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Philipp Rhensius
 
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5.02.2010 | 14:29
 
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Deep Search – Politik des Suchens jenseits von Google

Buchpräsentation und Diskussion im Kreuzberger b-books

Seit Jahren besteht ein Konsens darüber, dass das jederzeit verfügbare Internet bis heute ein enormes Emanzipationspotential besitzt und die Chancen der demokratischen Teilhabe an fast allen Informationen dieser Welt höher sind als je zuvor. Doch gerade die Tatsache, dass zur täglichen Bewältigung der riesigen Datenflut Suchmaschinen-Giganten wie Google unabdingbar sind, weist auch auf die Risiken hin, die diesem System inhärent sind. Denn erstens sortiert Google – statt etwa nach der Qualität der Informationen – nach der Häufigkeit der Klicks, und zweitens können große Unternehmen auch immer zu Spielbällen politischer Strategien instrumentalisiert werden, wie zuletzt in China zu beobachten war.

Diesem Thema und der Frage nach alternativen Möglichkeiten der Informationssuche widmet sich die Diskussion und Präsentation des unter dem Titel “Deep Search” des im World-Information Institut erschienen Buches. Mit Gästen wie Mercedes Bunz oder Thomas Macho, Professor für Kulturgeschichte an der HU Berlin verspricht der Abend im Kreuzberger Buchladen b-books ein sehr aufschlussreicher zu werden.

5. Februar 2010, 21 Uhr
b_books
Lübbenerstr. 14, 10997 Berlin

Diskussionsteilnehmer/innen:
Konrad Becker, World-Information Institute, Wien
Mercedes Bunz, The Guardian, London
Thomas Macho, Humboldt-Universität zu Berlin
Kirsten Wagner, Humboldt-Universität zu Berlin


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A.F.
 
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2.02.2010 | 15:10
 
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Transmediale.10 // FUTURITY NOW!

Vom 2. bis 7. Februar gibt das Namensschwester-Festival des CTM in Berlin der Zukunft ein Zuhause

Die diesjährige Ausgabe der Transmediale versucht die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuheben. Laut Programm ist “Futurity”, also “Zukünftigkeit” ein Konzept, das untersucht, was “Zukunft” als “bedingendes kreatives Vorhaben” sein kann. Als gedankliche Ausgangspunkte dienen die technologischen, ästhetischen und politischen Bedingungen von Zukunft, kulturelle Identität und – genauso wichtig – Integrität. Wissenschaftler, Autoren, ökonomische Avantgardisten, Futurologen und Philosophen diskutieren die ambivalenten Aspekte moderner Technologien und fragen nach zukünftigen kulturellen Praktiken, fokussiert auf deren soziale und gesellschaftliche Anwendung. Mit Bruce Sterling, Richard Barbrook, Conrad Wolfram und vielen mehr.

Dazu aktuelle künstlerische Positionen in Form von Kurzfilmprogramm und der Ausstellung Future Obscura. Gleich mehrere Premieren wichtiger Werke internationaler Künstler, darunter Ryoji Ikeda, Zilvinas Kempinas und Julius von Bismarck, werden nicht nur im HKW, sondern auch im öffentlichen Raum zu sehen sein. Unter anderem verwandelt sich das Haus der Kulturen der Welt in einen temporären Echoraum für den “Longplayer”, einem algorithmischen Musikstück, das mal eben 1000 Jahre andauert und sich dabei niemals wiederholen wird, entwickelt und komponiert vom ehemaligen Pogues Mitglied Jem Finer. Nach der Verleihung des Vilém Flusser Theory Awards am 06.02. trifft man sich bei der von Transmediale und CTM gemeinsam organisierten Award Aftershow Party im WMF. Am Ende wird die Frage, ob die Zukunft “eher Prozess ist als Bestimmungsort” (Bruce Sterling), mit Ja beantwortet werden.

www.transmediale.de

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waldt
 
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1.02.2010 | 18:34
 
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Falsche Twitter-Freunde zu Ramschpreisen

Unser Foto des Tages


Foto: bp6316 is alive

Auch das Geschäft mit Twitter-Followern auf eBay steckt in der Krise:

So liegt der Preis für einen Twitter-Follower inzwischen bei unter einem US-Penny, während 2009 durchschnittlich 0,25 Dollar dafür bezahlt werden mussten. “Interesse an einem solchen Service kann eigentlich nur der Marketer haben, der sich mit dem Grundverständnis von Social Media nicht auseinandergesetzt hat”, so David Nelles, Corporate Communications bei der Beratungsfirma virtual identity.

Klartext: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um sich mit Followern satt zu Ramschpreisen einzudecken! 1.000 Stück für Siebenfuffzig! Ist doch geschenkt.

