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25.04.2006 | 14:44
 
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Adieu MobilePhone, hello MC

Nokias neue Strategie


Man muss nicht verblüfft sein, beim Nokia Open Studio heute in Berlin (und in HongKong wie ich vermute, aber da bin ich nicht) fast als erstes in der Präsentation, die drei neue Nokia Modelle vorstellt (N72, N73 und N93) erst mal eine Einleitung in Web 2.0 zu bekommen, denn die neuen Nokias verstehen sich unter keinen Umständen mehr als Mobile Phones. Die heissen jetzt MCs. Multimedia Computer.

Sollte jemand die Unverfrorenheit besitzen, die im Q&A dennoch als MobilePhones zu adressieren, er wird sofort freundlich von Anssi Vanjoki, dem Executive Vice President und Multimedia General Manager berichtigt.

Nokia schnappt sich mit den drei “Telefonen” die drei verschiedenen Märkte der offensichtlichsten Medien. Audio, Bilder, Videos. Beim N72, dem MP3 Player/Style-Handy geht es vermutlich darum, die Style-Serie jetzt auch auf die MP3 orientierten Telefone auszudehnen, denn das N91 ist doch etwas zu klobig für heutige MP3 Playerstandards und ein 7360 oder 7610 kann eben einfach zuwenig um sich MultimediaComputer nennen zu dürfen. Und dafür gibts das Edge/GSM Telefon dann auch in schwarz und leicht metallenem pink. Mit blumiger Gravur, 2 Megapixel Kamera (mit Blitz) SD-Steckplatz etc. Für 320 Euro (ab Juni) dürfte es das Telefon aber vermutlich gegen die massive Walkman Konkurrenz schwer sich durchzusetzen.

Spannender wirds beim N73, denn hier reden wir nicht nur von Symbian als Betriebssystem (was ja erfreulich erweiterbar ist) sondern auch von einem Telefon mit WiFi (keiner hier war sich sicher, aber sie vermuten es ist die “g”-Variante. Das N73 ist das neue Top-Kamera “Telefon” und mit 3.2 Megapixeln und Carl Zeiss Objektiv noch längst nicht am Ende der Möglichkeiten. Extra für das Event hat man sich nämlich einen Flickr Gründer eingeladen, der die Integration des Flickr-Accounts in die neuen Telefone der N-Serie ankündigt. (Neben dem klassischen Lifeblog-Feature von Nokia). Und dann ahnt man auch langsam, warum Web 2.0 auch bei Nokia in den Vordergrund gerückt ist, denn mit massiver Erweiterung der Vernetzungsfähigkeit (3G/Edge/GSM/Wifi/Bluetooth) ist ein “MultimediaComputer” definitiv endlich ein Teil der social Sofware. Dazu kommen noch Videotelephonie mit VGA Kamera, Browser, Slideshow mit Ken Burns Effekt und Musik (Stereo) und ein ziemlich grosser 2.4 Inch Screen in einem Runde-Ecken-Telefon, das sich durchaus elegant anfühlt. Die 80 Euro mehr lohnen sich da allemal, denn ein MP3-Player ist es allemal.

Flagschiff aber ist das N93 das eben genannte Features noch mit einer Videokamera verbindet (drehbar, sieht aus wie echt) und sogar ein TV-Out hat (zusätzlich zum Wlan, SD-Karte und USB). 3-facher optischer Zoom, Adobe Premiere Elements gibts für den PC dazu zum Video schneiden, und mit 30fps ist die Auflösung auf einem Fernseher schon ziemlich spielbar, die verwackelten Handybilder die man in vergangenen Nachrichten gesehen hat, dürften wohl der Vergangenheit angehören. (Es gab auch einen BBC Redner, der drauf hingewiesen hat, dass die BBC schon seit 3 Jahren Applikationen für Nokia Telefone bastelt und ihre Reporter gerne damit ausrüstet). Durch die TV-Out Möglichkeit kann man dann auch z.B. vom Screen des Telefons zum TV Wechseln und das z.B. als Monitor für den internen Browser verweden.

Der Clou aber dürfte wohl sein, dass Nokia mit dem N93 erstmals auch offensive Schritte in Richtung Contentprovider geht, denn Online gibt es dafür eine Plattform auf die man seine Videos stellen kann und für die auch bekanntere Regisseure demnächst Videos produzieren wollen. Nokia Nseries Studio nennt sich das dann und unterstützt auch Filmfestivals etc. Das ganze hat natürlich seinen Preis. 550Euro. Und kommt im Juli raus. Warum keine Kooperation mit YouTube mögt ihr fragen? Klar, einfach zu beantworten, die Videos sind einfach zu gross und in der Auflösung wirklich einen Schritt weiter.

Ob die Idee MobilePhones in MultimediaComputer umzubranden allerdings aufgeht, wage ich zu bezweifeln, denn zu oft noch muss man vom MC zum Rechner wechseln, und selbst wenn man sich mit den Miniscreens mittlerweile einigermassen angefreundet hat, mit der Tastatur wird man sich auch in Jahren nicht zum Produktivitätsmaniac gewandelt haben und auch das OS erscheint einfach nach wie vor zu eng. WiFi allerdings sollte in solchen Geräten wirklich Standard werden gute Linsen und eine Vernetzung mit diversen Web 2.0 Standards auch, umso merkwürdiger ist es, dass bei aller Betonung auf Sharing weder beim N73 an Bild-Feeds gedacht wurde, noch beim N93 an Vlogs (es war jedenfalls nirgendwo in den Menus zu finden und keiner der Leute die einem unter finnischem Urwaldgetrommel die Telefone, oops, vorgestellt haben, wusste etwas drüber.

Auch gut:




DIE WOLKE HAT 2 Kommentare zu "Adieu MobilePhone, hello MC"

  1. so vie hab ich dich noch schreiben gelesen
    .
    musz sich um ein total revolutionaeres produkt handeln
    .

  2. so viel hab ich Dich noch nie schreiben gelesen

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