Ergebnisse des Digital Music Report 2013

MUSIKBRANCHE
(Foto by Rolf Vennenbernd)

Die Musikindustrie jubelt: Nach dreizehn Jahren verzeichnete der weltweite Musikmarkt erstmals wieder eine Verkaufssteigerung: 2012 stieg der Verkauf von Musik im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar, teilte die International Federation of the Phonographic Industrie (IFPI) am Dienstag anlässlich der Vorstellung des Digital Music Report 2013 in London mit.

Den größten Einfluss auf die Umsatzsteigerung hatten Downloads, Online-Abos und werbefinanzierte Online-Services. Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um etwa 9 Prozent zu. Damit macht der Digitalmarkt momentan einen Anteil von 34 Prozent aus – wohl nicht zuletzt durch den Erfolg der Smartphones, auf denen der Kauf von Musik und Musik-Abos besonders flüssig funktioniert.

Dennoch, wirft der Report ein, greift ein Drittel aller aktiven Internet-Nutzer immer noch auf illegale Plattformen zurück. Die Musikbranche sieht darin noch immer den wichtigsten Grund für die langfristigen Umsatzeinbußen. 1999 lag der weltweite Umsatz mit Musik noch bei 27,8 Milliarden Dollar.

Spannend bleibt jetzt, wie weit der Download- und Streaming-Markt überhaupt noch wachsen wird. In acht Ländern, darunter Kanada, Japan und Indien, seien legale Musik-Downloads inzwischen beliebter als der Kauf von klassischen Tonträgern. In Deutschland, einem der führenden Ländern im Musikgeschäft, überwiegt der Handel mit physischen Tonträgern allerdings noch. Die Musikindustrie sieht aber auch hier einen Trend hin zum Digitalmarkt.

Die erfolgreichste Single letzten Jahres war “Call Me Maybe” von der kanadischen Künstlerin Carly Rae Jepsen, mit der sie 38 Mal Platin gewann. Die britische Singer-Songwriterin Adele schaffte es mit „21“ zum zweiten Jahr in Folge an die Spitze der internationalen Album-Charts und holte sich, nach 35 Platin-Schallplatten weltweit, in den USA noch eine Diamant-Schalplatte für über 10.000.000 verkaufte Alben, physisch oder digital.

(wenn ihr wissen wollt, womit sie ihre 0,3 Prozent Umsatzplus gemacht haben)

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