Technolgie aus. Nicht ungewöhnlich. Cworld hat 1999 von über 80 Fusionen innerhalb der NewMedia und Energiebranche geschrieben. Daher kam auch die Vodafone-Offerte bei Mannesmann nicht überraschend. Sanieren aber jetzt Konzerne das Image von Parteien? In den Staaten wird da vorausschauender gedacht: Dort wird im Web stets aufgelistet, wenn Subventionen oder fragwürdige Spenden vergeben werden. Wird also als erstes der Politiker gläsern? Wenn es nach Digitallava.com geht, schon. Sie arbeiten neben interaktiven Lernvideos auch am VideoVisorweb, das man als Script in die Encodings einladen kann. So plant man die Wahrheitssuchmaschine TruthFinder. Aussagen von Politikern sollen demnach verglichen werden. Am Ende des Tunnels steht wohl Widerspruch.com. Satellitenbeobachtung & Lauschsysteme Das Spionagesystem Echelon wird nun von der ältesten US-Bürgerinitiative ACLU auf echelonwatch.org diskutiert. Im Netz kursieren ausserdem zahlreiche random-scripts von xechelon.org, die die erwünschten Schlüsselwörter erzeugen und so das System zum Erlahmen bringen wollen. In Europa soll derweil die NSA-Station Menwith Hill (UK) aufgerüstet werden. Dort sollen Stimmerkennungsmuster nach Fort Meade (Maryland) über Satellit geschickt werden. Geoutet wurde auch der Verteiler DSD in Australien. Soweit ist das europäische Pendant Enfopol noch nicht. Der Hauptsitz dieses Iridiumdienstes in Italien hat das dortige Parlament in den letzten Monaten stark beschäftigt. Nun gab es unter dem Druck seiner europäischen Nachbarn nach und lässt ein Fernzuschalten zu. Die russische Hackergruppe Kentavr ging derweil den umgekehrten Weg und zapfte einen Reuters-Satelliten an. Wer zum Modem nun ein Haus kaufen will, konnte sich auf der ehome die ersten Anbieter anschauen, wie etwa Laing Holmes (Watford/UK) tun. Für etwa 500 000 Pfund gibt es Wohnraum mit je 4x ISDN, webcams und Computer. Xybernaut stellt dafür passende Netzkleidung für das Wohnzimmer. Das MIT arbeitet ausserdem an InTouch-Systemen, die nur über Geschmacks- und Geruchsinn funktionieren sollen. Von der Ferne kann man nun sein Haus beobachten, den Rasen sprengen oder den Alarm einschalten. Der Gen-Gigant Monsanto hat offenbar keine Satellitenbeobachtung oder Lauschsysteme eingesetzt und ist jetzt frustriert. Ihre manipulierte Sojabohne brachte nämlich südamerikanischen Farmern statt Gewinnen arge Verluste. Schuld waren wohl unvorhergesehene Klimaschwankungen. Nun wird das Soja bei emulierten Temperaturen neu durchgetestet, um sie hitzebeständiger zu machen. Vorläufig wird nüchtern ein Upgrade vorgeschlagen. Bald Chips in Münzen? Noch gibt es keine Chips in Münzen, die bei Diebstahl eine Rückverfolgung möglich machen. Jetzt soll aber eine Steuer vorgeschlagen werden, wenn man Bargeld zu lange mit sich herumträgt. Diese seltsame Forderung stellte Marvin Goodfriend, einer der Präsidenten der Federal Reserve Bank in Richmond. Sein Hauptargument richtet sich gegen Deflationen und Schwarzmarkt. Eine andere radikale Forderung formulierte Robert Cailliau, einer der Mitentwickler des frühen WWW. Er möchte Micropayment Systeme einführen, mit denen Texte und Artikel bezahlt werden sollen. Dabei sollen Lizenznummern für User helfen, also eine Art Nummernschilder für Surfer. Führerschein und Fingerabdruck bitte! NEC Technologies aus Illinois hat eine biometrische Funktion angekündigt, die das Benutzen nur eingescannten Usern ermöglichen soll. Dabei soll in PDAs (Personal Digital Assistants) nicht nur eine Ablage für den persönlichen Fingerabdruck eingebaut werden, der Rechner selber soll auch ein spezielles Erkennungszeichen erhalten, das polizeiliche Ermittler bei Verdacht auf Computerkriminalität einscannen und abspeichern können. In den Staaten existieren bereits grosse Datenbänke der NEC, die Fingerabdrücke online austauschen können. Das San Francisco Police Department hat z.B. 30 000 Fingerabdrücke abgespeichert. Thereotisch sind bis zu 10 Millionen Fingerabdrücke abspeicherbar. NEC arbeitet derzeit an einem weiteren System namens Automated Fingerprint Identification System (AFIS), das in noch besserer real-time Qualität arbeiten soll. Mit den entsprechenden Scannern könnte man dann theoretisch nach und nach unbescholtene Bürger bei Verkehrskontrollen einscannen und in das Verwaltungssystem einordnen. Dannach wüsste man immer, mit welcher Art von Verkehrssündern oder Verbrechern man es als Polizist gerade zu tun hat. Eine neue Bewegungsvariante der elektronischen Fessel und damit eine neue Form der virtuellen Ghettoisierung.

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/commuterworld Commuterworld Digitale Kriminelle Das 21. Jahrhundert hat sich zunehmend mit neuen Kriminalitätsformen auseinanderzusetzen. Cybersquatting, Hacktivism, Gossipfake, Scriptjacking sind dabei nur vier der populärsten Erscheinungen. Cybersquatter sind sogenannte anonyme Webmobber, die alle persönlichen Intimitäten und Vorlieben, inklusive Kreditkartennummern oder Social IDs bis hin zu Email-Adressen recherchieren und die Daten einfach auf eine Webseite stellen, um zu beobachten, was passiert. Falls sie ihre Squat Clients auch noch zufällig nicht leiden können oder gar zu stark auf eine Frau fixiert sind, so müssen sich die Opfer auch noch auf etliche obszöne Newsletter gefasst machen und Email-Attacken über sich ergehen lassen. Hacktivisten sind politisch engagierte Hacker, die sich allerdings von kriminellen Crackern absetzen und einen historischen Sonderfall darstellen. Zuletzt hatten sich einige der bekannteren Gruppierungen mit Osttimor, Tschetchenien oder dem weltweiten Spionagesystem Echolon auseinandergesetzt, Serversysteme sabotiert und Adressen von Empfangsstationen in England und Australien veröffentlicht. Noch immer kann man unter xecholon.org scripts herunterladen, die im Random Verfahren die Geheimdienste nerven und deren Systeme überlasten sollen. In vielen Daytrading Foren werden immer öfter Dialoge forciert, die gefakte Gerüchte (Gossips) lancieren, um bestimmte Aktien anzuheizen. Neben abgesprochenen Fakes existieren bereits schon die ersten automatisierten Bots. Im Vergleich dazu erscheinen zuguterletzt die Scriptjacker als die harmlosesten Cybercriminals, die Webcode zweckentfremden. Sei es, um ein bestimmtes Design nachzubauen oder Visitors abzulauschen, indem sie einen Trojaner davorbauen. Daneben die etlichen Raubkopierer, die über ICQ, IRC oder Tracker ganze Programme austauschen oder zuletzt die MP3-Gemeinde beim Napster-Chat begeisterten. Das FBI ist damit total überfordert, die Webgemeinde hat ihren Spass und kann offiziell in den Hackernews die Ergebnisse nachlesen. Es ist 00 und ich habe viele Fragen In der Y2K-Hauptstadt New York ist derweil nach den Januarchecks Ruhe eingekehrt. Nun hat sich gezeigt, dass die Umrüstung lohnenswert war. Die Y2K-Nörgler, die enttäuscht waren wegen fehlender Katastrophen, nahmen Computerexperten dabei lächelnd zur Kenntnis. Oft waren es eher die kleinen Meldungen, die vorher aufgebauscht wurden. Hinterher hat diese keiner mehr wahrgenommen, so z.B. die komplette Schliessung eines skandinavischen Krankenhaus, und dass vieles bislang vertuscht wurde, auch aus rezessionsängstlichen Gründen, war ohnehin klar. Dennoch kann man sich nach dem psychologischen 00er Schnitt endlich einer Neuortierung widmen und weitere Fragen stellen: Wie wird sich in den Zeroes der Informationsrausch sortieren? Was richtet (seit Januar!) GPS als Chip im menschlichen Körper an oder wie geht es mit den Cellular Phones (Handys), seinen chat pads und speaking Websites um? Werden Echolon und Enfopol weiter mitlauschen? Wie kommt Biometrie, Telematik, Bionik, Neurobotic Science, Interfonie/VoiceoverIP und WML/HDML voran und wann gibt es alles in einem? Neue Klonate und wie sehen sie aus? Wie spektakulär wird das Minimal Genome Project (künstliche Bakterien, Chromosomen und Zellen) von Craig Venter werden? Wann wird SETI tatsächlich auf Ausserirdische stossen? Wird Webcasting oder Flashradio im grossen Stil endlich auch nach Europa überschwappen? Papier aus 0 und 1 In den 00er-Ausgaben von Commuterworld werden wir uns zunehmend auch mit Digital Paper beschäftigen, Kunstoffolienpapier, derzeit hergestellt von E Ink (Immedia) oder Xerox. Das Pendant dazu ist Elektronik Ink. Aufladbares Papier, warum eigentlich nicht? Ähnlich schnuckelig ist auch der künstliche Baum, den die Carnegie Mellon University entwickelt hat. Dort gedeihen Bakterien, die Polymersubstanzen erzeugen. Heisst das, dass wir uns bald Bücher vom Baum pflücken können? Im Prinzip schon. Wenn das Papier gewachsen ist und dann per online update versorgt werden kann. Neben illegalen Marihuanapflanzen haben wir dann vielleicht schon bald Geldsträucher in der Wanne, wenn die bis dahin nicht schon völlig von digitalem Geld abgelöst wurden. Virtueller Roundtable der Finanzelite und die Gehirnwellen ihrer Angestellten Wie wahrnehmbar wird der Einfluss der Biotech- und Nanofirmen? Gerade erst ist nach einer weiteren Fusion und Expansion Monsanto zur elftgrössten Weltfirma aufgestossen. Zu Monsanto gehört schon seit längerem American Home, einer der grössten Lebensmittelhersteller. Sind weitere Wirtschaftsfusionen dieses Jahr zu erwarten? Stehen die Informationsfirmen nicht unter immer stärkerem Druck? Viele Analysten oder Manager suchen deswegen zunehmend einen neuen Chatroom namens Merger & Acqusitions Group (www.themagroup.com) auf, der von Dennis Carey, einem bekannten Personalberater ins Leben gerufen wurde und an dem so bekannte Chefs von Firmen wie American Express, Dell, Unisys, Tyco oder dem Pharmakonzern Smith-Kline Beecham teilnehmen. Finanziert wird die passwortgeschützte Seite durch Jahresbeiträge von 200 000 Dollar, Forschungsergebnisse von Banken kosten 50 000 Dollar extra. Ein geheimes Thema ist sicherlich auch das Ausspähen von Gedankenwellen der Angestellten, was beileibe keine Utopie mehr ist, sondern gerade an der Universität Waseda (Tokyo) entwickelt wird. Professor Hiromu Nakazawa lässt dort in mehreren Versuchsreihen die Auswirkungen verschiedener Tätigkeiten auf die Zufriedenheit von Testpersonen untersuchen. Die dabei gemessenen Gehirnwellenspektren lassen dabei Schlüsse auf angenehme oder unangenehme Tätigkeiten zu. In Harvard wird an ähnlichen Methoden gearbeitet. Da ist beruhigend, das die von Steve Mann entwickelte Eye Tap, eine Cam im Auge, noch nicht als Einstellungsauflage gefordert wurde, um etwa Eye Movements zu messen. Spannend wird dagegen die angekündigte Kombination einer CCD-Kamera, Computer und LED-Anzeige in einem Chip aufgrund eines neuen Durchbruchs in der Quantenpunktforschung. Physikern in Kalifornien ist es nämlich vor ein paar Wochen gelungen, Photonen tausendmal länger speichern zu können als bisher. Mit einer bestimmten Kombination aus Laserbestrahlung und sogenannten Energiewippen konnte man Elektronenpaare und “Löcher” erzeugen, die nach manipulierten Spannungsimpulsen die Photonen ausschicken und dann halten konnten. Man spricht seither von smart pixeling. McDonalds kauft die Bundesliga Soweit ist man im Fernsehbereich noch nicht, aber Tivo und Replay, die beiden Video Computer Recording Systeme könnten bald das Ende der analogen Fernsehzeitformate einleiten. Digital TV oder HDTV muss sich beeilen, um nicht von diesen Systemen ausgesaugt zu werden. ATI plant daher, einen neuen Chip zu entwickeln, um die neue TVHardware zu forcieren. Noch zwei Monate, dann erreicht ein Minimalausschnitt dieses Genres, nämlich digitale Bandenwerbung, Deutschland. Am 1.1.2000 trat ein neues Fernsehgesetz in Kraft, was wohl dafür sorgen wird, dass im Anstosskreis eines Fussballspiels bald McDonalds oder Becks leuchten wird. In den USA ärgern sich derweil die TVSender über das kanadische Portal icravetv.com, die etliche Sender unerlaubt streamen, ein Area Passcode (z.B. 416) reicht dafür. MP3, schwarze Löcher und Ionenkollisionen MP3 geht in die vierte Generation. Nach Entwicklung, Verbreitung und Hardware Clients kann man sich jetzt eigene Depots im Netz (z.B MyMp3storage.com) anlegen. Bei Dropbox.com gelten diese Folder oder Locker auch für andere Formate. Schliessfächer für Musik gibt es bei Texten schon länger. Nun kann man aber komplette Desktop Contents bei desktop.com ablegen. Nie mehr nach Notizen suchen. Pentopisten lächeln da müde. Sie tippen ständig etwas in ihre Organizer ein und geübte User haben sogar ihre Fingernägel zu einem Stift umgefeilt, wenn sie gerade mal wieder ihren Pen verlegt haben und sonst nichts spitzes bereit liegt. Nach all der Y2K-Panik muss in diesem Monat noch der Schaltjahrbug überlebt werden, danach kann man sich wieder zukünftigen Apokalypsen zuwenden. Die spektakulärsten finden sich wie immer in der Physik. Die Vacuum Collapse Theorie des Astrophysiker David Schramm besagt, dass zuviel Hyperinflationen von Energien einen gewaltigen Unterdruck (false vacuum) erzeugen und etwa um 2100 von einem “wahren” Vakuum aufgeschluckt werden. Konkrete Ängste gehen daher von Gegnern des sogenannten RHIC (Relativistic Heavy Ion Collider) aus, das als Experiment bald in Upton, N.Y., geplant ist. Hierbei handelt es sich um Ionenkollisionen, die Quark-Gluon-Plasma reproduzieren können. Ziel ist es hierbei, sogenannte Strangelets zu erzeugen, die auch schon beim Urknall mitgewirkt haben sollen. Dass dabei auch ein neues schwarzes Loch erzeugt werden kann, in das wir unmittelbar hineingesaugt werden, schliessen die Wissenschaftler dabei aus. John Marburg, der Leiter des Instituts, ist überzeugt, nicht in der Evolution herumzupfuschen. Die Ionenkollisionen würden nur Sinn in der Nähe eines Neutronenstern machen. Aha! Gut, dass wir darüber gesprochen haben.

