Bruce Sterling ist auch 30 Jahre nach Erscheinen seines Debüt-Romans ein zentraler Taktgeber für Zukunftsvisionen, Utopien und Futurismus. Im Rahmen der Anfang Februar anstehenden Transmediale plädiert der beeindruckend agile Visionär für ein grundlegendes Umdenken in der kulturellen wie auch wissenschaftlichen Gewichtung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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Als einer der Cyberpunk-Erfinder schreckt Bruce Sterling auch vor tiefgreifenden Einschnitten in bereits etablierte Gesellschaftsmodelle nicht zurück, wie die zusammen mit William Gibson ausformulierte Welt des Steampunks zeigt, die Futurismus und Historizität in einer fiktiven Version vergangener Ereignisse zusammenführt.

Zwischen Themenfeldern wie Sprachtheorie, Mediengeschichte oder Ökonomie sieht Sterling keine grundlegenden Unterschiede, fügt er doch aufgrund des im Kern liegenden Konzepts der Zeit auch die auf den ersten Blick unvereinbarsten Strömungen plausibel zusammen. Sterling lebt zur Zeit in Turin und bereitet sich auf sein im Februar stattfindendes Panel auf der Transmediale in Berlin vor.

De:Bug: Sind wir in den letzten Jahren der Vision vom Cyberpunk näher gekommen?

Bruce Sterling: In mancher Hinsicht ja. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Computer, die wir in den 80er Jahren noch so faszinierend fanden, zum Alltag gehören. Und ähnliches gilt für eine Reihe weiterer Phänomene aus den Cyberpunk-Romanen.

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De:Bug: Das Millennium diente für viele Futurismen der Kultur- und Naturwissenschaft als Fixpunkt, um den die Visionen kreisten. Ist es überhaupt noch angebracht auf ein System zu setzen, das sich anhand von Jahreszahlen segmentiert?

Sterling: Das ist in erster Linie das Problem einer post-modernen Vorstellung. Der Zusammenbruch historischer Rahmungen hat seine Ursache im Ende des modernen Denkens, das sehr nützlich und inspirierend für darauf folgende Strömungen war. Ganz kann man sich jedoch nicht von Rahmungen lösen, denn sobald ein System als unzulänglich deklariert wird, tritt ein neues an seine Stelle, das sich im Laufe der Zeit ebenfalls als hinfällig entpuppt. Wie wir unsere Geschichte segmentieren, ist eine Kultursprache, bei der wir Begriffe neu definieren oder auflösen können, uns jedoch nie vom System “Sprache” selbst lösen. Etwa beim Umbruch der Moderne in die Post-Moderne, der sich zunächst sehr gut angefühlt hat. Doch dann folgte ein Problem, das auch Cyberpunk als verheißungsvolles und provokatives Gedankenexperiment hatte: Man teilt ein zwischen Frühphase, Post-Cyberpunk und anderen Variationen. Das ist ein Zeichen, das sich eine historische Rahmung automatisch immer wieder herstellt.

De:Bug: Das Dekadendenken, das gerade in der Moderne eine Hochphase hatte, scheiterte allein schon an der Zahlenproblematik beim Umbruch in das neue Jahrtausend und seiner Begrifflichkeit.

Sterling: Im Englischen wird unser Jahrzehnt manchmal als “the aughties” bezeichnet. Aber wir befinden uns eher in einer Dekade, die überhaupt keinen Namen mehr hat.

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De:Bug: Solche Überlegungen sind schon im ersten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts aufgekommen und systematisch aufgearbeitet worden, wobei manche Ideen mit den heutigen Entwicklungen konform gehen, beispielsweise das absehbare Ende der Printmedien. Genug Potential für Zukunftsvisionen scheint es also bereits vor 100 Jahren gegeben zu haben. Aber ab wann kann man von Science Fiction reden?

