Wie ihr sicher erwartet habt, kommt am Freitag den 4.4. die neue und leider vorerst sicherlich letzte Ausgabe der De:Bug an den Kiosk. Wir erwarten Menschenschlangen länger als beim iPhone 7, Gewuschel schlimmer als bei Black Friday, Konfetti! Wahnsinn! Und so. Wird natürlich alles nicht passieren. Wird ein normaler Tag werden, ein letztes Blatt unter vielen, ein Stück Geschichte, das den Bach runtergeht, ohne dass es mehr als uns – aber vielleicht reicht das ja schon, zu wissen, dass es dieses “uns” wirklich gibt, gegeben hat, weiter geben wird – wirklich schockiert. Aber erstmal zum Wichtigsten. Dem neuen Heft. Falls ihr euch fragt, warum wir uns nicht mit einem albernen, merkwürdigen, denkwürdigen Cover verabschieden, sondern eher minimal mit ein paar Namen, Autoren, die für ein besseres Morgen stehen, immer schon standen, und warum die und nicht die anderen Autoren, die sonst noch im Heft sind, da so dick drauf stehen: einfache Erklärung… Haben wir nie gemacht. Alles muss ein erstes Mal sein. Und natürlich stehen die stellvertretend für alle, die jemals etwas für uns geschrieben haben. Wir haben viel zu selten die Schreiber nach vorne gestellt. (Obendrein sollen sie stellvertretend allen danken für die viele Arbeit, wie auch wir allen danken auch für die Arbeit, die jenseits der Ökonomie (ja, ohne Geld) stattfinden musste.

Der erste Plan zum letzten Heft war: lass uns ein Heft voller Manifeste machen. Manifeste für ein besseres Morgen. Aufwachen und alles ist gut. Klar natürlich auch, dass ein Manifest letztendlich nichts anderes ist als ein ausgelutschtes Format, das nach vorne weisen soll, eine Anleitung gibt was man zu tun hat, pure Ethik also. Und das normalerweise auch noch in der etwas verschlufften Listenform. Zahlen! Schön und gut, wir lieben Zahlen. Aber ein Heft voller Listen? Nein. Also doch lieber das Manifest als Leerstelle stehen lassen und am Ende trotzdem für ein besseres Morgen plädieren. Für die Zwischenräume die kommen, die es gab, die wir genossen haben und das unerwartete rauskitzeln.

Ausserdem passte die Vorderseite so gut zur Rückseite. Und die musste nun wirklich sein.

Wir danken also allen Autoren, Fotografen, Layoutern, dem Marketing und allen anderen Menschen, die viel zu oft leider im Hintergrund für diese letzten Ausgabe einmal mehr ihr Leben gelassen haben. Alphabetisch, ohne Gewichtung wie auf dem Cover (auch wenn die, wie immer nach Kriterien zu Stande kam, von denen Buchstabenlänge nicht das letzte ist), denn alle sind wichtig und ein Magazin macht man eben nur zu vielen gemeinsam.

Dank also an:

ALEXANDRA DRÖNER, ANDREAS ERNST, ANTON WALDT , ARAM LINTZEL, BASTIAN THÜNE, BENEDIKT BENTLER, BENJAMIN WEISS, BIANCA HEUSER, BJORN SCHAEFFNER, BLEED, BRUCE LABRUCE, CHRISTIAN BLUMBERG, CHRISTIAN KINKEL, CHRISTIAN WERNER, CHRISTOPH JACKE, DIEDERICH DIEDERICHSEN, DIETMAR DATH, ELISABETH GIESEMANN, FABIAN DIETRICH, FELIX KNOKE, FRIEDEMANN DUPELIUS, HARTHORST, HENDRICK LAKEBERG, JAN JOSWIG, JAN WEHN, JI-HUN KIM, JOHANNA GRABSCH, JOHANNES GRENZFURTHNER, JONAS EICKHOFF, KITO NEDO, LARS HAMMERSCHMIDT, LEA KATHARINA BECKER, LEIF RANDT, MALTE KOBEL, MARIANNE LIPPOK, MARIO SIXTUS, MARKUS BECKEDAHL, MARTIN CONRADS, MERCEDES BUNZ, MICHAEL ANISER, MICHAEL DÖRINGER, MICHAEL HORN, MULTIPARA, NATALIE MEINERT, OLIVER TEPEL, PHILIPP EKARDT, PHILIPP LAIER, PHILIPP RHENSIUS, RAPHAEL HOFMAN , SAMI KHATIB, SASCHA KÖSCH, SASCHA LOBO, SEBASTIAN HINZ, SEBASTIAN WEISS, STEFAN HEIDENREICH, THADDEUS HERRMANN, THADDEUS HERRMANN, TILMAN BEILFUSS, TIM CASPAR BÖHME, TIM NAGEL, TIMO FELDHAUS, TOBI KIRSCH, WENZEL BURMEIER, WOLFGANG TILMANS