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Commuterworld Dezember 98 Nico Haupt netzkraut@duesseldorf.heimat.de Wieviele Prince-Remixe gibt es 1999? Commuterworld (CW) geht ins zweite Jahr, lehnt sich zurück und schaut nach vorn. Im vergangenen Jahr wurden hier ungefähr 300 Stichwörter angerissen, die teilweise die Köpfe schütteln oder rauchen ließen. Es wird also Zeit für einen Index im Web, demnächst unter http://www.de-bug.de/haupt. Schon jetzt kann man daran ablesen, was uns auch 1999 wieder beschäftigen wird: Handyism, E-Commerce, Genetic Engineering, GPS, Kryptographie, Neurobionik, Polymerspeicher und Robotic Science. Tendenziell knapp dahinter liegt Telematik, Steganographie (Geheimverschlüsselung), Biometrik, Automatisierung, Nanotechnologie, Insektendroidismus, Gewebeklonung, Open Source, Kinematik oder Smart Clothing. CW hofft, eine Brücke zwischen all diesen Komplexitäten zu schlagen, denn viele Begrifflichkeiten werden auch im nächsten Jahr weiter miteinander verschmelzen, sich zersplittern oder neu formieren. Die skurrilsten Themen wie das Chamäleon-Haus, das Haarp-Projekt (Plasmaphysik für Wetterbeeinflussung?) oder Nahrungsmittel, die Fettaufnahme oder Hunger steuern können (Cw11), werden weiter verfolgt. 1999 ist auch das Jahr der Veränderungen: eine einheitliche europäische Währung, eine neue Regierung in Berlin, ein fallendes Strommonopol und die immerwiederkehrende Millenium-Angst, diesmal ausgelöst durch Wirtschaftskrisen und den Y2K (BIOS 2000-Bug). Der Wunsch nach Individualität, Pazifismus und doppelter Staatsbürgerschaft nimmt auch zu. Furcht oder Hoffnung auf einen Weltstaat, Einheitswährung oder gar Abschaffung von Geld- im Internet kann man es hautfarbenfrei seit Jahren schon diskutieren. Mehrfachidentitäten, Multiplität oder Avatarismus ist auch Grund, in De:Bug eine neue Rubrik zu eröffnen, freilich nicht wieder ohne einen Schuß Ironie: Hauptheld der neuen Miniserie ÒDr. Zeit Trink 2Ó ist ein ehemaliger Genetik-Laborant namens Pete Woodstock, der im November 99 in ein vorausbezahltes Schweizer Ferienhaus gezogen und zum Judentum übergewechselt ist. Dort schreibt man nämlich schon das Jahr 5760! Pete glaubt zwar nicht an den Weltuntergang, hat aber panische Angst vor Kläranlagen, die den Wald aufgrund des BIOS-Bug überfluten könnten. Er schreibt in den letzten Tagen vor Sylvester seine vermeintlich wichtigsten Tips für eine Computerzeitung und macht sich dabei auch Gedanken über den dämlichen Titel seiner Serie. CW wünscht bis dahin frohe Festtage, einen guten Rutsch, viel Schnee unter http://www.xmas.com und hofft auf mindestens 99 Remixe von Prince! Chipkultur A) Zuerst zu herkömmlichen Chips, noch uneingepflanzt: Die Chips der nächsten Generation überschlagen sich gegenseitig: 800 mhz Taktraten oder 44 Millionen Polygonberechnungen pro Minute sind nur zwei Maßstäbe von Unglaublichkeiten, mit der sich die kommende Branche übertreffen möchte. Nun ist es Forschern in Alamo auch gelungen, mit Hilfe der Quantenmechanik, einem Laser und einem Photonenzerleger Daten verschlüsselt durch die Luft zu übertragen. Helfen tut ein Polarisator, der die vorgewählten Orientierungen wieder in den Zustand 0 und 1 des Binärsystems rückcodieren kann. Dann benötigt man noch ein Teleskop und eine Optik, die das Licht wieder zusammenbringt. Das Ganze kann -wenn man die Verluste überwindet- auch über Satellit funktionieren. B) Verwirrung beim Begriff Bio- oder Genchip. Zum einen könnten es Chips im Hirn oder für das Hirn sein, zum anderen gibt es elektronische Chips, die mit biomolekularer Technik hergestellt wurden. In den vergangenen Wochen gab es folgende Schlagzeilen: Dr. Roy Bakay (Atlanta) pflanzte einem 53jährigen gelähmten und stummen Patienten einen Chip ins Hirn, der mittels elektronischer Signale über einen Glaskegel Impulse ansteuern kann. So werden Körperbewegungen erzeugt. Im Bereich der Neurobionik ist es Ziel, Nervengewebe so gezielt mit Elektronen verwachsen zu lassen, daß auch künstliche Gliedmaße angesteuert werden können. Jetzt Neu!: Sozionik Es ist mal wieder ein neues Feld der Crossover-Wissenschaften eröffnet worden: Sozionik. Das Gebiet umfaßt künstliche Intelligenz, die von künstlichen Agenten ermittelt wird. Gesellschaftliche Vorgänge werden hierbei mit Hilfe von zusammengeschalteten Aufgabensystemen ermittelt. Das Einsatzgebiet ist faktisch unendlich. James E. Doran (UNI Edinsburgh) umfaßt das mit dem Begriff “crazy ideas”. Er ließ untersuchen , wie Hierarchien und kollektive Irrtümer enstehen oder das Raum-Zeit-Kontinuum simuliert werden kann. Anlaß war die Frage, warum Menschen einen freien Willen haben, wenn der Urschöpfer schon genau weiß, was die Zukunft bringen wird. Mit sogenannten “Constraint Satisfactions” geht er der Sache zielstrebig auf den Grund. Lösungen auf Fragen werden nach einer Weile nicht mehr in einem bestimmten Zeitraum, sondern aufgrund von Wahrscheinlichkeiten unmittelbar und sehr abstrakt erzeugt. Aufspürung von Geldzellen an digitaler Börse Abwandlungen dieser soziologischen Thematik auf völlig anderem Gebiet sind genetische Algorhythmen. Davon spricht man im Bereich der digitalen Börse. Große Suchräume und Auswertungen von Charttmustern sollen mit Hilfe der KI verkürzt werden. Sie arbeiten deshalb auch mit Selektion und Mutation, bedienen sich komplexer Regeloptimierer und Ðeditoren. So denkt man hier nur noch in Profitzellen, Zahlenmakros oder labilen Fitnessindikatoren, die ausgetauscht werden. Bei Evolver, einem dieser GA-KI-Programme, wird z.B. eingestellt, welche Geldzellen optimiert werden sollen. (Konkurrenzprogramme wären GeneHunter, Generator und sogenannte Trade-Stationen.) Fiktive Zeiträume sowie optimierbare Sell-and Hold-Generationen sind der wichtigste Teil der Simulationsprogramme. Waren herkömmliche Börsenprogramme, Konsumentenprofile, Webticker und Online-Brokerage bereits schon Evolutionsschocker für Altbörsianer, so dürfte diese Welle der endgültige Adrenalinstoß für Kostolani und Co. sein. Nippons Trends Unter Telematik faßt man mittlerweile die ökonomische Fernsteuerung von Verkehrsdaten zusammen, die den Autoverkehr steuern und irgendwann auch bremsen sollen. Der Weg zum Auto ohne Fahrer in einer Großstadt ist dagegen noch weit entfernt. Modernster Vorreiter von telematischen Verkehrsleitsystemen ist seit Oktober Tokio geworden. Das sogenannte Intelligent Transportation System soll den vielen Verkehrsstaus ein Ende bereiten. Etwa 14000 Infrarotsensoren und 300 Videokameras an über 900 Kreuzungen werden nach und nach installiert, teilweise auch in bestehende Verkehrsschilder. In Japan besitzen außerdem über 3 Millionen Menschen Navigationssysteme in den Autos, dazu gesellt sich ein elektronisches Zahlsystem, und mit Smart Cards soll man bald Zahlstellen passieren können, ohne anhalten zu müssen. Geplant ist das für über 40 Schnellstraßen, danach auf allen Autobahnen. Natürlich ist die Smart Card auch kompatibel für alle weiteren Abrechnungssysteme. Skurril ist der Einfluß anonymer Zahlungssysteme auf den ältesten Verkehr der Welt, mittlerweile aber Cybersex oder noch treffender Telesex genannt. Bereits seit Jahren kann man über Handys anonym Schulmädchensex ordern, mit Chipkarten bezahlen oder in Automaten Unterwäsche ziehen. Zum neuesten Trend gehören künstliche Schamhaare oder Unterhosen, die mit Fernbedienung, beispielsweise in der U-Bahn, zur Vibration gebracht werden können. Und medizinisch exklusiv: Die Künstlerin Maria Niino verkauft für 21000 DM Busenersatz, der nach bestimmten Temperaturen die Farbe von rot bis pink verändern kann. Sex hat in Asien ohnehin einen anderen Stellenwert als in Europa. Weitgehend im Underground, allenfalls im Web, bleiben nach wie vor die “sexploitations”, genreumkippende Streifen, die vom Kickboxen bis zu fliegenden Feen alles scheinbar zusammenhanglos kombinieren, während die “soft erotic pink moviesÒ zum Massenmainstream geworden sind. Wem der Sex im Auto noch zu eng und gefährlich ist, kann dies also nun endlich auch anonym in der U-Bahn tun, wo in Displays auch schon die wichtigsten Hotlines angepriesen werden. Neuester Hype: Reservierbare Abteile, in denen man “Masturbation” bestellen kann. In Deutschland gibt es ab 99 die harmlose Variante: Trend Network plant U-BahnTV mit lokalem Bezug und Verspätungshinweisen. In Berlin reichen dagegen schon in der Linie 9 einige Projektoren, die Standbilder einfach an die Tunnelwände werfen, so daß auch ein Film entsteht. Alles natürlich ohne Sex. Nicht vergessen, liebe Exhibitionisten, viele Voyeure haben Spycams unter dem Schuh, und so kann es schnell passieren, daß sich einige Filmchen demnächst auch hier auf irgendeinem CUSeeMe-Server im Netz wiederfinden können. Handyism Israel ist immer für eine Besonderheit gut, was den Telefoniemarkt angeht. Nicht nur, daß sie Störsignale für Handys entwickelt haben, nun haben sie auch die Lizenz für anrufbare Kinderhandys mit einer Außennummer verkauft. Die sogenannten Mangos sollen nächstes Jahr bei uns auf den Markt kommen. 1999 wird sich der Telefoniehype in Deutschland verschärfen. Nachdem der Internet-Streik und der Streit zwischen Mobilcom und der Telekom für erste Preissenkungsankündigungen gesorgt hat, werden die ersten Smart cards und weitere digitale Abrechnungsverfahren eingeführt. In Finnland besitzen bereits fast 45% ein Handy, kein Wunder, daß die heimische Marke Nokia so beliebt und phantasiereich ist. Neben der PC-Handy-Fusion Communicator bauen sie nun auch Handys in Füllergröße und arbeiten zusammen mit mehreren Partnern an eigenen Betriebssystemen, die auf Windows NT aufsetzen sollen. Least Cost Router, die den günstigsten Telefontarif ermitteln können, bekommen nun auch Konkurrenz mit dem Telefon selbst. So bringt ComTel gleich ein Telefon mit eingebautem Router raus. Neue Tarife datet man aus dem Web auf. Handyism sorgt auch für Turbulenzen an der Börse. Die erste Handy-Aktie brachte die Trierer Firma HerzogTelecom raus. Und endlich koordinieren sich auch die lokalen Telefonprovider. HanseNet, Isis, Netcologne und andere schlossen einen Kooperationsvertrag ab. Hoffentlich purzeln jetzt endlich auch unkompliziert die Preise. Der PC on demand (jetzt in den Staaten mietbare Apples) ist dagegen keine Illusion mehr. Am Ende des Tunnels könnte der PC für 1 DM stehen, der an einen Koppelvertrag für einen Internet-Provider gebunden ist. Und damit man bei den Namen von Telefonie-Providern nicht lange grübelt, gibt es in den Staaten nun auch egal, weißnicht und irgendwie-com. Kein Scherz, der fällt mir diesmal am Schluß wirklich nicht ein. Erfinder dieser Namen ist die Firma KTNT. Ich glaube, der Zufallsklingler wäre noch etwas für einsame Menschen, man könnte ihnen dann alte Telefonbücher vorlesen, wo es noch Telex gab.

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Commuterworld Nico Haupt netzkraut@newmedia.de Auswärtsspiele im All Den Menschen scheint es auf der Erde immer langweiliger zu werden. Nachdem alles hundert mal erkundet und bestiegen wurde, bleibt als letzte Herausforderung noch die Vermessung. Nanotechnologie, Robot Clothing, Biometrik (Gesichtserkennung) und Telematik (Verkehrsleitung) treiben diese Entwicklung an. Andere Mitbewohner sind noch gelangweilter, sie treibt es ins All, und von dort gibt’s nach wie vor schöne Bilder vom Terraserver, demnächst wohl auch Infrarot-Scans von Waldbränden und Umweltangriffen. Gerade erst fand die erfolgreiche Ankopplung vom russischen und amerikanischen Modul für die Weltraumstation Columbus statt, die ab 2004, garantiert maklerfrei, Parzellen anbieten wird. Das Leben im Weltraum, bald kein Utopie mehr. In den wichtigsten Wissenschaftszweigen geht ebenfalls der Trend in diese Richtung. Künstlich erzeugte Sauerstoffverbindungen, neue Legierungen, Allergie-, Herzleiden und Krebsbekämpfungsmittel, sogar Neuberechnung schwarzer Löcher werden im All getestet – und das ist nur eine Auswahl aus dem TechnoMix ‘All 2 000′. In Stuttgart entwickelt das DLR einen neuen Antrieb für Kleinstsatelliten. Statt mit Brennstofftank und Motor ins All zu starten, ziehen die Minigeräte auf dem Strahl eines am Boden positionierten Lasers in den Himmel: Laser-Lightcraft nennt sich das Projekt. Auf dem Mond suchen andere Wissenschaftler nach dem Vorkommen eines bestimmten Heliumisotops, mit dem man Fusionsreaktoren betreiben kann. Die Japaner wollen dort außerdem in jedem Falle Hotels bauen. Millionäre sind schon jetzt bereit, dort zu urlauben. Im Rahmen des Tourismus wird fleissig geforscht: Physiker schaffen unter extremster Hitze die verblüffensten Effekte, und Quantenmechaniker bestätigten jetzt erneut, dass sich Metallplatten in einem Vakuum gegenseitig anziehen. Die dazugehörige Kraft kommt aus dem Nichts, seltsam, aber wahr! Auch die Energie des Lichtes wird eingefangen und genutzt. Jetzt untersuchte man spezielle Proteine, die als Nebenprodukt den Sauerstoff zum Atmen produzieren. Private Luftfahrtunternehmen wie Pioneer Space Plane, Kelly Space, Space Access, Rotary Rocket oder Universal Space Lines bestätigen die Forschungen. Letztere basteln an Satelliten on demand, neuen Eilpostverfahren, Mülldiensten, Rohstoffgewinnung und natürlich auch am Tourismus. ZITAT: Statt als Raktete ins All zu starten, ziehen die Minigeräte auf dem Strahl eines am Boden positionierten Lasers in den Himmel. Virtual Warfare Wenn der Future Krieg abläuft, bekommen wir ihn vielleicht gar nicht mehr mit. Ist doch toll, werden bestimmt einige ausrufen. Stimmt nicht ganz, vor allem klein wird es – deshalb! Seit dem offiziellen Ende von Atomtests wird zwar fleissig an Supercomputern simuliert, der Atomkrieg könnte trotzdem out werden. Zum intelligent Pacifistic War gehören Klebekiller für Flughäfen, Schaumstoffspritzer für Soldaten, die am Boden festkleben oder das Fangnetz aus der Pistole. Im Trend der Mikroisierung werden aber auch geimpfte und umoperierte Insektendroiden getestet. Der letzte Schrei sind jedoch ferngesteuerte künstliche Insekten, sogenannte Entomopter. Sie ähneln einer Art Mücke, besitzen Videoaugen, biegbare Flügel, sowie eingebaute Sensoren, Steuerräder für den Boden, chemische Muskeln, Antennen und Minitreibstoffbehälter. Gekoppelt mit Biowaffen könnten sie zum Horrorszenario werden. Gerade im letzten Jahr kam die Meldung, Israel würde an einer Genwaffe arbeiten, die ausschliesslich Araber infizieren könnte. In Nes Ziona bastelt man tatsächlich an Ethnobomben, die bestimmte Genlokalisationen nutzen. Die Bewohner dort laufen schon Sturm. Deutschland plant nach Insiderangaben die böseste Waffe. Die US Air Force hat mittlerweile unbemannt ihre grossen Flieger losgeschickt. An Bord war eine modifizierte Variante der ‘Creatures’, dem beliebten Evolutionsprogramm der kleinen Wichte, die selbstständig ihr kleines Unwesen treiben. Es ist geplant, sie bald für längere Strecken ganz alleine loszulassen. Mit ihrer Variante einer modernen Endomopterversion der Biene Maja werden über einen Minilautsprecher große Stars erklingen. Die E-Biene soll über das Land ihrer Wahl fliegen und eine furchterregende Hitcollection summen von Stars wie Oli P., Down Low, 2-4 Family, Ayla und Witt. Microwar Microsoft kriegt’s jetzt so richtig dicke ab. Zunächst wurden am Halloween-Tag im Web weitere belastende E-Mail-Protokolle veröffentlicht. Die Liste ihrer Gegner nimmt monatlich zu. Eine japanische Wettbewerbs-Kommission, Sun, Oracle, Unix-Hersteller, Handybetriebssysteme und jüngst AOL, die (gegen Ansturm vom Consumer Project) mit Netscape fusionieren wollen. Geht Microsoft langsam in die Knie? Aus Angst, nächstes Jahr in Micro und Soft gespalten zu werden, werfen sie von alleine renommierte Gebiete ab. Die Anteile von Real Networks (Erfinder von Real Audio und Video), wurden nach zähen Streitigkeiten wieder verkauft. Und die Schwierigkeiten gehen weiter. Zehn Teilzeit-Arbeitskräfte klagen auf Sozialansprüche. Das Bezirksgericht in San Jos, Kalifornien, ordnete außerdem an, bis März deren Java-Implementierung dem Standard von Sun Microsystems anzupassen oder den Verkauf von Windows 98 und des Internet Explorer 4.0 einzustellen. Alle hoffen jetzt langsam auf Open Source ihres Betriebssystems. Bill Gates schimpft über eine Verschwörung. Wie gates weiter, Bill? Es soll ja noch die eine Garage geben, wo er mit Anorak rumschlief. Live on Demand Im letzten Jahr haben wir hier öfter über Live on Demand sinniert. Lesen, Hören, Fühlen, Schmecken – fast alle Sinnesorgane werden mittlerweile umfangreich versorgt. Allen voran musikalische und gedruckte Erzeugnisse: Der tragbare MP3 Player Rio darf wieder verkauft werden, Amazon pusht seinen deutschen Ableger, und das digitale Buch wird weiter perfektionalisiert. Das Rocket Buch kann man nun mehrfach aufladen, und die Konkurrenten SoftBook und Everybook brüten weitere Ideen aus. Eine Gruppe von Verlegern, Software- und Elektronik-Herstellern hat sich jetzt verpflichtet, gemeinsam Standards für E-Bücher festzulegen. Hauptmotiv: Einsparen von Distributionskosten. Auch Shopping-Dienste nehmen zu, zuletzt kam Marketplace vom Pushdienst Pointcast heraus. E-Wallet, ein kostenloses System, soll Kreditkartenängste beim E-Commerce abbauen. Daten sollen Zuhause auf dem PC liegen, die dann unmittelbar abgerufen werden können. Auch weitere Entwickler von intelligenten Webwohnungen wie Living Tomor machen Bill Gates Konkurrenz. Dazu kommt der denkende Turnschuh von Nike, Rasenmäher von Emware, Kühlschränke von Villeroy. Der zusätzliche Konfigurationswust scheint keinen davon abzuhalten. Andere Hersteller setzen auch schon auf Radiowellen, Stromleitungen und natürlich jede Menge Infrarot. HomeRun möchet statt Modems auch das Haustelefonnetz nutzen, um das Kühlschrankupdate zu organisieren. Mami stellt bald per Handy die Lampen aus, wo Sohn sein Cannabis züchten wollte. Truman Show ist überall Die Zeiten, wo man dauerhaft und nur in Printerzeugnissen auf Werbung schauen konnte, sind endgültig vorbei. Auch der Privatmensch ist zunehmend vermarktungswürdig. In der U-Bahn, an Kreuzungen oder Autobahneinfahrten finden sich elektronische Werbetafeln, die andauernd ihr Bild wechseln, biometrische Physignomieprogramme wie FaceVACS können mitlerweile in Stadien aus hunderten von Anwesenden den ‘richtigen’ Störenfried ausfinden. Schaltet man sich online, geht’s weiter. Spammails [Auch die Musikmenschen könnten endlich mal lernen, für ihre Ankündigungen die E-Mailaddressen in Bcc: zu stecken, statt in To: oder Cc: Herzliche Gruesse, M.B.], Pushmedien, interaktive Werbebuttons und zehntausende Voyeur-Cams, die auf Frauenklos heimlich installiert wurden. HotMedia liefert mittlerweile Zoom, Panorama, Audio- und Videosignale für herkömmliche Werbung. Im Fernsehen ist Wiederholungswerbung gang und gäbe, Fanhotlines Pflicht. Beim Fussball gab’s neulich Ärger um elektronische Bandenwerbung. Ohne Absprache mit den Beteiligten blendete man in verschiedenen Ländern unterschiedliche Werbepolygone ein. Replay wird das Tool der Zukunft für TV. Nach Orad (Virtual Soccer) landete jetzt die Firma LMC aus Wiesbaden mit dem ersten Virtual Tennis Replay einen Coup und kündigte weitere Überseedeals an. Der Haupteffekt besteht in Echtzeitanimationen, die unmittelbar für individuelle Perspektiven genutzt werden können. ReplayTV von Tyvo/Kalifornien möchte ab sofort Fernseher verkaufen, mit denen man ständigst digitalisieren und aufzeichnen kann. Integriert ist das System inklusive Historysuchmaschine und einem Werbungsunterdrücker. Dass der Fernseher eher vom PC als umgekehrt aufgesaugt wird (z. B. WebTV) beweisen neue DigitalTV-Karten von Compaq, Philips oder Panasonic, natürlich auch für digitale TV-Shows. Der nächste Hit könnten die holographischen Speicherwürfel (TU Darmstadt) werden. Datenspeicher und Reflektoren als Dauerbestrahlung? 2000 rückt heran und alles soll vorher schnell anders werden. Fast wie ein hektischer Sog, so empfindet man mittlerweile die technischen Neuordnungen. Netzpolitik Politischer Webaktivismus nimmt zu. Im Januar widmet sich der Film 23 dem bekannten Hacker Hagbart. Jeder Laie diskutiert mittlerweile über den mysteriösen Tod von Tron im letzten Jahr. Die neueste Theorie soll mit den neuen Cracks um Pay-TV zusammenhängen. Hagbart war an DF1 interessiert. Die Aktivistengruppe Electronic Disturbance Theater wirbt für Angriffe auf Sites von unerwünschten Konzernen. Eine andere Organisation veröffentlicht Schwachstellen von Chemiewerken im Netz. Die Möglichkeit einzelner, Druck auf große Werbeunternehmen auszuwirken, kann ein Hinweis darauf werden, dass ökonomische Planung immer schwieriger wird. So schnell könnte auch Geld entwertet werden. Digitale Zahlungswährung als Übergang setzen sich wohl dann durch, wenn sich Carding Gewerbe wie American Express bald weigert, Sexsites oder Camstreams zu unterstützen. Die ersten Smart Cards werden zudem eher für Zugangsberechtigung als zur Zahlung genutzt. Unser Privat- und Sexleben liegt brach. Freie Source Codes, Cracksites und Dongles nehmen zu. Noch fusionieren Deutsche Bank, Daimler, Exxon und AOL wild herum, um sich das letzte Terrain zu sichern und den Kleinunternehmen die Durststrecke abzugraben. Veröffentlichte Lebensläufe aller Mitmenschen könnten sich aber als Bumerang erweisen. Ist Open Bio Source eine mögliche Horrorvison oder doch schon ein moderner Toleranzbegriff? Allzuviel Technokratie fördert auch ungewollt Illegalität. Beamte sollten daher auch mal durchleuchtet werden. Voyeur Cams im Finanzamt, Arbeitsamt oder Straßenverkehrsamt wären da äußerst hilfreich. Wissen ist Macht, doch wenn alle alles wissen, macht das noch was?

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Commuterworld compiled by Nico Haupt nicohaupt@gmx.li Internet 2 und seine schnellen Enkel Wieder war es Uncle Sam, zu dem Europa am 24. Februar neidvoll herüberblickte. Erstmals seit dem Erprobungsbeginn im Oktober 96 wurde das Internet 2 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Abilene, so der Projektname, ist bislang passwortgeschützt [www.internet2.edu/members] und nur für 140 UNIs und kommerzielle High-Techfirmen zugänglich. Es soll überwiegend für Digital Video Network, z.b. auch für Teleoperationen genutzt werden. Mit dem entsprechenden Equipment können Daten nun mit 2,5 gbit/s bis zu 45 000 mal schneller als mit 56k-Modems übertragen werden. 1999 wird somit zum Jahr völlig neuer Masstäbe, denn auf der Basis von Internet 2 entstehen Richtlinien für völlig neue Computerumgebungen. Was ist los am MIT im Monat April? Das MIT entwickelte einen olfaktorischen Chip, der die Idee von Gerüchen on demand weiter vorantreibt. Der Chip kann auch im Menschen eingepflanzt werden, um pharmakologische Substanzen zu übermitteln. Für Netzwerkcomputer oder Fernseher dagegen dient der Prototyp als “Gefäss” mit etwa 34 Minibehältern für jeweils 25 Nanoliter Flüssigkeit. Die reichen, um unterschiedliche Gerüche in Echtzeit zu emulieren. Kann man also bald Werbebanner auf Websites riechen? Intelligent Home: Ein Schmankerl für Einkaufsfaule: Die Firma Electrolux (UK), die auch den ersten Prototyp eines Staubsaugerroboters anbietet, bringt jetzt einen Kühlschrank mit Internetzugang und einem Barcode-Lesegerät heraus. Prost! Neues auch von Big Blue: IBM möchte neben dem Nachfolger XML von HTML(Webeditiersprache) nun auch sein SpeechML als Konkurrenz zu VoxML vorstellen. Sprechende Webseiten sind damit in Zukunft möglich. Vorausgesetzt, sie haben ein installiertes ViaVoice im Browser. Ausserdem will IBM, die gerade jüngst einen sensationell schnellen Kupferchip entwickelt haben, zusammen mit der Telefongesellschaft Bell sämtliche Fernsehgeräte, Videorecorder, Steroanlagen und auch PCs vernetzen, um sie über einen gemeinsamen Internetzugang fernzusteuern. Das Projekt nennt sich Home Director und ist damit ein weiterer Konkurrent in der “Intelligent Home”-Branche. Intel Pentium III Powernews auch vom neuen Intel Pentium III. Erst der Skandal um die weiterhin zurückverfolgbare Hardware-Cookies. Dabei geht es um die implentierte Seriennummer, die theoretisch zurückverfolgt werden kann, wenn ein Rechner am Netz hängt. Der neue Powerrechner wurde nun mit 1002 mhz hochgetaktet, vermutlich um mit dieser Leistung herkulesk von der BigBrother-Allüre abzulenken. Hier keine Werbung bitte! Demnächst kann man nicht nur dem Postboten verbieten, Werbewurfsendungen in den Briefkasten zu werfen, sondern auch seine Websites sauber halten: “Sniffer”, Zerhacker von Click Buttons oder Pop-up-frames, machen es möglich. Neben dem WebWasher von Siemens kommt jetzt Internet-Mute heraus, der von ‘bg-sound’ bis ‘auto-refresh-tags’ alles filtern kann und den Werbegenuss zerstört. Who are you? Das Biometrieprojekt für Identifikation im Bankenbereich wurde gestoppt. Nach Rangeleien mit dem Bundesinnenministerium wegen unterschiedlicher Auffassungen über digitale Signaturen und einem zu hohen Entwicklungsbudget stoppten jetzt mehrere Banken, Sparkassen, Versicherungen und Wissenschaftler das Projekt. Nun werden sich wohl ausländische Biometrieverfahren durchsetzen. Von Bewegungsergonomie, Thermogrammen bis hin zur Identifikation über die Augeniris ist nun alles drin. Vielleicht sollte man noch die neuesten Wissenschaftsprogramme “expression glasses” und “automated facial anylysis” anschliessen, die Körperbewegungen in Nervosität uminterpretieren können. Maus kauft Ameise und Apfel? Zum Schluss noch ein Gerücht, welches bei Erscheinen dieser Ausgabe vielleicht schon keins mehr ist. Die Mickymäuse von Disney wollen Pixar (“Das grosse Krabbeln”) und Apple nun komplett kaufen. War da nicht noch was? Bei dem Konkurrenzunternehmen Dreamworks arbeitet man doch teilweise auch mit Windows? Und haben die sich nicht mal bei Apple eingekauft? Genüssliches Überleben am 99. Tag wünscht der Schreibbote Nico! RECHTS GUT AUFFINBAR AN DEN RAND: Glossar: GPRS= General Packet Radio Services UMTS = Universal Mobile Telecommunications Systems MIT= Massachusetts Institute of Technology ftp= file transfer protocol, Dateimanager zur Übermittlung von Daten von einem Server zum anderen javascript= Hilfseditiersprache für Webseiten, abgeleitet von java für HTML/XML Zitat: Kann man bald Werbebanner auf Websites riechen?

