http://www.artsigns.ac.uk
Weil Begriffe gern ihre Bedeutung wechseln oder in andere Zusammenhänge verpflanzt werden, ist man froh, wenn es die Möglichkeit gibt, ihre Herkunft oder allgemeine Verwendung irgendwo nachschlagen zu können. Zwei Jahre wurden an der Universität Southhampton ca. 2000 Begriffe aus den Bereichen Design, Kunst, Kunstgeschichte, Visuelle Kommunikation und Digital Media in dem ArtSigns-Glossar gesammelt, erläutert und zudem in Gebärdensprache übersetzt. Die kleinen Videos mit den vielen Gesten, die wir nicht verstehen, sind genau der richtige Hinweis darauf, dass immer Sprechweisen übrig bleiben, die man nicht kennt. [MIU]

http://www.dresslab.com
Jedes Land hat seinen eigenen Geschmack, bislang haben wir uns nur in Almodovars Filmen die Augen an dem perfekten (spanischen) Styling satt gesehen, im nächsten Jahr ist die längst fällige Reise nach Barcelona dran, von dem alle schwärmen, die einmal da waren. Ausschlaggebender Grund: Die Stadt hat das Jahr 2003 zum Jahr des Designs erklärt, endlich locken nicht die Tulpen oder das Bierzelt, sondern die vielen Plätze, an denen sich Kreative tummeln, organisieren, ihre Ideen stolz den Fremden präsentieren. Ein paar Adressen solcher Initiativen haben wir schon mal herausgesucht, außerdem ein besonders feines Modemagazin, das dRessLab, das vorab Barcelona-Style nach Hause bringt. Ihr findet darin Städteportraits von Madrid und Barcelona, mit dem richtigen Adressenverzeichnis, schicke Modeshootings mit Musik von u.a. Boards Of Canada, Miss Kittin und Curd Duca und ein paar experimentelle Desktopwallpapers von Gastkünstlern. Genug jedenfalls, um die Vorfreude auf Barcelona immens zu steigern. http://www.ub.es/5ead European, Academy Of Design, Barcelona; http://www.fadweb.com, Foment de Les Arts Decoratifs; http://www.bcd.es, Barcelona Centre de Disseny; http://www.mecad.org, MECAD Media Centre d´Art i Disseny; http://www.offf.org, Experimental Flash Festival, Mai 2003 [MIU]

http://www.thethirdplace.com
http://www.hi-res.net
So wie eine Versicherung teure Kunst in den Bürofluren hängen hat, leistet sich Sony eine kuratierte Playstationpromotionseite. Ausgedacht und entwickelt haben sich das Hi-Res! aus London, die wir vor allem wegen ihrer fabelhaft lässigen Filmwebsites mögen und die nun routinierte Kollegen der Designszene wie z.B. Insertsilence, Future Farmers oder Yugo Nakamura gebeten haben, Auftragsarbeiten für thethirdplace.com zu realisieren. Bisher sind neun dieser eigenständigen Projekte aktiv, Mitte November wird das zehnte, bislang geheime Modul aus dem Hut gezogen. Neugierig darauf wird man vor allem dann, wenn man sieht, wie viel Energie die einzelnen Beiträge jetzt schon verschluckt haben. Wie das Comic-MixTool von Future Farmers, mit dem du Charaktere, allesamt lustige Rundköpfe, Ort und Handlung aus einem Set zusammenstellen oder neu anlegen kannst, um dann eine weitere Folge deines Comics von anderen weitermixen zu lassen. Spaß machen aber auch Songcube (James Tindall) und Audioform (Danny Brown), mit beiden kann man Sound durch Malinstrumente bzw. Tastatur bearbeiten, audio-visuelle Pattern erzeugen oder einen Flug durch das visualisierte Arrangement unternehmen. Nicht nur für Playstationbesitzer. [MIU]

http://www.thethirdplace.com/espace/module6/index.php
Co Mix ist ein kollaboratives Comic-Tool, das als neues Feature von Hi-Res ‘The Third Place’ (http://www.thethirdplace.com) von den Futurefarmers (http://www.futurefarmers.com) gestaltet wurde. Comic-Köpfe zwinkern einem zu, bis man ihnen ein eigenes Panel schreibt und malt. Zuerst stellt man sich schnell einen eigenen kleinen blinzelnden Charakterkopf zusammen. Der wird später in einem eigens gemalten Frame wie ein Pinnwandknopf festgehalten und übernimmt so die Autorenschaft. Um an schon angefangene Geschichtenskizzen anzuschließen – wie zum Beispiel um einer paradoxen m.c. escher inspirierten geometrischen Figur (”I feel so unreal”) die Freundschaft anzubieten – oder ein eigenes Panel zu beginnen, hilft ein kleines Tool gerade Linien kritzeln und lässt Textfreiheit für ein Bubble. Der fertig gestellte Frame reiht sich so zu den anderen ein und die Geschichten setzen sich fort.

http://www.onmodulator.com
OnModulator v.1.27 zeigt in guter Design by Numbers-Tradition, wie man visuelle Muster auf mathematische Funktionen herunterbrechen kann, um sie auf ihrer Zahlen- und Graphenebene umzukrempeln. Die Idee dabei ist natürlich, dass durch eine Kombination vieler einfacher Funktionen und Module, unerwartete Formen zum Vorschein kommen können. Damit man aber beim Regler-Drehen und Module-Konnekten nicht vollkommen im Dunkeln tappt, erklärt die Seite mit ihren eigenen Modulen und Patches auf Flash 6-Ebene recht anschaulich, wie Amplitude, Geschwindigkeits- und Offset-Werte eines Moduls durch Signale eines anderen gesteuert werden können und so durch Verschachtelungen immer komplexere Figuren und Bewegungsmuster entstehen. Ein guter Anfangspunkt. [KAREN]

http://www.loslogos.org
LosLogos™ archivieren Logos zu ihrem eigenen Schutz. Die graphische Vielfalt der Städte soll ja im Globalisierungszug und durch die Ausbreitung von Großkonzernen verloren gehen. Statt zu jammern, bilden LosLogos, gegründet von Büro Destruct, eine Gesellschaft zur Konservierung von urbanem visuellem Reichtum und machen charakteristische, lokale Logos und Typo aus Städten in ihrer virtuellen Stadt sichtbar. Die wird allein von den perspektivisch im Raum schwebenden Schriftzügen skizziert, durch den man sich, ähm, die eigene Perspektive in alle Richtungen lenkt – mit Tasten. Lustig auch, weil so in anderer Weise doch wieder eine sehr globale Stadt entsteht, in der einem direkt nach einem Coffeeshoplogo aus Japan ein schwedisches Take Away entgegenkommt. Zum Ausbau kann übrigens jeder ein Stück beitragen: Gefundene Logos photographieren, in den Computer laden, Upload wagen, paar Tage warten, und wenn alles gut geht, können unseren Schriftzügen große Ms nichts mehr anhaben. [KAREN]

http://www.kicksology.net
Die Jünger von Jakob Nielsen und dessen penetranter Usability-Idee “37signals” (www.37signals.com) haben schon vor einiger Zeit ein Redesign dieser lustigen Stiftung Warentest für Sneaker gemacht. Und weil das Ganze eben trotz der geschmeidigen Stylesheets und Logos bedeutend sympathischer ist als jene deutsche Vorbildorganisation, kann Herr Nielsen hier noch so viele Pixelbreiten und Schriftgrößen beeinflusst haben, wir sagen trotzdem “Yo!”. Zumindest würden wir das sagen, wenn wir genauso auf Basketball-Schuhe stehen dürften, wie das jener Webmaster hier vorbildlich macht. Ein amerikanischer Traum, der keinen Platz für Banner lässt und sich hoffentlich objektiv um Kopf und Kragen schreibt, um dann doch jede Woche die neuesten Federungen und Stützungen am eigenen Fuße auszuprobieren. [YUKO]

http://www.youworkforthem.com
Wir erfinden uns neu! Wenn schon die halbe Welt plötzlich mit Corporate Identities, Schriften, Websites usw. aus dem letzten Jahrtausend auskommt, dann verkaufen wir eben unsere halbe Festplatte (natürlich nur die Nullen und Einsen – nicht den elektromagnetischen Computerschrott) inklusive EPS, TTY, PDF, XML und SWF. YouWorkForThem ist ein Shopsystem von Designern (WeWorkForThem) für Designer, bei dem auch alle Freunde oder Bekannte ihre Heiligtümer zum Besten geben dürfen. Anderswo versucht man die Kunst aus der Ferne zu beobachten. Hier holt man sie sich ins Wohnzimmer bzw. benennt Tapeten wie im Museum und limitiert die Auflage, als ob man hier noch nie was von Digital und Reproduktion gehört hätte. Diese wertfreien Amerikaner! [YUKO]

http://www.google.com/jobs/britney.html
Nein. Britney sucht keinen neuen Job bei Google, bzw. Google eine neue Britney Spears fürs Cover oder so was. Worum es hier geht, sind Neologismen (lasst uns ein neues Wort finden, um unser ultrahippes Produkt bzw. Patent an den Käufer zu bringen), oder warum die Welt doch noch nicht globalisiert ist, bzw. nicht jeder MTV-Zuschauer sich auch den Namen merkt, den er zwanzig Mal am Tag vor und nachher eingeblendet bekommt. Obwohl wir hier auch darüber sprechen könnten, wie einfach gestrickt Googles Misspelling Detection System ist, braucht es offenbar zumindest den Nachnamen der jungen schwitzenden Dame, um sie klar dem Subjekt zuzuordnen. Wie im richtigen Leben! [YUKO]

http://www.moma.org/gilman
Anlässlich der Austellung “The Changing of the Avant-Garde” im MoMA in New York gibt es eine Webdomain, die interessante und diskurshistorisch wertvolle Architekturbilder aus der Zeit von 1958 bis 1978 mitsamt guter Infotexte präsentiert. Mit gepinselt haben: Koolhaas, Eisenmann, Sterling, Rossi und Graves.

http://www.fakepilot.com
Kleines Flashfeuerwerk im Dienste des “next generation story tellings”. Was der werte Herr Designer uns mit seiner Intro-Abfahrt sagen will, bleibt wohl (s)ein Geheimnis, ist aber wie immer mehr als freundlich zu den Synapsen. Nimm das.

http://www.marines.com
Einfach sich mal dufte informieren, mal dem Feind in die Bücher schauen und man erlebt seine süßesten Überraschungen. Die stolzen Marines der US Army machen auf poppig und servieren ein knackig-zackiges Intro mit gekonnter Sounduntermalung. Design kennt keine ideologischen Grenzen, oder?

