Auf einen Kuck -rin! Blick: BEAU TRAVAIL, DIE PURPURNEN FLÜSSE, YOU CAN COUNT ON ME, Dokumentarfilm: DYNAMO KIEW - LEGENDE EINER FUSSBALLMANNSCHAFT, DUNGEONS & DRAGON, 15 MINUTEN RUHM, ZUSAMMEN! und DAS GLÜCKSPRINZIP

Kinonews

Michael Klier ist jetzt auch ein X-Filmer und zeigt mit HEIDI M., dass er so etwas wie die Ost-Variante von DIE UNBERÜHRBARE hinkriegt. Katrin Saß spielt gut, aber Dominique Horwitz windet sich nur durch den Film und hat dafür etwas viel Zeit.(X-Verleih, 29.3.)
X-Filme

Wer die Lebensgeschichte der Thomas-Mann-Kinder Klaus und Erika noch nicht kennt, bekommt sie in ESCAPE TO LIFE, einer überraschend biederen Doku von Andrea Weiss und Wieland Speck, sparsam bebildert erzählt: Wo es keine alten Fotos abzuschwenken gab, wurden vermeintliche Schlüsselszenen nachinszeniert. Das ist alles etwas langweilig und leider kein bisschen glamourös.(Piffl, 5.4.)
Escape to life

Ziemlich misslungen ist DAS GLÜCKSPRINZIP (PAY IT FORWARD), der als Gutmenschen-Film mit einer lächerlich blondierten und pseudo-prolligen Helen Hunt aufwartet (und das kann sie ungefähr so gut wie Julianne Moore als Möchtegern-White-Trash in HANNIBAL – also gar nicht gut). Dann kommt da noch ein stotternder (Hugh Grant hat seinen Meister gefunden) und mit einer miesen Niki-Lauda-Maske auf Mitleid getrimmten Kevin Spacey und zu guter Letzt ein unschuldiges Kindlein (Haley Joel Osment aus THE SIXTH SENSE). Spätestens beim Lichterketten-Schluss bekommt man Nierenschmerzen und will nur noch ganz raus aus dem Kinosaal.(Tobis 5.4.)

Wieder was gelernt: TILLSAMMANS ist schwedisch und heißt ZUSAMMEN! Regisseur Lukas FUCKING AMAL Moodysson inszeniert eine Horde grandios auf 70er gestylter WG-Mitglieder und VW-Bus-Fahrer. Saukomisch und mit einem unglaublich reaktionären Ende.(Concorde, 12.4.)
Zusammen

In 15 MINUTEN RUHM verfolgen Robert de Niro und Edward Burns als New Yorker Super-Cops ein paar Killer, die ihre Taten mit der Videokamera dokumentieren. Soll nicht nur spannend sondern auch medienkritisch sein. (Kinowelt, 12.4.)
http://www.kinowelt-filmverleih.de”;>15 Minuten Ruhm

Mehr als das, was in der März-Debug zu DUNGEONS & DRAGONS steht, gibt es wohl nicht zu sagen.
(Helkon, 12.4.)

Kein Mädchen, das in den 70ern nicht in Oleg Blochin verliebt war – oder?! Jedenfalls gibt’s jetzt ein Wiedersehen in dem Dokumentarfilm DYNAMO KIEW – LEGENDE EINER FUSSBALLMANNSCHAFT von Alexandra Gramatke und Barbara Metzlaff.(Real Fiction, 12.4.)

VIKTOR VOGEL – COMMERCIAL MAN von Lars Kraume (DUNCKEL) klingt schlimmer als es ist. Nette Komödie. Aber in Erinnerung bleibt bloß ein betrunkener Götz George.(Columbia TriStar, 12.4.)

Eine Oscar-nominierte Laura Linney und Mark Rufallo spielen im Kleinstadtdrama YOU CAN COUNT ON ME zwei erwachsene Geschwister, die sich nach Jahren wiedersehen.(Movienet, 12.4.)

Serienkiller! Französische! Das kann ja nicht gut gehen. In Matthieu Kassovitz’ DIE PURPURNEN FLÜSSE wollen Jean Reno und Vincent Cassel die Todesfälle in einer Alpen-Uni aufklären, stoßen dabei auf Eugenik, blinde Nonnen und pyromanische Zwillinge, und am Schluss hat man immer noch keine Ahnung, wie so ein abstruses Drehbuch in die Produktion gelangen konnte.
rivieres-pourpres (Tobis, 19.4.)

