Es ist noch gar nicht so lange her, da war Achim Szepanski einer der wichtigsten Akteure der Techno-Szene, seine Label Force Inc. Music Works und Mille Plateaux waren weit über die Tanzfläche hinaus stilbildend. Ohne Szepanski hätte Techno-Kultur vielleicht nicht mal eine Haltung entwickelt, umgekippt wäre sie vermutlich aber ganz. Eine Theorie elektronischer Musik kam an ihm nie vorbei. Mille Plateaux folgte und war lange Zeit eins der prägendsten Label für jeden, der auch nur halb an den Fortschritt neuer Technologien und die Entwicklung neuer Sounds interessiert war. Und immer schon war es auch ein Schnellfeuergewehr für Theorie. Nicht zuletzt Deleuze, der dem Label den Namen ver- und geliehen hat. Nach dem Untergang seines Frankfurter Label-Imperiums verschwand Szepanski zunächst für eine Weile, tauchte dann hier und da in gelegentlich auch dubiosen Zusammenhängen im Hörensagen-Universum auf, aber dann war irgendwann klar: Er schreibt einen Roman. Aus dem einen sind jedoch mittlerweile drei geworden, und die Trilogie erscheint dieses Jahr auf seinem eigenen Verlag Rhizomatique, dem Sublabel von Edition Mille Plateaux. Zum Release des ersten Bandes haben wir Achim Szepanski einige Fragen zur groben Verortung seiner heutigen Position gestellt und das Interview und den Vorabdruck könnt ihr auch hier im PDF schon lesen.

Da “Saal 6″ gerade erst erscheint und noch schwer erhältlich ist, haben wir uns ein paar Exemplare gesichert und ihr könnt euch hier für 24 Euro die 756 Seiten des fundamentalen Machwerks sichern.

About The Author

Schreibmaschine. Tippse. Reviewweltmeister und so Dinge.

One Response

  1. De:Bug Magazin » Leseprobe: Saal 6

    [...] wortgewaltige Wälzer mit mehr als 500 Seiten. Als Kostprobe drucken wir vorab eine Passage aus “Saal 6″, der in der Bankerszene spielt und sich anhand von minutiösesten Details und einem Wahn an Vermengung zwischen Geld, Revolution [...]

    Reply

Leave a Reply