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LIEBER LAYOUTER. BITTE ALLE ABSCHNITTE ALS EIGENE ARTIKEL LAYOUTEN. ALSO DIE KAPITELÜBERSCHRIFTEN IMMER IN SCHWARZEN BALKEN NICHT ALS LAUFENDEN FLIESSTEXT, SONDERN VONEINANDER TRENNEN. KAPIERBAR? Cyberpolitik Zunächst Intel: Nachdem der Skandal um die auslesbare Seriennumer über das Netz runtergepusht wurde, sollen nach Meldungen des australischen Magazins “Fairfax 3″ Websites vorbereitet werden, die nur vom Pentium 3 lesbar sein sollen. Microsoft wiederum brachte nun einen Patch auf den Markt, der die unbemerkte Online-Registrierungsnummer wieder rückgängig machen soll. Cyberpolitik bzw. augmentierte (vergrössert, ein Mix aus virtuell und real) Politik nimmt zu. Für die Online-Petition “Stimm gegen SPAM” haben im letzten Monat mehr als 20.000 Netz-Surfer aus allen EU-Ländern unterzeichnet. Auch die brisanten Veröffentlichungen über das europäische Abhörsystem ENFOPOL nehmen zu. Die Kunstpartei/Parteikunst Chance 2000 hat nun eine eigene globale Ideologie seit August 98 weiterentwickelt, nämlich Chancismus. Dies führte zu einem Eklat unter Technosophen, Cybersituationisten und Retro-Fundamentalisten in Berlin. Drei Mitglieder des neuen Vorstands traten komplett zurück. Danach tobte im Chance-Chat ein multipler Ideologiestreit. Chance 2000 sammelte nun für die Europawahl und hat sich mit verschiedenen ãStaatenÒ für den Weltwirtschaftsgipfel angemeldet. In Amsterdam ging erfolgreich zum 3. Mal nach neun Jahren “next five minutes” zuende (n5m.org). Diskutiert wurden innerhalb der postgovermentalen Organisationen eifrig hilflos bis engagiert über u.a. Cyberliberalismus, Economy of Sale sowie den Verkauf des Freenet-Providers XS4all an KPN, der privatisierten niederländischen Staatstelekom. Neuigkeiten aus dem Land der Technik Das visuelle 3D-Denken nimmt zu, mehr und mehr auch auf spielerische Weise. Scanner, Projektoren und Shutter-Brillen kommen verstärkt auf den Markt. Auch das Web will nicht dahinter zurückstehen. Die mehrfach prämierten Blaxxun Community Server und Clients bieten nun eine offene Plattform für interaktive 2D und 3D (VRML) Lösungen an. Die Erfinder des Cosmo Players fördern jetzt die neue Websprache X3D. HTML dürfte demnach immer unwichtiger werden. CEBIT Neuigkeiten? Hier ein Auszug: Dem Voice-Browser “Talkingweb” genügt künftig ein Sprachbefehl wie “Stau” oder “Mail”, um Websites per Handy vorlesen zu können. Home Zone (Viag) soll den Festnetzanschluss überflüssig machen. Inmarsat will bis Mitte des Jahres eine ISDN-kompatible Leitung pushen. Auch die Dubliner Firma Armstrong Satellite Data Service will mit “Web-Sat” einen Duplextransfer-Internetzugang über Satellit ermöglichen. Bislang war ein einseitiger Transfer nur über die Firma DirecPC möglich. In Deutschland könnte diese Telefonie nur über Stromleitungen funktionieren. Doch Nor.web, Siemens, RWE und Ascom wollen das beschleunigen. Mit der Powerline Communication sollen Datentransfers von 1mb/sec ermöglicht werden. Gleichzeitig startete auch das erste deutsche Internet-TV “tv1″ in München. Icon TV (Köln) wiederum hat bereits mehrere Musikredaktionen im ADSL-Testversuch der Telekom laufen und plant, mit internationalen Partnern ab August offiziell an den Start zu gehen. Und wer noch herkömmliches Fernsehen geniesst: Axcent stellte den Videorecorder Insert/MediaTV vor, der verschiedenste Videos nur über seine 18 gbyte-Festplatte speichern und gleichzeitig wiedergeben kann. Ein grosses Politikum war auch das Betriebsystem UNIX auf der CEBIT. Es schlägt sich weiter erfolgreich durch und profitiert vom zunehmenden Negativimage von Microsoft. Verschiedenste Firmen pushen nun auch Linux, das freie Subpendant dazu. Gnome (Grafische Umgebung), Sun, Compaq, Novell, Oracle, IBM, Siemens (Linux-Cluster), Dell (jetzt auch privat-PCs), Corel (eigene Linux-Ditribution), Intershop3 (ebusiness) sowie eigene PCs von GNN /Delix (1000,- DM) oder Silicon (Workstations) sind nur ein paar Beispiele. Geoutet wurden jetzt sogar 36 Microsoft-Techniker, die heimlich an Office für UNIX arbeiten sollen. ZITAT: In Deutschland kann die ständig steigende Telefonie nur über Stromleitungen funktionieren. Bioterror Die Absurdität der naturwissenschaftlichen News ist fast schon reif für ein “Cheers” der weissen Kittel. So bekommt die Kryptographie mit Hilfe der Quantenmechanik einen neuen Aufschub. Sogenannte vertikal polarisierte Photonen werden je nach Art der Messung einem bestimmten Gradindex zugeteilt und danach sofort in einen komplexen Binärschlüssel kodiert. Internationale Konzepte um Qubits herzustellen, liegen nun vor. In New Jersey (AT&T), Innsbruck, Paris oder Genf will man den Quantencomputer der Zukunft bauen. Wichtigstes Ziel: künstlich erzeugte Elektrofelder müssen die Qubits in koordinierten Feldern ãgefangenÒ halten. Die Genres der Zukunftscomputer sind gnadenlos abgesteckt: Polymere, Quanten, FunkLAN/WAN, Strom oder Netzphotone. Das Heinrich-Hertz-Institut nutzte sogar erstmals Infrarot (140Mbit/s). Wissenschaftler aus Chemie, Physik und Biologie, früher nicht gerade befreundet, nähern sich dabei eher an als zu konkurrieren. Von echtem Vorsprung kann man daher nicht sprechen. Opticon pusht weiter die Festplatte der Zukunft auf Polymerbasis. Dazu stellten sie jetzt einen 6mbit-Speicher vor, geplant sind zusätzliche Hybridchips für 1 gbit. Auch die Chemiker freuen sich. So konnte man endlich zwei mathematische Operationen gleichzeitig ausführen. Sogenannte AND-NOT-Gatter senden nun Licht aus, wenn Calcium-Ionen nicht auf Sauerstoff, sondern bestimmte andere organische Moleküle treffen. Auch der Laser gewinnt wieder an neuer Bedeutung: In den USA löste ein Megalaser eine Kernreaktion aus, die der gesamten Stromproduktion der Staaten für eine Millisekunde lang entsprach. Lasern auch in Deutschland: In Jena operiert man mit einem neuem Laserskalpell an Chromosomen. In München konstruierte das Forschungsteam um Immanuel Bloch sogar erste Wellenlaser, die mit Atomen schiessen statt mit Licht. Und zuguterletzt gibt es da noch die skurrile Weiterentwicklung von Tesa-ROM. Durch Laser können die bekannten Kleberollen mit Hologrammen bestrahlt werden, die eine Filmsequenz erzeugen können. Vielleicht für schlüpfrige Pornofilme? Es klebt, würde ich sagen, und manchmal auch in mir selbst. Nanomechaniker, die an Maschinen aus Molekülen arbeiten, welche einmal im menschlichen Körper “arbeiten” sollen, haben jetzt nach Zahnrädern, Pumpen oder auch Gitarren (!!) eine Waage konstruiert. Und was treiben die Genfooder & genetic engineers Neues: Sie kreuzten DNA Reis erfolgreich mit Sojabohnengenen, um seinen Eisengehalt zu verdreifachen. In England wurden dagegen nun genmanipulierte Kartoffeln für den BSE-Virus verantwortlich gemacht! Es gab jedoch eine Vorgeschichte: 1998 wurde Arped Pusztai, ein angesehener schottischer Biologe, plötzlich unter seltsamen Umständen entlassen, als er herausbekam, daß Ratten bei Fütterung genau dieser Kartoffeln eine Schwächung ihres Immunsystems erfuhren. Angeblich waren seine Ergebnisse damals falsch. Vielleicht werden jetzt die Zusammenhänge klarer. Denn der Auftraggeber war das Rowett Research Institut. Nun gilt es, die lange Ursachenkette aufzudröseln. In England gibt es jetzt bei den Lebensmittelketten Sainsburys und Iceland Boykottaktionen gegen Genfood. Hetz im Netz Das Verwertungskonsortium IFPI will jetzt die norwegische Softwarefirma FAST verklagen lassen, die den Algorithmus für die Lycos-MP3 Suchmaschine mitentwickelt hat. Aber auch die Liste von Herstellern der MP3-Player nimmt zu. Doch neben Musik gibt es ja noch anderes zu verkaufen. Das erfolgreichste deutsche Internet-Auktionshaus ricardo.de startete daher seinen dritten (!!) Auktionskanal. Und wer immer mehr Panik vor Abstürzen oder Lauschtrojanern hat: Marsh & McLennan will jetzt Unternehmen gegen spams, hacks und Viren mit ihrem Angebot “net secure” versichern. Die Welt wird weiter mikroisiert vernetzt: Im Salk Institute (Kalifornien) wurde ein Filterprogramm vorgestellt, das Gesichtsausdrücke unterscheiden und auf vorgetäuschte oder echte Emotionen interpretieren kann. Sechs von 46 Muskelfunktionen können in sogenannten “Mikro-Expressions” ausgewertet werden. Ein neues Stempelverfahren der Bell Labs kann mit einem Polymer-Transistor Linienstrukturen auf Glasfasern übertragen und wird somit zur Konkurrenz von lithografischen Barcodes. Und für die deutsche Nuklearmedizin wurde jetzt FDG zugelassen. Dieses Fluorglukosat kann Tumore orten. Was bleibt, ist der neueste Stand in der Neurochirurgie. Gedanken sind zwar noch nicht lesbar, aber mit Hilfe von EEG (Elektrodenezphalogrammen) misst man Gehirnströme mittlerweile so detailliert, dass sie bestimmten Wunschaktionen zugeordnet werden können. Führend im Bereich des Biofeedbacks sind u.a. Institute aus Atlanta und Tübingen! Wen die ewigen Wetterumsprünge nerven: Ein neues Satelliteninterferometrieprogramm verspricht, Wasserdampfansammlungen so zu orten, daß sie Regen noch eindeutiger vorherbestimmen können. Wo bleiben jetzt die freien SAT-Cams? Werden die dann von Werbeträgern gesponsert, die Regenschirme verkaufen? Oder gar von Reisebüros gekauft, um bestimmte Regionen zu featuren? Ende April ging nämlich das 1. Space Travel Symposium in Bremen zuende. Dort wurde der Venture Star vorgestellt, mit dem man privat für 38000 DM z.b. über das Reisebüro Thomas Cook Flüge zum Mond buchen kann. Ob dort auch eine webcam von der ãMars Global SurveyorÒ installiert ist, konnte ich noch nicht rausfinden. ZITAT: Ein neues Satelliteninterferometrieprogramm verspricht, Wasserdampfansammlungen so zu orten, daß sie Regen eindeutig vorherbestimmen können. Glossar: ADSL – Asynchrone Weiterentwicklung von ISDN, von der Telekom als xDSL geschützt, Varianten wie VDSL können bis zu 120 mal schneller sein als ISDN, für den konventionellen Markt sind vorerst nur ADSL und GDSL geplant; die grosse Konkurrenz zu beiden sind jedoch Funk- , Satelliten oder Kabelmodems,sind die Stromdose und phonetische Frequenzverfahren AND NOT – logischer Operator, der in Programmiersprachen zur Fallbestimmung genutzt wird AT&T – US-Telefongesellschaft mit angeschlossenem wissenschaftlichen Institut; stellen auch den a2b-Player her EEG – Hirnstromauswertungen, die bestimmten Ereignismöglichkeiten zugeordnet werden können HTML – Hyper Text Markup Language, frühe Editiersprache, die zusehends mit eingebetteten Elementen wie Flash, Dynamic HTML/Javascript und RealVideo versorgt wird. HTML wird daher vermutlich von der weiterentwickelten Editiersprache XML abgelöst, weitere Varianten sind SpeechML, MathML, VoxML, X3D, die mit XML kooperieren. LAN/WAN – local/wireless area network; jeweil lokale oder teilweise drahtlose Netzwerke über Funk Qubit – Informationsspeicher auf Quantenmolekülen ROM – Read only Memory; Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher reine Speichermöglichkeit Spam – Werbe-emails, mit dem vorrangigen Zweck, dem User ein Nutzer- und Bewegungsprofil zu entlocken VRML – Virtual Reality Modelling Language- 3D-Sprache im Web, Modelle werden in wrl-Form abgelegt

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Der Schlüssel zum Erfolg Geht es nach der Meinung führender Kryptographiewissenschaftler und Ðunternehmen, so wird Verschlüsselungstechnologie der Megaseller im nächsten Jahrhundert.Das Electronic Privacy Information Center schätzt die Chancen für liberale Kryptographie dabei als sehr hoch ein. Diese überwiegend europäische Tendenz, auch Deutschland verabschiedete ein annehmbares Fünf-Punkte-Programm, passt jedoch den USA ganz und gar nicht. Auflagen wie der Key-Escrow, auch über Busenfreund England, werden hier zunehmend boykottiert. Im Mai gab es bereits den ersten Rückschlag für Clinton. Die Bundesrichterin Betty Fletcher liess Krypto-Exporte erheblich lockern. Sie sei gegen “wissenschaftliche Einschränkungen und für freien Quellcode”. Das Telekommunikations-Unterkommitee des US-Repräsentantenhauses will nun erneut durch ein Gesetz den Export von Kryptotechnologien verbieten lassen. Kryptographie befährt mittlerweile abenteuerliche Gewässer. An der Mount Sinai School of Medicine (New York) wurde jetzt Verschlüsselungsmethodik in Genen angewandt. Die Botschaft muss dabei in einer bekannten DNA-Sequenz abgelegt sein. Ein Buchstabe entspricht z.B.einer der drei Nukleotidenketten. Besonders bei gentechnologisch produzierten Tieren und Pflanzen, die urheberrechtlich geschützt sind, könnte dies bald interessant werden. Bekanntlich gibt es ja schon Insektenborgs, jetzt kommen wohl Kryptogenaminals dazu. Dann gab es noch den Fall Lotus Nodes:In ihrer US-128-Bit-Version (in Europa darf diese wegen Kryptomilitärgesetzen offiziell nicht verkauft werden) hatte sich der NSA 24 bits reserviert, war deshalb in der Lage, weitere 40 Bit zu knacken und an offene E-Mails heranzukommen. Jahrelang wurde dies als Verschwörungstheorie dementiert und kam nun doch heraus. Eine PDS-Anfrage hierzu wurde in Deutschland abgeblockt. Wolfgang Taubert vom Bundesverteidigungsministerium äusserte jedoch aufgrund dieser Tatsache Disakzeptanz für Bundeswehr und NATO: Zur Zeit gibt es weltweit über 800 Verschlüsselungsprogramme aus 35 Ländern. Die Monopolstellung der USA wankt dabei immer mehr. Die ausländischen Produkte sind besser geworden. Doch weil die Gegner immer bösere Cyberverbrechen erwarten, wird in Programmen wie Echolon und Enfopol weitergehorcht. Wer zuletzt lauscht, lauscht am besten. Wer versteigert als erster das Netz? Das grosse Fressen in der IT-Branche geht weiter. Grosser Protzer des Monats war eindeutig AOL. Bertelsmann-Chef Middelhoff kündigt kostenlose PCs mit AOL-oder Netscape Online-Zugang an. Noch auf dem Medienforum Köln predigte er tapfer, in vier Jahren nicht als Abteilungsindex von Steve Jobs enden zu wollen. Telefonie, E-Commerce und Online-Auktionen gelten nun als Hauptantrieb aller Fusionen. Zunächst Telefonie: Qwest wird neben AT&T und MCI nun auch mitmischen durch ihren fetten Kauf von US West & Frontier. Intel kaufte für 780 Millionen Dialogic, Spezialist für Internet-Telefonie, Messaging und Voice over The IP (Internet Phone). Lucent, Ericsson, Alcatel und Nortel werden für die Sprachboards sorgen. Die Deutsche Telekom AG strebt die Kontrolle bei der indonesischen Mobilfunkgesellschaft Satelindo an, die britische Gesellschaft One2One war zuletzt im Gespräch für Italia Telekom. Die Netzwerkspezialisten Lucent stiegen in das AfricaOne-Projekt ein. Auf dem Kontinent, wo z.B. Kenia bereits eine hohe Internet-Beteiligung vorweisen kann, soll ein fettes Breitbandnetz entstehen, zusammen mit der Zukunftstechnolgie DWDM (Dense Wave Division Multiplexing). Mit dabei ein erheblicher Einsatz von Robotern und Meeresbohrern. Das Projekt soll in drei Jahren abgeschlossen sein. Bücher und Auktionen scheinen sich mittlerweile zu synchronisieren. Springer, Holtzbrinck, T-Online und Weltbild kündigten ihren gemeinsamen Net-Buchhandel Booxtra an. Eine weitere Konkurrenz zu Amazon, die jüngst in Sotheby’s investierten? Doch auch die anderen Konkurrenten holen auf: Ebay kaufte das Berliner Auktionshaus Alando, Dell plant Online-Auktionen und Ricardo möchte sogar Halbleiter versteigern. Da müssen interaktive Dienste mithalten: Ein neuer Hybrid-Chat über getgooey.com kann sich direkt über Websites einklinken, und der Gründer des Remailers Hotmail (heute Microsoft) Sabeer Bhatia will im November ein neues E-CommerceÐProdukt namens Arzoo (Leidenschaft) herausbringen. Dies verspricht grosse Marktchancen. Seine Teamliste ist ellenlang, u.a. sind Veteranen von Pointcast, Yahoo oder Netscape dabei. Microsoft, Sun, AOL und IBM haben sich nun auf den Standard ECML (Electronic-Commerce Modelling Language) für elektronische Geldbörsen verständigt. Die Deutsche Bank, auch stark im E-Commercler-Bereich, schluckte die Bankers Trust. Siemens, gerade frisch mit Fujitsu verheiratet, kaufte noch Phone.com (surf via handy) und 16 Prozent von More Magic (E-Commerce via Handy) dazu. Und wer machte noch auf sich aufmerksam? Yahoo dealte mit C&A, CMGI kaufte Altavista und in Asien fiel wieder ein Reissack um! Gipfel und andere Feten In Köln tobte der Bär und viele kleine grüne Männchen. Nicht die Zukunft aus dem All, sondern der Notstand war ausgebrochen. Ein riesiges Polizeiaufgebot sorgte für Ruhe bei etlichen Demos versprengter Mullahs, Kurden, Pazifisten und natürlich dem Euro- und G8-Gipfel. Auch C-World war akkreditiert und spähte nach elektronischen Lebensaspekten, fand aber nur Colaautomaten, die man per Handy bedienen konnte, besonders Belgier griffen zu. Heraus kam jedoch wenigstens ein Statement zu Y2K. Das Futuristischste auf der fetten Abschlussfete waren sicherlich die elektronischen Massagesessel für knapp 4500 DM – PhysioterapeutInnen aufgepasst! Dabei wären schon auf dem EU-Gipfel Themen wie das geplante Gesetz zur Softwarepatentierung angesagt gewesen. Auf dem Alternativgipfel ebenfalls kein Thema, dafür aber als Gegenveranstaltung vom Medienforum: Die Begründung von EURO-Linux. Dazu sprach Jean-Paul Smets von der Protestsite Free Patents. Er ist schon seit Jahren engagierter Vorsitzender des FFII (Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastrukur). Wie immer ging es um Monopolängste. In den USA sprechen sich bereits bedeutende Firmen wie Oracle oder Adobe auch dagegen aus. Linux bleibt weiterhin ein Thema. White Pine Software kündigt nun endlich dafür die Videoconference-Lösung “Meetingpoint” an. Im August stehen zwei weitere Gipfel an, die wenigstens Themen wie MP3 diskutieren werden: Berlin Beta und die Popkomm. Man darf gespannt sein. Y2k und die Bombe Wird der August ein Gruselmonat? Am 11.8. folgt die einmalige Planetenkonstellation, die uns nach 293 Jahren wieder eine totale Sonnenfinsternis und vermutete Gravitationsausfälle bringt. Am gleichen Tag versucht die NASA, die Raumsonde Cassini inklusive ihrer 33 Kilo Plutoniumdioxins endgültig auf den richtigen Kurs zur Venus zu navigieren, wo sie 2004 ankommen soll. Bislang verliefen solche Manöver jedoch unfallfrei. Und weil am 22.8. der GPS-Bug für eine erste Unruhe sorgt, kommt auch das überhypte Thema Y2K langsam wieder ins Rollen. Die Weltbanken bestanden mitlerweile ihren 2000-Test, und Businessmanager sehen nun alles rosarot. Anderswo versagte man: Eine Wasseraufbereitungsanlage bei LA überflutete aufgrund des misslungenen Checks einen Park und mehrere Strassen mit Abwässern. Der US-Senat verabschiedete ein Y2K-Gesetz gegen Sammelklagen, und die Washingtoner Y2K-Group (wdcy2k.org) rechnet daher 2000 mit weitreichenden Bewusstseinsveränderungen. Unter anderem erwartet sie konkret eine sechsmonatige Rezession, zwanzigprzentige Aktienwertverluste sowie kurzzeitige Stromausfälle. C-World rüttelte deshalb auf dem G8-Gipfel kräftig an den Toren Russlands und erhielt schliesslich Interviews mit dem russischen Botschafter und Jelzins Sprecher Stepaschin. Fazit war eine Meldung auf der Telepolis-Site. Noch gibt es keine offizielle Wiederaufnahme seitens der Russen und Amis bezüglich eines Notprogramms für Atomkraftwerke und Nuklearanlagen. Den sogenannten De-Alert auszusetzen, ist wohl offenbar immer noch nicht zeitgemäss. Die eigentliche Gefahr sind jedoch nicht Atombombenschläge, sondern die C3-Kontrollstationen. So könnte es durchaus zu radioaktiven Freisetzungen bei Atomsprengköpfen und den freien 4000 Atomraketen von Russen und Amerikanern kommen. Bei dem Frühwarnsystem NORAD (USA) gab es nach einem ersten Test eine Totalabschaltung. Dieses eher positive Ergebnis interpretieren Militärs aber als negativ. Y2K als Chance für Weltabrüstung in einer Sekunde? Gegen alle Prestiges! Wartungschips, die ausfallen, seien für sie eine Katastrophe, ein angreifbarer Status unzumutbar. Auch die Zielgenauigkeit der Minuteman III ist gefährdet, da diese auf einem vererbten embedded System basiert. Die Cruise Missile-Zielgenauigkeit steht ohnehin durch den GPS-Bug auf dem Spiel. Das wäre ein Fiasko für Kosovo gewesen. Wenn Wartungssysteme ausfallen, bestehen ausserdem zusätzliche Gefahren bei Trident II-Raketen und Explosionen bei W88-Atombomben. Indien und Pakistan wird dies hoffentlich nicht zum Verhängnis, denn denen fehlt das Frühwarnsystem C3! Worüber der Cyberstammtisch plauscht Die Ingenieurstudentin Kursty Groves (26) strickte einen BH, der bei erhöhtem Herzschlag der Trägerin einen Alarm auslöst und dies an GPS-Systeme melden kann. Nach dem “Techno-Bra” möchte sie auch Warnshirts für Männer herausbringen. Die aber motzen weiterhin gegen herkömmliche Politiker und wollen endlich digital wählen können. Diese Lücke könnte vielleicht eine neue Berliner Partei schliessen, namens “Die Digitalen”, die auch die elektronische Fussfessel mitdiskutieren wollen. Wahlprogramme und Unterstützungsformulare für die kommende Landeswahlen kann man bereits jetzt in PDF-Format downloaden. Gebrothert oder nicht? Die Nachrichtenagentur Reuters möchte ab 2000 einen Kopierschutz (Wasserzeichen) in ihre Textinfos einbauen. Auch Springer will ab sofort wissenschaftliche Publikationen unmittelbar online freistellen, bevor sie in den Printbereich gehen. Sie sind dann über DOI (Digital Object Identifier) registriert, nicht mehr veränderbar und zitierbar. Unter dem Stichwort Content Economy deuten sich jedoch Informationen erster und zweiter Wahl als Vorreiter für Parallelinfogesellschaften an. Und auch die grossen Filmfirmen zittern nun. Seit der grosse Raubklau von Star Wars im Web bekannt wurde, sind Ausweichgleise vielleicht bald Standard. Die Verleihfirma Fox (nach TM3 heiss auf Vox) erhöhte erstmal unsensiblerweise die Verleihgebühren. Ein neues Betätigungsfeld der Filmbranche möchte daher iFilmNetwork pushen: Online-Audienzen bei Dreharbeiten zu Hollywoodfilmen. Auftakt soll Scheme, der neue Film von Rob Nilsson werden. Viel Spass bei Camtalks mit den Kabelträgern, Best Boys und Grips.

