Soziale Netzwerke als Ghettos

Myspace_Ghetto
Foto: thenovys

Die Mediensoziologin Danah Boyd hat in den letzten Jahren soziale Netzwerke unter die wissenschaftliche Lupe genommen und dabei festgestellt, dass das Klischee von Facebook als MySpace-Nachfolger so nicht stimmt. Demnach stirbt MySpace nicht aus, es wird vielmehr zur Plattform der Unterschicht:

Besser gebildete weiße Mittelstandsjugendliche ließen in Scharen ihre MySpace-Profile im Stich, um es sich bei Facebook bequem zu machen. “MySpace ist zum Ghetto der digitalen Gesellschaft geworden”, so Boyd. “Seine Nutzer sind eher braun oder schwarz und haben Werte, vor denen sich die weiße Gesellschaft fürchtet.”

Ob und wie dieser auf die US-Verhältnisse bezogene Befund auch hierzulande zutrifft: Bleibt herauszufinden.

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12 Responses

  1. diana

    mir ist besonders hier eine andere strömung aufgefallen – die leute verlassen myspace, weil sie mehr und mehr von unternehmen und bands angeschrieben werden, die mit dem sozialen umfeld der user nicht mehr viel zu tun haben. facebook ist nach wie vor ein recht geschlossener raum. man darf gespannt sein, wie lang das noch anhält.

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  2. plastikfinken

    @diana. hm, da die betreiber der sozialen netze aber nicht ewig von investorenkohle die kuh fliegen lassen können wird sich das über kurz oder lang bei keinem verhindern lassen. mit was ausser werbung, adress/info-verkauf oder -vermietung sollen die denn geld verdienen?

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