Und wir hoffen wir haben niemanden vergessen. Doch, haben wir, euch, unsere Leser, die wir hier wirklich nicht alle auflisten können und natürlich unsere grandiosen “Anzeigenkunden”, die für diese letzte Ausgabe nicht selten alles gegeben haben, um Anzeigen wirklich zu dem zu machen, was sie immer sein sollten.

Und worum geht es in der letzten Ausgabe nun eigentlich? Seht selbst. Ist am Kiosk. Die verkaufen euch gerne ein Heft. Falls ihr wieder erwarten nicht wisst wo, empfehlen wir mykiosk.com, da kann man suchen wo es welche Zeitungen noch gibt.

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Bonustrack:

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Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

17 Responses

  1. Gott

    ja, und um was geht´s in dem heft jetzt außerdem…?!

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  2. Serrano

    Neue De:Bug im Briefkasten war immer ein Moment der Freude… außer heute )-: Danke De:Bug, werde euch sehr vermissen.

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  3. werner ruske

    r.i.p de.bug, wer soll jetzt bitte gute Inhalte zum netzt schreiben, das ganze noch grafisch einwandfrei mit super reviews und tollen interviews und auch noch superkritisch mit einem guten Riecher für neue Musik…leider wird’s so was nicht mehr ein einem einzigen Paket geben…es ist so traurig

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  4. Oliver S.

    Bin seit 2001 Abonnent und großer Fan. Für mich de facto die beste und lockerste Publikation im Bereich Musik und Medientechnologie gewesen. Wenn man wissen wollte, was in 6+ Monaten Relevanz hat: De:Bug lesen, immer gefühlt einen Schritt voraus und nicht jedem Hype hinterher. Ihr habt super Arbeit geleistet! Echt kacke, dass jetzt das Licht aus geht. De:Bug war quasi alternativlos und muss so ersatzlos von der Speisekarte gestrichen werden :-( Ich hoffe auf ein besseres Morgen!

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  5. Andreas Kock

    LEIDER VORERST SICHERLICH … Ich hoffe doch ganz stark, dass Ihr ALSBALD DOCH NOCH WIEDER die Welt in ihren digital-musikalisch-technischen Aspekten kommentiert. Nur so ließe sich das plötzlich Ableben des Magazins verkraften. Das letzte Heft ist im übrigen fein, wenn auch ob der Fülle des Abgesangs sehr rückspiegelig. Also, bitte weitermachen. In welcher Form auch immer. Alles andere wäre schlimm und wirklich enttäuschend.

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  6. Nando

    Daß ihr Songtext aus den 80ern hernehmt (ohne Quellenangabe btw) und Songs aus den 90ern, um Euch als “Future” hinzustellen, wenn ich das richtig verstehe, sollte zu denken geben.

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  7. Klaus

    Ohne De:Bug bleibt auf der Welt nur noch der Bug! Wer beseitigt den jetzt, wenn Ihr das nicht mehr macht? Schade, machts gut und Danke! Es gibt hoffentlich ein Leben nach dem Tod!

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  8. Merowinger

    Ich halte gerade die letzte (?) Ausgabe in Händen und mir ist wirklich nach Heulen zumute. Ein Artikel pro Tag, mehr nicht, so kann ich am längsten davon zehren.