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BMW Filme, International Herald Tribune, Komplexität und Netz

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http://www.bmwfilms.com/
Weil sich die Idee der Anbetung von Bildern und Fiktionen am besten im Medium des Films realisieren lässt, haben sich die Imagestrategen der BMW Group überlegt, Blau-Weiße Geschichten von Helden des zeitgenössischen Films inszenieren zu lassen. Und tatsächlich haben Ang-Lee, Wong Kar Wei, Guy Ritchie u.a. Name und Stil für gut gemachte Werbefilme kaufen lassen. Dennoch ist das Ganze dann doch ehrlicher als ein James Bond Film, der ja auch bis ins letzte Detail durchgesponsert ist und wo ebenfalls sofort klar wird: aufgepasst, BMW will uns hier schnelle Autos verkaufen. Deutsche Ikonen, die sich am besten im Sillicon Valley als Start Up Taxi verkaufen! Aber man wollte nicht nur exklusive Regisseure unter Vertrag nehmen, auch ein spezieller BMW Film Player mit guter Bild- und Soundqualität mit dem mittlerweile Standard gewordenen Design musste sein. Dass sich Madonna für BMW in die Hosen macht, hat uns allerdings doch ein wenig überrascht.

International Herald Tribune
Wer sich fragt, wo all die Millionen-Etats bleiben, die jährlich an die Kommunikationsbranche bezahlt werden, sollte sich mal die online Version vom International Herald Tribune anschauen. Dort wurde doch einmal das gemacht, was man von Webdesign Agenturen erwartet, wenn sie ein fettes Budget kassieren. Investiert wurde hier vor allen Dingen in Stylesheets, klare Layouts und praktische Funktionen. Da kann man Artikel im übersichtlichen 3-Spaltenstil lesen oder, wenn einem das nicht gefällt, auf eine lange Scrollversion umschalten. Eine druckerfreundliche Version wird automatisch erzeugt, so bald man auf das Druckericon klickt. Keine Umwege also, denn auch die Toolbar springt beim scrollen immer mit nach unten. Diese und viele weitere kleine Freuden beim Lesen von Texten im Browser sind es, die uns diese Seite gleich zum potentiellen Usability-Star werden lassen. Ob sich Mr. Jakob Nielsen (useit.com) zu so etwas durchringen könnte, fragen wir uns lieber nicht. Grundgute Website für grundsätzlich gute Texte.

http://www.nullpointer.co.uk/-/tracer.htm
Mappen, mappen und noch mal mappen! Websites in Netzen verschwinden zu lassen und gleichzeitig Komplexität zu visualisieren, ist nicht ganz einfach. Die Darstellungen kreisen meist um sich selbst, weil sie ein Konstrukt mit Konstruktionen beschreiben wollen. Da tauchen Modelle auf, die Komplexität auf ein funktionales Maß reduzieren, dabei aber ganz andere, mögliche Anwendungen verloren gehen lassen. I/O/D gehörten zu den ersten, die mit ihrem Webstalker mal einen Blick hinter die Fenster des Browsers geworfen haben, um zu verstehen, welche Strukturen das Netz überhaupt generiert. Der “WebTracer” von “Nullpointer” ist nun wieder so eine Software, die Sites und Seiten als Moleküle und Atome darstellt und auf verschiedene Layer verteilt. Hier wird das Ganze nun in den New Media- und Netzkunst-Kontext gehoben und bekommt so schon mal einen ganz klassischen Anstrich. Gesehen hat man das alles eben schon bei I/O/D und am MIT, nur soll das hier auch Netzwerk-Administratoren den Überblick verschaffen – mit der 3D Darstellung klappt das vielleicht sogar. Generell nicht schlecht, aber ein bisschen viel Microsoft ist drin (DirectX, Windows, …). Downloaden, ausprobieren, wegwerfen. Ist ja auch umsonst!

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Schöner surfen durch die Welt der digitalen Kunst.

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http://whitney.org/artport/
Das Whitney Museum of American Art in New York City springt auf! Die digitale Kunst hatte mit der “010101″ Exhibition in San Francisco seine Gründungsphase erfahren, und deshalb gibt es jetzt auch an jeder, bisher nur amerikanischen, Ecke Portale, Ausstellungen und Diskussionen zum Thema “Digital Art”. Das meint eigentlich alles was irgendwie mal mit einem Computer in Berührung gekommen ist. Merke, “net.art” heißt jetzt Digital Art, bzw. Netzkunst ist tot, es lebe die Hybridkultur.
In New York gibt’s deshalb die beiden Ausstellungen “BitStreams” und “Data Dynamics” als Aufmacher im Doppelpack. Die eine, also BitStreams, mischt Clubkultur mit Medienkunst und die andere kauft zusammen, was nicht zusammen gehört, und will uns etwas über das unangenehm hippe Thema Dynamik im Namen von Kunst mit Null und Eins erzählen. Zusammen mit einem Archiv aller weltweiten Medien-/Netzkunst Ausstellungen gibt das natürlich auch ordentlich Futter zur neuen Religion.

http://www.whitney.org/datadynamics/
Die Data Dynamics Projekte haben wir uns im folgenden mal ein bisschen näher angeschaut. Das Interface der Ausstellung ist übrigens ganz spontan in Form einer Lavalampe visualisiert, davon wird einem noch vor dem Betrachten der Projekte ganz mulmig im Bauch. Durchgeklickt und durchgehangelt!

http://www.turbulence.org/Works/apartment/
Von Marek Walczak and Martin Wattenberg, das ist der Mensch, der die “Map of the Market” (http://www.smartmoney.com/marketmap/) entwickelt hat, kommt eine sehr schön einfach zu handhabende Java-Applikation, die an eine VRML-Darstellung (3D-Sprache fürs Netz) gekoppelt ist. Eine Datenbank ordnet aus eingegebenen Sätzen einzelne Worte Räumen in einem Appartment zu, und das lässt sich wirklich weit treiben. In einer schönen Übersicht kann man dann alle erstellten Appartements auf einen Blick sehen. Und als Zugabe gibt’s dann den 3D-Blick durch und auf einzelne Appartements mit schicken Fotomappings, die man locker einsparen könnte, aber wahrscheinlich für den Rundgang im Museum von großer Bedeutung ist. Start Ups in die Museen!

http://www.potatoland.org/point/
Mark Napier, offenbar der Prototyp des digitalen Künstlers, weil überall dabei, hatte offenbar nicht wirklich Zeit für eine halbwegs intelligente Installation. Auf der Webseite darf man auf die Frage “Who are you?” antworten und diese Antwort per Mousebewegung auf dem Screen verewigen. Das ganze wird laut Beschreibung dann mit den Bewegungen der Museumsbesucher vermischt, und zu sehen bekommen wir die gegenüberliegende Seite. Weg damit!

http://disseminet.walkerart.org/
Erinnerung und Dynamik liegen generell sehr eng beieinander und manchmal auch Grund für Versuche damit zu spielen. Dieser Prototyp von Sawad Brooks und Beth Stryker allerdings will nicht wirklich dynamisch sein, und erinnern ist schon gar nicht, außer es geht um die ästhetischen Bildchen und Texte der beiden. Eingeben darf man hier nichts. Und entwickeln kann sich da auch nichts. Aber als korrekter Zugriff auf den Bürgerkrieg in El Salvador funktioniert das prima!

http://www.k10k.net/issues/issue108/
Was ist eigentlich Allgemeinheit? Pause. Wer will das wissen? Tatsächlich fängt die Grübelei an, wenn sich ein paar Leute bereit erklären, endlich wieder einer Masse anzugehören, die in Prozentzahlen zusammengerechnet wird, so wie beim “Percentages Project”. Kreatives Volk beantwortete 48 ziemlich banale Fragen, um Gemeinsamkeiten zwischen Individualisten herauszubekommen. Und, gar nicht verwunderlich, es gibt einige davon! Von wegen digitale Einsamkeit, im Grunde führt das Heterogene schneller zu Verhaltensmustern, als wir es überhaupt merken können. Daher ist es z.B. gut zu wissen, dass immerhin 310 von knapp 1000 Menschen auch schon ein Fenster kaputt gemacht haben, heimlich Fast Food essen, ihre Ideen Magazinen entnehmen oder auch die Familie designen wollen. The Percentage Project ist nur eines von bislang drei weiteren kollaborativen Designprojekten, die alle ziemlich ernst und professionell rüberkommen.

http://www.threecolor.com
Nach der Cube Phase, in der alles und jeder mit Würfeln hantierte, um Raum ins Fenster zu kriegen, freut man sich doch nun wieder darüber, Bilder, genauer Fotos, so fein wie hier animiert zu sehen. In Form study of the opera house z.B. wird Architektur in Texturen zerlegt und zum Kaleidoskop gemacht. Außerdem: Autozubringer, Tankstellen, Horizont, Satellitenempfänger – die Motive sind funktional und funky, sie halten nämlich wie die Typo als Fläche und Objekte her. So gefällt‘s, weil auch noch nicht richtig fertig.

http://www.theapt.com
Shoppen ist doch wirklich blöde! Viel lustiger kann es sein, fremden Leuten einen Besuch abzustatten und das Inventar das gefällt gleich mitzunehmen. So ungefähr haben sich das die Ausstatter von The Appartment gedacht, die ihre New Yorker Wohnung allen zu gänglich gemacht haben, um dort Möbel, Gadgets, Kleider einzukaufen. Das Ganze funktioniert praktischerweise auch im Netz, es ist zwar keine Web Cam installiert, aber es sieht fast so aus, und du kannst dir die Zimmer ansehen um die einzelnen Gegenstände auszuwählen. E-Commerce undercover!

http://www.trashconnection.com/
Tragisch kreative ASCII-Site, die einem alle Vorurteile gegenüber net.art der Neunziger noch mal vorführt, so dass wir jetzt nicht wirklich wissen, ob sich da einer lustig macht, oder wir uns lustig machen dürfen. Auf jeden Fall fast so gut wie http://www.wolf-kahlen.de, der das allerdings wirklich ernst meint.