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Electric World Nico Haupt netzkraut@newmedia.de Handypandy Nach der Verschmelzung von Handy und Palmtop (Nokia Communicator) gibt’s bis Ende 98 die nächste hippe Brainware, als da wäre zu erwarten: sprachgesteuerte Handys, Farbdisplays, eingebaute drehbare Cams (datascope), Intelligente Twin Cards und jetzt schon für die Neon-Bar-Handyanhänger, die blinken, wenn’s klingeln sollte. (Allerdings glimmt es immer auch beim Nachbarn, wenn der zu nah dran sitzt.) Wär mal ‘ne coole Lichtinstallation für den Tarifdschungel, der noch lange nicht abgeholzt wurde. Tip: http://www.heide.de/ct/ttarif oder das Programm CheapCall über www-public.rz.uni-duesseldorf.de:1998/ Private Net Clinton möchte das Internet privatisieren und die Vergabe der neuen Top Level Domains kommerziell steuern lassen. Die Europäer sind über diese Ankündigungen enttäuscht. Auch die Entwickler vom Internet 2 (siehe http://www.ucaid.org) kündigen einen übermäßigen Einsatz von kommerziellen Anwendungsprogrammen an. Derweil kann man in Deutschland im schwäbischen Herrenberg bei Eurotelwww.internom.com die neuen, netten Kürzel wie arts, rec oder shop kostenlos reservieren lassen. WehWehWeh.Ojemi.Net. Liberal Source Code Nach der Ankündigung von Netscape, Browser und Quell Code des Communicator 5.0 kostenlos freizugeben, stellt sich die Frage, ob Microsoft die Source nicht auch zur Liberalisierung veröffentlichen sollte. Vermutlich würde dies einen neuen Schwung in die Webevolution bringen. Java könnte endlich synchron entwickelt und Änderungen von freien Programmierern könnten so ständigst miteingebracht werden. Ob Netscape damit das nächste Jahrhundert überstehen wird, bleibt dennoch fraglich. Terrabytespeicher auf Polymerbasis Immer wieder spekulativ angedacht, hat angeblich nun die Osloer Firma Opticom erreicht, wovon viele Computerfirmen (alp-)träumen. Anfang 1999 wollen sie auf der Basis des Proteins Bakteriorhodopsin einen Megaspeicher schaffen. Ursprünglich Grundstoff für Nylonstrümpfe und Plastiktüten, sollen sie mit Hilfe komplexer Lichtabsorbierungen verschiedenste Wellenlängen eine Kapazität von bis zu 170 000 Gigabyte erzeugen. Polymerelektronik wird durchaus ernstgenommen, arbeitet u.a. auch mit Blaulicht, Lasern und holographischer Technik. Live on demand Energie, Gentechnik, Informationstechnologie, Banken und Medien weiter im Fusions- und Monopolrausch. Der Weltkonzern (-staat?) scheint schon wieder nicht fern. Nach Thyssen-Krupp, Bayern Vereinsbank-Hypo, Compaq-DEC, AOL-Compuserve ein weiterer Hammer! Die neue Elefantenhochzeit der Pharmabonzen Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham bringt in Europa Bayer, Hoechst und BASF in Zugzwang. Das es bei denen nicht mehr nur zischt und stinkt, beweist ein Auschnitt aus deren Repertoire: Nanotechnologie (Molekülcomputer als Lebensverlängerer), Genom-entschlüsselung und automatisierte Chemie. Das Fusionsunternehmen rangiert nun mit knapp 20 Mill. US$ hinter General Electrics und vor Microsoft, Exxon und CocaCola in der Jahresumsatzliste auf Platz 2. Orwell Kanther on the road Nach gläsernem Lauschangriff (in den USA seit Jahren in großem Stil mit dem Pentagon-KI-Analysesystem MEMEX vollzogen und durch eine EG-Kommission kürzlich aufgedeckt) soll nun auch das Teledienst-Datenschutzgesetz (TDDSG) geändert werden. Ziel ist eine eindeutige Zugriffsmöglichkeit auf Homepages und E-Mail-Verfasser. Schon einmal wollte Manfred Kanther PGP, ein ehemaliges Kryptographie/Verschlüsselungsprogramm des Pentagons, verbieten lassen. Sollten sich Kanthers Forderungen durchsetzen, müßten dutzende von Kleinunternehmen ihre Computernetze umrüsten lassen und daran pleite gehen. Abhörängstliche Telefonierer sollten sich dagegen schleunigst sogenannte Scrambler zulegen. Auch bei Handys würfeln diese die Sprache durcheinander. Der Empfänger benötigt dann eine bestimmte Schaltung zur Entschlüsselung. MIDI-Live Sounds via Web Die Musiker Editier-Software ResRocket, die man auch live übers Web einsetzen kann, ist mittlerweile beständiger Programmpunkt der BBC-Future Show “Tomorrows World” geworden. In Kürze erscheint das Update 2.0 (zu 1.2) mit weniger Bugs und neuen Features. Live-Sessions weiterhin unter http://www.resrocket.com Schneller und schneller ADSL (Asynchronous Transfer Mode), 125x schneller als ISDN mit Kanalbündelung, 275 schneller als analog, prescht weiter voran. Immer mehr Prototypen von Cisco, Ericsson, Siemens oder Intel werden getestet. In den USA kam nun das erste ADSL-Modem von US Robotics für 500$ auf den Markt. ADSL benötigt keine neuen Kabel, auch kein ISDN als Voraussetzung. Man braucht nur eine bestimmte Box, einen Splitter, der bisherige Dienste vom ADSL trennt. Daneben gibt es noch 5 weitere DSL- Verfahren. Die siebte ISDN-Alternative, ATM, arbeitet dagegen weiter paketorientiert. Eutelis, die führende deutsche Beratergesellschaft für Telekommuniaktion, prophezeit: DSL “…stünde kurz vor dem Durchbruch”. Die monatlichen Kosten für Endkunden würden bei etwa 100 DM liegen, oder vermutlich 50 Euro. Military Games Die US-Forschung hat wieder etwas aus ihrer Entwicklungskiste geplaudert. Die Tophitliste: Künstliche Insekten, die Minenfelder entdecken können, virtuelles Soldaten-Training auf animierten Tretmühlen und Simulationen von Hügel-Erstürmungen. Dagegen kontern Brain-Fetischisten aus Asien mit dem Mind Control Operation System, welches Gedanken erkennen, weiterleiten und zur Ausführung bringen soll. Dies geschieht unter Zuhilfenahme von lokalisierbaren Sauerstoffkonzentrationen im Gehirn (Magneto-Resonanz-Methode; bildlich dargestellt durch die Positronen-Emissions-Tomographie, PET) Erste Erfolge: Aus- und Einschalten von Licht oder Fernsehkanälen. Ab April angeblich für läppische 4800$ auf dem Markt.

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Commuterworld 05/98 Nico Haupt netzkraut@newmedia.de Smell On demand Erhebliche Fortschritte gibt es im Bereich der sogenannten Geruchsmechanik. In dieser Wissenschaft wird angestrengt daran gearbeitet, gezielt mit künstlich reproduzierbaren Gerüchen (Enzym-Lokalisierung) bestimmte Stimmungen zu erzeugen. Kommerziell wird Geruchsmechanik bereits schon seit Jahren eingesetzt, wenn auch nicht immer mit künstlichen Gerüchen. So strömt es bereits in Büros, Hotelempfangsräumen, Kaufhäusern, Banken oder öffentlichen Behörden, je nach Willkür der Smell-Designer nach Vanille, Zimt, Minze oder ähnlichem Beruhigungskraut. Nun ist es einigen EDV-Kiffern gelungen, komplett Französich-Guyana zu kartographieren und diesen Geruch vom Strand oder Wald zu reproduzieren. Im Bereich der Urlaubsindustrie ist man natürlich stark daran interessiert. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt: Möglich wären parfümierte Reisekataloge, virtuelle 3D-Welten mit Helmnasen oder vielleicht der Schweißgeruch vom freundlichen Zollbeamten, der einem gerade beim Schmuggeln oder Zechprellen der Hotelrechnung erwischt hat. PGP rules okay Network Associates möchte in den Niederlanden in seinem Tochterunternehmen das Verschlüsselungsprogramm Pretty Good Privacy (PGP) verkaufen. Mit einem Trick umgehen sie die vom Pentagon empfohlenen Exportverbote der USA. Die Hauptzentrale verschickt den Quelltext als Buch und verspricht weiter keine technische Unterstützung. Das Kryptographieprogramm wird immer populärer. Es gibt etliche unkommerzielle Nachbauten im Internet, die auf internationalen Servern downloadbar sind. Bonn, immer noch PGP-Gegner, hat sich derweil auf ein neues Terrain gestürzt. Nun ist eine Bit-Tax und eine automatisierte Volkszählung für das Jahr 2001 im Gespräch. Das Jahr 2000 findet nicht statt Nach BIOS, GPS und EURO könnte es nun auch zu einem vierten Computer-GAU um das Jahr 2000 kommen. Diesmal geht es um den Dow-Jones-Index. Jahrelang glaubte man, dieser würde eine vierstellige Zahl nicht übersteigen. Nun aber tendiert er immer mehr in Richtung 10000. Viele Softwareprogramme implementieren aber nur einen vierstelligen Betrag. Bei Übersteigen dieses Index könnte es ebenfalls zu erheblichen Umstellungsproblemen oder gar Währungsumstürzen kommen. Die vielen zunehmenden komplexen Umstellungen erfordern immer wieder ein massenhaftes Spiegeln von alten Steuerprogrammen auf Simultanrechnern, um Abstürze und Fehlfunktionen zu forcieren und auszumerzen. Viele Unternehmen haben kaum noch Zeit und Geld, da bis zum Jahr 2000 mitzuhalten. Deutsche E-Werke haben schon das Jahr 2000 simuliert, um zu schauen, ob ihr BIOS Stromausfälle bewirkt. Die Auswertungen können jedoch erst nach ein paar Testmonaten vorgenommen werden, danach wird rechtzeitig “ausgetauschtÓ. In den USA sind erst 35% aller kritischen Programme oder Anwendungen gecheckt worden. Der Rest verteilt sich auf eine vierstellige Zahl von weiteren Programmen, die noch angegangen werden müssen. ZITATE: Deutsche E-Werke haben das Jahr 2000 simuliert, um zu schauen, ob ihr BIOS Stromausfälle bewirkt. Pay Per Click IBM und GZS (Gesellschaft für Zahlungssystem) haben nach nun abgeschlossener Pilotphase ein gemeinsames “Document of Understanding” bekanntgegeben. Dabei wird für virtuelle Shops in Verbindung mit Kreditkarten geworben. In Zukunft ist dies nicht nur zu Hause am PC, sondern natürlich auch an externen Display-Stationen, Lap- und Palmtops über Handy oder weiteren Alternativen (PDA etc.) möglich. Der Träger von IBM und GZS soll Commerce-Point werden, eine Gemeinschaftsentwicklung von Visa und MasterCard. E-Commerce steigt damit in eine weitere heiße Phase ein. Für das Jahr 2000 erwartet man den weiteren Anschluß von 5000 Händlern. Etwa 1000 Unternehmen haben bereits Interesse bekundet, die Besucher auf der Cebit noch nicht mitgezählt. In den USA gibt es eine Prognose über 173.000 Online-Shops! SET (Secure Electronic Transaction) soll weiterhin das Sicherheitssystem werden. Andere Kreditinstitute wie die Spardabank setzen weiterhin auf ein chipgestütztes, also kreditkartenunabhängiges System. Dieses wurde u.a. durch einem Gewinner von ÓJugend forschtÓ mitentwickelt. Viele bekannte Ökonomen prophezeien nun immer öfter die Entnationalisierung des Geldes. So äußerte sich bereits Ende 97 Otmar Issing, Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, in einem Artikel der ZEIT, daß durch digitalen Zahlungsverkehr (etwa Bezahlung von einer Pazifik-Inselbank für eine israelische Software), Gefährdungen der herkömmlichen, klassischen “Geldpolitik zumindest nicht auszuschließen sind”. Muß sich also der EURO beeilen, zu einem WORLDO zu werden, damit die übrigen staatlichen Geldmonopole nicht gefährdet werden? Oder könnten konkurrierende, unsichtbare Geldwährungen und die durch Bewegungsprotokolle immer schneller verkürzten Distributionswege auch wieder zu Varianten wie 5-Jahrespläne, Kolchosen und Arbeit statt Kapital führen? And the winner bits… Neben dem Oskar für Computertechnologie , (den gewann u.a. ein All-In-One-Computer mit Maus im Display), gibt es nun auch den Digi Globe, gestiftet von Telekom und Focus, für den in verschiedenen Rubriken (etwa Gesellschaft und modernes Leben, Forschung und Technik u.a.) verschiedene Entwicklungen ausgezeichnet wurden. Unter den meist internationalen Gewinnern war z.B. in der Rubrik Sport und Freizeit das “Advance Center of Technology”, die einen leuchtenden Puck entwickelten. Nun kann man am TV-Bildschirm mittels fixer Infrarottechnik den Schußstrahl des Pucks in verschieden, abbremsbaren Lichtstreifen verfolgen. Sie leuchten in verschiedenen Farben, um ein Zeitgefühl zu erzeugen. Andere Gewinner: Natürlich die Brain Opera vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) für ein virtuelles Dirigierprogramm am PC. Ebenfalls erwähnenswert: Institut für Landtechnik für “Precision Farming” (Wirtschaft und Politik) und das Fraunhofer Institut für ein 3D-Baby-Programm im Mutterleib (Medizin und Gesundheit). Wann gibt es endlich die gelbe Diskette für das überflüssigste Programm der Welt? Kleiner Satellit Piep Piep – Chips an Kindern Nachdem schon mit Hilfe vom US-Navigationssystem GPS gespeicherte Videoaufzeichnungen zum Mörder der kleinen Christina führen sollten (man spekulierte auf ein erkennbares Kfz-Zeichen in der Nähe des Fundorts), fordern Wissenschaftler wie Claus Habgier von der TU Zürich schon seit längerem einen GPS-Chip für Kinder, der wohl direkt unter der Swatch, dem Nike oder was auch immer implementiert werden soll. Die Cyber Morals haben allerdings noch nicht verraten, ob die Chips mit einer bestimmten Geschmacksrichtung versehen werden sollten, damit die Kiddies nicht aus versehen dran rumlutschen. Pep statt Pepperoni? Der 24-Stunden-Kommunikations-Terror Noch mehr Cyberspace für Handyoten. Das 4. Mobilfunknetz E2 wird im Sommer eröffnet. Nicht nur dort soll man mit Phone Doubler nun auch ein Besetztzeichen umgehen, indem der Angerufene kann die Nachricht auf einer fix editierten Web-Site erhalten (WAP=Wireless Application Protocol) kann. Mit GPRS (General Packet Radio Service) kann man im Internet außerdem dauerhaft einen Sprachkanal belegen. E-Mail könnte dann 24 Stunden lang empfangen werden. Mit X-SMS wird zusätzlich an digitaler Signaturpost, Chipkarten mit integrierter Tastatur und Online-Banking gearbeitet. Andere Insider setzen deshalb jetzt alles auf IHAUGT (= Ich hasse Abkürzungen und gehe trommeln). Gen-eration XY Halbzeit im Human Genom Projekt. Laut James Watson, einem der Begründer dieses US-Biomolekularprojekts von 1991, ist die Hälfte des menschlichen Erbguts entschlüsselt. Ziel ist es bis zum Jahre 2005 alle Chromosomen auf DNS-Strängen zu lokalisieren. Diese wiederum bestehen aus ca. 150 000 Basenpaaren. Das knifflige an dem Unternehmen ist eine komplizierte Prozedur, nach der die Paare erst sequentiert, also geteilt werden müssen. Danach werden die Basen elektronisch eingefärbt und in Datenprogramme eingeteilt. Ob eine Basensequenz Genfunktionen besitzt, testet man dann anhand bereits erforschter Tiergene. Zur Zeit kann man so bereits ein bekanntes Nervenleiden, Chorea Huntington, frühprognostizieren. Gene machen allerdings nur 3-5 % des menschlichen Erbguts aus. Die Extropier und andere Anhänger von Schaffung künstlicher Lebewesen, müssen sich also wohl noch länger einfrieren lassen, um ihren Traum von ewiger Gesundheit und Leben zu genießen. Aktuelle Absurdität: Italienische Genbiologen wollen an das angebliche Grabtuch von Jesus ran, um ihn neu zu klonen. Vielleicht sollten sie sich mit Greg Egan zusammentun. Er hat die Vision, uns alle im nächsten Jahrtausend wieder aufleben zu lassen, um dann in einem riesigen Rechnerverbund die perfekte Simulation des Universums und des Urknalls vornehmen zu können. ZITAT: Gene machen allerdings nur 3-5 % des menschlichen Erbguts aus. Eat on demand Schließlich noch was für Diätfetischisten. Die ersten “functional foods” kommen heraus: Das Palm- und Haferölextrakt Olibra (Schottland) und der Joghurt Maväl in Schweden. Beide sollen ein vorläufiges Sättigungsgefühl erzeugen. Ursache ist das implentierte Enzym Olistad, das Fettaufnahme stoppen soll. Wissenschaftler bei Nestlé oder Hoffmann-Laroche arbeiten dauerhaft an aktivierbaren Sensoren im Magen, die die Freisetzung von Peptiden beobachten und regulieren können. Olistad soll z.B. Fettaufnahme oder Fettorbsation verhindern. Bei Angam in Kalifornien konnte man bereits mit Hilfe der Gehirnforschung und dem Obesitas-Gen den Leptin-Befehl (Haben wir genug Fettflüssigkeit?) aktivieren. Erste Versuche führten bereits zur Gewichtsabnahme bei Mäusen. Was wohl Twiggy dazu sagen würde?