Sterling: Um 1900 herum waren zum Beispiel die Weltausstellungen unglaublich futuristische Orte, an denen schon Visionen von Multimedia-Projektoren gezeigt wurden. Rückblickend eine wirklich bemerkenswerte Leistung. Der Startpunkt von Science Fiction ist natürlich nicht exakt in einer speziellen Epoche zu verorten. Vor dem 18. Jahrhundert fiel es schwer, positiv über die Zukunft in der schriftlichen Vergangenheit zu schreiben: Die Menschen waren zu gespannt auf die Zukunft, um etwas Geschehenes als Annahme in die Zukunft zu projizieren. Ein erstes ziemlich sicher als Science Fiction zu bezeichnendes Werk ist um etwa 1680 entstanden, wirklich sehr obskur. Vor der französischen Revolution haben sich auch eine Reihe französischer Autoren einem Sci-Fi-artigen Setting angenommen, etwa mit einem Roman, der im Jahr 2440 spielt. Aber vor der Industriellen Revolution gab es allgemein einfach kein Bedürfnis für Science Fiction.

De:Bug: Dabei könnte man zwischen einem Technik-Determinismus oder einem Sozialkonstruvismus als Ursache unterscheiden. Formt eher die Technik unser soziales Leben oder bestimmt die soziale Entwicklung, welche Formen die Technik annimmt?

Sterling: Auch wenn McLuhan mit seinem Technik-Determinismus nicht unbedingt auf originelle Art überzeugt, kann man sich einige seiner Argumente zu eigen machen, insbesondere weil er sich in erster Linie als Medientheoretiker verstand. Er sah jede Medienentwicklung als eine Art Verstümmelung und sprach einmal darüber, wie Medien tote Aspekte wieder auferstehen lassen und jedes vorhergegangene Medium in ihr Konzept mit aufnehmen. Es gibt auf jeden Fall auch Facetten der Technologie, die sozial konstruiert worden sind, denn jedes technische Objekt kann als Einfrieren sozialen Handelns gesehen werden. Technologie kann nicht einfach selbst eine neue Technologie bilden: Es gibt Grenzen in Physik, Performance und Design, naturwissenschaftliche Gegebenheiten, die unsere Grenzen abstecken. Du kannst kein Spaceshuttle aus Holz bauen, weil die physische Grenze des Materials sich nicht überwinden lässt. Einflüsse des sozialen Handelns können wir zum Beispiel in Aufbau und Architektur der Internationalen Raumstation sehen.

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De:Bug: Die technische Entwicklung macht auch immer Vorangegangenes obsolet, Stichwort “Dead Media”. Angesichts der unfassbaren Menge neuer Technik, die permament auf den Markt kommt, stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung exponentiell oder linear verläuft?

Sterling: Selbstverständlich weder noch. Medien boomen in Zeiten des ökonomischen Aufschwungs und sterben in Zeiten von Wirtschaftskrisen und Depressionen. Momentan können wir unglaublich vielen Medien beim Sterben zusehen, die Ursache ist kein natürlicher Sterbezyklus, sondern schwindende Kaufkraft. Einige Experten meinen ja, dass Google klassische Printmedien aufgrund seiner geschickten Vermarktung von Anzeigen verdrängt. Auf der anderen Seite können wir derzeit in Russland oder Iran das Sterben ganz anderer Medien beobachten. Letzterer hat beispielsweise eine unglaublich bedeutsame Kinokultur, aber die Popmusik ist fest in der Hand von Kulturfremden.

De:Bug: Mediale Grenzen werden auch auf der Transmediale ein Thema sein, auf der du ein Panel zum Thema Futurismus leitest. Laut Programm geht es um die “Identitätskrise der Zukunft selbst” und wie Zukunft weiterhin ein “bedingendes und kreatives Vorhaben” sein kann.

Sterling: Es ist schwer, sich eine Zukunft vorzustellen, in der es keine Vorhaben im Sinne großer Entwürfe und gesellschaftlicher Projekte mehr gibt. Auch wenn ich schon seit längerem das Gefühl habe, dass Zukunft ein Prozess ist und keine wirkliche Bestimmung hat. Aber dieser Prozess-Charakter bedeutet eben nicht, dass man an kritischen Punkten, wenn die Probleme überhand nehmen, ein Projekt einfach aufgibt und darauf vertraut, dass sich die Schwierigkeiten in einer anderen Zukunft irgendwie lösen werden. Denn auch wenn das tatsächlich passiert, würde das dem aktuellen Vorhaben nichts bringen.

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De:Bug: Was bedeutet das, wenn man “Enterprise” nicht als “Vorhaben”, sondern als “Unternehmen” versteht?