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Boing Tour oder lustige Springcomputer? Was hätten wir denn gern? Reinspringen und lossurfen.

design
Server
wrongbrowser
Browser sind die wahren Portale, und die Netzkünstlergruppe “jodi” wusste das schon immer und hat sich ja auch Jahre lang damit rumgeschlagen, nur das eine zu tun – aus dem Browser auszubrechen. Deshalb nun das! Einen falschen Surfsklaven geben sie uns an die Hand, der natürlich, und das völlig wertfrei, wie net.art aussieht und genauso wie all die anderen Sachen gegen den Strich funktioniert. Den gibt es in drei Versionen – einer holländischen, einer kroatischen und einer .com Version – alles umsonst, aber nicht Open Source (mit Director gemacht, dessen Interface sie sich auch ein bisschen aneignen und verbauen). Dann tauchen zufällig, oder durch einen geheimen Algorithmus gesteuert, der uns im Verborgenen blieb, mit Webadressen gefüllte Eingabefelder auf, in die man ganz einfach eigene Adressen eingeben kann. Die werden angesaugt, durchgelesen, ausgespuckt und wieder mit neuen Eingabefeldern besetzt. Und das geht so weiter. Und parallel läuft ein Node mit Linien und clickt sich mit euch durch die Welt der Dotcoms und Portale. So ist das nun mal!

Habbo Hotel
Mobile Disco
Es ist soweit: der funky Community Playground ersetzt den billigen Chatroom! Schließlich macht es doch mehr Spaß zu sehen, mit wem man da gerade quatscht. Und ein entsprechendes Ambiente ist auch nicht ohne. Darum setzten ein paar Finnen zunächst die Mobile Disco ins Netz und vor kurzem nun eine avanciertere Variante davon, das Habbo Grand Hotel. Beides erinnert optisch stark an eboy, aber das ist ja nicht weiter dramatisch und gar nicht selten. Denn uns interessiert was Anderes, nämlich, ob es die Sache lohnt: die Angaben zur Person, dann Männlein oder Weiblein basteln, Frisur, Hemd und Hose, Schuhe, das ganze Pipapo. Es lohnt! Es ist wirklich lustig, den anderen kleinen Mitstreitern zuzusehen, wie sie schüchtern an die Bar gehen und einen Wodka bestellen. Außer reden (flüstern oder schreien) kann man nur tanzen oder trinken, aber das reicht ja auch als kommunikative Tätigkeit. Eine Zeit lang jedenfalls. Das haben die Macher wohl gemerkt und erweiterten ihr Konzept im Habbo Hotel durch zusätzliche Locations, public und private rooms. Außerdem lassen sich per sms “habbo credits” ersteigern und Suchmeldungen ausgeben. Einige Suites sind schon einen Besuch wert, der Einrichtung wegen! Und man lernt hier Personal Assistants schätzen, Navigation und Console sind elementare Bestandteile des Spiels. Ziemlich De Luxe!

Filmszenarien-versteck-find
Peepshow
Hi-Res aus London versuchen uns glauben zu machen, es gäbe noch etwas zu entdecken, wo es niemand mehr für möglich hielt: in narrativen Räumen nämlich. Genauer gesagt: Filmsites sind ihr Metier. Wer hätte gedacht, dass sich lineare Erzählweisen hier so gut machen: klicken bis zum Umfallen, nur um endlich hinter die Story zu kommen. Von Ästhetik keine Spur und dennoch: konsequenter geht es nicht! Keine Infos über den Film, aber durch die Verwirr- und Versteckaktionen bekommt man so eine Ahnung von den Filmszenarien. Ob die parasitäre Stimmung bei “Requiem of the dream”, oder das rote Licht der “Peepshow in the Center of the World”: eigentlich weißt du nach ein paar Minuten, was dich auf der Leinwand erwarten könnte. Und bleibst lieber daheim.

Lustige kleine Applets
Dies ist definitiv eine der Seiten, auf der man sieht, dass Java mehr kann, als nur merkwürdig informatisch angehauchte Seiten zu bauen, wenn man mal von io360 und Miss nn absieht. Lustige kleine Applets, von springenden Computern bis zu Tetris und anderen Minigames. Also unbedingt mal anschauen, dieses seltsame Portfolio aus Holland. Ist doch gar nicht so weit!

Flight404 Experimenteörtchen
Flugzeuge sind super! Sie verbinden Träume mit Technik. Flight404 ist so ein luftiges Experimenteörtchen auf unbekanntem Flash-Flughafen. Statt den Luftraum zu erforschen, geht deine Tour durch eine Boing. Auf einem Plan sind Passagiernummern verzeichnet, hinter denen sich visuelles Material, das mal fliegt, wabbert, schwärmt oder blubbert, versteckt. Bei Mechanical Specifications gibt es noch für heimliche Modellbaufans Konstruktionsdetails der Maschine zu sehen. Start bzw. Landung mit Rollbahn findet man zwar schon simuliert, aber sonst sind noch einige Plätze frei. Fast gut.

Ordner-Flirt Soundmodulator
Throw Me! Fuck Me! Slow Me! Force Me! Solch nette Aufforderungen lassen sich kaum ausschlagen! Denn hier bringt der Ordner-Flirt endlich was. Ziemlich extravaganter Soundmodulator für die Kaffepause oder mehr.

kulturportal-deutschland
Naumann, unser aller ehemaliger oberster Kulturminister, hat sich von der dreisten Agentur “tel a vision” dieses Kulturportal zusammenstricken lassen. Sagen kann man dazu allerdings nichts, außer, dass das ganze nur 85.000 Mark gekostet haben soll und selbst die symbolische Mark zuviel gewesen wäre.

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Politics of Sex lassen sich derzeit nur als massenmediale Tittenschaulust denken. Ausgelöst durch den Exhibitionismuswahn in allen Formaten ist das Gähnen bei dem Anblick nackter Menschen kaum zu verhindern. Eine besonders dreiste, abgefahrene und damit geschmacklose Variante hat sich Elliot Shulman ausgedacht. Er hat seine durch und durch gewöhnlichen Phantasien und die – seiner Ansicht nach – des größten Teils aller anderen Männer als Geschäftsidee ernst genommen und bietet nun täglich strippende Nachrichtensprecherinnen im Netz. Und das geht so: während jeder Sendung trägt eine der reizenden Damen Victoria, Carmen, Holly oder Diane, zunächst komplett angezogen, Nachrichten aus aller Welt vor, um sich dann sich im Verlauf der sonst äußerst seriösen vorgetragenen Beiträge zu entblättern. Eine inhaltliche Dramaturgie oder Verknüpfung zu den Berichten gibt es dabei nicht. Zu sehen also die Erdbebenkatastrophe mit roter Spitzenunterwäsche, dann das Friedensabkommen und endlich Schambehaarung. Inzwischen sehen wöchentlich ca. eine Million Menschen die Nummern an. Shulman behauptet sogar, dass sich nun dank seiner Idee auch die sonst weniger politisch Interessierten informieren. Dankeschön. Das bislang nur weibliche Newsspeaker die Hüllen fallen lassen, soll sich bald ändern, denn ab Frühjahr gibt’s auch nackte Männer zum Abendbrot. Pfui.
sfmoma

Wieder so ein Community-Modell, was irgendwie den User anmachen, reinkriegen und durchziehen soll! Immersion für Nicht-Nerds, Nicht-Geeks und Nicht-Freaks, und das alles basierend auf der Software von slashdot.org, der Nerdnews-Site, die genau die andere Seite des Pols bedient. Das Business-Modell von Automatic Media (dem Mutterkonzern von Feed, Suck und Altculture) ist kurz gesagt die Kompetenz für alle zum Anfassen. Funktionieren soll das Ganze auf Basis von anmoderierten Beiträgen von diversen Print-/Online-Magazin Redakteuren von Spin (Musik) bis Wired (Technologie) und von Inside (Medien) bis Nerve (Sex). Aber auch der gewöhnliche Teilnehemer darf mitmoderieren, um sein Karma dem Himmel entgegenzuwerfen. Wer das jetzt alles braucht, ist uns natürlich nicht so klar, aber muss ja auch nicht. An den Kommentarzahlen kann man allerdings unschwer erkennen, dass alle Diskutierer und Chatter ihr Zelt bereits woanders aufgeschlagen haben. Mit diesem konstruierten und schmerzlosen Interface kann man einfach nicht ins Zwiegespräch kommen!
sfmoma

Yugo Nakamura (Mono*crafts) hat sich erneut vorgenommen, ganz vorn mitzumischen, und ist dabei mit seinen kleinen Surfaces, die bald in eine Struktur gebracht werden sollen, auch dort, wo man sein muss, wenn man mehr als nur Flashstyles nachbauen will. Auch wenn hier – Praystation aus der Ferne grüßt – ist es prima, dass sich andere Sites der Sache annehmen, um Joshua Davis, der sowieso nur von einer Konferenz zur anderen fliegt, zu entlasten. Die fluffige Tree-Navigation ist so sehr verschachtelt, dass man Content entdecken kann, von dem man dachte, er sei mittlerweile diametral entgegengesetzt zu dem, was Flashexperimente können. Lasst uns konvergieren!
sfmoma

Praystations Kinder schaufeln mittlerweile in ihren eigenen Sandkästen. Geoff Stearns gibt sich zwar im Introstatement etwas gezwungen ungezwungen, aber das ist schnell vergessen, wenn die ersten Sporen über den Bildschirm wabbern. Sein Morphologie Faible zieht sich durch alle Experimente, mal kriecht oder schneit es, und mit dem three–point–System kannst auch du spacy Blumen malen. Natürlich gibt es die Glühwürmchen, Blütenblatter auch zum downloaden. Mittlerweile, verwöhnt von dynamischen Navigationselementen, sind wir aber schnell satt von den fliegenden Würmen und resizeable Cubes, so dass es dort nur begrenzt etwas zu entdecken gibt.
sfmoma

Eigentlich halten wir ja Agenturportfolios hier raus, aber dieses ist irgendwie so süß und umschmeichelnd, dass einem selbst das schlechte Wetter nichts anhaben kann, und man sich von ganz allein durch die Rubriken klickt. Sehr aufwendig fließt hier die Virtualität in die Realität, und das alles mit aufwendig durchdachtem Spaß. Auch wenn ihr Büro in Italien zum verwechseln ähnlich mit der toskanischen Ferienwohnung Typ “Mare” ist. Am nettesten!
sfmoma

Schon mal auf der Pferderennbahn gewesen, im Wettbüro oder irgendwie peinlich aber berührt “Wetten dass?” geschaut? All die ganzen Bluthochdruck-New-Economy-Freunde können jetzt an der Version für einfach gestrickte Mitmenschen teilhaben, denen Aktienhandel zu schwierig oder zu anstrengend ist. Ihr natürlich auch, wenn ihr mögt! Das Ganze funktioniert ganz einfach so, dass ihr auf das Fallen oder Steigen von Aktien setzt und dann gewinnt oder verliert. Auch eure Freunde und Eltern können eingeladen werden, was die Sache so spannend macht, dass wir schon mit schwitzenden Händen am Rechner sitzen und warten, bis Consors mit Nintendo fusionieren. Dann darf man mit Spannung auf SuperMario StockMarketRacing warten. Lasst uns ein Jump and Run Spiel für den Aktienkurs von T-Online machen.
sfmoma