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Commuterworld Nico Haupt netzkraut@duesseldorf.heimat.de UBAHN BILDER FÜR EINLEITUNG Neulich sah ich in der U-Bahn Passanten minutenlang gebannt auf den Info-Screen starren, der statt der üblichen Werbung nur einen flatternden Windows-Absturz-Kommentar zeigte. Der Sysop, oder wie man das da nennt, war wohl schon lange weggenickt. Am selben Abend wurde eine Freundin von mir beeindruckt und abgeschleppt, weil ihr so ein Typ stolz selbstprogrammierte Handytöne vorspielte, natürlich garantiert GEMA-verboten. Sie schien schließlich eine frühzeitige Erektion zu bekommen, als er ihr in 1cm-Abstand ein paar Melodien über so eine Insider-SMS-Nummer über Irland zucallte. Ich saß nur verblüfft mit meinem Nokia-Phallus daneben und stotterte gepeinigt, daß ich schon seit Wochen versuche, mich selbst mit meinem Handy in meiner eigenen Wohnung anzurufen, um zu checken, ob mein PC-Fax über ISDN endlich funktioniert. Jedesmal, wenn ich glaubte, es sei vollbracht, war mein Hauptanschluß tot. Mitleidige Blicke trafen mich. Zum Glück gibt es ja schon “www.sterben.deÒ, wo man sich sein digitales Grab bestellen kann. Hier in Commuterworld ist eben alles wahr und erschreckend anglizistisch. Damit wieder zu den unergründlichen Fremdwortabgründen. News, die entweder schon wieder Old School sind, wenn man sie liest oder vielleicht als “PlontinenwitzeÒ von übermorgen verkauft werden: FRAU BRUCKNER OPERIERT Im Bereich der VR-Medizin und Kinematik, basierend auf sogenanntem taktilem Feedback sind die interaktiven Robotik-PC-Konstrukte wieder einen Schritt weiter. Der Arzt genießt und hält die Maus: Robodoc bohrt bei Hüftgelenksprothesen Oberschenkelknochen aus, CathSim sowie der Widerstandsemulator AccuTouch bringt das Spritzen schmerzfrei bei, Voxel-Man ist ein 3D-Hirn-Atlas, Johnson & Johnson protegiert den MIST VR für Gallenblasenentfernung und Frauenhofer testet ein OP-Cockpit für Neurochirurgie. Dort wird eventuell bald die Lokalität der Gliazellen über Lernen und Vergessen lokalisiert. Da spar ich schon mal für eine Life-Schaltung zum eigenen TV-Med-Channel. IMBRUGLIA ON DEMAND Deshima.de will in den nächsten Monaten zwischen 2000 und 100 000 Musiktitel ins Netz hängen, zunächst in Real Audio, dann online bezahlbar. Man soll sie sich brennen und per Snail nach Hause schicken lassen können. Derweil verärgert die Musikbranche der sogenannte Re-Converter Audio Rack, mit dem man Real Audio live mitschneiden kann. Virgin FM ist sauer, daß es Tools gibt, mit denen man Real Audio zurück in Wav-Dateien konvertieren kann. Sie wiegeln es jedoch mit der Begründung ab, die neu umgewandelte Qualität sei fern von der Originalaufnahme. Music was my first love but what is love? ICH SCHAU DIR IN DIE AUGEN, KLEINES Biometrie oder Local Feature Analysis, der Forschungszweig für Zugangskontrollsysteme, kann mittlerweile verschiedenste Systeme anbieten, die Menschen re-identifizieren oder Zutritt zu Gebäuden oder Automaten gewähren können. Die meisten Systeme speichern markante physiometrische Merkmale von Händen oder Fingerabdrücken, es gibt jedoch auch unzählbare Alternativprodukte. Iris Ident, Iriscan oder BioID identifiziert nur die Augen, Face it 3.0. das gesamte Gesicht (für 600,- DM), TRS FR1000 arbeitet mit Thermogrammen sowie Infrarot und wertet Wärmeabstrahlungen von Blutgefäßen aus. Person Spotter (Christoph von der Malsburg & Team) kann bereits 8 Personen pro Minute erkennen und bekam dafür in den USA einen Preis. Aufgeholt haben ebenso die Unterbereiche Fingerprinting/Daktyloskopie (z. B. Optel mittels Ultraschall), Schreibmotorik (IMEC), Tastenanschlag (Netnanny) und Sprachproben (Keyware). Man erwartet sich von der Biometrik-Branche die Abschaffung von PIN-Codes. Ein Horrorszenario für die digitale Mafia. Werden bald Fingerkuppen abgesäbelt oder Gesichter geklont? Vielleicht werden wir ja dann doch schneller zu Haustieren am Homework-PC, die zärtlich von Robots mit Essdruckpapier und Vitamintintenpatronen gefüttert werden? FREQUENCY IS A ROBBERY Überall toben konkurrierende Frequenzen. Erst verursachten in DB-Inter Regios Magnet-Tische (über 1mT Milli-Tesla) Datenverluste bei Notebooks und Kreditkartenstreifen (der Bahn seit 93 bekannt). Und jetzt gibt’s auch noch Killer für Handyism: Aus dem Nachlaß der israelischen Militärsoftware soll nämlich Ende 98 Netline C-Guard herauskommen. Dieses Gerät kann angeblich Mobilfunk in Kinos, UNI-Hörsälen und Konzerten unterbinden und prinzipiell auch im Flugverkehr und Krankenhäusern eingesetzt werden. Basisstationen sind dann unerreichbar. Ein neues Leckerli für Verschwörungstheoretiker? Hat Dana International z. B. beim Eurovision Song-Contest auch ein transsexuelles Keyboard benutzt? Oder gehörte es Costa Cordalis, der Plagiatansprüche angemeldet hat? Warum konnten spanische Handys Guildo nicht erreichen? Sind antisemitische Handys in belgischen Dönerbuden eingesetzt worden oder rein holländische in deutschen Fallafelbuden? Wer darf überhaupt wann und wo telefonieren? Die US-Forschung will nun 1999 den “differenzierten Dienst” herausbringen, mit dem man ausgewählte elektronische Daten (etwa bei Videoübertragungen) eine höhere Priorität im Internet zuweisen kann. Freqlock Holmes & Dr. WATT-Son, helft uns bitte bei der Lösung dieser Fälle! LAY OUT, LAYLA! Die Editiersprache XML soll nun endlich HTML im Web ablösen (Tip: xml.com). Ebenfalls neu: MathML für komplexe mathematische Darstellungen und Vektorgrafiken. Beide Anwendungen werden eingebunden mit RDF (Resource Description Format). Auch CSS 2 (Kaskadierbare Fonts) ist verabschiedet. Ein Evolutionssprung auch in der VRML-Webszene. Seit über 2 Jahren existieren dort ja schon mehrere 3D-Welten, in denen man wohnen und bauen kann. Nun soll ein neues Audio-Streaming-Format namens Blitcom Mouth-Music (basierend auf MPEG-4) für einen noch räumlicheren 3D-Video-Sound sorgen. Für die Weltenbewohner (Avatare) von Cosmo World sind neue Autorensysteme zu empfehlen, jetzt endlich auch für Windows: Cosmo PageFX, Cosmo HomeSpace Designer 2.5 und der Community Place Conductor 2.0.(http://vs.spiw.com/vs) Für die beliebte Blaxxun-Welt gibt es neue Plug-Ins: CCStandard (für Java), CCPro (für Avatare) und Cclite (zum Editieren). Kinder können eine “normale” wrl-Seite (durch Java 3D API) besuchen: Familiartales.com soll in amimierter Form das Buchstabieren beibringen. 1999 trifft sich übrigens das jährliche VRML-Konsortium erstmals nicht in Kalifornien, sondern man höre und staune: in Paderborn. Born to be Pader! BILD: PADERBORN ZITATE: 1999 trifft sich übrigens das jährliche VRML-Konsortium erstmals nicht in Kalifornien, sondern man höre und staune: in Paderborn. CHEERLEADER AN DIE BANDEN Und wieder etwas für High-Speed-Fetischisten, die ISDN schon mit “In Steinzeit dümpeln Nachzügler” übersetzen. Allen voran die Schweiz: Dort läuft erfolgreich ein Modell mit mietbaren Kabelmodems (etwa 65 Franken mit ständiger Einbuchung inkl. 250 Download-Mbytes. Auch Satellitenhandys (ohne Laptop) für nur 4000 DM gibt’s im Laden. Wär bald was für den Satellitenprovider Iridium, ab 2002 versprechen diese 64Mbit/s. Vergleich: Momentan bietet das schnellste VDSL-Modems 52 Mbit (GET) und 2,3 Mbit (SEND) pro Sekunde. Und natürlich ist auch das WEB 1 bald out. Internet 2 soll um 2000 100Mbit/Sekunde Bandbreite bieten, Internet 3 ab 2002 1 Gigabit, geplant ist eine Fusion der beiden neuen Netze. Mengenlehre sucked Mägenleere. BILD: CHEERLEADER WG. UEBERSCHRIFT E-Commerce Check Point FloodGate, IBM Net. Commerce Start und Internet Devices Fort Knox werden wohl die Top-Sicherheitsprogramme (inklusive Firewall, SET-Protokoll, Echtzeitüberwachung, Suchrobots u. a.), die in absehbarer Zeit Electronic Commerce verbessern. Die Systeme kosten komplett zwischen 4 000 und 20 000 DM. Und was macht die USA? Auf der G8 wollte sich Clinton zusammen mit Hashimoto für Zollfreiheit im WEB einsetzen. Utah erließ ein Gesetz, daß digitale Zertifikate rechtskräftig macht. Infos über sogenante Stamper mit PGP findet man unter http://www.itconsult.co.uk/stamper.htm, den neuen PGP5.53 gibt’s pur unter http://ftp.de.pgpi.com/pgp/5.5. Amazon.com, die gerade Bookpages, telebook und internet movie database übernommen haben, möchte neben ihrem Buchverkauf auch CD-Business weiter ausbauen. Etwa 4,2 Kalifornier können Wasser und Strom ab sofort übers Web buchen. Das kann uns auch schon nächstes Jahr passieren. Wenn das europäische Strom-Monopol fällt, gibt’s ja Energy On Demand. E-Commerce ist mittlerweile Objekt mehrerer Meinungsforschungsinstitute. Forrester etwa prognostiziert 53 Milliarden Umsatz für 2001. 2002 sollen dazu etwa 10% US-Kühlschränke an intelligente Netzwerke angeschlossen sein. In Deutschland kann man dagegen in fast 20 Instituten nur popeliges Homebanking betreiben, inklusive Jahr2000-Zeitdruck-Probleme. ZITAT: 2002 sollen etwa 10% US-Kühlschränke an intelligente Netzwerke angeschlossen sein. BILD: KÜHLSCHRANK GENETIC ENGINEERING Neues auch aus Gen-Hausen. Folgende Anti-Gene sind demnächst im Online-Supermarkt zu vergeben, da gerade erprobt oder fertigentwickelt: Schutz-Lungenkrebs-Gen für Raucher (Prof. Roland Wolf, Dundee), BEC 2 gegen Lungentumor (Merck testet bereits seit April an 800 Patienten), Gehirntumore und Nierenkrebs (Antipräparate von Sugen, Kalifornien), Gene für wachsende Blutgefäße statt Herzoperationen (Cornell Hospital, N.Y.) und schließlich FK-506 Tacrolimus gegen Neurodermitis (Prof. Thomas Ruzicka, Ddorf) Na , juckt’s schon? Energy-Gen-Drinks für die Sylvesterparty 99 wären bestimmt cool. BILD: NEURODERMITIS LENK DICH FERN In Seoul kann man jetzt mit einer PAV-Chip-Card kontaktlos U-Bahn fahren und bezahlen. Sie fungiert nur über elektromagnetische Wellen. Frauenhofer arbeitet in Deutschland derweil an der Smart Foil, wahlweise als Notebook, Notizzettel, Fotoapparat, Telezeitung oder Reiseführer zu nutzen. Sie erkennt den Eigentümer am Fingerabdruck. Energieausgleichende Verbindungsglieder sollen Smart Watch, Smart Shoe oder etwa Smart Glasses werden. Nachladbare Small Pay-Cards und Fahrscheine werden ebenfalls integriert. Piep, Blink, Send, Juck=FK-506!

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Commuterworld Nico Haupt netzkraut@aachen.heimat.de In diesen Wochen steht natürlich immer noch alles unter dem Zeichen der WM. So gab es die skurrilsten Sachen rund um das heilige Leder zu beobachten. Tamagotchi-Torwärte verhungerten, Reporterhandys förderten noch stärker den Mobilfunkdatenstau, in Alphaworld wurden Avatare zu Abwehrspielern und SuperBerti warnte in SternOnline vor der NikeWerbung, wo Fußballspieler auf dem Flughafen herumkickten: ãWenn das Kinder sähen, gäbe es ein Chaos in den Wartehallen.Ò Soccer on demand Zum absoluten Realo-Hit wurde das VRML-Plug der israelischen Animationsfirma Orad. Bereist seit Wochen in der http://www.sportschau.de eingesetzt, gibt es während der WM (noch nicht in Echtzeit) 3D-Rekonstruktionen zu bestaunen. Mit Virtual Replay, Digital Replay und VirtuaLiveSoccer kann man Auschnitt, Perspektive und Abspieltempo frei wählen. Fürs Web nur genießbar mit einem Pentium 166 Mhz MMX, ansonsten muß man sich auf die Auswahl im TV beschränken. Für das WM-Endspiel können alle Nachzügler sämtliche Infos unter http://www.VirtuaLive.com erhalten und sich so ihre Lieblingsszenen zusammenstellen. Vielleicht kann man ja mit der nächsten Generation in Andy Möllers Trainingshose zoomen und gucken, ob er Sackhaarläuse besitzt? ZITAT: SuperBerti warnte in SternOnline vor der NikeWerbung Virtual Pop for the Nullties Im Herbst ist es endlich soweit. Nachdem die überaus erfolgreiche Lara Croft aus Tomb Raider (zuletzt aktiv mit D&B ÐProjekten und den Ärzten) den Anfang machte, floppte das männliche Pendant Date Kyoko. Nun aber soll es die erste animierte 3D-Band geben! Busena nennt sich das Trio. Zusammengestellt wurde das virtuelle Trio aus der gleichnamigen und ornament-tätowierten Sängerin, dem Gitarristen Peter, einem Unbekannten von Hori Productions, dem Visual Science Laboratory und dem Komponisten Cozy Kubo aus Tokyo. In zwei Monaten wurden allein für die Gesichter 13000 Polygone und 10000 für die restlichen Körper berechnet. 300 Angestellte plus weitere 150 Telearbeiter bereiten nun 6 Singles, Videos und 1 Website vor. Werden sich nun schon bald frustrierte Männer ihre Lara Croft der Woche rendern und dazu Viagra light schnüffeln? Dann dürften Frauen in Datenbanken sich wohl ihre Traumenzymbodybuilder der Woche basteln. Dazu auch die nächste Meldung: Mehr Felix für die Helix Ein besonderer Spaß ist derzeit die Website vom UK Sanger Centre. Dort kann man täglich beobachten, wie rasend schnell die Entschlüsselung des menschlichen Genoms vorangeht. Waren es im Mai noch 94 637 266 Basenpaare, wurde im Juni die Zahl 100 312 244 erreicht. Chromosom 6, 20 oder X, Polymorphe oder ähnliches Brimborium wird dort detailliert analysiert und ständig upgedatet, Klonsequenzen lassen sich mit einer Suchmaschine abrufen. In den Wissenschaftsforen werden außerdem eifrig weitere Neuigkeiten diskutiert. Schnee von gestern die Fusion der Konzerne AHP und Monsanto (Pharmazie, Gentechnik und automatisierte Chemie), es gelten Einzelvorstöße: Robert Plomin (London) entdeckte im C6-Abschnitt das erste Intelligenz-Gen (IGF2), weitere dutzend auf den restlichen 23 Chromosomenpaaren sollen folgen. Noch spektakulärer und wohl äußerst problematisch für Wirtschafts-, Renten-, Pflege- und Ressourcenreform ist aber wohl die Entdeckung von SOD1, dem Gen des Lebens. Angeblich wurde hier schon bei Fruchtfliegen die Lebenserwartung um 40% verlängert. Manipuliertes SOD1 kann aber auch Nervenleiden und Lähmungen verursachen. Wie kann man jetzt wohl die Überbevölkerung noch stoppen? Mein Taxifahrer empfiehlt SODA Nerve oder SODA Jump. Copy left all right? Vor einem Jahr noch Spekulation, werden die Anhänger von freien Warengütern langsam Realität. Vorreiter ist wie immer die digitale Welt. Copyleft nennt sich das Zauberwort. Unter dieser Ideologie versammeln sich die unterschiedlichsten Anhänger. Angefangen hatte es mit freien Linux-Lizenzen. Dann gab Netscape seinen Quellcode frei, und nun propagieren die Lobbyisten um die Federal Trade Commission weitere Ideen: Open Source, Public Domain und das LAMP-Projekt (=Linux, Apache, My SQL und die freie Datenbanksprache PHP für das Web). Hauptforderung: Nur der erste Distributionsweg soll vergolten werden. In diese Schiene preschen auch die die jüngsten Meldungen aus der Hardware-Branche. Monopole wie Microsoft und Intel sollen vom US-Justizministerium um Janet Reno zerschlagen werden. Am 8. 9. fällt Richter Thomas Penfield Jackson das Urteil über Microsoft, zu dem auch (ebenfalls umstritten) abgelauschte E-Mails hinzugezogen wurden. Intel wird ebenfalls ein wettbewerbswidriger Vorwurf vorgehalten, und gefährdet so die Entwicklung deren neuer Celeron (böse auch Sellerie genannt)-Chips. Der US-Senat will nun mit dem “Digital Millennium Copyright Act” weitere Klarheit im Urheberschutz schaffen. Muß nun doch die Abschaffung von Geld und freie Abgabe von Wohnungen und Essen für alle gefordert werden? ZITAT: Nur der erste Distributionsweg soll vergolten werden. Weather on demand Was das Haarp-Projekt in der US-Wüste wohl noch nicht bieten möchte: Die NASA wertet mit CCD-Kameras Asteroidenströme aus und stellt die Infos ins Web unter huey.jpl.nasa.gov/~spravdo/neat.html. Ein anderer Clou: Strahlungen von Blitzen sollen in Zukunft den Treibhauseffekt aufspüren. Untersuchungen am MIT belegen, wie die sogenannte Schumann-Resonanz in Zukunft als eine Art Thermometer funktionieren soll. Datenaufzeichnungen dienen hier als Frühwarnsystem. Derzeit kann man dagegen ganz profan mit Win Weather das Wetter auf der ganzen Welt beobachten. Auf dem Connec TV-Server werten hunderte von Web-Cams Luftdruck und Konsorten aus. Auch in Deutschland kann man zumindestens, zwar in Fahrenheit, ständig die Temperatur beobachten. Lohnt sich hier auch die Cam-Kopplung mit einer anderen Neuigkeit? Phytopathologen wie Stefan Schütz von der UNI Giessen haben nämlich mit Hilfe von Elektrolytlösungen die Verbindung zwischen Kartoffelkäfern und einem Feldeffekt-Transistor-Chip gekoppelt. Diese Antenne fängt mit bestimmten Signalen Duftmoleküle auf, die an die verstärkte Meßelektronik weitergeleitet werden. So soll der Geruchssinn von Insekten im Kampf gegen Schädlinge bei mildem Wetter nutzen. Borkenkäfer sollen die nächsten Versuchsobjekte werden, die besonders intensiv auf Brandgerüche reagieren. Kleine Krabbler als Katastrophen-Kadetten! Mindern eigentlich die Strahlungen von abgeschalteten Compis nicht auch den Treibhauseffekt? Vielleicht lohnt sich aber noch besser ein Einsatz von GPS-Kakerlaken in Pakistan und Indien? Da Pe(n)nt (d)a(s)gon! ZITAT: Kleine Krabbler als Katastrophen-Kadetten! Keine Elche in Italien In diesen Wochen kurvt das erste Auto von Lancia herum (mit einem Pentium-Prozesor und Linux versehen), welches fast selbstständig alleine fahren kann. Telematik mit Hilfe von Satelliten wird hierfür noch nicht benötigt. Eine Kamera wertet die Außenbilder aus und setzt sie so in Signale um, die einen Elektromotor antreiben. Eingebaut ist dennoch ein Not-Joystick für die Fahrer, die vielleicht bis dahin schon vor dem Display eingeschlafen sind. Nach dieser Probetour über 1800 km soll der Prototyp in Serie gehen. Ich möchte dann endlich wieder den Knight Rider mit David Hasselhof sehen! Cybercops brauchen keine Helme Riesenproteste um das Münchner Urteil gegen Felix Somm von CompuServe (www.cdt.org). Für zwei Jahre soll der Provider-Boss in den Knast. Fast in allen politischen Parteien häufen sich die kritischen Stimmen gegen diese Entscheidung. Es stellt sich nach wie vor die Frage, warum die überforderten Verbreiter verurteilt werden und nicht die Lieferanten. Zu komplex ist der Schutz gegenüber 50 Mill. Sites oder den unüberschaubaren Chat-, News und ICQ-Foren (übrigens gerade von AOL aufgekauft) geworden. Unterstützer können sich jetzt gegen das äußerst weltfremde Urteil bei http://www.GeoCities.com/CapitolHill/Senate/1879/ engagieren. Hilflos dagegen erscheinen weitere neue Schutzmechanismen wie ein Pornoscanner mit dem Algorythmen MO 5 der Firma Perkeo Filescan. Ein automatischer Suchlauf auf Festplatten soll die Suche nach Kinderpornographie beschleunigen. Newswatch will bereits in Websites Spuren zu den Urhebern zurückverfolgen. Erfolge mit dem genetischen Fingerabdruck fördern dagegen die Gen-Datenbank – das Ende aller Verbrechen? So wurde jüngst auch mit Speichelresten in Köln ein Bankräuber gesucht. Stichproben in der Erziehung werden dagegen in diesem Jahrhundert wohl nicht mehr vorgenommen werden, denn die wählen sich wohl immer noch mit der analogen 0190/332 332 die Finger wund. Mehr Zeit für Real Time Produkte Ppbrainware.com veröffentlicht ein Plug-In, welches mit Laufschrift simultan Songtexte aus dem Radio rauspostet. Der Major Mercury möchte in Deutschland so bald sämtliche Radiostationen abdecken und hiermit wohl eine neuvariierte Karaoke-Welle auslösen. Xerox bringt den High-End-Digitaldrucker “Book In Time” für abgestimmte, kleinere Auflagen heraus. Kai Krause stellt seit einem Monat das Real Time Geometry zur Verfügung, ein neues 3D -Streaming Plug in. Erzeugt werden können die Projekte mit MetaCreations Infini D 4.5., Ray Dream 3D und Ray Dream Studio. Ruputer bringt den ersten Armbanduhr-PC mit Docking Station in Japan heraus. In Stuttgart wurde das erste VR-Environment-Labor eröffnet, wo man in einem ãCubeÒ u. a. magnetische Strömungsfelder und architektonische Bauten begehen kann. Lucent.com hat für den Sommer eine Software entwickelt, die auf Online-Web-Screens intelligente Nachrichten einblenden kann. Wenn Telefonanrufe eingehen, erscheint eine Meldung auf dem Schirm, und der Nutzer kann bestimmen, ob er den Anruf ignorieren oder die Internet-Verbindung beenden und den Anruf annehmen will. Schließlich gibt’s auch neues von Real Time Audio-Produkten: Progressive Networks verbesserte seinen Real Video-Server mit G2, Fraunhofer arbeitet weiter intensiv an MPEG 4 und auf UNIX-Rechnern gibt es neue überzeugende Streaming-Alternativen wie z. B. Cyber Radio, NetStreamer oder ampRadio. Am Schluß sei hier noch eine Weiterentwicklung von Real Audio zu empfehlen: DJPlayer.com mit etlichen Music-Styles. Nullen und Einsen statt EURO Während im Mai auf dem Weg von Paris nach Nürnberg ein neuer Hologrammentwurf für den EURO gestohlen wurde, gibt es noch ungeklaut Neues vom E-Commerce. Weitere Micropament-Systeme mit Smart Cards oder Digicash als eine Voraussetzung sind auf dem Markt. Strategisch hat die deutsche Cybercash GmBH (u. a. Dresdner Bank und West LB) die Krypto-Firma IC Verify gekauft und Micromedia bringt Smart Pen heraus, ein Word-Plug-In, das digitale Unterschriften ãversiegelnÒ kann. Der Empfänger benötigt hierzu Cyber Sign, basierend auf dem Public Key-Verfahren. Netizens toben sich nun aus. So können sie mittlerweile monatlich ein Produkt namens Cappucino mieten. Preis: zwischen 150 und 450 DM. Unter Bylines.Org kann man ab 60 Cents Manuskripte des Vietnamkorrespondenten Jaques Leslie lesen. Die Verschlüsselungssoftware SSL unterstützt hierbei all diese Projekte. Kreditkarteneinsatz und Netzgeldverfahren streiten hier um die Wette. Besonders putzig die Idee der Kölner Vista New Media. Animierte Männchen treten als Online-Verkäufer auf und sollten den Kunden ihre Anfragen erleichtern. Der US-Vize Präsident Al Gore möchte derweil schon in einer ãelektronischen VerfassungÒ festlegen, daß Kunden ihre Namen von Listen löschen lassen können, die Direktversendern und Telemarketing-Unternehmen zur Verfügung stehen. Die WTO und OECD haben übrigens in erster Instanz Steuern auf E-Commerce abgelehnt. Schließlich, so ihr Urteil, ãerhebe man ja auch keine Steuern auf Zeitungen und FernsehenÒ. Wie bekomme ich jetzt aber eigentlich mein Wechselgeld heraus?

