Foto: juliet banana

Apple hat den nächsten Versionssprung des Betriebssystems OS X angekündigt, das im Sommer 2011 kommt, “Lion! heißen wird und die App-Hölle aus der iDings-Welt auch auf Mac-Rechner bringen wird:

“Lion” bekommt Funktionen, die Anwender vom iOS kennen: Gestensteuerung, einen Vollbild-Modus für Programme und einen App-Store für Mac-Programme. “Lion bringt viele der besten Ideen vom iPad zurück auf den Mac”, erklärte Firmenchef Steve Jobs das Motto des Special-Events “Back to the Mac”.

Das ist dann wohl der Anfang vom Ende des halbwegs mündigen Nutzers, unabhängiger Entwickler und des Macs als ernstzunehmenden Rechner im Sinne einer Universalmaschine. Kreditkarte raus, Hirn zu, danke Steve.

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Cloud Computing in Wolkenkuckucksheim!

20 Responses

  1. George Michael

    absolut. das problem ist aber die verstumpfung der leute (“weisst du, habe jetzt mehr geld als zeit, daher . . .”). wenn ich jemanden treffe, der ein nicht gejailbreaktes ios-gerät bei sich führt, beende ich das gespräch.

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  2. Silent Rocco

    Ein Glück, muss ich dem George nie begegnen, der würde sonst gleich nach meinen iPhone fragen, bevor er weitergeht. An den Autor, kannst Du mir mal bitte die Lion-Beta schicken, damit ich mitmeckern kann? ;)

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  3. roger

    wie überraschend. nachdem das pro im macbook nurnoch aus nostalgischen gründen drin war, nun auch das pro aus dem betriebsystem? überraschen würde es wohl niemanden.

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  4. Boxenluder

    früher waren computer eben etwas für auskenner – ein richtiges hobby. heute verlangt es die gesellschaft, dass jede/r online ist – auch nicht-auskenner. wenn der app-store als erleichterung für diese leute gedacht ist, finde ich es super. wenn software zukünftig aber nur noch mittels apple-store auf den rechner darf, verkaufe ich meinen mac.

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  5. in dubio

    Aber auf Euren Nokias und Sonys hackt ihr ständig im System rum?

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  6. Kitsune

    Der AppStore für den Mac wird es bereits in ca 90 Tagen geben und nicht erst mit der Mac OS X Version 10.7.

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  7. Micha

    Ich mach das wie bisher, einfach keine Apps kaufen und benutzen. Wird doch niemand dazu gezwungen. Wenn nur noch Apps und keine normalen, professionellen Programme, z.B. für Musikproduktion oder Deejaying mehr laufen würden, dann wäre das ja ein Eigentor hoch Zehn.
    Sinnlose Panikmache mal wieder.

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  8. janosch

    USB Audiohardware läuft auf den neuen i5/i7 Macs ja nun auch schon nur noch bedingt, da ein interner Hub genutzt wird und die Stromversorgung eine Katastrophe ist.
    Geld verdient man eben nicht in der Kreativ/Pro-Nische, sondern mit der Konsum-Masse. Es ist ja nun schon seit einiger Zeit klar, dass Apple aus der Nische rausgewachsen ist. Dieses Monster lässt sich nur noch mit dem Markt des Medien-Konsums am Leben halten.
    Leider sehe ich noch kein Produkt, was die alten Powerbooks und Macbook Pros ersetzt. Was die praktischen Designfeatures, Gehäuse, Rechnerarchitektur etc. angeht, sind die immer noch ungeschlagen, z.B. auf der Bühne.

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  9. chris

    und warum wird jetzt der User unmündig, nur weil er einfacher Applikationen finden kann, oder nicht mehr zig unterschiedliche Süppchen in Sachen Installer, Authentifizierung etc. gekocht werden?

    Haben Radiogeräte mit automatischem Sender-Suchlauf uns auch dümmer gemacht?

    Man kann ja immer noch selbst entscheiden, ob man den Store benutzt oder seine Apps wie bisher direkt vom Erzeuger kauft…

    Problematisch ist natürlich, daß zum einen wohl kaum ein App-Entwickler in Zukunft am App Store (und der damit verbundenen Regulierung) vorbei kommen wird, wenn er eine breite Audience erreichen will – und natürlich stellt sich die Frage, ob es denn echt sein muss, daß Apple jetzt auch noch an jedem Mac-OS App Verkauf mitverdient…

    ps. @ Micha: wenn du dich konsequent der Benutzung von Applikationen verweigerst, was machst du dann so mit dem Computer? In Apples Richtlinien für den Store steht zwar so manches Fragwürdige, nicht aber, daß professionelle Apps nicht akzeptiert würden.

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  10. roger

    @chris: NOCH wird niemand unmündig. nur wenn wir als altgediente pessimisten mal in die möglichst düstere zukunft schauen dann wird aus der ehemaligen option schnell ein zwang.

    niemand dürfte was gegen einen app-store per se haben(zumal ihn auch niemand nutzen muss), doch apple hat sich seit jeher nicht als die freiheitlich denkenste firma dargestellt. dazu passend die beschneidung der java engine im neuen update, das ist auch ein symptom.

    ist eine solche infrastruktur erstmal etabliert(und wie man im spiele-bereich an steam gesehen hat geht sowas innerhalb einiger jahre), was liegt da näher als diese als einzig möglichen konsumkanal durchzusetzen?

    apple hat bisher auf dem iOS konsequent jegliche drittanbieter märkte und “praktische apps”(tethering z.b.) ausgeschlossen. wer glaubt, dass sie das gleiche nicht auf kurz oder lang auch auf dem mac probieren werden, ist gnadenloser optimist. ist aber auch keine schlechte einstellung ;)

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  11. Achmed

    Danke, endlich man was applekritisches bei De-Bug und nicht nur das übliche iPad/iPhone-Lemming-Jubelperser-Beitrag-Geseiere.

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