Anleitung zur Kreativität: Lange wachbleiben, langsam sein, dabei aber mutig und tapfer, Bastler aus Überzeugung werden, schneller Fehler machen, imitieren was das Zeug hält, stottern, um zu erfinden und ständig die Seiten wechseln. Diese mal mehr oder weniger erprobten 43 Ratschläge von Bruce Mau (der mit dem dicken Bauch und den dicken Büchern) als “Unvollständiges Manifest zum Wachstum” aufgelistet findet ihr hier für die Pinnwand oder zum Verschicken. Am praktischsten!
sfmoma

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Server – Feb

sfmoma
Nun da wir uns gerade daran gewöhnt haben, dass net.art immer mehr zur Online-Hölle für schlechte Selbstdarsteller wird, kommt man am San Francisco Museum of Modern Art mit einer wirklich beeindruckenden Ausstellung zum Jahrtausendbeginn ans Licht. Auch wenn der Titel mal wieder nicht über Digitalmetaphern hinaus kommt, «010101: Art in Technological Times» klingt so, als hätten alle vorherigen net.art & mediaart Ausstellungen so geheißen. Oder weiß jemanden noch einen Titel dieser Technokunstausstellungen? Funktionieren soll das Ganze offline mit 35 Projekten und online mit 5 Projekten. Wer sich diese Quote ausgedacht wissen wir jetzt allerdings nicht! Genau hingeschaut haben wir trotzdem – nachfolgend…

sfmoma
Das wohl schönste Projekt kommt von Mark Napier, dem wir auch den Webseiten-Remix Klassiker «Shredder» zu verdanken haben. Das «Feed» Applet ist eine logische Konsequenz aus I/O/D’s Webstalker Interface, das Webseiten auszog und in Baumstrukturen und vieles mehr verwandelte. Herr Napier zieht unsere Websites auch wieder aus und lässt sie strategisch statistisch auswerten, baut Diagramme aus Zeichenketten, Gifs werden zu einer Diashow verdichtet und Farbfelder erscheinen wie eine fragmentierte Festplatte bei den Norton Utilities.

sfmoma
Das Liebespaar Auriea Harvey und Michael Samyn von entropy8zuper.org beglücken uns wieder mit reichlich Adam und Eva Geschichten, auf technologisch hohem Niveau. Auch hier kann man wieder die Lieblings-Url eintippen, und man bekommt daraus eine 3D-Welt gebaut, in der die beiden sich bewegen, je nach Buchstaben, die aus der HTML-Datei gezogen werden. Jeder HTML-Tag wird in ein Objekt umgewandelt und mit eingebaut. Mit der De:Bug Site funktionierte das auf jeden Fall schon mal ganz gut. Nur wozu brauch ich die Website von De:Bug in Form einer kitschigen 3D-Welt, frage ich mich und gehe mal davon aus, dass ein unbewältigtes Kindheitserlebnis der beiden hier ausgetragen wird. Lasst uns Bäume in den Cyberspace bauen!

sfmoma
Thomson und Graighead sind zwei äußerst lustige Menschen, zumindest könnte man diese Vorstellung bekommen, wenn man sich auf dem aktuellen Yahoo-Portal befindet und ganz normal weitersurfen soll. Von Yahoo? Mit Werbebannern links oben, die man nicht wegbekommt (abgesehen von schnellen Tastenkombinationen)! Nun gut, man lässt sich nicht stören, doch das Grauen beginnt immer wieder von vorn, und die Daten die man sammelt werden in ein leises stabiles Rauschen verwandelt und man kriegt das Gefühl nicht los, das der Browser autonom wird, wenn man ihn nur lässt. Künstliche Intelligenz zum Anfassen und mitnehmen. So mögen wir das!

sfmoma
Seit Herbst 2000 online, in Paris lokalisiert, finden sich unter dem Namen criticalsecret mutige Texte (in französischer und englischer Sprache), Bilder und auch Audio Material zu allen schönen Künsten, Philosophie, Medien, und anderen Strategien. Kurz – es geht um alles, was einer kritischen Untersuchung bedarf. Jeden Monat gibt es einen neuen thematischen »Virus«, von wechselnden Persönlichkeiten mit entsprechenden Attitüden vorgestellt. Bislang sind drei unterschiedliche Ausgaben online erschienen, (Actualité du vampire, Soziale Barbarei und Geschichte des Seins). Darin sind u.a. Beiträge von Jean Baudrillard, Michel Houellebecq und vielen anderen mehr oder weniger bekannten Leuten. Grafisch holpert das Ganze etwas, aber das ist wohl Konzept. Eine Version verfügt z.B. über ein Koordinatensystem als Navigation, so dass man dann die Beiträge über ihre Indexe sucht. Texte verorten macht Spaß!

sfmoma
Wie stehen Sie zur Pornographie? Terry Richardson, Modefotograf und Herausgeber des gleichnamigen Hochglanz Magazins, widmet die zweiten Ausgabe, zum ersten Mal komplett online anzuschauen, ganz den Körpern, Obsessionen und nackten Alpträumen. Sein eigener Beitrag z.B. zeigt das, was von über 60jährigen Männern übrigbleibt, wenn ihr Sexappeal abgelaufen ist. Ca. 20 Fotografen haben xxx– Material aufgenommen. Richard Prince hat die Mädchen von nebenan genötigt die Jeans runterzulassen, Tarry Simon inszeniert Couples beim Wochensex, Homoliebe gibts auch zu sehen, am bezaubernsten sind allerdings die Aufnahmen von Glen Luchford, Alisha Klass posiert für ihn exhibitionistisch. Die Seite selbst macht einen nicht ganz so wild. Die Bilderleiste zum Scrollen mit transparentem Layer raubt den Fotos etwas von ihrer Schrillheit und machen sie verdächtig gesellschaftsfähig.

sfmoma
Neuanfangen kann man immer! Das Born Magazine tut es und hat sich seine Aufgabe in der -ing form verändert zugewandt. Information wird dann zum Content, wenn sie zugänglich ist. Dazu bedarf es einer Datenbank, die hier so hübsch und bedienungsfreundlich daherkommt, dass man gar nicht anders kann, als sich durch die letzten Monate und Jahre zu scrollen, auf der Suche nach den Verbindungen von Sprache, Bildern und Sound. Das neueste Ideen– Sharing von Designern und Literaten kommt im flash Vers daher, sehr regelmäßig, und wenig Augenreiben dabei. Aber das macht nichts, denn ab nun wird die Seite vierteljährlich aktualisiert. Und es gibt noch viel aus vergangenen Ausgaben an Essays, Fiction, Reviews und auch Videos in hübschen Webformaten zu entdecken. Loading Poems!

sfmoma
Auch ganz neu redesignt ist das Remedi-Project. Wieder schöne kleine Spielerein, bei denen Quipu von Jon Williams eine sehr schöne kleine Soundmachine ist. Sieht ein bisschen aus wie MAX in Flash gebaut, wobei man hier lauter Samples mit anderen connecten kann und so eine Art Multiuser-Soundumgebung hat. Einzelne Samples werden in Schaltungen bzw. Stanzas eingeklinkt und können zwischen einem privaten und einem öffentlchen Bereich hinundher bewegt werden. Sehr advancte Sache für ein Flash-Interface, was sich allerdings auch in der Geschwindigkeit bemerkbar macht.
Ansonsten noch viel mehr zum Sehen und Klicken, was aber wohl eher Standard sein dürfte. Siteseeing!

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SERVER 18

universalpage

Algorithmen, in diesem Fall als Skript, haben etwas sympathisches, solange sie rechnen und irgendwie schöne Sachen dabei rauskommen. Bei The universal page versucht man nicht schön zu sein, was bei sogenannter net.art ja auch immer zum Problem wurde, sondern nimmt einfach alle anderen Webserver und rechnet den Durchschnitt aus. Behauptet man zumindest. Das dann irgendwie doch ein ganz angenehmes Rauschen dabei entstand, kann einerseits am Thema gelegen haben, andererseits auch am nicht allzu großen Umfang. Die beiden Netzartisten Natalie Bookchin und Alexei Shulgin können hier doch mal halbwegs überzeugen. Einfach und klar.
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eyestorm

