iPill: U-Boot im Körper
Neues aus dem Labor

Touchscreen über alles. Das war die Devise der Handyhersteller nach dem iPhone-Schock. Aber dadurch ist nicht nur viel an Innovationen vernachlässigt worden, sondern kaum jemand scheint sich mehr darum zu kümmern, was Mobile eigentlich wirklich heißt und um welche Bereiche es in der Zukunft gehen wird.
Handys lösen die ewigen Versprechen westlicher Entwicklungshilfe ein. Die Mobilfunknetze bringen der ärmeren Menschheitshälfte Fortschritt, Wachstum und Hoffnung. Eine optimistische Betrachtung der Globalisierung per SMS.
Das Leben mit dem mobilen Netz könnte so schön sein: morgens auf dem Weg zum Bäcker kurz die Nachrichten auf dem Handy-Display sortieren, in der U-Bahn mit den neusten YouTube-Clips die Fahrt zur Arbeit versüßen und anschließend vorm Konferenzraum dem klugscheißenden Finanzabteilung-Yuppie via mobilem Wikipedia in den Moccacino spucken. Ist das jetzt endlich mal Realität? Oder ist das mobile Web immer ein großer Schwindel?
Romy Zips jongliert als Bookerin und DJ mit Künstlern (alles Jungs) und Schallplatten. Dabei bekommt sie Einsichten von Moskau bis zu Transen-Parties in Kreuzberg.
Bewegungs-, Temperatur- und Druck-Sensoren aber auch optische Systeme werden in atemberaubendem Tempo kleiner, billiger und schlauer. Die Dinge werden sinnlich.
Unsere Gesellschaft wird von einer tief greifenden Wertediskussion aufgewühlt. Genuss oder Gesundheit ist dabei nur ein Oppositionspaar. Das Rauchverbot markiert den Wandel am deutlichsten.
Knapp 4 Milliarden Mobilfunkanschlüsse soll es weltweit geben. Fragt sich nur, wer da am anderen Ende der Leitung steckt?
Die mobile-Welt öffnet sich dem OpenSource. Den Global Playern schmeckt der globale Gedanke allerdings nicht.