Sterling: Es wird in absehbarer Zukunft nicht weniger Kapitalismus geben. Kapitalistische Systeme durchlaufen aber immer verschiedenartige Phasen, die etwa sieben Jahre lang sind. Wir hatten den DotCom-Boom in den 1990ern, darauf folgte der “war on terror” der Bush-Administration. Wie wir die nächste Phase nennen werden, ist mir noch unklar, aber da sie noch bis in die Mitte des nächsten Jahrzehnts reichen wird, ist noch viel Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Vielleicht “Stagnation” oder “Depression”, denn die Historiker werden die jetzige Dekade wohl eher mit “Terrorismus” verbinden. Die Finanzkrise beendet diese Phase, wird aber ihre Auswirkungen erst in den nächsten Jahren zeigen.

De:Bug: Stichwort Augmented Reality. Welches Potential siehst du in dieser neuen Ebene der Informationsverarbeitung?

Sterling: Viele Bekannte arbeiten momentan in diesem Zweig und man hat generell den Eindruck, dass sich hier eine Menge tut – auch wenn es sich im Großen und Ganzen noch auf Präsentationsvideos beschränkt (lacht). Sicher ist für mich nur, dass sich Augmented Reality nicht auf Handhelds beschränken wird und erst auf Desktop-Rechnern zum Durchbruch kommen kann. Es hilft sehr, wenn man sich die technikdeterministische Vorstellung der Verstümmelung und Rekonzipierung bereits vorhandener Technologien wieder ins Bewusstsein ruft. Doch was in diesem Szenario noch fehlt, ist die Anbindung des klassischen Telefonanschlusses und Computers.

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De:Bug: Und ob es in der Augmented Reality einen Standard wie bei anderen Dateiformaten geben kann und wird?

Sterling: Man kann es vielleicht mit der Entwicklung der Computer-Verkabelung vergleichen. Der neue Standard ist drahtlos, was den Datensatz selbst jedoch nicht signifikant verändert. Vor 30 Jahren haben mich Menschen gefragt, in welche Richtung sich Computer entwickeln werden, und ich habe entgegnet: “Hauptsächlich in eine Menge Computerarbeit. Und es heißt Personal Computer, also sollten sie noch persönlicher werden.” Das ist zwar nicht alles eins zu eins passiert, aber die Nutzung der Geräte als klassische Desktop-Rechner erstreckt sich auch nur über einen Zeitraum von schätzungsweise 40 Jahren. Ersetzt wird diese Vorstellung letztlich durch ein “Cloudpodstyle-Device”, von dem alles abstrahlt und du keine Zeit mehr mit Programmieren verbringst, sondern sozial navigierst und kommunizierst. Die ultimative Kommunikations-Lösung kann das selbstverständlich auch nicht sein, aber die Begeisterung kann erst mal ähnlich ausfallen, wie es in den Kindertagen der Computer bei Amstrad der Fall war. Bugs innerhalb dieses Systems wären in jedem Fall ein Zeichen des Wachstums, denn in jeder frühen Phase neuer Technologien müssen die Grenzen ausgereizt werden, um auf lange Sicht eine Etablierung zu ermöglichen.

De:Bug: Beinhaltet dieses System nicht auch das Potential für einen “cultural lag”, bei dem die Technologie sich schneller entwickelt als das soziale Umfeld, in das sie eingebettet sein sollte? Im Unterhaltungsbereich scheint der menschliche Kontrollverlust durch Maschinen noch immer Konjunktur zu haben, denken wir zum Beispiel an “I, Robot”, der auch knapp 50 Jahre nach dem Erscheinen des Romans für eine Verfilmung herhalten konnte.