Der junge Kunstmarkt im Netz wächst. Denn seine Zielgruppe ist mit entsprechenden Künstlern und kleinen Details leicht zu kriegen. Eyestorm funktioniert wie konventionelles branding: softes web design, Disskussionsforum, und ein search tool «delve», mit dem der sensible Youngster nach verschiedenen Konzepten in der Kunst, wie z.b. Spiritualität, Entropy, oder Nature suchen kann. Ziemlich willkürlich und dumm – Geschmacksvorgabe. Noch blöder: the blue gallery, lauter Kunst mit Blau im Bild. Die Objekte lassen sich selbstverständlich online erstehen. Wer also auf Damien Hirst, Jeff Koons, David Hockney und Co steht, wird dort Geld los. Igitt.
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SERVER 15 markus hauer und anne pasquale STANDARD USA ist Microsoft, und Bill Gates das Gesicht des gemeinen Amerikaners in der Welt. 55 Prozent der dort beheimateten denken, dass er ein ehrenvoller Mensch ist. Es ist auch nicht gerade irritierend, dass die beiden neuen Megafirmen, die aus Microsoft hervorgehen (Betriebssysteme und Anwendungssoftware) nach Schätzungen mit Umsätzen pro Zweig von 10-13 Milliarden Dollar nicht gerade schlecht dran sein werden. Im Vergleich hierzu hatte Apple insgesamt im letzten Quartal knapp zwei Milliarden Umsatz! ERNST Zurück in die deutsche Welt der lederbezogenen Autositze und klimatisierter Vorstandsetagen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, ja wirklich die FAZ, gibt es jetzt im Internet, und das gar nicht in Frankfurter Hochdeutsch, sondern in feinstem Englisch, jeden Tag, völlig gratis. Aussehen will das ganze (unter http://www.faz.com) natürlich wie eine schlechte Kopie der New York Times (www.nytimes.com). Wahrscheinlich wird die deutsche Version gar nicht erst angeboten, um die Abonnenten hierzulande nicht zu verlieren. Da stecken kluge Köpfe dahinter. MODE! TOT ODER LEBENDIG? Boo ist tot. Das heißt nicht ganz, aber eigentlich schon, denn von http://www.boo.com gelangt man ganz elegant auf http://www.fashionmall.com und erfährt dort, dass hier an einem Relaunch gearbeitet wird. Die 250 Millionen die die beiden Schweden so ganz nebenbei dafür ausgegeben hatten, sind jetzt auch zwischen Webdesign und Kinospot verloren gegangen. Das Designteam präsentiert sich unter http://www.postboo.com mit der schon fertig gebastelten Sommer-Site und hofft auf neue Aufträge, was bei Leuten die in Flash träumen ein Kinderspiel sein wird. Da hat man wohl bei http://www.stylegames.de bisher mehr Durchhaltevermögen bewiesen, und darf sich auch weiterhin freuen, als Marktlücke der Limited Editions beim e-Commerce dabei zu sein. PLATTEN ONLINE Um es gleich vorweg zu sagen, es gibt noch keinen wirklich guten Grund, im Netz Geld für Musik auszugeben, die man dort ja sowieso kostenlos haben kann wenn man will und den Laden des Vertrauens um die Ecke hat. Wohnt man dort, wo es keinen Shop gibt, könnt ihr euch ruhig mal all die Stores anschauen, die zur Zeit viele eröffnen. Außerdem stellen bereits jede Menge kostenlose MP3s eine echte Alternative dar, die es, da es so viele sind, niemals auf Tonträger schaffen werden. Wer dennoch wissen will, welcher Unterschied zwischen Plattenladen, Katalogblättern und Pop-Up Suche besteht, sollte sich den Frankfurter Online Versand http://www.mizzo.com anschauen. Dort erfährt man zusätzlich Details zu Herkunft, Merkmal, Hörerprofil und kann Kostproben haben. Standard eben. Unser Favorit kommt aus Belgien und heißt http://www.atrecordings.com. Leider nicht schön anzusehen, gibt es hier die wirklich smarte Option, sich sogenannte custom cds zu erstellen. Das heißt, das alle Tracks als Realaudio- Stream vorliegen und für einen Dollar erstanden werden können und dann auf CD gebrannt ins Heim kommen, nennt sich auch iCommerce. Noch besser ist die MP3 Variante, die euch die Musik unmittelbar zur Verfügung stellt. Praktisch gut. http://www.kompakt-net.de baut auf die hausgemachten Produkte, bzw. können in den News auch Neuerscheinungen anderer Label geordert werden. Alles sehr klar in schwarz auf weiß versteht sich, nur fehlt eine Suchfunktion, um sich nicht ständig durch die Listen hangeln zu müssen. Sichtlich erkennbar aus dem Mego Umfeld, bietet http://www.mdos.at so ziemlich alles was das Herz begehrt. Nervig ist nur, dass die Reihenfolge statt alphabetisch einfach nur durchnumeriert wurde, und so das Ganze zum Lottospiel wird. Welche Zahl nehm ich denn mal? Seltsam, dass der Euro nicht als Referenzkurs genutzt wird. Sucht man ganz bestimmte Releases von Warp, Rephlex, Skam, Chocolate Industries, Schematic und Breakin’ dann ist http://www.warprecords.com eine sehr schöne, wenn auch etwas teurere Adresse. MEHR oder weniger Copy and Paste Versand bei: www.a-musik.com/mon ö sehr viel und sehr gut www.hardwax.com ö mit schönen Kommentaren www.formic.de ö uhhh, irgendwie nicht so klasse www.staubgold.de ö klein aber fein www.grooveattack.de ö noch am aufbauen www.juno.co.uk ö riesig und viel www.normalmailorder.de ö angerockt usw·

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SERVER 16 Anne Pascual & Marcus Hauer [server@schoenerwissen.de] DIREKT Wer jetzt in Köln wohnt braucht nicht nur zu prüfen, ob der Kampfhund des Nachbars länger als 40cm ist, sondern kann den jetzt auch bequem vom Sessel aus anzeigen. Unter http://www.polizei.nrw.de/koeln/ liegt ein recht rudimentäres Formular mit dem man schon mal testen kann, was elektronische Demokratie bedeutet. Pessimisten schlafen jetzt auch wieder ruhiger, nachdem wohl von den 50 deutschen börsennotierten New Economy Start Ups nur 20 überleben werden. Darüber kann dann wohl ab September die erste reine deutsche Netztageszeitung berichten, unter http://www.netzeitung.de kann man noch nicht viel sehen. Mal abgesehen davon das jedes Portal doch irgendwie auch eine Tageszeitung ist. Irgendwann wird das schon mit der Dynamik. BLITZSUPPE Flash ist mittlerweile das Salz in der Suppe mit den großen Fettaugen geworden, und so wollten wir denn auch mal sehn wo man derzeit steht im Agenturdenken und ölenken. Charakteristisch für die steigende Anzahl an Flashsites ist das http://www.flashfilmfestival.com, bei dem zehn Gewinner aus ebensoviel Kategorien ermittelt werden (am 24. Juli nach Redaktionsschluss). Man merkt schnell, dass es sich auf den Seiten weniger um Content dreht, als um schön bunt, laut und fliegend. Nichts dagegen, aber das wird schnell langweilig und es ist wohl eine Frage der Zeit bis sich alle Augen daran satt gesehen haben. Und eigentlich hat man bereits nach den meisten Intros die Nase voll, so bei http://www.whatevernike.com, dort wird außerdem der nikeID shoe angepriesen. Nike nähert sich damit dem Costum-Build Verfahren für Autos an. Allerdings ist man noch lange kein Individualist oder besitzt gar den personalisierten Schuh, wenn ich die Farbe und andere Details meines Turnschuhes auswählen kann. Quatsch. Wenn schon selber bauen, und als 3D-File bei Nike abgeben. Bitte, Bitte. HELDENBLITZ Auf jeden Fall Leader der ÇWir träumen in Flash-GenerationÈ ist wohl auch immer noch http://www.praystation.com. Das letzte E-Commerce Produkt von Joshua Davis mit http://www.kioken.com heißt http://www.barneys.com und ist schon eine sehr advancte Sache, inklusive aller Techniken die auch auf der Praystation-Site die letzten Monate gefeatured wurden. Viel Mühe macht man sich mit der Navigation bei http://www.mtv2.co.uk, wobei hier auch eigentlich nicht sonderlich viel Inhalt drin steckt. Nicht schlecht ist hier zumindest die Option sich eine Stunde des Programms zusammenzustellen, was wohl dann auch real über das Kabel gesendet wird. Nur schade, dass es MTV2 in Deutschland überhaupt nicht gibt. In Sachen 3D-Navigation gibt es unter http://www.method.com/methodlab/methodlab_top.html ein sehr schönes Modul, von dem auch http://www.typospace.com Gebrauch gemacht hat. Modularisch. HÄNGER-HAUS MIT BLITZABLEITER Ebenfalls aus Flash gebaut ist http://www.hangerhouse.com. Das beliebte Thema des Subjekts (ihouse, iMac) im Sinne von my home is my castle wird verpackt im Anzug der Futurologie.. Hervorgegangen aus einem Wettbewerb (The Daily Mail Ideal Home Show) kann man sich hier aus diversen Modulen ein Haus bauen lassen. Die Option ÇInteractiveÈ gibt einem die Möglichkeit aus Frage/Antwort ein Haus zu bauen (home simulator programme) ö hier beantwortet man recht stupide Fragen wie z.B. ÇAre you outgoing and active?È. Die angebotenen Produkte sind an sich eigentlich recht praktische Gadgets mit einem Hauch von Zukunft, sodass man sie doch gern haben wollte, wenn man denn könnte, oder wenigstens mal testen möchte. Geht leider nicht, da alles fiktiv erdacht ist und frühestens im Jahr 2020 geliefert wird. Schade.

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SERVER 12 Marcus Hauer und Anne Pascual [server@schoenerwissen.de] POLITIK: BRD PORTAL LIBERAL (http://www.fdp.de) Nun haben sie es geschafft, sich neu zu erfinden, und schon ist auch die Kampagne passend umgebaut. Bei Pressekonferenzen sitzt Westerwelle jetzt nicht mehr vor blaugelben Slogans und spricht über Themen, von denen er sowieso nichts versteht, sondern umgibt sich mit einer Aura von Econy-Understatement (nicht Brand Eins) und sagt einfach nur Internet, um seine Klientel daran zu erinnern, was 2000 heisst. Das muss reichen, um jung zu sein. Noch mal im Detail: die FDP heisst jetzt http://www.fdp.de, und Guido nennt sich jetzt smart info@fdp.de, und wir fragen uns, wie seine Kinder heissen sollen. Analytisch gesehen heisst dieser Slogan soviel wie: Wir wollen weiterhin (Punkt) Freie Demokratische Partei (noch mal Punkt) Deutschlands bleiben, aber wir verstehen, dass wir Medienkompetenz vorweisen müssen, um nicht nur Kunstsammler, sondern auch all die Start-Ups zu überzeugen. Total liberal, er. MITTEN IM LEBEN· (http://www.cdu.de) Würden sie gerne stehen, doch stehen sie irgendwie mehr neben sich als mittendrin. Aber wirklich nett ist die Spenderliste von Kohl: 1Mio von Kirch, 700 000 er selbst mit Hannelore auch Heiner Lauterbach macht mit. Lustig auch, dass das Bundeskanzleramt die Domain (http://www.helmutkohl.de) gekauft hat, bis vor kurzem ja noch in Privathand. POLITIK: USA GORE FOR PRESIDENT (http://www.algore2000.com) Der Erfinder des Internet und Sieger der Demokraten in der Vorwahl und derzeitiger Vertreter von Clinton (auch schön die Site von Frau Clinton für New York http://www.hillary2000.org), Al Gore, bringt auf dieser Site wirklich alles, was man braucht, um den gemeinen Burgeresser zu überzeugen, dass er der Ruler der Gerechtigkeit ist. Auch schön, wie sich Frau Tipper(!!!) Gore erinnert, als ihr Al die Phrase vom Information Superhighway erfand. Am besten ist natürlich das kleine Fenster oben links, welches ganz gern die Kreditkartennummer hätte, damit Al noch grössere Kampagnen mit Polizisten und Kindern auffahren kann. Leider musste er die Just for Kids um den Punkt des Cursor-Downloads einstellen, da die nicht dazu diente, Kindern bunte Bildchen als Mousezeiger zu bauen, sondern um Daten dieser Kids zu tracken. Google hält aber im Cache die alte Site bereit, unter http://www.google.com/search?q=cache:www.algore2000.com/kids kann man sie noch sehen. NOCH MAL PRESIDENT (http://www.georgewbush.com) Der zweite Gewinner im Bunde, Sohn vom Ex-Präsident und texanischer Gouverneur mit strangen Ansichten und 112 vollzogenen Hinrichtungen (http://www.todesstrafe.de/todesstrafe/usa) seit 1995. Die Seite an sich ist mindestens genauso langweilig wie die von Al Gore, erweitert mit Flash-Filmchen und der obligatorischen En Espa–ol Variante. Was ja grundsätzlich zu loben wäre, wenn da nicht der Verdacht aufkommen würde, dass dies das gleiche Alibi ist, das bei allen Seiten eingesetzt wird, man lässt sich mit Farbigen fotografieren. Und alles wird gut in USA. RTMARK HÄLT DAGEGEN (http://www.gwbush.com) Um diese Domain gab es viel Streit zwischen Bush und Rtmark, deshalb ist derzeit auch nicht mehr die Version online, mit der sie startete (http://rtmark.com/gwbush1) und auch die interessanteste (http://rtmark.com/gwbush) Version ist mittlerweile nur noch gespiegelt zu sehen. Eigentlich hatte man die Domain für 350.000 Dollar George angeboten, nachdem er eine einstweilige Verfügung gegen die erste Version erreicht hatte, nur der wollte irgendwie nicht so richtig, liess dafür aber alle möglichen Domains reservieren, um nicht noch so eine Panne zu erleben. (Kleines Beispiel – http://www.bushsucks.com führt auch zu ihm, na wenn das mal keine Ironie ist.) SPEZIAL – SEARCHTERMVOYEUR (http://www.fireball.de/voyeur-fireball.fcg) Ein wirklich interessantes Script, was sich die Gruner+Jahr Suchmaschine da ausgedacht hat. Viel besser als diese gefilterten Top-50 Statistiken von http://50.lycos.com.

