Rumms im Gehörgang

Es ist tatsächlich schon dreieinhalb Jahre her, seit De:Bug das hohe Lied der Soundperfektion auf die Shure SE530 gesungen hat. Ein Dreiwege-Lautsprecher für das Ohr, das hinterließ Eindruck. Umso besser, dass mit dem SE535 jetzt ein im Detail verbessertes Modell die Legenden-Nachfolge antritt.

Der Klang ist nach wie vor komplett überzeugend, wobei sich an der verbauten Technik nichts geändert haben dürfte. Wohl aber an der Handhabung. Die Ohrkapseln lassen sich jetzt mit einem Handgriff vom Kabel trennen, ein Feature, das eigentlich nur bei HiFi- und DJ-Kopfhörern anzutreffen ist. Der Verschluss sitzt dabei bombenfest, lässt sich aber bei Bedarf dennoch ganz leicht trennen: ein klarer Pluspunkt. Auch beim Kabel wurde nachgebessert. Das ist jetzt Kevlar-verstärkt und soll so eine noch längere Lebensdauer garantieren. In Ohrnähe ist es dazu noch extra ummantelt, um es besser formbar zu machen.

Für HiFi-Enthusiasten
Denn: Das Kabel der SE535 soll über das Ohr laufen. So wird einerseits das doch deutlich spürbare Gewicht abgefedert und andererseits der perfekte Tragekomfort garantiert. Diese Handhabung erfordert dann aber doch einige Übung, es dauert eine Weile, bis die Ohrhörer wirklich gut sitzen. Eindeutig zu lang geraten ist hingegen das Kabel. 162 cm wollen erstmal verstaut werden, der etwas komplizierte Anziehprozess schreit außerdem nach einer Fernbedienung/Freisprechanlage, die beim SE535 nicht integriert ist und die Kabelage darüber hinaus noch länger macht, wenn man sich denn für eine solche Lösung entscheidet.

Bei einem UVP von 479 Euro dürften sich außerdem nur wirkliche HiFi-Enthusiasten angesprochen fühlen. Was schade ist, denn der Sound der SE535 ist und bleibt beeindruckend. Aber wie wäre es mit 179 Euro? Dafür bekommt man bei Shure aktuell die SE315, die mit lediglich einem Treiber einen fulminant runden Klang liefern, ebenfalls über das Kevlar-verstärkte austauschbare Kabel verfügen und – wie die SE535 – natürlich mit einem umfangreichen Set an Ohrstücken.

http://www.shure.de

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Musikredaktion

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