Sterling: Das ist bereits im Kern die falsche Frage: Sobald du eine Technologie wachsen siehst, ist die Ursache für dieses Wachstum stets eine soziale Gruppe. Somit profitieren eher die Menschen davon, denn eine gute Platzierung auf dem Markt sorgt für Kapital und damit ist Macht verbunden. Da ist immer jemand, der von etwas profitiert. Die Angst vor dem Kontrollverlust können wir bereits bei Mary Shelleys “Frankenstein” von 1818 erleben, was wohl als Indikator für die Zeitlosigkeit solcher Gedanken steht. Auf jeden Fall bieten sich vielfältige Wege für Entertainment, das so häufig auf Angst basiert und Interesse durch Schrecken auslöst. Ich selber habe überhaupt keine Angst vor Artificial Intelligence, dafür umso mehr vor unserem Umgang mit fossilen Energieträgern, auch wenn es um vermeintliche Zukunftstechniken geht. Zum Beispiel ist der Hype um Brennstoffzellen-Autos völlig haltlos. Wer sich etwas gründlicher mit Automobilen, ihrer Architektur und Oberfläche beschäftigt, merkt schnell, dass viele Technologien nicht zum Konzept Auto passen. Das Auto ist als Objekt einfach zu stark in unseren Alltag integriert, wir können es nicht einfach herauslösen. Brenstoffzellen-Autos sind daher ein bisschen wie ein kindliches Gedankenexperiment, mit dem man zwar das Vokabular, die Sprache eines Problems erlernen kann, aber man wird es nicht lösen.

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De:Bug: Wenn man zur Lösung eines Problems zunächst den passenden Wortschatz und die richtige Grammatik braucht, spielt natürlich auch die Sprache, in der dies geschieht, eine Rolle. Und dabei fällt auf, wie verschieden Sprachen zukünftige Ereignisse behandeln. Im Deutschen werden sie beispielsweise häufig im Präsens ausgedrückt, während sich das Englische des Futurs bedient. Kann man anhand der Grammatik Rückschlüsse darauf ziehen, wie Kulturen Zukunft wahrnehmen?

Sterling: Momentan kämpft fast jede Sprache damit, sich dem Englischen anzugleichen. Für mich ist dabei die Entwicklung von Begrifflichkeiten in der Computertechnik aufschlussreich. Die Dominanz der englischen Sprache durchzieht sich vom Interface selber hin zu seinen Auslegern: Im Italienischen ist schriftlich kein Unterschied des Begriffs “Web 2.0” zum englischen Vorbild zu machen und auch im Französischen bleibt es bei kleineren Bemühungen, sich diesem Prozess zu entziehen, wenn der Computer als “ordinateur” bezeichnet wird. Sie entwerfen keine neuen Begriffe, sondern übersetzen die englischen Wörter ganz einfach auf mehr oder weniger elegante Art und Weise. Würde eine Sprache beginnen, eine Vielzahl eigener Vokabeln in das Englische einzubetten, wäre dies extrem spannend und ergiebig.

Grundsätzlich fehlt mir aber eine tiefgreifendere Unterscheidung des Futurs in Bereiche wie “die nächsten zehn Jahre” oder “irgendwann”, was einen viel effektiveren Umgang mit der Zukunft ermöglichen würde. Selbst wenn wir von Zukunft reden, wissen wir doch letzten Endes ziemlich wenig darüber, wie das Konzept Zeit eigentlich funktionieren mag. Darum wird es auch auf meinem Transmediale-Panel zur “Atemporality” gehen. Ein neues Verständnis von Geschichte und Zukunft, dass beide die gleichen wissenschaftlichen Maßstäbe anwenden, würde schon sehr helfen. Zum Beispiel bei der Beantwortung der Frage, ob ich optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blicke, die mir oft gestellt wird, was mich regelmäßig verzweifeln lässt. Denn wer sich ernsthaft mit Zukunft beschäftigt, denkt nicht in solchen Dimensionen.

De:Bug: Man versucht eben dem Befragten eine Meinung zu entlocken, obwohl allen bewusst ist, dass so einfache Dualismen eigentlich nicht haltbar sind.

Sterling: Richtig, aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Nicht alles, was passiert, beruht auf Ambivalenz. Die Vorstellung einer historischen Entwicklung, in der bestimmte Elemente zu einem konkreten Zeitpunkt stark positiv konnotiert sind, ist keine gute Idee, wenn man in langen Perioden denkt. Man muss sich klarmachen, dass Objekte stets nur in einem konkreten Raum und Zeitabschnitt interessant sind, um anschließend nutzlos zu werden. Die Vorstellung von einer zeitlosen positiven Konnotation ist komplett hinfällig.

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De:Bug: Wie im naturwissenschaftlichen Prinzip, nach dem die ständige Widerrufbarkeit aller Aussagen eine wichtige Grundlage für den Fortschritt ist.