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“Esemplasticism: The Truth is a Compromise” versammelt Künstler unter dem Dach des CTM

Opening am Freitag 29. Januar im SPA 2 in Berlin

“Verlieren wir in der Betrachtung von Millionen von Pixeln den Blick für das eigentliche Bild und damit den Begriff für die übergreifende Bedeutung?” Das glauben wir zwar nicht. Aber wenn selbst Frank Schirrmacher (siehe De:Bug #139) sich darüber Gedanken macht, dann darf man gerne mal entschlossen nachfragen. Der temporäre Austragungsort SPA 2 wird vom 29. Januar bis 27. Februar mit einer Ausstellungsreihe des Medienkunstraums TAG aus dem niederländischen Den Haag zum ultimativen Frage-Schauplatz.

Als Teil des CTM-Festivals präsentieren die Kuratoren unter dem Titel “Esemplasticism: The Truth is a Compromise” eine Gruppe junger internationaler Künstler, die sich in ihren Werken mit der menschlichen Wahrnehmung und der strategischen Vernetzung der Einzelsinne auseinandersetzen. So beschreibt die Idee des “Esemplasticism” die “Fähigkeit des Gehirns, einzelne Informationen, die gesehen, gehört oder gefühlt werden zu einem ganzheitlichen Sinn zu verbinden.” Gezeigt werden raumbezogene, Installationen, die Ton, Geräusch und Musik, alte und neue Technologien, sowie Video und Projektion einbeziehen.

Öffnungszeiten:
29. Januar ab 19:00 Uhr (Eröffnung)
30. Januar bis 7. Februar von 15:00 bis 21:00 Uhr
08. bis 27. Februar (Mittwochs bis Samstags) von 12:00 bis 17:00 Uhr

Ort:
SPA 2 /Temporärer Ausstellungsort
Spandauer Str. 2
10178 Berlin

Eintritt: 3 EUR

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A.F.
 
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25.01.2010 | 17:09
 
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Das CYNETART-Festival geht im November 2010 in die 14. Runde

Öffentliche Ausschreibung: Noch bis 28.02.2010 können Künstler ihre Arbeiten einreichen

Das CYNETART-Festival, eine der profiliertesten Veranstaltungen für computergestützte Kunst, feiert im Spätherbst dieses Jahres seine 14. Ausgabe. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in der Integration der Disziplinen Kunst, Wissenschaft und Medientechnologien. Präsentiert werden dabei dezidiert medienübergreifende Projekte, die unsere digitale Gegenwart reflektieren.

Alle zwei Jahre schreibt die Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. den internationalen CYNETART-Wettbewerb aus. Durchschnittlich 1000 Bewerbungen aus ca. 35 Ländern sorgen für eine hervorragende Auswahl. Bis zum 28.02.2010 können Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergruppen ihre Konzepte und fertigen Werke einreichen. Gesucht werden kreative, konzeptionelle und performative Arbeiten, die digitale Technologien integrieren. Die ausgewählten Projekte werden im Rahmen der CYNETART vom 11. bis 21.11.2010 dem Publikum vorgestellt. Eine international besetzte Fachjury entscheidet außerdem über die Vergabe der Hauptpreise: den Förderpreis für eine Projektrealisation in Höhe von 10.000 EUR sowie ein Artist-in-Residence-Stipendium, das monatlich mit 1.000 EUR versüßt wird. Das Anmeldeformular steht auf der CYNETART-Homepage zum Download bereit.

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Philipp Rhensius
 
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21.01.2010 | 22:00
 
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Zum 60. Todestag von George Orwell

Big Brother is watched by you

Als Autor eines der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts prägte George Orwell mit “1984″ nicht nur die Ideen vieler Kulturpessimisten und Verschwörungstheoretiker, sondern gleich die einer gesamten Generation. Der Engländer hätte es wahrscheinlich nie für möglich gehalten, dass der Titel seines populärsten, im Jahr 1949 erschienenen Buches zu einem der am semantisch aufgeladensten Wörter des westlichen Kulturkreises avanciert. Doch genauso wie die gesellschaftliche Bedeutung von “1984″ zugenommen hat, so hat auch die Willkürlichkeit der Begriffsverwendung, ganz im Sinne der Postmoderne, ungeahnte Ausmaße angenommen.

Es ist bekanntlich sehr einfach, jede neue Entwicklung der zurecht kritisierten Sicherheitspolitik als weitere Bestätigung der Orwellschen Dystopie anzusehen. Aber auch wenn der Schriftsteller in vielen Dingen glücklicherweise Unrecht behielt, so sollte doch dem aufmerksamen Zeitgenossen die sicher ironisch gemeinte, aber unreflektierte Verwendung des Begriffs Big Brother zu denken geben. Die gleichnamige TV-Sendung hat es immerhin geschaftt, den Zuschauer selbst auf ganz reale Art und Weise zu demjenigen zu machen, der in “1984″ noch als Personifikation des totalitären Überwachungsstaats galt. George Orwell starb heute vor 60 Jahren im Alter von 46 Jahren an Tuberkulose.