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Commuterworld 08/98 Nico Haupt netzkraut@duesseldorf.heimat.de Wo bleibt der Wählrobot? Der ganze Wahlkampf macht mich kirre. Auch wenn vielleicht im nächsten Millennium doch nur eine Weltpartei gewählt werden sollte, wurde jetzt entschieden, daß etwa über ein Drittel der diesmal 90 (!!) angetretenen Vereinigungen zugelassen wurden. Während der Bundeswahlleiter nun bald seine Ruhe hat, kann man bis zur Bundestagswahl noch schnell im Netz wählen. Unter http://www.wahlkampf98.de sind alle Parteien noch dabei. Sind viele der Inhalte und Vorgehensweisen zwar umstritten, so haben sie sich diesmal jedenfalls nette Namen einfallen lassen: David Contra Goliath, Die Blauen, Die Guten, Future – Die Jugendpartei, Monarchiefreunde, Projekt-Partei, Senatspartei und meine liebsten Freunde sind auch wieder dabei: PBC – Partei Bilbeltreuer Christen, die auch auf immer mehr Gottesdienste im Internet spekulieren. Ich dagegen wäre noch schnell für die Zwangszulassung der Partei zur Verhinderung der Bundestagswahl oder der Rückkalenderisierung auf das Jahr 1256, der Erfindung des ersten umgefallenen Reissacks auf den Osterinseln. Stille Post wird abgeschafft! Die gute alte Snailmail wird nun auch langsam total durchdigitalisiert. Bei der US-Post (www.usps.gov) wird in einem Feldversuch ein Radiosender eingebaut, der Informationen über Absender, derzeitige Position und Empfänger übermitteln kann. Auf diese Weise soll u.a. auch vermieden werden, daß die Sendung verloren geht. Wie wäre es mit einer Radiostation, in der ich an der Lautstärke oder der Art des Sounds verfolgen kann, wann ich meine Post bekomme? Evosonic, meldet euch! Vielleicht ist das sogar die Einleitung zum Revival von Post-Tekkno – das Wort bekäme damit eine völlig neue Bedeutung. Konkurrierende Frequenzen von UPS-Gabba, DPD-Jump Up und dem deutschen Paketpostambient? My House Der kalifornische Designer Michael Jantzen hat ein Modell von einem 600 qm-Haus entworfen, daß sich wie ein Chamäleon tarnen kann. Es besteht aus Gas-Plasma-Flachbildschirmen, die auf Knopfdruck ihre Farbe ändern können. Sie sind mit Videokameras gekoppelt, die ein Live-Bild der Umgebung hinterm Haus einblenden. So könnte das Haus auf Knopfdruck verschwinden. Was werden die Verkehrsminister dazu sagen? Smart Tongue An der UNI Pennsylvania wurde eine elektronische Zunge weiter entwickelt, die in der Lebensmittelbranche schon seit längerem erprobt wird. Der neue Chip ‘Smart Tongue’ soll nun perfekt in Milch- oder Fruchtsaftflaschen “abschmecken”, ob sich dort Bakterien eingehaust haben. Er funktioniert nach bioelektrischer Art und kann im Gegensatz zum biologischen Vorbild Geschmacksveränderungen sofort erfassen, ohne chemische Reaktionen mit der zu prüfenden Substanz auszulösen. Wäre auch intelligent gegen Anschläge. Diese Technik soll in den Kühlschränken der nächsten Generation genutzt werden. Im Vordergrund stehen ökonomische Gründe: Warnung vor leeren Getränkeflaschen oder Tomatenschwund. Protest der Butter und des Martinis: Gestrichen, gekratzt, gerührt, geschüttelt oder genervt? Erste Cyborgs geboren In London wurde dem 47jährigen Campbell Aird der erste bionische Arm mit Batterien, Drucksensoren an den Fingern, Potentiometer und Hauptmonitor eingepflanzt. Er kann nun mittels Mikrozensoren und Infochips den Arm mechanisch steuern. In St. Ingbert (Saarland) wird momentan im Auftrag des Fraunhofer-Iinstituts kranken Patienten jeweils ein Ultraschall-Blutdrucksensor an den Arm geklemmt, der andere wird unter die Haut eingepflanzt. Nun können die Ärzte über ein “Fernwartungssystem” beobachten, wie sich ein Patient und seine Krankheiten entwickeln. Ständig werden über Funk seine Gewichts- und Herzfrequenzen abgerufen und ausgewertet. Neue Analysen können dem Patienten dann auch per Videokonferenz übermittelt werden. Röntgenbilder, die gegebenenfalls Arztkollegen auswerten sollen, werden ohnehin im Bereich der Telekonsultation seit längerem per DFÜ übertragen . Sollte sich dann ein Herz- oder Schlaganfall andeuten, so könnte man direkt auf Einnahme bestimmter Medikamente drängen. Im Prinzip ist die Fernchipanalyse auch für Diabetes, Atembeschwerden oder Hautprobleme anwendbar. Biochip An einem anderen sogenannten “Biochip” arbeiten derweil Motorola zusammen mit Packard. Instrument und dem Argonne Nationallaboratorium. Dieser Chip kann simultan tausende von biologischen Reaktionen simulieren und so Erbinformationen entschlüsseln. Er ist auch für landwirtschaftliche und maschinelle Herstellungsprozesse geeignet. In Island reicht dem Biotechniker Kari Stefansson der jetzige Wissensstand: Er möchte die komplette Bevölkerung in einer Gen-Datei speichern und die Infos an Pharmafirmen vermieten. Ich weiß, jetzt denken alle, ich spekuliere auf Kopplung beider Chips, aber zunächst sollte man doch folgende Vorschlagspalette ausschöpfen: Stromschläge bei Süßigkeiten am Morgen, die fliegende Zahnbürste nach dem Kaffee und ein Sensor in der Zigarette, der automatisch einen Bittermandelgeschmack erzeugt. Wie wäre es außerdem mit einem blinkenden Hamburger, dem Erlahmungsblocker für Rollerblades auf der Straße und ein automatischer Selbstentzündungseffekt für Oberlippenbärte, die einem auf Partys begegnen? Lauschen nach ET Was die Universumlauscher können, können wir schon lange. Mit Hilfe der Plug-In-Software Seti@home kann man Echtzeitsignale empfangen, die einer Live-Wiedergabe des Seti-Projekt in Arecibo (Puerto Rico) entsprechen. Dort werden, wie in vielen hundert anderen Empfangsstationen, Radiowellen aus dem All abgehört und analysiert, ob sie etwa von Außerirdischen stammen. Was bislang nur den Forschern vorenthalten war, kann man nun zu Hause mitverfolgen. Und das sogar noch während der Arbeitspausen als Bildschirmschonereffekt. Dieses sogenannte Arecibo-Rauschen wurde auch deswegen freigegeben, um Hilfe von außen zu bekommen. Findige Spürhunde, vermutlich auch freie Angestellte, sollen sich unmittelbar bei den Forschern melden, wenn sie “verdächtige Geräusche” vernommen haben. Fängt nun etwa wieder ein Denunziantentum übelster Machtweise an? Wird Eduard Zimmermann nach Südamerika ziehen? Fährt Harry bald die Space Shuttle vor und wer verhaftet ET als erster, wenn er seine Telefonrechnung nicht mehr bezahlen kann? Alle Antworten auf wirklich entscheidende Fragen vielleicht bald unter http://www.seti-inst.edu und setiathome.ssl.berkeley.edu! Wer mit Wem? Ein Wirbelsturm von Fusionen, Mitbeteiligungen und Verkäufen hat in den letzten Wochen stattgefunden. Die wichtigsten More-Night-Stands: IBM-Lotus kauft Ubique (sie sollen Chat-Programme fürs Büro entwickeln). Digital heiratet Compaq (und entlässt 15000 Mitarbeiter). Intel kooperiert mit Launch (CD-ROM-Abodienst für gemeinsame Satellit-Online-Konzerte). Lucent und Motorola wollen gemeinsam DSPs bauen (für schnurlose Telefone, Digicams und HDTV). NBC (gehört auch zu General Electric) kauft sich beim Suchdienst Snap und Cnet ein. Zwischen MCI und Worldcom gab es eine 67-Milionen-Fusion. Bertelsmann übernimmt Random House (Buchvertrieb). Microsoft kauft Hangul & Computer (koreanische Textverarbeitung) und beteiligt sich wie Compaq an RoadRunner (baut Kabelmodems für Time Warner). Nach dem Wechsel bei o.tel.o kursierten außerdem Gerüchte über eine E-Plus und Viag-Fusion (beide dementierten). Und schließlich noch der Hammer: Disney-Konzerns steigt beim Suchrobot InfoSeek ein. Zuletzt im Gespräch waren noch Vobis mit Ingram Micro, CBS mit Lycos und branchennahe Anfragen bei AOL. Weil jetzt an die Börse immer stärker online gegangen wird und auch Auktionen über Excite mit Mindestangeboten abgewickelt werden, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir bald gar nichts mehr mitbekommen. Vielleicht hat sich ja gerade in diesem Augenblick mein Modem in einen Schokoladenhersteller verwandelt und verklebt meine Leitungen? Ich schwör dir, ich verschwöre mich nicht! Nachdem die gute c’t äußerst spannend detailliert über Verschwörungen jeder Art im Web berichtet hat, gibt es dazu weitere Angriffsflächen: Auswertungen von X-Akten des FBI im Netz, die nur Neugierige registrieren sollen, Gefahr der Vermarktung von Entbindungen (Health Network) und natürlich Kanthers Geldwäsche-Datenbank für verdächtige Geldbewegungen. Dazu paßt vielleicht die Meldung, daß mittlerweile schon wieder die Sicherheit im Internet gefährdet wurde. Einem Wissenschaftler der Bell-Laboratorien von Lucent ist es nämlich gelungen, den sogenannten SSL-Code (Secure Sockets Layer) zu entschlüsseln, der für E-Commerce geplant ist. Der Effekt: Man könnte nach Eindringen in eine Kommerz-Site etwa eine Million ausgefeilte Nachrichten an den Anbieter schicken und die Antworten darauf so auswerten, daß man die Codes anderer entschlüsseln könnte. Also alles wieder von vorne. Wo bleibt der Lochstreifen, wo meine Trommel und wo der Sparstrumpf?