Sehenswert: die Fremdenlegionärs-Erinnerungen BEAU TRAVAIL von Claire Denis (J’AI PAS SOMMEIL) mit Denis Lavant.(Alamode Film & MFA, 19.4.).
Beau Travail

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Super Kino 2000 Ingrid Arnold arnold@dwelle.de Das neue Kinojahr bietet der Zielgruppe vor allem Fortsetzungen beliebter Filme (MATRIX 2 und 3, John Woos MISSION IMPOSSIBLE 2, TRUE LIES2, TERMINATOR 3 und 4 – noch in Präproduktion und definitiv ohne Beteiligung von James Cameron – und auch BLAIR WITCH PROJECT 2). Es kommen aber auch endlich Filme ins Kino, auf die man schon vergangenes Jahr gewartet hat: AMERICAN PSYCHO (Regie: Mary Harron von I shot Andy Wahrhol -, mit Christian Bale, Willem Dafoe und Chloe Sevigny), Abel Ferraras NEW ROSE HOTEL (produziert und natürlich großartig gespielt von Willem Dafoe und Christopher Walken; Helkon), ROUNDERS (Scotia, 18.05.) von John Dahl, u. a. mit Edward Norton, leider auch Matt Damon, sowie MANILA, Romuald Karmakars AIRPORT-Variante (Senator). In DOGMA (Kinowelt, 20.04.) spielen für Kevin Smith (CLERKS) ebenfalls Matt Damon und Ben Affleck als gefallene Engel, Chris Rock als Rufus, Jesus’ 13. vergessener und schwarzer Apostel, Salma Hayek als die Muse “Serendipity” … und Alanis Morissette als Gott. Oliver Stone musste es wohl einfach noch tun, einen Baseball-Film drehen: In ANY GIVEN SUNDAY (Warner, 09.03.) spielen u. a. Al Pacino als Coach und Matthew Modine als Teamarzt. Auf diese Sorte Filme ist also leider nicht mehr nur Kevin Costner gebucht; sogar Keanu Reeves dreht eben THE REPLACEMENTS, mit Gene Hackman und Jack “Buttermaker” Warden. Dafür gibt es einen neuen Kathryn Bigelow, THE WEIGHT OF WATER (mit Sean Penn und Liz Hurley! Advanced 21.09.) sowie CECIL B. DEMENTED (Advanced, 13.07.), ein DeMille-Biopic von John Waters (mit Stephen Dorff statt des ED WOOD-erprobten Johnny Depp und mit Melanie Griffith). Johnny Depp bleibt stattdessen bei Tim Burton und spielt in SLEEPY HOLLOW (Constantin, 24.02.) zusammen mit Christina Ricci und Christopher Walken (soll ein bisschen sein wie Cormans E. A. Poe-Verfilmungen, das klingt doch gut) und in BLOW, der “Geschichte des Koks in den USA” (Regie: Ted Demme, Drehbuch: Nick Cassavetes). Martin Scorsese ist auch wieder da, in BRINGING OUT THE DEAD (Buena Vista, 10.02.) arbeitete er wieder mit einem Drehbuch von Paul Schrader; Nicolas Cage spielt einen (schlaflosen) Notarztwagenfahrer. Darüberhinaus dreht Scorsese eben mit Leonardo di Caprio GANGS OF NEW YORK, die mit 100 Mio. Budget “größte Independent-Produktion der Filmgeschichte”. Di Caprio gibt es vorher noch in der Alex Garland-Verfilmung THE BEACH (Regie: Danny Boyle, TRAINSPOTTING; Fox, 17.02.). Noch etwas Anspruchsvolleres? AMERICAN BEAUTY (UIP, 20.01.), ein Midlife-crisis-Film mit Kevin Spacey (“beissende Satire” sagt man wohl) und BEING JOHN MALKOVICH (mit John Cusack und eben Malkovich). Als Gegengewicht befinden sich eine X-MEN-Verfilmung von Bryan Singer (THE USUAL SUSPECTS) in Vorbereitung sowie MINORITY REPORT, ein neuer Spielberg mit Tom Cruise. SHAFT RETURNS und es ist Samuel L. Jackson (ansonsten mit Busta Rhymes und Christian Bale, Regie: John Singleton). Und Tarantino bereitet angeblich THE VEGA BROTHERS vor, dort sind die Charaktere von Michael Madsen aus RESERVOIR DOGS und John Travolta aus PULP FICTION als die Brüder Vic und Vince Vega vereint. Also wohl ein Prequel. An Wiederaufführungen gibt es dieses Jahr BLOW UP von Michelangelo Antonioni (MFA) und Talking Heads’ STOP MAKING SENSE (Arsenal). Und aus Deutschland sind wohl noch CRAZY, die Benjamin Lebert-Verfilmung von Hans-Christian Schmid (Constantin), M. X. Obergs (UNTER DER MILCHSTRASSE) UNDERTAKER’S PARADISE (u. a. mit Ben Gazzara; Buena Vista) und UMNACHTUNG (Oskar Roehler, mit Hannelore Elsner; Advanced). erwähnenswert.

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