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A.F.
 
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20.01.2010 | 20:20
 
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Eine Skulptur verkörpert Musik von The XX

Sound-Installation vom 21.-25. Januar im .HBC Berlin

Die Londoner Neogazer The XX haben sich direkt mit ihrem gleichnamigen Debütalbum in eure Top 10 der De:Bug-Jahrescharts gespielt. Am kommenden Wochenende geben sie im Rahmen ihrer Europa-Tournee zwei ausverkaufte Shows im Berliner Astra.
Für eine einzigartige audio-visuelle Performance ihres Longplayers hat die Band in dem gefeierten Musikvideo-Regiesseur Saam Farahmand (Simian Mobile Disco, These New Puritans, Hercules And Love Affair, Soulwax) einen kongenialen Partner gefunden: “Musikvideos sind eine zweidimensionale Darstellung eines Songs, meine Absicht ist es, Räume zu erschaffen, die dreidimensional als physische Interpretation eines Songs oder Albums existieren”, sagt Fahramand und verspricht “The XX sind die perfekten Botschafter für dieses Medium, ihre Musik ist hypnotisierend und zutiefst ergreifend.”
Nach der Premiere von “xx: A Sculpture of the Album” in London gastiert die Installation jetzt vom 21. bis 25. Januar in den Räumen des .HBC in Berlin.

Öffnungszeiten:

Do. 21.01.: 16.00 – 18.00 Uhr
Fr. 22.01.: 12.00 – 18.00 Uhr
Sa. 23.01.: 12.00 – 21.00 Uhr
So. 24.01.: 12.00 – 21.00 Uhr
Mo. 25.01.: 12.00 – 21.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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ji-hun
 
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| 15:52
 
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Bill Gates auf Twitter

Kampf der CEOs? Nach Schmidt auch "the man of the 90ies" jetzt am zwitschern, gewohnt altruistisch.

Seit so ziemlich genau einem Tag, ist einer der bedeutendsten Männer der jüngeren Geschichte aka Bill the Billionaire Gates auf Twitter. Knapp 200.000 Jünger innerhalb kürzester Zeit rekrutiert, und der Tonfall fast wie erwartet “welt-besorgt”, in diesem Falle geht es natürlich um die Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti. Aber je nach Mikroblogfleiß werden auch hier mit der Zeit einige sekundenvoyeuristische Momente aufzufinden sein. So gesellt sich Gates zum anderen Big Player im Geschäft, Google CEO Eric Schmidt, der seit kurzem auch dabei ist. Eine neue Währung des Erfolgs, wo Geld doch keiner essen kann?

Bill Gates auf Twitter

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Installation ist Subvision

Reflective Interventions @ Galerie Art Claims Impulse Berlin

Vom 16.01.2010 – 13.03.2010 präsentiert die Berliner Galerie Art Claims Impulse sechs KünstlerInnen, die, teils in verschiedenen Konstellationen, Auszüge digitaler Kommunikation, mediale Inhalte und Diskurse aufgreifen, reflektieren und in virtuelle und reelle Medien neu verorten. Die Resultate bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik. Eine subversive und gleichzeitig zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Kommunikationsstrukturen, Bildern und Inhalten und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Experimentelle Freiräume erlauben es dem Betrachter, die Faszination medialer Vielschichtigkeit und Komplexität zu erleben und zum Teil interaktiv mitzugestalten.

Art Claims Impulse zeigt Arbeiten von:

Julius von Bismarck, Cécile Colle, Ralf Nuhn, Benjamin Maus, Tudor Bratu und Andreas Nicolas Fischer

Ausstellungsdauer: 16.01.2010 – 13.03.2010
Öffnungszeiten: Mi – Sa, 16:00 – 21:00 Uhr

Gleichzeitig wird Julius von Bismarcks neue Arbeit auf der Transmediale in Berlin vorgestellt. Art Claims Impulse ist apropos Partner der Transmediale 2010.

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waldt
 
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6.01.2010 | 11:26
 
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G-Phone da, G-Punkt weg

Unser Schaubild des Tages

Google_Nexus_One_G-Punkt
Grafik: Google

Gestern war es nicht nur verdammt kalt sondern auch schmerzhaft zeitgeistig. Ein Mythos der fröhlichen 70er wurde endgültig begraben, um einer neuen Erzählung Platz zu machen, die vom Stock im Arsch des hier und heute kündet: Der G-Punkt geht, das G-Phone kommt.

Professor Tim Spector vom King’s College der Londoner Universität: “Der Mythos G-Punkt ist ein Produkt der Medien und Sexual-Therapeuten.”

Geschenkt. Einerseits. Andererseits: Das Google Phone ist nicht mal ein richtiges Produkt, sondern eine Beta-Frechheit. Fazit: Schwachsinn gegen Langeweile getauscht.

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