Bundeskriminalamt erteilt Filesharer telefonisch den Segen

b013.jpg

Das Bundeskriminalamt warnt dieser Tage vor Mails mit BKA-Absender, die fiese Viren enthalten. Im Mail-Text wird mittgeteilt: “…das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug bestraft. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Ihr Rechner unter der IP 212.227.116.110 erfasst wurde. Ihre Daten wurden uns von Ihrem Provider zu Verfügung gestellt und eine Strafanzeige wurde erlassen.”

So weit so durchschaubar – allerdings nicht für alle. Zum Beispiel Torsten R.*, der zwar ausgiebig den Bit-Torrent-Freuden frönt, aber definitv kein Internet-Oberauskenner ist. Vorgestern kam R. nach reichhaltigem Genuß alkoholischer Getränke nach Hause, kontrollierte den Status seiner Downloads und fand zudem die vermeintliche BKA-Mail. Nun muss gesagt werden: Neben der strafrechtlichen Androhung enthält diese auch ausführliche Kontaktinfos, eine echte BKA-Telefonnummer inklusive.

Der angetrunkene R. beschloss, die Sache umgehend zu klären, wählte die angegebene BKA-Nummer, wo sich – um 23 Uhr – prompt ein freundlicher Beamter meldete, der R. erklärte, dass kein Verfahren wegen Musikpiraterie gegen ihn laufe: “Laden sie ruhig weiter Musik runter!”

*Name von der Redaktion geändert

About The Author

Cloud Computing in Wolkenkuckucksheim!

12 Responses

  1. Electric

    Tja sieht man mal wie die vom Bka die ganze Filesharing sache sieht.Für die is des bestimmt nur extra arbeit die sie eigentlich nicht groß interessieren da sie ihre kräfte sicher lieber gegen Kinderpornographie, mord etc. bündeln würden.
    Geht ja momentan eh alles nur von der Platten- oder Filmindustrie bzw. Abmahnwütigen Anwälten aus.

    Reply
  2. johnny

    Das zeugt von Humor… und hoffentlich nicht von genauer Kenntnis der Aktivitäten von Torsten! ;)

    Reply
  3. Ste

    Hätte R. einen langen Bart, wär die Story sicher interessanter!

    Reply
  4. vivec

    Wo hast du das Schmuckstück denn her? Oder hast du’s dir ausgedacht? Ich hab mich jedenfalls sehr darüber gefreut :)

    Reply
    • waldt

      Die Geschichte ist uns aus erster Hand und vertrauensvoller Quelle berichtet worden.

      Reply
  5. mort

    das bka hat mit richtiger echter schwerer kriminalität zu tun; musikpiraterie ist in 99,9% der fälle zivilrechtlich interessant (wenn überhaupt).
    aber nach n’paar bier hätt ich mich auch gerne über “Strafanzeige wurde erlassen” mit ‘nem netten bka-mensch unterhalten

    Reply

Leave a Reply