Commons wem Commons gebührt
Staatsfinanziertes dem Volk
Wie u.a. Netzpolitik.org berichtet, gibt es mal wieder einen ziemlich absurden Streit um das “Veröffentlichungsrecht” von Bildern eines Kunstwerkes. Diesmal steht das im Bundestag und heisst skurrilerweise auch noch “Der Bevölkerung”. Oink.
Aber auf einer Webseite einer Person dieser Bevölkerung darf ein selbstgeschossenes Photo nur dann stehen wenn dieser Teil der Bevölkerung die Rechte dafür bei der VG Bild-Kunst erwirbt. (Btw. die hatten uns auch schon mal auf ne handvoll Euro verdonnert, weil wir in unserer Bilderkritik-Serie ein Kunstwerk besprochen haben, und die Frechheit hatten, das auch noch abzubilden.) Aber der Fall liegt hier anders. Schliesslich haben da Bundestagsabgeordnete Dreck aus ihren Heimatgebieten quasi kollaborativ auch noch zugeschüttet.
Ergo, hier unsere Petition: Alles was von der Bundesregierung, Landesregierungen etc. angeschafft oder sonstwie finanziert wird (über Steuern), hat in Folge gefälligst eine CC-Lizenz zu haben, damit die Käufer (das Volk) mit dem von ihm rechtmässig erstandenen auch was anfangen kann. Wie wäre das?





Das ist wirklich bizarr.
Problem: Die Sache ist nicht so einfach wie es scheint: Die Vergütung soll dem Künstler zugute kommen, um ihm ein Überleben zu sichern und nicht anderen die kommerzielle Verwertung seiner Arbeit zu überlassen (so die Theorie) – und dafür ist es egal, ob jetzt der Staat oder wer sonst dieses Kunstwerk gekauft hat. Das ist ja auch ein nobles und irgendwie aauch sinnvolles Anliegen (wenngleich die VGs mitunter recht kleinlich sind, sh. de-bug-Fall).
In diesem Fall geht das aber voll an der Sache vorbei, meiner Meinung nach, weil das Ding ja für die Bevölkerung sein soll, also macht CC-Lizenz hier mehr Sinn. Das muss dann aber der Künstler der VG WieAuchImmer ansagen…
Aber eben grade ist doch das gute an einer CC-Lizenz, dass man kommerzielle Verwertung ausschliessen kann. Ich finde das macht durchaus Sinn. http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/deed.de oder eine ähnliche für alles was vom Staat an Kunst oder sonstigem mit Copyright gekauft wird – das kann man bei Ausschreibungen oder Verträgen doch zur Bedingung machen.
Jan, die Sache wird ja nochj daduzrch verkompliziert dass die Abgeordnete offenbar das Bild von der VG Bildkust lizenzieren wollte – oder agen wir mal sie hat sich dazu überreden lassen – und dann der Künsler sagte: Nee, so geht das nicht. Ich will gar keine Nutzung. Interessant übrigens, dass bei der Bildkunst offenbar geht, was bei der Gema unmöglich ist …