Maik Derek Schneitler im Gespräch während des New-Job-Circus

Auf dem New-Job-Circus, der letzte Woche während des C´n´B veranstaltet wurde, hatten junge Kreative die Chance, ihre Projekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. So sollte unter anderem Freelancern, Selbständigen und Mikro-UnternehmerInnen die Möglichkeit geboten werden, untereinander in einen offenen Dialogprozess treten zu können. Ein Austausch zwischen „kleinen” und „großen” Organisationen sozusagen.


Was sich etwas spröde anhört, war auf dem Kongress außerordentlich interessant. Viele Ansätze zur Zukunft der Arbeit wurden in Workshops und den einzelnen Präsentationen angestossen. Einer dieser Ansätze ist das Büro für kreative Zusammenarbeit: dezentrale und ortsunabhängige Organisation von Arbeit und flache Hierarchien sind die Grundlage dieses Unternehmens. Die Idee ist hier, dass Mitglieder je nach eigenem Fachgebiet für Projekte „aktiviert” werden. In Folge präsentiert einer der Gründer des Büros Maik Derek Schneitler das Unternehmen und seine Vorstellung von Arbeit.

Debug: Was ist die Kernidee hinter eurem Projekt?

Maik Derek Schneitler: Das Büro für kreative Zusammenarbeit ist ein Kollektiv von Freelancern in den Bereichen Webdesign, Grafikdesign, Produktdesign und Videoproduktion. Die Mitglieder sind jeweils in ihren Fachgebieten tätig und werden bei einem Projekt nach Bedarf aktiviert und zu einem passenden Team mit individueller Fachkenntnis und Handschrift für den Kunden zusammengestellt.

Debug: Wie ist die Idee entstanden, wer sind die Gründer?

Maik Derek Schneitler: Wir sind schon länger in den kreativen Strukturen von Köln integriert und konnten in den letzten Jahren einige Interessante Projekte in verschiedensten Bereichen umsetzen. Da lag es nahe, einmal alle kreativen Köpfe aus unserem Freundeskreis zu einem Kollektiv zusammenzubringen.

Gegründet wurde das ganze Ende letzten Jahres von Maximilian Domma (c/o pop) und mir.

Debug: Was ist Deine Position bei Euch?

Maik Derek Schneitler: Ich bin Webdesigner und befasse mich im Kontext der aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich sehr enthusiastisch mit diesem Thema. Webdesign umfasst heute meiner Meinung nach weitaus mehr Disziplinen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Besonders Responsive Webdesign ist heute ein sehr aktuelles Thema und wird in Zukunft sicher für alle Webseiten Standard sein. Die Möglichkeit dem User eine Webseite angepasst für alle Endgeräte (Desktop, Tablet oder Smartphone) anzubieten, ist ein wichtiger Bestandteil für eine bestmögliche Kommunikation des eigenen Produktes oder Brands. Wir versuchen so genau am Zahn der Zeit zu arbeiten, um nicht nur unseren Kunden, sondern auch – und das ist das Wichtigste – dem User das bestmögliche Produkt bereitzustellen.

Debug: Wie weit hilft Euch eine Veranstaltung wie die C’n’B dabei?

Maik Derek Schneitler: Die C’n’B spielt genau in unseren Bereich: Kreativität am “Zahn der Zeit”. Der New-Job-Circus bietet hier einen konkreten Ansatz Schnittstellen für die Zukunft zu entwickeln, um die Kommunikation zwischen Unternehmen und Mikrounternehmen zu verbessern. Unternehmen haben schon immer von dem Fachwissen der Freelancer profitiert, wissen nur manchmal nicht, wie Sie diese “Knowlegde”-Ressourcen finden. Nicht nur der New-Job-Circus also, sondern auch die C’n’B bietet hierfür eine perfekte Plattform hierfür.

Debug: Was sind eure Hauptziele bei eurer Arbeit?

Maik Derek Schneitler: Wir möchten uns als Anlaufstelle für Unternehmen und Agenturen verstehen, die gerne Projekte in unseren Disziplinen umsetzen möchten. Wir vermitteln, bündeln und liefern dann das fertige Konzept oder Produkt. Ziel dabei ist es, die Kommunikation erheblich zu vereinfachen, in dem wir alles aus einer Hand liefern.

Debug: Wie sind die Hierarchien innerhalb eurer Arbeitsgruppe, wer leitet, wie werden Entscheidungen getroffen?

Maik Derek Schneitler: Da jeder Freelancer weiterhin individuell in seiner Disziplin arbeitet, gibt es bei uns keine Hierarchien. Maximilian Domma und ich halten das Ganze zusammen und übernehmen die Kommunikation und Koordination. Natürlich sprechen wir uns untereinander ab, aber eine letzte Entscheidungsebene gibt es bei uns nicht, was sich in wesentlich dynamischeren Entwicklungsprozessen bemerkbar macht und individuellere Ergebnisse hervorbringt.

Debug: Wie kann man bei Euch mitmachen und wie kann man Euch Aufträge erteilen?

Maik Derek Schneitler: Wir sind jederzeit für interessante Projekt offen. Wenn die eigene Ressource nicht vorliegt, vermitteln wir natürlich weiter. Unsere Schwerpunkte liegen im Webdesign, Videoprodukt und Print- bzw. Illustrationsdesign. Mitmachen kann prinzipiell jeder, der ein aufgeschlossener Freelancer ist und sich gerade im Kontext aktueller Medien als begeisterter Enthusiast versteht.

Debug: Woran arbeitet Ihr aktuell?

Maik Derek Schneitler: Da wir bereits viele Erfahrungen in der Veranstaltungsbranche sammeln konnten, arbeiten wir gerade an unserem ersten Produkt: Roody – The Itinerary Tool. Ein Tool für Booking-Agenturen, die auf einfachsten Wege Tourplanungen für ihre Band online zu Verfügung stellen wollen. Das Ergebnis ist ein übersichtlicher, digitaler Itinerary, welcher von Desktop, Tablet, sowie Mobile von überall abrufbar ist und vom Booker jederzeit aktualisiert werden kann. Aktuell sind wir noch in der Entwicklung und wollen Ende 2012 launchen. Auf roodyapp.com kann man sich bereits einen Überblick verschaffen und sich für die kommende Beta-Version eintragen.

Der New-Job-Circus auf der C´n´B

Büro für kreative Zusammenarbeit

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