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SERVER 13 Marcus Hauer und Anne Pascual [server@schoenerwissen.de] MODE ö MAGAZINE TOMATO GANZ SCHÖN (http://www.bigmagazine.com/tradition_addition/TOMATO/big-2.html) Sieben wunderschöne minimalistische Spielereien von Tomato, die ich ja eigentlich nicht so mag, doch hier gefallen sie einem irgendwie doch. In diesem Extra zur Printausgabe des Big Magazine 26 mit dem Thema Tradition geben sich die Underworld-Headbanger wirklich Mühe zu überzeugen. Hat sie wahrscheinlich nur einen Tag Arbeit gekostet, aber wie man sagt, ist ja weniger mehr. Purism. NEW SHOES EVERY DAY (http://www.centuryinshoes.com) Mysteriöse Marketingsite, die aber im Detail wirklich ansehnliche bzw. skurile Bilder und Filme hat, von Nike-Werbung aus den Siebzigern bis zu Aerobicvideos und anderen Sauereien gibt es hier einiges zu sehen. Die Schuhmodelle an sich sind nicht sonderlich spannend, sind auch nur für die Damen. Kennt man ja. LILA MODE (http://spill.net/purple) Das advancte Mode/Prosa/Kunst Quartalsbuch aus Paris, hat leider seit der ersten Ausgabe die Seiten nicht mehr geupdated. Ansonsten ist das ein sehr schöner Ansatz, vielleicht auch mal wieder neu. Bald. MODEHINTS (http://www.hintmag.com) Auch schon länger am Start, das etablierteste Fashion-Online Mag aus New York, mit vielen Texten und aktuellen Fotostrecken mit Interviews der einzelnen Designer. Die VIP Rubrik Jetsetera ist so eine Art Fotoalbum zwischen Falten, Drogen und Nylon-Anzügen. JAPANISCHER LIFESTYLE (http://www.coolgirlsjapan.com) Dass Japan ja immer ein wenig schräger ist als alles andere sieht man auch hier wieder ganz klar, obwohl das schon eher eine Online-Version von sagen wir mal der deutschen MAX ist. Vom Japanese Super Girl Seiko Matuda, die in Japan so etwas ist wie Madonna (behaupten sie zumindest), bis zum Tokyo-Führer und Interviews gibts hier alles für den japanischen Mainstream. MODE – MARKEN EROTISCHER CATWALKFAKE (http://www.erotokritos.com) Eigentlich ein kleines schönes Label aus Paris, keine besondere Seite. Wenn da nicht diese spektakulären Fotomontagen mit gebastelten Laufstegen wären. Süss. LKW MODE (http://www.freitag.ch) Nicht mehr wirklich hip, die Freitag Tasche aus der Schweiz, und doch ist es die echte iTasche. Im live-web-shop kann man zuschauen wie die Taschen produziert werden, und wenn einem das Stück LKW-Plane gefällt zuschlagen, und bekommt so ein viel cooleres Stück als im Laden. Prima. Skim (http://www.skim.com) gehören irgendwie mit Freitag zusammen, denn auch die Seite hat Live-Webshop, nur sieht man hier keine Individuals. Schade. PAPER-FASHION (http://www.stoneisland.com) Mailänder Seglerausstatter, der mittlerweile zum Streetwear Label geworden ist. Schöne Seite mit komplettem Katalog, und netten Features. So kann man z.B. nach Kleidung suchen, die man in einer bestimmten Ausgabe eines Magazins gesehen hat. Die Spannbreite der Materialien reicht von Papier bis zu rostfreiem Stahl und wieder zurück. Wetterfest. OPENING SOON SEIT ZWEI JAHREN (http://www.prada.com) Wenn man zu viel Geld verdient, brauchen auch die Agenturen länger einem das richtig fette Produkt aufzudrängen. Oder wartet Prada auf Netscape 6. Unter http://www.netscape.com/download/previewrelease.html gibt das als Download.

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SERVER 14 Ohne den leisesten Hintergedanken, merkt man mal wieder, dass man mit Microsoft nur Pannen erlebt, denn wer benutzt schon Outlook Express und Windows zusammen. Ansonsten konnte der Lovebug ja gar nichts, wirklich gar nichts anrichten. Dann gab es noch diese kleinen Start-Ups von http://www.hugkiss.com, denen der kleine Fehler unterlief auch Mails mit dem Titel ‘I Love You» zu versenden, und es sich so mit allen zu versauen, die wohl ihre Seite mal anklickten. Mal abgesehen davon, waren die Programmierer des Programms Phillipiner, den man auf Manila nicht hinter Gittern halten konnte, weil es kein Gesetz gegen das Verbreiten von Viren gab. Noch ein Grund für die Aufteilung in handliche Häppchen von Bill Gates. Und über Metallica brauchen wir ja hier nicht zu reden. Glück gehabt. Unschön auch der Terror bei der de:Bug eGroup Webviews, wo man irgendwie dachte seinen ganzen Agenturfrust durch die Leitungen schicken zu müssen. Wir warten immer noch auf ernsthafte Vorschläge für Reviews. Danke. Schön diesen Monat ist auf jeden Fall http://www.sissyfight.com, ein Multiuser-Game von http://www.word.com ins Leben gerufen. Ihr seit dabei ein Schulmädchen, welches sich mit anderen messen kann und soll, wobei es entscheidend ist, dass ihr mit anderen kooperiert. So habt ihr z.B. die Möglichkeiten zu kratzen, zu petzen oder auch ganz wild am Lolly zu lutschen, um Energie zu tanken. Eure Spielfigur ist natürlich individualisierbar, und über Highscorelisten könnt ihr euch plazieren. Ansonsten ein wenig teurer Spass im NetBaby-Style (auch neu und geupdatet http://www.netbabyworld.com) wenn man keine Flatrate hat, und ständig auf die Uhr guckt. Beim Thema Streaming gibt es jetzt den ersten deutschen Internet-TV Sender http://www.tv1.de, wobei das eigentlich jpeg-Radio heißen müsste, vielmehr als ein Bild mit Ton ist das nämlich nicht. Da wird man wohl mit der Konvergenz noch warten müssen, bevor man Jürgen Fliege on Demand haben wird. Bei RTL2 klappt das mit http://www.bigbrother-haus.de schon viel besser, nur wer will das schon. Der countdown läuft und sorgt allein deshalb für Spannung, am 30. Juni eröffnet die EXPO 2000. Unter http://www.expo2000.de kann man sich bereits überzeugen, wie statt an Visionen zu basteln, eine traurige und gar nicht risikobereite Hightech- Wirklichkeit präsentiert wird. Das grosse Versprechungen und hohe Ansprüche leicht enttäuscht werden, kann passieren. Erstaunlich nur , das das Netz nicht mal die naheliegende Modellfunktion in sich hat, sondern nur als langweiliges Präsentationstool genutzt wird, in dem man die üblichen Infos zu Teilnehmern und Pavillons mit hübschen kleine Bildern und Texten abrufen kann. Wer meint, dass man hier Netzprojekte/- Anwendungen, also Beispiele für die Zukunft findet, irrt. Da gibt es ein online Diskussionsforum mit dem nicht sagenden Titel ‘global dialogue», oder einen 3D Rundflug über das EXPO Gelände, den ich leider nicht machen konnte, da er nur am PC funktioniert. Das alles ist konventionell dargestellt und gar nicht Expedition Zukunft. Verschlafen. Das strangeste ist noch die Möglichkeit der Namensreservierung für Straßen und Plätze, wie wärs mit de:Bug-Allee? Nicht viel anders zeigt sich der Millenium Dome http://www.dome2000.co.uk. Wenigstens bekennt man sich hier offensichtlich zum Freizeitparkprinzip, und es kann ja auch ruhig mal bunt und lustig zugehen. Aber das niemand bei dem Budget daran gedacht hat, etwas mehr als nur flashige smarties brav anzuordnen, ohne eine Atmosshäre dieses legendären Unternehmens rüberbringen zu können. Stattdessen wieder nur die praktischen Tips, der obligatorische Shop und den dome in 3D. Immerhin kann man zwischen verschiedenen Perspektiven wählen, also ob man aus dem Taxi, von einem Schiff aus, oder aus der Luft darauf schaut. Wow. Nicht wirklich die Feier des neuen Jahrtausends, aber das fängt ja auch gerade erst an, vielleicht sollte man einfach solche Titel verbieten. CHARTS mit David Opp,, New York www.day-dream.com Wahrscheinlich dachte er für eine Musikzeitung braucht man Muskicharts, auch mal schön. Webrocking. 1. carcass [one of the best bands ever] 2. today is the day “in the eyes of god” [one of the best albums released in 1999 [track 9. argali] 3. brutal truth [another great band that no longer exists] 4. discharge [i got nothing to say] 5. rabies caste “for the vomiting tractor drivers” [another great album released in 1999, no comment about the title] 6. neurosis “souls at zero” 7. om kolthom 8. lard [its lard!] 9. gong [maybe the best band ever?] 10. black sabbath mixed with brum & bass by dj E.