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Commuterworld Nico Haupt netzkraut@newmedia.de Handynvasion Handypandy, Handysierung, Han Dy starb im Tunnel – meine Vorschlagstitel für ein neues Zeitgeistgenre. Wer da überhaupt noch durchblicken möchte, kann sich mittlerweile in mindestens drei verschiedenen Handy-Zeitungen schlau machen. Neben “Connect” ist unbedingt “funky” zu empfehlen. Für alle handyfreien Tarifentdschungler gilt außerdem: cheap call besorgen oder folgende Sites ansteuern: http://www.billiger-telefonieren.de, http://www.heise.de/ct/ttarif oder stern.de. Derzeit hippestes Thema für Abkürzungsjunkies: Setzt sich GSM gegen PHS oder AMPS (sogenannte konkurrierende Mobilfunkstandards) durch? Deswegen wird’s langsam Zeit für das erste HandyZine mit Essays für folgende aktuelle “Innovationen”: Verschmelzung von Handy + Palmtop (neben Nokia Communicator weitere geplant), eingebaute drehbare Cams (Ende 98 bei Datascope), Farbdisplays, intelligente Twin Cards, blinkende Handy-Anhänger und neue Untersuchungsergebnisse von AT&T/Mercedes, wonach bestimmte Mikrochip-Strahlung die Kindersitz-Sicherung Babysmart unbrauchbar machen kann. Da fände ich doch wenigstens eine Versicherung über Alete Online wünschenswert! Wer ordnet das Internet? Viel Unruhe zwischen USA und Europa bezüglich neuer Richtlinien im WEB. Clinton möchte das Internet privatisieren, die Vergabe der neuen Top Level Domains kommerziell steuern lassen. Die Europäer sind über diese Ankündigungen enttäuscht. Eine erste Vorentscheidung dafür fiel am 23.03. (zum Zeitpunkt des Redaktionschlusses noch nicht klar). Ein Gesetz für eine Internet-Steuer dagegen lehnte Clinton mit Hinweis auf Innovationsblockierung ab. Die Entwickler vom Internet 2 (siehe http://www.ucaid.org) kündigen ebenfalls einen übermäßigen Einsatz von kommerziellen Anwendungsprogrammen an. Derweil kann man in Deutschland im schwäbischen Herrenberg bei Eurotel http://www.internom.com die neuen netten Kürzel wie arts, rec oder shop schon kostenlos reservieren lassen. WehWehWeh.Ojemi.Net. Liberal Source Code Nach der Ankündigung von Netscape, Browser und Quell Code den Communicator 5.0 teilweise kostenlos freizugeben, stellt sich die Frage, ob Microsoft die Source nicht auch zur Liberalisierung veröffentlichen sollte. Vermutlich würde dies einen neuen Schwung in die Web-Evolution bringen. Java könnte endlich synchron entwickelt werden, Änderungen von freien Programmierern könnten so ständig miteingebracht werden. Diskussionen darüber halten an. Ob Netscape damit das nächste Jahrhundert überstehen wird, bleibt dennoch fraglich. Gerüchte über einen Verkauf an Sun werden derzeit oft verbreitet. Terrabytespeicher auf Polymerbasis Immer wieder spekulativ angedacht, hat angeblich nun die Osloer Firma Opticom erreicht, wovon viele Computerfirmen (alp-)träumen. Anfang 1999 wollen sie auf der Basis des Proteins Bakteriorhodopsin einen Megaspeicher schaffen. Ursprünglich Grundstoff für Nylonstrümpfe und Plastiktüten, sollen mit Hilfe komplexer Lichtabsorbierungen verschiedenste Wellenlängen eine Kapazität von bis zu 170 000 Gigabyte erzeugen. Polymerelektronik wird durchaus ernstgenommen, u.a. arbeitet damit auch Blaulicht, Laser und holographische Technik. Live On Demand Energie, Gentechnik, Informationstechnologie, Banken und Medien weiter im Fusions- und Monopolrausch. Der Weltkonzern (-staat?) scheint nun nicht mehr fern. Nach Thyssen-Krupp, Bayern Vereinsbank-Hypo, Compaq-DEC oder AOL-Compuserve platzte nun aber die Elefantenhochzeit der Pharmabonzen Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham. Das es bei denen nicht mehr nur zischt und stinkt, beweist ein Auschnitt aus deren Repertoire: Nanotechnologie (Molekülcomputer als Lebensverlängerer), Genom-Entschlüsselung und automatisierte Chemie. Das Fusionsunternehmen hätte mit knapp 20 Mill. US$ hinter General Electrics und vor Microsoft, Exxon und CocaCola in der Jahresumsatzliste auf Platz 2 rangiert. In Europa bleiben Bayer, Hoechst und BASF dennoch weiterhin angespannt, da man von latenten Aktienspekulationen spricht. Orwell Kanther On The Road Nach gläsernem Lauschangriff (in den USA seit Jahren in großem Stil mit dem Pentagon-KI-Analysesystem MEMEX vollzogen und durch eine EG-Kommission kürzlich aufgedeckt) soll nun auch das Teledienst-Datenschutzgesetz (TDDSG) geändert werden. Ziel ist eine eindeutige Zugriffsmöglichkeit auf Homepages und E-Mail-Verfasser. Schon einmal wollte Manfred Kanther PGP (ehemaliges Kryptographie-Verschlüsselungsprogramm des Pentagons) verbieten lassen. Sollten sich seine Forderungen durchsetzen, müßten dutzende von Kleinunternehmen ihre Computernetze umrüsten und würden daran Pleite gehen. Abhörängstliche Telefonierer sollten sich dagegen schleunigst sogenannte Scrambler zulegen, die Sprache durcheinanderwürfeln können. Der Empfänger benötigt dann eine bestimmte Schaltung zur Entschlüsselung. Ob das alle von der FDP schon wissen? Sounds via Web Die Musiker-MIDI-Editier-Software ResRocket, die man auch live übers Web einsetzen kann, ist mittlerweile beständiger Programmpunkt der BBC-Future Show “Tomorrows World” geworden. In Kürze erscheint das Update 2.0 (zu 1.2) mit weniger Bugs und neuen Features. Live-Sessions weiterhin unter http://www.resrocket.com. Auch Thomas Dolby’s (genau, der von “Hyperactive”) Sound-Plug-In wird immer populärer: Beatnik (www.headspace.com) ist ein weiteres Echtzeittool. Schneller und schneller ADSL (Asynchronous Transfer Mode), 125x schneller als ISDN mit Kanalbündelung, 275 schneller als analog, prescht weiter voran. Immer mehr Prototypen von Cisco, Ericsson, Siemens oder Intel werden getestet. In den USA kam nun das erste ADSL-Modem von US Robotics für 500$ auf den Markt. ADSL benötigt keine neuen Kabel, auch kein ISDN als Voraussetzung. Man braucht nur eine bestimmte Box, einen Splitter, der bisherige Dienste vom ADSL trennt. Daneben gibt es noch 5 weitere DSL-Verfahren. Die siebte ISDN-Alternative, ATM, arbeitet dagegen weiter paketorientiert. Eutelis, die führende deutsche Beratergesellschaft für Telekommuniaktion prophezeit: DSL “stünde kurz vor dem Durchbruch”. Die monatlichen Kosten für Endkunden würden dann wohl bei etwa 50 Euro liegen. Noch für DM gibt’s Ende 98 von Rockwell mittels der CDSL-Technologie ein Sendemodem mit 128kbps (!!) , im Gegensatz zu ADSL braucht man keine Signalweiche. Military Games Die US-Forschung hat wieder etwas aus ihrer Entwicklungskiste geplaudert. Der Tophit: Künstliche Insekten, die Minenfelder entdecken können, virtuelles Soldaten-Training auf animierten Tretmühlen und Simulationen von Hügelerstürmungen. Dagegen kontern Brain-Fetischisten aus Asien mit dem Mind Control Operation System, welches Gedanken erkennen, weiterleiten und zur Ausführung bringen soll. Das geschieht unter Zuhilfenahme von lokalisierbaren Sauerstoffkonzentrationen im Gehirn (Magneto-Resonanz-Methode; bildlich dargestellt durch die Positronen-Emissions-Tomographie, PET). Erste Erfolge: Aus- und Einschalten von Licht oder Fernsehkanälen. Ab April angeblich für läppische 4800$ auf dem Markt. Search for money Was technisch schon immer prognostiziert wurde, soll jetzt von Goto.com umgesetzt werden. Diese neue Suchmaschine von Bill Gross soll faktisch wie die Gelben Seiten Suchbegriffe nach der Rangfolge gezahlter Werbegelder auswerfen. Damit würde der Liberalität von Anfragen ein Ende gemacht werden. Der erste radikale Kommerzrobot wird gerade finanziert und entwickelt. Auto-PC Immer mehr Entwickler arbeiten an PCs im Auto oder drum herum. GPS-Aufsatzprogramme (Achtung, ab 22.08.99 gibt’s Zyklusprobleme, siehe BIOS!) navigieren ohnehin schon Fahrten von A nach B, z. Z. noch mit Fahrer am Lenkrad. Jetzt arbeiten Microsoft und Intel an einem KFZ-PC mit Spracherkennung. Clarion möchte ein PC-Radio einbauen, was unter Windows CE laufen soll. Sun wiederum arbeitet an einer Java-Software, die sämtliche Funktionalitäten ansteuern soll, von Airbags über Bremsen bis zu den Amaturanzeigen. Vielleicht kann man dann die Autos leer fahren lassen, dann könnte man mal wieder spazieren gehen, am besten in Wäldern, wo auf Knopfdruck Blätter wieder grün werden. Peep- ich hab dich lieb Schwere Zeiten für Besitzer von Raubsoftware und Chipdieben. Die UNI Cambridge arbeitet an Radiosignalen, die in PCS eingebaut werden und sich aktivieren, sobald unlizensierte Programme installiert werden. Der Detektor funktioniert demnach wie ein Ablauschprogramm, das auch von der Telekom oder Geheimdiensten für TV-Zechpreller und Telefonlauschereien benutzt wird. Data Matrix wiederum will einen Chip bauen, der einen Code und eine zusätzliche Seriennummer enthält, die nur durch eine Zerstörung des Chips entfernt werden kann. Maßnahmen aus der Hacker-Szene werden wohl Gegenstörsignale sein oder ein Umgehen des BIOS. Pentagon-Hacker gefaßt Mehrere kalifornische Jugendliche wurden vom FBI geortet. Sie hinterließen trojanische Programme in mehreren Netzwerken. Sogenannte “Falltüren” sollten ab einem bestimmten Zeitpunkt Auslöser für mehrere Datenfreigaben werden. Die Hacks tummelten sich neben dem Pentagon u.a. auch in der Oak Ridge National Laboratory und im Fusionslaboratorium des MIT. Sie wurden eine Weile beobachtet, bevor das FBI zuschlug. New gimmicks on the market: HP bringt einen Scanner ohne PC heraus, der Dokumente als E-Mail versenden kann, auch als Text-PDF-Format. Neben Yahoo gibt es bald neue intelligente 3D-Suchmaschinen von Semio Map, Lyberworld oder VidiDrive. Interval Reserach patentierte sich programmierbare Tätowierungen bzw. implantierte Minicomputer, die unter der Haut leuchten. CDT bringt Farbdisplays auf leuchtenden Polymeren raus, Thomas G. Zimmermann arbeitet an “wearables” wie Funktelefonohrringen und Turnschuhcomputern, Chris Kasabach an digitaler Tinte, die geschriebene Texte direkt in den PC lädt, Steve Mann (der mit der Digicam vorm Schädel!) an vernetzten Unterhosen, die zu Hause die Heizung runterregeln sollen -mehr über “Softwear” im nächsten “Commuterworld”.

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Commuterworld Nico Haupt netzkraut@duesseldorf.heimat.de Roboter an die Leine Immer mehr Freizeit-Blechpartner laufen herum, denen ich kein Bier ausgeben muß. Für seine Golfpartie kann man jetzt in drei US-Clubs statt eines herkömmlichen Caddyträgers einen Roboter mitnehmen. Er kann mittels GPS und Bewegungssensorik die Geländegeographie, Windrichtung und Ballplazierung angeben. Kinder, die man zuhause lässt, können sich zum Trost für den abwesenden Daddy den neuen Robodog von Toshitada Doi (Sony) kaufen. Er befolgt mit seinen Kameraaugen Kommandos und ist sogar legomässig umbaubar. So können Gliedmasse und der Kopf dahin plaziert werden, wie man gerade lustig ist. Mark Tilden, Ingenieur und Physiker am Kernforschungslabor von Los Alamos/New Mexiko möchte die Menschen generell an Roboter gewöhnen lassen, indem sie in “freier Wildbahn” beobachtet werden sollen. Sinnvoll sei etwa Aufforsten im Regenwald, Aufräumen in Tschernobyl, Landminen vernichten oder Einsatz auf dem Mond. Nach dem evolutionären Wildroboter soll dann endlich der Hausroboter folgen. Bis dahin soll es noch Fußballhunde von Honda geben, eine interessantes Crossover. Nachzuschauen beim Humanoid-Projekt unter http://www.robocup.org. Ich hoffe, die ganzen Blechheinis räumen dann auch ihren eigenen Dreck weg, springen nicht aus dem Fenster und schauen sich nachts keine nude-bot-Filme im Fernsehen an. Chubba Chips Wie die Chips der Zukunft aussehen sollen, wollen nun Wissenschaftler des Unternehmens Ball Semiconductor beantwortet haben, nämlich rund. Auf Kugeln, die nur 1mm gross sind, werden dort unbearbeitete Halbleiterstrukturen und demnächst auch integrierte Schaltkreise hineingeprägt. Hier soll im wahrsten Sinne des Wortes das Geschäft der Zukunft heranrollen, nämlich in kleinen Transportröllchen. Ersparnis: etwa 90% der üblichen Herstellungskosten. Bei IBM dagegen geht es mehr um Tempo und Material. Mit ihrer “silicon-on-insulator”-Methode sind sie 35% schneller als herkömmliche Chips und sparen sogar ein Drittel Strom ein. Bei der Verdrahtung von Schaltkreisen benutzen sie ausserdem seit einem Jahr das günstigere Kupfer statt Aluminium, garantiert ohne Käsegeschmack! Im Georgia Institute of Technology aber übernimmt ausgerechnet Luft die Schlüsselfunktion. Durch spezielle Polymere, die verbrannt werden, enstünden sogenannte Luftlücken, die zur Isolation von integrierten Schaltkreisen ausreichen sollen, anstelle von den üblichen Silikondioxid-Schichten. Dies müsste die sparsamste Methode sein, wenn sie jemals durchkommen sollte. Wir sollten also alle mal schon Atem sparen, noch steht kein Chipwärter im Park und saugt sich ein Tütchen für sein PC ab. Footsteps on the webfloor Es gibt im Web bekanntlich viele Wege zur dauerhaften Erhaltung von persönlichen Daten. Da gibt es auch immer mehr zu tun. 100 Millionen User in 240 Ländern stehen hier mittlerweile auf der Warteliste. Da bemüht sich zunächst den Archivar Brewster Kahle aus San Francisco mit seinem “Internet Archive” und “Alexa Internet”, die eher einen harmlosen historischen Anspruch haben. Die digitale nekrophile Variante liefert “Afterlife” aus Seattle (Washington). Sie widmet sich privaten Websites von Verstorbenen, die sie nicht nur archivieren, sondern auch als “digitale Grabsteine” bis zum jüngsten Tag pflegen möchte. Die US-Regierung möchte wiederum jedem seiner Staatsbürger einen eigenen dauerhaften Identifikationscode zuweisen, der Zugang zu einer nationalen Datenbank ermöglichen kann. Dort ließen sich dann alle Krankheitsdaten sämtlicher Bürger lebenslang speichern. Ein Wunschtraum für Versicherungen, Gesundheitsämter und Strafverfolgungsbehörden würde damit endlich in Erfüllung gehen, glaubt man doch, irgendwie an diese medizinischen Profile von Abtreibungen über Gendefekte bis Depressionen herankommen zu können. Und die Satelliten stehen kurz vor der privaten Dauer-peep-show on demand. Unter terraserver.com haben das U. S. Geological Survey, die russische Weltraum-Agentur und Microsoft nun ein Terrabyte Digitalbilder bereitliegen, wo man endlich schauen kann, ob der Hausmüll seinen Hinterhof verstopft. Ich glotz TV, du trotzt GV Neues aus dem Markt des interaktiven TVs. Während Kirch und Premiere hierzulande immer noch ihr DF1 retten wollen, hat Microsoft mittlerweile mit Thomson Multimedia (ein französisches Regierungsunternehmen!) einen Kooperationsvertrag geschlossen. Er ermöglicht der Weltfirma, ihr Minibetriebssystem Windows CE in deren Fernsehprodukte zu intigrieren. In der Warteschleife befindet sich nun Disney Productions, die ursprünglich dafür interaktive Programme liefern wollte, aber jetzt erstmal den Markt beobachten möchten. Ebenfalls eingekauft bei Thomson haben sich Alcatel, NEC und Direct TV, die den Konsum von interaktivem TV damit beschleunigen möchten. Microsofts Ungeduld trägt auch schon in Japan Früchte. Dort trafen sie sich mit Panasonic, Sony und Matsushita, allerdings bislang ohne Investitionsversprechen. Letztere bringen momentan schon die ersten HDTV-Bildschirme (doppelte Auflösung als analoge Fernseher) heraus. Ab Herbst soll es dazu die passenden digitalen Shows geben, bis dahin reicht ein Übergangsconverter. Es bleibt denoch ein mathematisches Rätsel, wieviele Filme mehr eigentlich bald pro Jahr gedreht werden müssen, um dutzende von ãAlternativ-EinstellungenÒ bedienen zu können. Ein entgültiger Durchbruch für die “privates”? In 80 Tagen um den Mensch Langsam wird es Zeit für Genlandkarten am Kiosk und das zugehörige Spiel: Hauptstadtraten. Wie heißt also die Hauptstadt für das Land der Lagebestimmungen von inneren Organen. Oder kurz: Hauptstadt von Laviorg? Antwort: Pitx! Entdecker: Martin Blum vom Karlsruher Institut für Genetik. Regierungsform: Noch nicht aufgeteilt, jedenfalls ist klar, dass sich in der Bereichsnähe von Pitx das Herz und der Darm bildet, aus denen wiederum Lunge, Magen, Milz und Leber entstehen. Je falscher dann diese Organe voneinander liegen, desto häufiger würden bestimmte Krankheiten auftreten, angeblich auch Krebs. Währungsart: Tendiert zwischen Neandertaler und Rückenmark. Hören statt Lesen Wenn man demnächst den Hörer abnimmt, kann es einem passieren, daß unaufgefordert Sätze heraussprudeln, die keinem direkten menschlichen Urheber gehören. Dieses Verfahren nennt sich DICE (Delivering Information in a Cellular Environment). Es handelt sich hierbei um Sprachprogramme, die EMails und Webseiten umsetzen können. Verschicken kann man diese Voicemails mit normalen Telefonen über bestimmte Service-Provider. Empfänger brauchen dazu spezielle Digital- oder Bildtelefone. Natürlich funktioniert dies auch am Handy. Upper-classierte Satellitenhandybesitzer können sich so sogar ganze Bücher vorlesen lassen. Und dann gibt es ab sofort auch emails über das Satellitensystem der ESA. Auch das Tempo legt zu: Beim “General Packed Radio Service” sollen demnächst Übertragungsraten von bis zu 115,2 Kilobit (2x ISDN) möglich sein. Etwas schmucker und bescheidener gestaltet sich das RocketBook. Ab Ende 98 kann diese Art booktop über das Web bis zu 4000 Seiten online laden. Und obwohl gerade auch die ersten Videodiskwalkmen erschienen sind, reicht einer japanischen Alternative die “Fernbrennung” über externe Displays. Dort soll für die Mittelschicht ab diesem Monat in einer Testphase Terminals in 24-Stunden-Supermärkten, Kiosken und Buchläden aufgebaut werden, um ebenfalls in den Genuss zu kommen. Erhalten kann man dann in 300 Orten etwa 15000 Titel. Ich habe übrigens immer noch nicht rausbekommen, ob man die Schriftzeichen rückwärts scrollen muss oder seinen Bildschirm umdrehen muss. Ethisches Brainstorm Die Zentrale Ethik-Kommission bei der Bundesärztekamner (ZEKO) fordert ein “Moratorium” (vorläufiger Stopp) der sogenannten “Neurotransplantation” am Menschen. In Schweden und in den USA wurden bereits an über 200 Patienten Nervenzellen abgetriebener Embryonen oder Föten in das Gehirn von Parkinson-Patienten übertragen. Mit einer Hohlnadel wird so Gewebe von bis zu zehn abgetriebenen Embryonen in das Gehirn gepumpt. Danach wachsen die fremden Mittelhirnzellen heran, erzeugen den Botenstoff Dopamin und übernehmen so die Funktion der bereits abgestorbenen Nervenzellen. Dieses Verfahren soll auch auf MS und Alzheimer übetragen werden. Der deutsche Neurochirurg Guido Nikkhah schert sich jedoch nicht um diese Empfehlung und möchte auch in Deutschland mit Neurotransplantation beginnnen. Umstritten bleibt nach wie vor, bis zur welcher Schwangerschaftsabbruchwoche Föten nutzbar sein sollen. Aus fötalem Gewebe werden übrigens auch die Blastocysten gewonnne, kleine Keimblasen, die für Kloning so bedeutend sind. Daraus züchtet u.a. die Firma Novartis erfolgreich künstliche Gewebearten wie Haut, Sehnen, Adern, Zahnschmelz, Lebergewebe oder Brustwarzen. Bald also bei Aldi: ãBobby PeruÒ, ãJolly JuhnkeÒ oder ãPamela PepÒ.