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  9. Jörsch

    BUZZ, RE BUZZ, DE:BUG und jetzt einfach: BUG?
    Es war Montagmorgen, ich schlag das Magazin auf und . Leere. Das soll die letzte Ausgabe der DE:BUG sein, der schreibenden 808? Ihr habt die Bassline meines Lebensgefühls geliefert, eure Meinung hat mich gebildet, und jetzt ist einfach der Stecker raus. Eure Schreibe hat mich inspiriert, mir einen neuen Zugang zu Text geliefert. Zugegeben, ich hab mich schon manchmal gefragt wie viele 40jährige es da draußen gibt die noch interessiert an elektronischen Lebensaspekten sind, oder wie relevant so ein Magazin noch für jungen Hörer der Musik ist (auch wenn ihr immer eigentlich genau für die geschrieben habt).

    Ganz am Anfang hatte ich noch ne Menge Zeit und hab die DE:BUG von vorne bis hinten durchgelesen. Die letzten Jahre waren dann eher die Artikel in denen es nicht um Musik ging für mich interessant, wie zum Beispiel die Cloud-Ausgabe (03.2012) oder die Copyright-Ausgabe (06.2012). Elektronischer Mehrwert war immer das was ihr geliefert habt, in unglaublich vielen Facetten und ihr habt mich immer wieder überrascht. Irgendwann hab ich gelernt das ihr mit euren Gedanken manchmal so weit voraus seid das man es in dem Moment gar nicht glauben kann. Da fallen mir auch eure Texte zum Thema Drohnen ein an die ich immer wieder denken muss. Dann frag ich mich wann ich den nun dem ersten Drohnen-Insekt begegnen werde. Genau diese Texten werden mir fehlen! Ersatz dafür gibt es nicht. Die DE:BUG war und ist das einzige Printprodukt für das ich ein Abo hatte.

    Ich bringe es kaum über die Tastatur weil es die Wahrheit so endgültig macht: Danke das Ihr so lange durchgehalten habt!

    Zu euren Ehren werde ich am Wochenende mal wieder amtlich feiern gehen. Was besseres fällt mir nicht ein.

    :Jörg, Hamburg 9.4.2014

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  10. perseus

    es ist wie bei einem befreundeten Pärchen was 10-15 Jahre zusammen lebte/liebte, man es selbst als vorzeige Verbindung sieht/versteht, diese verBindung dann doch bricht, und damit jede Hoffnung “auf einen besseren morgen” .

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  11. chris

    De:Bug aus dem Breifkasten geholt, aufgeschlagen, leer geschluckt und dann schlagartig realisiert, dass jetzt meine Jugend wohl endgültig vorbei ist. Ich hab euch von Anfang an gelesen, ihr wart ein Teil meines Lebens und jetzt werd ich melancholisch. Danke für alles!

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  12. ed

    Alle jammern nur und keiner sagt das es die De:Bug einfach weiter geben soll! Gedruckt! Vielleicht nicht hochglanz, vielleicht nicht billig, vielleicht ohne große Anzeigen… Ist das wirklich so unmöglich?

    Stundenlang US-Serien reinziehen, end- und ziellos surfen, den unaufhörlichen Facebook und Twitter Strom nach wenigershit durchsuchen und die ein paar Blogs immer wieder in Hoffnung auf ein Wunder aufsuchen ist keine Alternative!

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  13. Terry Bell

    mir ging der timo feldhaus so auf’n sack… metrosexueller börlin fuzzi, kaum auszuhalten, die ganze grütze, die der schreibt.

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  14. herr stoltenhoff

    gut, die pseudourbanen sneaker-bildstrecken und so begriffe wie »deepness« gingen mir immer furchtbar auf den keks, aber jetzt habe ich pipi in den augen.
    bei all der redundanz für uhrensammler, modellbauer, förster und suchmaschinenoptimierer – warum gibt es keinen platz für ein magazin, das so charmant diskurs, pop, elektronik und alltag zusammengeführt hat? danke und mit einer träne im knopfloch …

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