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SERVER Marcus Hauer/Anne Pascual [server@schoenerwissen.de] GENERELL Die VR China baut sich ein eigenes Linux-Betriebssystem, und unser aller liebstes Sorgenkind Microsoft ist sauer, was bei den vielen Chinesen, die ihnen die Konzernbilanz versauen, durchaus zu verstehen ist. So stellen wir uns Globaliserung vor. Auch Apple wills nun endgültig wissen und bringt uns mit iTools die volle Bandbreite an Internet-Kommunikationsoverload, für all die bunten iMacs ein wahres Fest. Im Spielzeugkrieg (www.toywar.com) wird es nun bald auch eine Entscheidung geben. Dann wird man sehen, ob ihr euch auch eure eigene Domain, einmal selbst abkaufen könnt. Für eine halbe Million Dollar ist das doch ein schöner Spass. Das Weihnachtsgeschäft hat man eToys wohl auf jeden Fall kaputt gemacht. Desweiteren könnt ihr jetzt etoy.POINTS (eine Art digitaler Treuepunkt) kaufen, um die Sache der Selbstbestimmung zu unterstützen. Ausserdem gibts die ganze Merchandising-Schiene vom T-Shirt bis zur Tasche und für ganz viel Kohle bekommt ihr einen echten Container. Ob mit Ethernetanschluss wissen wir jetzt auch nicht. Dunkel. ESSENTIELL Was es so gibt es an netten Informationsknoten, durch uns ein wenig aufbereitet und ausgewählt. www.word.com Hat jetzt nichts mit eurer Lieblingstextverarbeitung zu tun, passt insofern auch ganz gut zum eToys vs. etoy Thema. Ist aber eigentlich ein sehr nettes Webzine (so sagte man mal zu Zeitungen, die nur im Netz erschienen, lustig dies). Ansonsten sehr viel Kunst und Spass, z.b. Pixeltime, ein Online-Malprogramm oder eine Jobvorstellung, bei der jemand einen Text über den von ihm schon jahrelang tapfer ausgeübten Beruf schreibt. Genau. www.ethernaut.com/zine Skuriles Magazin, mit halbpoetischen Texten und einem wirklich witzigen Namen (squiffy ether jag). Ansonsten muss man da schon selbst mal schauen, weil es wirklich schräg zugeht. Auch sehr witzige Reviews von Hilatron. Esoterisch. www.bornmag.com Moderne Design- und Literaturschmiede mit Referenzen an Macromedia und Dogma – wenn das kein kreativer Whirlpool ist, in dem man leicht ertrinken kann. Ganz so wild und schaumig ist es dann doch nicht, denn es ist sehr amerikanisch gestylt. Wer braucht schon Flash-Gedichte und Reviews die auf ruckeligen Layern herangeflogen kommen, die nicht mal gedruckt werden können. Und überhaupt – das Impressum auf die Homepage zu pasten ist nicht gerade understatement. www.tricom.no/sabre Sehr schön gestaltete nordische Seite, mit dem vielversprechenden Titel Çarchitects of a loving tomorrowÈ, pro Ausgabe von Sabre werden zwei Personen interviewt, die irgendwas mit Netz zu tun haben. (Rein zufällig ist diesmal auch jemand vom Born Magazine dabei.) Frei nach dem Motto: wir unterhalten uns mal über HTML und warten mal obs interessant wird. Da hier meist auch Frauen mitreden (und da Frauen ja anscheinend nicht über Technik reden!?) wird es nicht zu einem überstrapaziertem Technologiegetexte. Freut uns. www.nachdemfilm.de Heisst so, weil es um die Debatten geht, die nach dem Film beginnen. Klar. Oder starten wir gerade in eine Ära Çnach dem FilmÈ? Wohl kaum, denn so wie hier Filmkultur betrieben wird, passiert das im Planquadrat von Katastrophe und Feminismus. Und das scheint zu funktionieren. Auf jeden Fall auch wegen des hübschen Designs von Nana Rausch (Visit our small world). Unter http://www.soapmachine.de (auch von N. Rausch, deshalb!) gibt es eine modulare Soapopera, die die Essenz aller bisherigen geseiften Formate entblösst. Zutaten: Romance, Love, Trouble, Danger, Frustration, Hobby. Das könnt ihr wie ein Cocktail mixen, und dabei zuschauen wie Suzie und Jack eure besten Freunde werden. to be continued. SPEZIELL Was möglich ist, und was dennoch kaum zu glauben ist, für Geld aber machbar? http://www.hellobaby.com lässt aus Spermien Kinder werden und das so einfach, ganz nach Wunsch. Anonyme Spender sind günstiger zu haben, als die mit Foto und Highschoolabschluss. Auch am Wochenende wird geliefert. Und woran erkennt man das Mindesthaltbarkeitsdatum? POTENTIELL The Top 100 Emerging Generic Toplevel Domains (gTLDs) space 3213 / web 2813 / art 1344 shop 1251 info 929 sex 913 zone 854 design 794 music 779 firm 766 media 748 travel 735 online 624 inc 614 arts 468 mail 447 home 436 ltd 423 mag 422 bank 417 usa 415 world 414 x 409 2000 404 corp 397 news 393 free 389 fuck 381 service 373 family 372 games 364 cam 361 casino 356 auction 353 asia 352 fun 350 mall 350 cafe 348 law 352 love 346 hacker 341 internet 338 market 334 jam 333 cat 328 zero 328 consulting 326 city 324 radio 324 wine 323 sports 323 software 323 fax 320 channel 319 club 319 sale 318 hole 317 time 313 graphics 313 game 313 network 313 4u 312 film 311 europe 311 lab 309 4all 310 trade 307 irc 306 site 305 host 305 one 305 school 305 power 305 magazine 304 computer 304 group 302 systems 302 girl 302 moon 300 show 300 watch 300 books 299 commerce 299 productions 299 tech 298 now 296 med 295 solutions 295 agency 294 nyc 294 red 293 soft 293 shoes 292 pub 292 box 291 insurance 290 cool 290 etc 290 computers 289 photo 289

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S E A R C H T E R M S topten 07.99 copyright all knight systems www.searchterms.com this last term 01 01 mp3 02 03 hotmail 03 02 sex 04 07 pokemon 05 10 britney spears 06 04 warez 07 new ebay 08 06 yahoo 09 new maps 10 new anna kournikova Microsofts Hotmail Email-Service ist wichtiger als Sex, ist das jetzt gut oder schlecht? Eigentlich ist ja Bill der Schwerenöter, der nach Anna Kournikova sucht, weil er ihr in Wimbledon nicht unter den Rock gucken konnte. Wer nach Karten (maps) sucht, hat definitiv noch nicht den Urlaubsort seiner Träume gefunden. wir auch nicht. P R E V I E W Selten bleibt man gern allein. Spielen ist lustige Kommunikation. wenn man so richtig in die Tasten haut, das Keyboard anfängt zu tanzen und der Monitor Purzelbäume schlägt, das steigert die Lebensfreude ungemein. die Agenturen haben ihre Playstations gelangweilt in die Ecke geworfen und sich selbst ausprobiert. So gibt es einige Bonbons, wenn es draussen zu heiss ist und die Sonnenallergie euch wie einen Supermario/-Marie aussehen lässt. R E V I E W S www.curlicue.com/snowing Was den Ehrgeiz gleich mal weckt, ist die Personenangabe für den Highscore, wer will seinen Namen denn nicht mal in einer TopTten stehen sehen?!Schön designtes Spiel mit Winterflair und Heldin (?), die eine super Pudelmütze trägt, nur ihre Schuhe sind weder Moonboots noch Plateau. Das einzige, was man machen muss, ist den Mund aufsperren, und in 60 Sekunden, so viele Schneeflocken wie möglich zu verspeisen. Das kickt. Rekord -> 48 Stück. www.netbabyworld.com Ein schwedischer Mikrokosmos, mit den Bewohnern digger, Ninja, Slacker, Copernicus, Pekka und Monique. Es empfiehlt sich die Biographien der Freunde durchzulesen, dann werden sie einem erst richtig sympathisch. Dann gibt es da noch einen feinen Übersichtsplan der Nettown mit Artischockenfeld, Strand etc, eben alles was eine ideale Welt ausmacht. Am Ende seit ihr ein Netbaby geworden und könnt euch die obligatorischen Icons für den eigenen Kosmos runterladen. Wir können gar nicht entscheiden, welches Spiel uns das liebste ist. Aber Digger beim Hi-Jump ist wirklich süss. Wie er so anläuft mit siegesgewissem Lächeln und dann doch wegen unserer schlechten sportlichen Leistung nach dem Absturz heftig weint. Die Eltern dieser Artgenossen http://www.acne.se wollen gern simpel on the net sein. Das lässt sich auch an den Charts ablesen, die nach den ersten drei Plätzen relativ merkwürdig werden. Aber sei es drum, feine seite dennoch. www.nivea.de/suncompass/pong.htm Fast schon ein Klassiker: Nivea Tennis. Je nach körperlicher Verfassung kann man schneller oder langsamer die Vorhand zum besten geben. Nachdem Boris nun auch endlich abgetreten ist, brauchen wir ja Nachwuchs. Wer die Sekretärin von Nivea zu schlagen versteht, ist auf jeden Fall potentieller Kandidat. Schönen Sommer. E X T R A fals.ch Neues Unterlabel von Mego, was ausschliesslich mp3 rausbringt. Wirklich zu empfehlen. Komplette LPs. Toller Domainname. C H A R T S Fredrik Josefsson, http://www.acne.se www.acne.se www.eboy.com www.sanrio.co.jp home.bip.net/jerra/fransohaiko www.wcug.wwu.edu/~narf/dolp www.nysse.com/uggla.html www.destard.com/paladins/menu.html