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Commuterworld Nico Haupt Schiedsrichter, Webphone! Im Bereich der sogenannten Interaktivität hat sich mal wieder etwas getan. Der Begriff “Interaktivität” selbst scheint jedoch immer noch etwas überbewertet zu werden, da meist eine bereits vorgegebene Situation nur nachbereitet werden kann, z.B. Ansicht und Perspektive wählen, jedoch nicht einen Eingriff auf das tatsächliche Handeln der Akteure. Damit kann natürlich noch nicht der Einfluß auf das gegebene Geschehen gemeint sein, aber zumindest im Tennisbereich kann jetzt jeder zum Hobbyschiedsrichter werden. Auf der Website der US-Open konnte man mit gefreezten Web-Cam-Fotos, die live zugespielt wurden, Perspektiven neu bestimmen oder den Seitenrand heranzoomen. Währenddessen kündigte Lucent Technologie die Entwicklung einer neuen Kamera an, die den kompletten Seitenrand abfilmen kann. Damit könnte man endgültig einen chat einrichten, der den schnellsten Seitenausruf forcieren müßte. Kommt also der elektronische Schiedsrichter demnächst über einen backbone und wird der dann sofort per cyber cash bezahlt, wenn er einem die gefreezten Bilder zumailt? Damit würde man ne Menge Kohle sparen. Doch wer überwacht den E-Umpire, ob der nicht heimlich noch einen photo-shop-Filter rüberjagt? Biosmog Daimler steigt zu den Förderern der sogenannten Digital Factory auf, der Idee, per Fernmanipulations- und Steuerungssoftware Firmen aus der Weite zu automatisieren. Eine Variante davon: eines ihrer Autos ist nach einem Unfall und der Art des Airbagaufpralls per Ferndiagnose analysierbar. Natürlich kann auch unmittelbar per GPS die Unfallmeldung erstellt werden einschließlich des Polizeirufs und des Rufs nach dem Krankenwagen. Um 2006 könnte Mercedes dann auch endlich Thema der Bundestagswahl werden. Dann soll ihr fast schadstoffreies Auto herauskommen, welches durch Brennstoffzellen angetrieben werden soll. In diesen Zellen reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff und erzeugt Strom, der wiederum über einen Elektromotor das Auto in Bewegung setzt. Getankt wird mit einem Gemisch aus Biomasse und Erdgas. Für Chemiefans: das ist das gute alte Methanol. In der Raumfahrt und bei U-Booten wird diese neue Antriebsart bereits erfolgreich eingesetzt. Auf unseren Straßen soll man mit 38 Litern etwa 400 km weit kommen. Ein Tempolimit ist jedoch noch nicht vorgegeben. Was passiert also, wenn mir auf halber Strecke das Gas ausgeht? Ich nehme den Transrapid und sorge dafür, daß dieser nicht nach Memmingen fährt. Gen-Aldi on the front In den bakteriologischen DNAs sind meistens die Gene ohne Unterbrechung hintereinander angeordnet. Probleme bereiten den Biotechnikern jedoch die Protein-Abschnitte beim Menschen. Dort hängen zwischen den sogenannten Exons undefinierbare und scheinbar nutzlose Introns. Diese Informationsdropouts werden seit einer Weile jedoch besser erkannt und beiseite sortiert. Dafür gibt es die Softwarelösungen Genscan und Procrustes. Übrig bleiben Muster, die auf übereinstimmende Sequenzen, Kommunikation und Kooperation mit anderen Zellen untersucht werden. Und jetzt geht der Wettkampf erst richtig los. Craig Venter will mit seiner Firma Celera Genomics ohne das lästige Kartieren bereits in 3 Jahren soweit sein, die DNA entschlüsselt zu haben. Dafür hat er neue Analysebots entwickelt, die um ein vielfaches schneller recherchieren können als herkömmliche Programme. Er kündigt jedoch milde an, die meisten Infos ins Web zu stellen und die wesentlichsten Abschnitte zu vermarkten. Bis dahin gibt es einen Einblick in seine Datenbank gegen eine Art on-demand-Gebühr. Staatlich geförderte Forschungsunternehmen haben nun reihenweise Schiss. Das US-Human Genome Projekt, das Molekularinstitut in Jena, das britische Sanger Centre (Commuterworld 8/98), Incite Phramaceuticals oder Myriad Genetics, die monopolistisch das Krebsgen BRCA vermarkten dürfen. An der A&M UNI in College Station, Texas, nahm man derweil unberührt den ersten Auftrag über einen zu klonenden Hund an. Missy, der Nachfolger von Dolly, dem Schaf, soll aber angeblich keine genetisch veränderte Hundeschokolade bekommen, schon gar nicht den Butterfinger, der Genmais enthält. Click, click, click (787) In den USA wird das Sekunden-Grabbing wohl immer schneller ein neues Sehverhalten forcieren. Das Land der Fast cut-Videos macht halt alles noch viel fixer. So hat das US-Patentamt nun ein sogenanntes Online-Aufmerksamkeitsmakeln-Projekt bewilligt. Durch Anklicken von Werbebannern und Aufsuchen von Sites im Web können die User über die Firma Cybergold Geld verdienen. So ein Projekt ist bereits das fünfte ähnlicher Art. Diese Methode der Patentvergabe ist jedoch gerade ein heiß umstrittenes Thema in der Rechtswissenschaft. Man befürchtet einen Trend von überzogen virtuellen Projekten , die zu unnachvollziehbar würden gegenüber herkömmlichen greifbaren Projekten. Dazu käme ein stark eingeschränkter Wettbewerb. Noch weniger Sensibilität beweist das US-TV, ab sofort auch mit digitalen Sendungen für Blinkerwerbung. Was im Web als animated ad gifs, ad flash-graphics oder java-ad-applets schon längst gang und gäbe ist, soll jetzt auch dort umgesetzt werden. Wir kennen das hier auch schon in Ansätzen: Störende Fan-Hotline-Nummern, die eingeblendet werden. Ein Übergang zu Werbung während des Films nennt sich Blink Ads (Zwinkerspots) und kann ab 70 DM geordert werden. Es wird endlich Zeit für den Gegendecoder. Ich glaube, ihn neulich entdeckt zu haben. Nur bekomme ich diese lästigen Werbeaufkleber nicht ab, mein Terpentin ist mit Leuchtbildern übersät und mein DVD-Update ist nur noch über unauffindbare Suchserver zu bekommen. Phone to phone Die meisten klassischen Kommunikationsplattfomen nehmen zunehmend Gestalt im oder vermeintlich außerhalb des Webs an. Waren Auktionen jüngst noch per klassischem Telefon hip, so kann man jetzt auch mit einem plug-in per Netz mitbieten. Statt Websites aufzusuchen, hilft jetzt die small card Solid Audio, die den download ermöglicht, aber wissentlich nicht vergilbt, wenn sie voll ist. Mit CoolMail kann man sich kostenlos zuzüglich einer 10-Sekunden-Werbung von jedem Strassentelefon seine email vorlesen lassen. Nur außerhalb des Ortstarifs kostet dieser Dienst 18 Pfennig. Studenten können mit smart cards der israelischen Telefonie-Erfinder VocalTec Telefonate über das Internet führen, schnurlose Bildtelefone können mit sogenannten DECT-Kanälen bis zu 250 Meter entfernt Daten austauschen. Beim Internet-Provider PSI-Net soll man nur gegen eine Monatspauschale eine Art Voice over IP nutzen können. Ein Essener Provider möchte wiederum Handys bündeln und über neue Mailboxideen Telefonate weiterschalten dürfen. So könnte das Telefon zum Vorgarten werden, den ich nach Gutdünken weitervermieten darf. Handys von Siemens wiederum können Websites vorlesen mittels der DICE-Technik. Und passend dazu werden auch die sogenannten Least Coast Router immer erschwinglicher, so z.B. der ELV Call Manager und ICO Telejet Mit diesen Zusatzgeräten für die Telefonbuchse kann jeweils der billigste Telefonprovider ermittelt und zugeschaltet werden, natürlich auch Call to call-Gespräche. Zwischen 100 und 150 DM kosten die netten Schmuckstückchen, mittlerweile auch mit detaillierten Telefongebühren auf einem separaten Display. Von Routern für Handys habe ich aber bislang noch nichts gehört. Dort würde aber jetzt der Dumping-Anbieter First Telecom rausfallen, bei dem man zuletzt bis zu 50% der herkömmlichen Telefonkosten einsparen konnte. Die Regulierungsbehörde hatte zuletzt wieder gegen den Provider entschieden, das letzte Wort war bei Redaktionsschluß aber noch nicht gefallen. Ein Freund von mir ruft übrigens in letzter Zeit immer öfter und länger an und erzählt mir von der billigsten Preisen und seiner gesunkenen Rechnung. Nur daß ihn seine Freundin nicht mehr erreicht, erzählt er nicht. Die sitzt aber des öfteren bei mir rum und sortiert meine verschiedenen Telefonrechnungen nach den hippsten Eselsohren. All(es) hat ein Ende Und jetzt kommen doch noch die Ossis! In Sonneberg hat man sich jetzt einen einmaligen Weltallscanner zugelegt, der das gesamte Universum kartographieren soll. Wohin mit all den Daten? Natürlich ins World Wide Web. Der Backbone zum Mars soll ebenfalls schon gelegt worden sein. Bis es soweit ist, kann man die bis dahin popelige Sonde Global Surveyor und ihre Daten auf der Nasa-Seite beobachten und zum millionsten Mal nach grünen Männlein in Kratern suchen.

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Commuterworld November 98 Nico Haupt netzkraut@duesseldorf.heimat.de Noch mehr Welt am Draht Wer die jetzige Welt zu langweilig findet, baut sich bekanntlich Ersatzwelten in Schrift, Wort oder Droge. Viele versuchen sich aber auch ihre Ersatzwelt konkreter nachzubauen. Dazu gehören Phantasy-Rollenspiele, im Extremfall Sekten oder ähnliches Aldi-Brainstorm. Am geschicktesten gilt mittlerweile, alles “ManagementtrainingÒ zu nennen, und schon ist die Seriösität perfekt. Als 3D-Programm, Brettspiel oder Theaterstück ist es dagegen eine pragmatische Herausforderung, die Welt so real’tätsnahe wie möglich zu bauen, natürlich mit völlig neuen Relationen. Zum Klassiker des Weltenbaus gehört weiterhin das Evolutions- und Entwicklungsspiel “Civilisation I + IIÒ, jetzt auch als Netzspiel immer populärer. Die komplette Serverliste unter http://www.freeciv.org liefert eine Aktivistenliste plus Zubehör. Für Einzelgänger hilft die Flucht in neue “worldsÒ von blaxxun, cosmo oder IBM. Diese 3D-VRML-Netzwelten sind schon fast komplett zugebaut, aber es gibt noch keine Bevölkerungsexplosion. Auch im Parallel-Berlin City-Navigator gibt es ab sofort Avatare- alle Infos unter http://www.echtzeit.de. In der “GodzillaÒ-Welt kann man sich dagegen zum Affen machen lassen. Ob einen reale oder gefakte bots zum Urviech führen, konnte ich nach einem Rechner-Crash nicht mehr austesten. Auch der Nachbau von begehbaren 3D-Welten aus Biochemie oder Atomphysik wird vorangetrieben. Nach einigen Prototypen ist es Ziel, sie nicht nur zu “durchwandernÒ, sondern auch interaktiv zu beeinflussen. Ein Meilenstein dafür könnte das Polyp-Projekt aus Jena werden, das Molekülevolution simulieren will. Nun bleibt abzuwarten, ab wann man im Netz auch durch Parallelgehirne surfen kann. Mit einem realen Nachbau hat nun die Firma Irvine Sensors begonnen. Ein 1000-stöckiger (!!) Prozessor soll die Billion Nervenzellen in Würfelform namens 3DANN darstellen. Mitbeteiligt ist das US-Militär. Eine selbsttätige Verästelung von Chips dient als Ausgangsidee. Bis dahin beschäftige ich mich lieber noch mit den Verästelungen meiner Lieblingsspinne über der Fruchtfliegenplantage des Abstellraums für Bücher über Nahrungsaufnahmen mikronesischer Papageien während der Regenzeit oder gehe zu OBI! Zieh dich warm an! Im Bereich der Wearables, Smart Clothes oder Intellidress, also anziehbarer Computerkleidung, gibt es wieder neues aus dem Warenkorb. Xybernaut Corporation und das schwäbische Solution Lab entwickeln gerade einen Mini-Power-PC für den Gürtel. Dieser soll über ein Minidisplay unterhalb der Stirn per Sprache und Voice-Mail gesteuert werden, also auch Internet-kompatibel. Woanders planen Motorola, SAP, Visa und weitere Partner, das Spracherkennungssystem VoxML (Voice Markup Language) zu etablieren. Am Ende sollen Sprachkommandos über Handy, Pager, PC oder Festtelefon Bankabwicklungen und Reiseplanungen vereinfachen. Für diese neue Bedienungsliga produziert auch Microsoft sein Fernsteuersystem Take Control auf einem völlig neuen Betriebsystem für über 15 externe Geräte mit 30 Anwendungen. Schwerbehinderte hoffen dagegen auf future-tools wie Remo-Boost II. Dieses Infrarot-Programm montiert man sich ins Zimmer; ein optisches Interface hilft, ein eigenes layout für eine virtuelle Fernbedienung gestalten zu können. Sprechen bleibt also weiter salonfähig. Ich warte trotzdem beharrlich auf das erste Mundstück, das mir regelmässig die Zähne putzt, die Nahrungsaufnahme steuert und vor allen Dingen die gelegentlichen Peinlichkeiten, die mir rausrutschen, rechtzeitig bremst oder auf kyrillisch verschlüsselt. Bug dir deinen Lieblingsprogrammiertag! Feiertage sind out, bug-days sind hip! 1999 geht der Spaß los. GPS-Satelliten am 22.8. sind zwar momentan fast alle gerettet, Sorgen bereiten den Analysten aber Empfänger wie Flughäfen und Schiffe. Dann gibt es das Schaltjahrproblem am 29.2.2000, was nicht nur für Lohnabrechnungen heikel wird. Beruhigend ist da wohl die schleichende Deflation, denn wenn der Dow-Jones auf 10000 stiege, gäbe es erneut viel zu tun. Laut Diplom-Informatiker Jaroslav Blaha (NATO/Brüssel) ist jedoch das UNIX-Date-Overflow angeblich unlösbar. Am 19. Januar 2038 um 03:14 und 7 Sekunden läuft das weltweite Netzwerksystem, das auf 32-Bit langen Zahlen basiert, wegen einer kleinkarierten Sekundenberechnung auf Null über. Die Geburt war Anfang 1970. Nachzurechnen für Spezialisten: Vorgabe 31 Bit + Vorzeichen. Hilft hier ab 2035 das weltweit erwartete künstliche Gehirn (Artilect), um dorthin auszuweichen? Volker Sturm (Neurochirurgie Köln) möchte ab 2016 Alzheimer-Patienten die ersten künstlichen Gehirnzellen und elektronischen Nervenstimulatoren einpflanzen. Auch Betriebssysteme auf Polymerspeicher lassen uns hoffen, näheres unter http://www.opticomasa.com. Wer nun glaubt, für ewig und immer vor dem Computer abzuschlaffen, kann sich ebenfalls beruhigen. Die ersten geklonten Muskelstränge möchte Prof. Winfried Banzer von der Uni Frankfurt um 2019 transplantieren. Wann gibt es also endlich alles auf menschlichen Platinen abzuspeichern? Mittlerweile wird übrigens die Umstellung des BIOS 2000 auf 1,7 Billionen geschätzt und schon gibt es die ersten Realsatiren. Die ersten Tips von mir: Im März seine Freundin schwängern, im Dezember Rentenantrag für das Kind stellen, Steuern vor September machen. Mit viel Bargeld, Wasser, Lebensmitteln, Öllampen, Kaminholz in ein Schweizer Ferienhaus, natürlich bar vorausbezahlt. Für DJs batteriebetriebene Plattenspieler, vorher kräftig Benzin bunkern, doch theoretisch funktionieren einige Zündungen nicht. Und dann leider: kein Strom, TV, Handy wegen hundert Jahre Rechnungen. Nicht in der Nähe eines Elektromagneten oder Supermärkten mit automatisierten Verfallsdatenlagern wohnen. Wird natürlich alles weggeschmissen. Nicht krank werden oder um den 22.8. Flüge buchen! Empfehlend die Nähe eines Bunkers, falls es ein russisches Atomkraftwerk leider doch nicht schafft. Nicht vergessen, in den USA beginnt 2000 ein paar Stunden später! Ansonsten: Auf digitale Zahlungswährung setzen, einen gesicherten Server aufsuchen und hoffen, daß wenigstens der am nächsten Tag funktioniert. Und zum Judentum überwechseln! Die haben zwar das gleiche Problem, aber wenigstens eine andere Zeitrechnung. Guter Psychotrick, denn am 31.12. bleibt es dort beim Jahre 5760. Ich wollt, ich wär ein Huhn Die Suche nach Wunschwesen geht weiter. Was herkömmliche Geschlechtsbestimmung betrifft, so wurde ein neuer Erfolg von Edward Fugger (Gen-Institute/Fairfax Virginia) erzielt. Mit Hilfe fluoreszierender Stoffe wurde von 14 Wunschkindern nach künstlicher Befruchtung 13x das gewünschte weibliche Chromosom erzielt. Bedenken haben einige Gegner wegen der Farbstoffe. Wenn also eure Nachbarkinder demnächst bläulich schimmern, keine Vorurteile entstehen lassen. Hier ging es nur um das Wohl der Eltern. Die Evolution von Robotern (slawisch=Fronarbeit) nach Industrie- und Haushaltsrobotern geht dagegen nun in die dritte Generation: intelligent bots. Suchmaschinen im Web sollen nach visuellen Mustern suchen können. Innerhalb der Netztelematik können Arbeitsroboter über Fernsteuerung oder sogenannter Fernmanipulation bedient werden. Video-, Animations- und Datenfenster helfen, Bewegungsabläufe zu konfigurieren und zu optimieren. Sensorik- und Sensibilisierungssysteme werden für physikalische Hindernisse wie Fliehkraft und Zentrifugalkräfte in die Greiftechniken intigriert. Über 1200 weltweite Servicerobotsysteme steuern z. Zt. Reinigungen, Transport, Tankautomaten und Bauabläufe. Visuelle Programme, die Zeit und Fahrbahnverläufe erkennen können, haben zu zwei Prototypen von Mercedes geführt, die selbstständig geradeaus starten, fahren, überholen und bremsen können: Vamor und VITA 1. Und für Mikrofreaks: Der taktile Miniroboter Miniman II ist nur noch wenige cm gross und besitzt einen Greifer. In Tokio werden Insekten mit eingebauten Elektroden ferngesteuert. Liebe Asiaten, wie wäre es dann sofort mit einem Honigbienen-Taxi und Mücken, die das Insektenspray gleich auf dem Rücken montiert haben? Demand on demand Das Internet beginnt immer stärker Gegenstand der Soziologie zu werden. Die Einschaltdenke ist passé. Schon rufen einen E-Mails, Webseiten, fremde oder unwirkliche Mitmenschen aus dem Netz an. Automatisierungstendenzen werden geduldet, und auch die Anzahl externer Steuergeräte wird immer grösser. Diese wiederum lassen sich vor Fremdusern mit biometrischen Gesichts- oder Spracherkennungstools erweitern. Compaq bietet jetzt für unter 200 DM ein Fingerabdruck-Lesesystem an, es gibt Gesichtserkennungen für 90 DM. Die steigende Datenmenge wird dabei durch stärkere Infrastruktur, Übertragungsmodi und neue Adressierungsformen gesteuert. Und jetzt soll auch das geplante Flugzeug High Altitude Long Operation den GPS-Satelliten Konkurrenz machen. Es fliegt feste Routen ab und versorgt Großtädte mit drahtlosen Breitband-Diensten, Internetzugängen und Videokonferenzsystemen. Und immer wieder geht es um das leidige Thema Geld. Ira Magaziner, ein Clintonberater, diskutiert erneut über Internet-Steuer, die durch e-cash-Verfahren das Erstellerland ermitteln und dahin abführen soll. Die Firma http://www.stampmaster.com darf jetzt auch an über 20 Unternehmen in Washington die elektronische Briefmarke einsetzen, die keine zusätzliche Hardware mehr benötigt. Das Netz konkurriert oder fusioniert mit kommenden Internets und Business- oder privaten Extranets. Eine Schlüsselposition wird das Handy erhalten. Ab der Generation 2002 soll das UMTS (Universelle Mobile Telekommunikation System) noch mehr Videokonferenzen, Geldtransfares und auch private Haushaltsabläufe steuern. Zentrale Objekte sind Heizung, Kühlschrank, Bügeleisen, Wetterabruf, Licht-, Tür- und Fensterinfrastruktur. Bis dahin soll das Netz neu kartographiert werden. Die Firma Invisible Worlds arbeitet an Navigationshilfsprogrammen, die danach dreidimensionale Blockprotokolle zur Verfügung stellen kann, um mit Maus oder Joystick plastischer zu surfen. Die ersten interaktiven Karten sollen 1999 erscheinen. Immer öfter lernen sich die Surfer durch Videosessions kennen, aber verpassen es, rechtzeitig ihre Lieblingseigenschaften zu übermitteln. Hier sollen netzfrei erste Infrarotplayer Abhilfe schaffen, die beim Wunschpassanten grell aufblinken. Und das Wiener Ludwig-Boltzmann-Institut für Humantheologie sortiert Videoaufnahmen von Flirtanalysen, die menschliche Verhaltensmuster mit dem Programm E-Motion auswerten. Mit Hilfe komplexer Algorhythmen lassen sich anhand Körperhaltung, Verhalten und Bewegungsarten Zusammenhänge zwischen psychischen und krankeitsanatomischen Erscheinungen ermitteln. Über den neuronalen Netzwerksimulator SNSS in Stuttgart konnte man bei 123 Probandinnnen sogar die Stärke von Östrogenspiegeln feststellen. Noch ist diese Eigenschaftsdatensoftware nicht zur Kommerzialisierung freigestellt worden, also entspannt euch, liebe Psychologen. Paranoiker sollen sich jedoch nicht mehr in Nähe von HBF- oder Flughafenkameras aufhalten, da sie Angst haben, wegen Fußpilz, Klaustrophobie oder Freundschaft zu Asylanten verhaftet zu werden. Dead or Alive Was für den Naturalisten ein Ausflug nach Island, Kanada oder Australien ist, ist für den Extropier die totale Kombination von Robotik, Wearables, Genomtechnik und Nanotechnologie. Hier sind alle klassischen Begriffe aus der Science-Fiction wie Replikant, Android und Cyborgs belanglose Alltagswörter geworden. Längst gehören Fachzeitschriften wie “ExtropyÒ, “WiredÒ oder “NatureÒ zu ihren Standardlektüren. Behinderte und Nichtbehinderte sind für sie gleichwertig. Dafür sorgen z.B. Biochemiker an der UNI Leicester, die durchtrennte Sehnerven mit Silikon verbinden wollen oder Minichips der UNI Bonn anstelle defekter Sehzellen auf der Netzhaut. Den Spruch, “Bist du blind, oder was?Ò, gibt es bei den Extropiern nicht mehr. Besonders im Bereich der Nanotechnologie (die Physik, Molekularbiologie, Chemie und andere Bereiche hinzuzieht) erzeugt es Ihnen Miniorgasmen, wenn erneut das Tor zu digitialisiertem und verlängertem Leben aufgestoßen wird. Ein Auszug der verschiedenen Nanosysteme: Nanoelektronik möchte mit Hilfe der Quantenmechanik Moleküle zu Verstärkern und Transistoren umbauen. Polymer-Nanocomputer machen Silicon Valley Konkurrenz, und im Bereich der Nanomechanik sollen Atome für den Bau von Minipropelloren dienen. Noch ist der Bau für sinnvolle Nanomikroskope zu teuer, aber die Forschungsgelder werden immer zügiger bereitgestellt. In den französischen IBM-Labors konnte man jetzt im Juli erstmals nicht nur Moleküle verschieben, sondern auch zum Rotieren bringen. Erste kommerzielle Firmen wie Nanothinc und Zyvex wollen in 10 bis 50 Jahren die ersten konkreten Anwendungen vermarkten. Gelingt es in absehbarer Zukunft, Nanomaschinen aus Kohlenstoff herzustellen, was bislang noch nicht gelungen ist, könnte man sich seine eigenen Molekülpyramiden bauen, die wiederum Krankheitsherde ersetzen sollen. Die umstrittensten News erhält man bei Eric Drexlers Foresight Institute (www.foresight.com), einer der führenden Visionisten. Manchmal bedarf es aber auch der Kunst, um scheinbar andere physikalische Gegensätze wie Raum und Zeit zu vertauschen. Martin Reinhart, der Mit-Entwickler von Tx-Transform gelang dies auf der diesjährigen Ars Electronica. Mit Hilfe komplexer Zeit-Raumachsenverschiebungen schöpft er Videofilme, wo die realen Abhängigkeiten völlig absurd gestaltet werden. Hier schweben menschliche Körperteile, Züge verlangsamen sich, je schneller sie fahren, und Häuser beginnen zu wandern. Nun werden diese transformierten Visual Effects auch für die internationale Filmbranche angeboten. Ein Anruf bei Synchro Film Wien genügt, und schon wird Netzkunst zum Mainstream. Zwischen Weltwirtschaftskrise, Kriegsgefahr und Politikwechsel gilt es, sich auch mal wieder mit den bescheidenen Dingen des Lebens zu beschäftigen. So empfieht Commuterworld zum Abschluss, das Börsenprogramm Xetra mal auszuschalten, den Joystick abzumontieren, eine Kommandozeile weniger C++ zu programmieren und mal stattdessen in den Bildschirmschoner zu schauen, der ein völlig übermüdetes Foto von sich selbst zeigt. Hilft ungemein!

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