Sterling: Ja, auch wenn der Gedanke vielen Menschen nicht behagt, weil sie moralischen Relativismus befürchten, der alles in einer spezifischen Zeit und einem bestimmten Raum als ausgezeichnet wahrnimmt. Ich versuche es immer anhand eines Dreirads zu visualisieren: Wenn du drei Jahre alt bist, ist es das Größte und Unglaublichste, was dir jemals begegnet ist. Der Gedanke, dass du jemals glücklicher sein könntest, wird dir nicht einmal in den Sinn kommen. Mit dreißig sieht man das natürlich anders. Sind Dreiräder also per se schlecht oder gut? Wir brauchen eine bessere Vorstellung davon, warum es in einen bestimmten Lebensabschnitt so gut passt und wie bestimmte Bedürfnisse genau erfüllt werden. In der Konstruktion des Dreirads ist dieser temporäre Rahmen bereits implementiert, denn das Design ist an die Altersstufen von drei bis sechs Jahren angepasst. Das Objekt selbst ist temporär, die Idee dahinter jedoch nicht, was moralische Bewertungen haltlos macht. So ist jedes Objekt und Medium in unserem Leben wie das Dreirad lediglich ein vorübergehendes Phänomenen. Solange wir versuchen, diese in unserem Umfeld zu behalten, blockieren wir passendere Möglichkeiten, die uns viel weiter voranbringen können.

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Transmediale: Futurity
Bruce Sterling wird Anfang Februar Gast der Transmediale sein, wo es um “Futurity” geht: “Ich bereite eine Präsentation zum Thema Atemporality vor. Es geht darum wie Geschichte und Zukunft mit den gleichen wissenschaftlichen Methoden verarbeitet werden könnten. Das Konzept wird provozierender und differenzierter als üblich ausfallen, denn sich für die Transmediale vorzubereiten ist derzeit einfach eine gute Entschuldigung, um lästigere Arbeiten erstmal liegen zu lassen.”

Transmediale, Konferenz vom 2. bis 7. Februar 2010 in Berlin

Aus dem Special: No Future

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Cloud Computing in Wolkenkuckucksheim!

19 Responses

  1. Zukunft// (No) future « Alltagslabor

    […] geschehen ist – haben wir sie eingeholt oder sie uns? Einen wichtigen Beitrag hierzu wird Bruce Sterling liefern, der in der de:bug im Gespräch bereits einen differenzierten wie provozierenden Vortrag  […]

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  2. topsy_top20k_en

    the keynote speaker of #tm10 – bruce sterling (@bruces) – discusses #atemporaility & the end of the future: http://is.gd/5KGpS

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  3. Zeitgeist von Bruce Sterling

    […] neulich in der De:Bug ein langes Interview mit Bruce Sterling erschien da fiel mir auf, dass ich noch kein Buch des wohl zweitwichtigsten Cyberpunk-Propheten […]

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  4. karla’s: Schnickschnack

    […] whole conference can be seen in video here. An interview with Bruce Sterling in german at de-bug↑3. comment by Honor Harger, the curator of the exhibition in an interview with […]

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  5. Hello Studios | Ultrafabrik

    […] Man muss sich klarmachen, dass Objekte stets nur in einem konkreten Raum und Zeitabschnitt interessant sind, um anschließend nutzlos zu werden. Wenn du drei Jahre alt bist, ist es das Größte und Unglaublichste, was dir jemals begegnet ist. Der Gedanke, dass du jemals glücklicher sein könntest, wird dir nicht einmal in den Sinn kommen. Mit dreißig sieht man das natürlich anders. Sind Dreiräder also per se schlecht oder gut? Wir brauchen eine bessere Vorstellung davon, warum es in einen bestimmten Lebensabschnitt so gut passt und wie bestimmte Bedürfnisse genau erfüllt werden. In der Konstruktion des Dreirads ist dieser temporäre Rahmen bereits implementiert, denn das Design ist an die Altersstufen von drei bis sechs Jahren angepasst. Das Objekt selbst ist temporär, die Idee dahinter jedoch nicht, was moralische Bewertungen haltlos macht. So ist jedes Objekt und Medium in unserem Leben wie das Dreirad lediglich ein vorübergehendes Phänomenen. Solange wir versuchen, diese in unserem Umfeld zu behalten, blockieren wir passendere Möglichkeiten, die uns viel weiter voranbringen können. Quelle: Bruce Sterling Interview | DE:BUG | 30.12.2009 […]

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