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#04 Für De:Bug September 99 marcus hauer, yuko@khm.de anne pascual, miumiu@khm.de S E A R C H T E R M S topten 08.99 copyright all knight systems www.searchterms.com this last term 01 01 mp3 02 02 hotmail 03 03 sex 04 06 warez 05 08 yahoo 06 new snes roms 07 05 britney spears 08 04 pokemon 09 07 ebay 10 new chat P R E V I E W Der Alltag hat viele Gesichter. Wenn man sich selbst aber dabei zusehen kann und sich auch noch amüsiert, ist alles halb so schlimm. Wer dennoch was Besonderes braucht, sprich Luxus: http://www.colette.tm.fr R E V I E W S www.zx26.com Japanische Kommunikation trainieren, oder zumindest die Aussprache (www.zx26.com/sp.html), noch nicht mal den Content, aber immerhin. Hier lernt man, was sich hinter den wunderbaren Schriftzeichen verbirgt. ein süsses Stimmchen regt zum Nachahmen an, und wer fleissig übt, bekommt ein Tekka Maki zum Nachtisch. Was sonst noch geboten wird? Ein Apache-Cockpit, das uns ein bischen Sorgen bereitet hat, und Gratisfont fuer Japanfans (fuer mac und dose). www.home.earthlink.net/~pnyc/ Bildergeschichten sind wie eine Reise, nicht wie Comics, oder wie Fotoromane, irgendwie selbstverständlicher. Diese aber ist umso witziger, weil sie Momentaufnahmen des Alltags beimischt, wie man sie manchmal in Träumen verarbeitet. Das kennt man doch. Das die Figuren und Environments der Geschichte so wahnsinnig lustig daher kommen, zeigt nur, wie komisch die Realität tatsächlich ist, aus der sie entnommen sind. Feine gifs, die dir den Spiegel vorhalten, und du denkst auch noch, du wuerdest anders sein. Alle Style-Indexe beachtet, reicht das Repertoire von Sushi und Powerbook bis Playstation. Visit our small world. Ironie des Alltags. Wer Hopper und seine amerikanischen Visionen kennt, fühlt sich schnell daran erinnert, nur das hier statt der Tragik die Komik siegt. www.eboy.com/pages/works/vectors/vectors_01.html Richtet euren Blick auf Gesichter, mal abgesehen von den Playgirls. Diese Vektoren-Portraits stammen aus dem gleichen Umfeld wie Nana Rauschs Small World. Das Authentischste ist auf jeden Fall Peters Pickelface. DoesnÕt matter. ZE X T R A www.bahn.de Das muss einfach mal sein, wo sich doch sonst alle über die Deutsche Bahn aufregen. So geht es eben viel beqeumer mit der Auskunft und ohne unangenehmes Bahnpersonal. Tolle Funktionalität, inklusive Java-Kalender und personalisiertem Verbindungsfahrplan in praktischem pdf-Format. Übrigens: Verspätungen machen Spass, wenn man so wie wir vom Thalys 89DM zurueck bekommen hat. C H A R T S ian warner, http://www.robotnikdesign.de www.vpro.nl/data/3voor12/layout/index.shtml www.grappa.net www.eboy.com www.typospace.com dmc.sfc.ne.jp/ www.warp-net.com/ arc.pmall.ne.jp/sanrio/

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S E R V E R GENERELL Mancherlei Ding dreht sich im Kreis. Wir kennen das vom Mond und von der Sonne, wobei das zeitweise recht dunkel sein kann. Ja, und nun stellen wir uns vor, wir könnten die Datenautobahn als Geisterfahrer benutzen (ganz im Zeichen des 2000-Bugs). Dabei würden wir sozusagen IP-Nummern gegen den Strich lesen und überhaupt wäre alles viel bunter und schöner. Leider ist das nicht so einfach wie ein U-Turn, sonst würde doch täglich jemand Hotmail hacken und wir würden uns fragen, ob G4 und P3 irgendetwas mit Schach zu tun haben (P gibt’s doch da gar nicht, oder?). Warum geben wir uns also doch täglich der Gefahr hin, Zeit für Langweiliges zu verschenken? – Mehrwert muss sein. Denn Information, die keine medialen Hochleistungen für Augen und Ohren mit sich bringt, kann schon mal im do/while des Kreises stecken bleiben. Diesmal ohne Searchterms. ESSENTIELL Die Orte der Kunst haben es nicht leicht in der Schwerelosigkeit. Kunst ist es sonst gewöhnt, sich im 3-Dimensionalen zu entfalten und im besten Fall anzuecken. Warum also doch den Blick auf die Kunst werfen? Weil es auch kleine Überraschungen geben soll… und es nicht um Ersatz, sondern um Ergänzung geht. Be careful: Kunst im Netz heisst nicht Netzkunst. Leider. www.fastforward-k-haus.at Schade, so vielversprechend der Titel der längst vergangenen Ausstellung klingt, so vertan ist diese Chance, den Crossover zu feiern und ihn auf einer Site zu leben, statt ihn zu theoretisieren. Lauter tolle Namen (CDG, Miyake, Chalayan, Purple, W.&L.T….) oder No-Names, die sich ihren Ruf aber schon reserviert haben. Hier gibt es offenbar keinen Ehrgeiz, mehr als nur den Katalog-Content wiederzugeben; Ausnahmen sind die zwei Mini-Mini-Videos einer Ralf Simons Show und die Sachen von Jeremy Scott. Ansonsten: Langweilige Flash-Movies, die aussehen als hätte der Macher zu viele Bungalow-Platten gekauft. Wo bleibt die Freude am Detail und die Nähe zur Inszenierung? Schliesslich ist Mode selbst ein Medium und zugleich immer schon auf die richtige Präsentation angewiesen. Tja, angewandt zu sein ist nicht immer einfach. remote.aec.at/history Das Schöne ist, dass Semiotik nicht länger Wissenschaft, sondern in Wirklichkeit Pop ist. Mit Piktogrammen kann man die Welt deuten und erleuchten. Das dachte sich auch Vuc Cosic bei seiner “History of Art for Airports”. Glanzlichter der Kulturgeschichte werden so konserviert, dass auch unsere Kinder bei einem Ausflug auf die Erde noch wissen, was ein Warhol ist. Bedeutet das international cannibalism sign, dass es jetzt bald auf jedem Flughafen einen Menschenmetzger geben wird, der die Bösen von den Guten trennt? Wir sind gespannt auf Volume II. www.easylife.org/desktop Wer träumt nicht davon den Schreibtisch von Steve Jobs zu sehen? Das kann man hier zwar auch nicht, dafür aber Feldforschung betreiben oder neue Systemtheorien entdecken. Mittlerweile ist doch der Desktop mindestens genauso ein Intimbereich wie der Kontoauszug. Diese Screenshots geben nicht nur Auskunft über die schwerwiegendsten Fragen (wie nenne ich meine Festplatte, welches Icon zu welchem Hintergrund, kurzum: wieviel Geschmack bzw. Ausdauer habe ich), sondern auch, ob der Computer mein Sklave oder Freund ist. SPEZIELL www.cyberden.com/sleeves/ Für die, die noch mit 5.25 Zoll Disketten Spass hatten. Die definitive Fetisch-Site. POTENTIELL Tips und Kommentare von Anton Kurtz, projecta9.com www.tricom.no/sabre/ Great design. Great interviews. www.shift.jp.org The center of the universe. start.at/neuralgi A beautiful site. Soon to be relaunched. kaliber10000 k10k.net Tight look and updated every week. uploading.com Get your dose! Monthly! futurefarmers.com Never fails to please. Ever. (see also: nutrishnia.org, coming in September) www.slrp.com Nice strong graphic design and dirty code look. www.module8.com One of the new Scandinavian kids. Hot. smallprint.net More great work from the North. (see also: http://www.netlife.fi/users/saksi/ for more Scandinavian design) 12fire.com Great images/typography. German! shortfest.com New digital short film design site. Up in November.

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S E R V E R november 99 Marcus Hauer/Anne Pascual [yuko@khm.de/miumiu@khm.de] GENERELL Das kurzzeitig für tot erklärte Projekt http://www.jodi.org blitzt und donnert nun doch wieder, egal ob es dem Provider gefällt. Dem waren die Fenster ein wenig zu schnell über den Screen getanzt Ð der Arme. Nun wissen wir, dass Microsoft nicht schuld sein will und kann, am Hotmail-Hack natürlich. Also keine Web-Based Email mehr lesen, auch wenn keiner sich für eure Mails interessiert. Als Statement, Prinzip oder Überreste politischen Bewusstseins. Soll heißen -> weiterhin flexibel bleiben und sich alle Türen offen halten und die Steckdosen suchen, solange es noch Licht gibt. ESSENTIELL Diesmal bunt gemischte Aktualität und Historie Ð kein roter Faden sozusagen. www.warprecords.com Warp feiert die ersten 10 Jahre und präsentiert sich in echtem Milka/Warp-Lila Outfit, natürlich mit Designers Republic (www.thedesignersrepublic.com) Unterstützung. Hier gibt es schon alle drei LPs vor Erscheinen(11/10/99) zu hören, einen Real Audio-Mix und Screensaver für Mac und PC. Den wir wirklich jedem empfehlen können Ð sehr schön geworden. www.wip3out.com Und schon geht’s weiter mit Designers Republic, zum Schwerelos-Rennspiel Wipeout ist diese Site erschienen. Offenbar hat man bei DR nun Spass daran, Screensaver zu produzieren, kann man natürlich verstehen. Auch an Schreibtischhintergründe haben sie gedacht. Ansonsten gibt’s Screenshots, Quicktimes und Teambeschreibungen. Den Soundtrack bekommt hier niemand zu hören, was ja eigentlich auch besser so ist. Bis auf’s Spielen ist alles bis ins Detail nachvollziehbar. Gut. www.io360.com/v4/yo/iogami Origami-Klassiker von i/o 360¡, den man aber immer noch für kalte Herbst-, bald auch Wintertage empfehlen kann. Zum Nachbauen gibt’s vier Modelle, recht schwierig für Anfänger wie uns. Vielleicht könnte ja das neue Maskotchen De:Buggy aus Papier sein, zwecks Nachfalten in der De:Bug. War nur so eine Idee. www.amaze.co.uk/noodlebox Shockwave-Seite von Danny Brown, der vom Nudelessen bei Amaze nur noch Shockwave denkt. Hinter jedem Bauklotz verbirgt sich ein fliessendes, springendes, spielerisches Etwas zum Anfassen oder Spielen. So richtig spannend ist das allerdings nich. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Spielkiste bereits ein Jahr alt ist. Danny Brown könnte es ja mal mit Reis probieren. www.3dkonto.de Weniger als nichts soll es kosten, dass HypoVereinsbank-Konto für den jungen Pfennigzähler im schicken Spätneunziger-Style. Volle 50 Pfennig pro Transaktion bekommt man da, wenn das mal nicht zum Leben reicht. Und Scientology freut sich auch. SPEZIELL www.peterlanger.de Eine Art Foto-Tagebuch, wobei Herr Langer verspricht, dass er jeden Tag neue Kleider zu bieten hat (New clothes every day.). So bleibt von einem Tag ein einziges Bild übrig, und wenn man es nicht fotografiert hat, hat es jemand anderes. POTENTIELL Jeremy Abbett, http://www.fork.de www.visualmuzic.com www.thesquarerootof-1.com www.ioresearch.com www.digital-arts.co.uk www.newsmaps.com www.yugop.com www.curlicue.com dbn.media.mit.edu www.tomotomo.com literat.ure.org

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