Weiterbildungskurs "DigiMediaL" an der UdK Berlin


Foto: Jenny Uhlenbrok

Das Social Web ist für die meisten unabhängigen Kreativen wohl das wichtigste Instrument zur Selbstvermarktung, der souveräne Umgang mit Online-Marketing-Instrumenten und Social-Media-Anwendungen kann beim Karriereaufbau entscheidend sein. Die UdK Berlin bietet daher seit zwei Jahren den weiterbildenden Zertifikatskurs “DigiMediaL” an, in dem professionellen Musikerinnen und Musikern das strategische Musikmarketing im Internet vermittelt werden soll. Die sechste und damit letzte Runde von “DigiMediaL” startet am 6. Februar und findet innerhalb von drei Monaten an insgesamt elf Kurstagen statt.

Den Teilnehmenden soll dabei vermittelt werden, welche Plattformen für sie nützlich sind und wie diese am effizientesten genutzt werden können. Kommunikations- und Networking-Strategien sind aber nur ein Aspekt des Curriculums, auch Medienrecht und Netzökonomien werden beispielsweise behandelt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 330€, Anmeldeschluss ist der 23. Januar. Weitere Informationen über “DigiMediaL” und die Anmeldung finden sich hier.

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7 Responses

  1. seb

    mich würde wirklich mal ein artikel in der de-bug zu dem thema interessieren, der das ganze kritisch reflektiert:

    was passiert mit der musik, wenn die z.b. telekom sie präsentiert?
    profitiert die musik mehr von red bull oder red bull mehr von der musik?
    was ist los mit der musik, wenn sich musiker nicht mehr gedanken über die musik machen, sondern über ihr marketing?
    wann kommt endlich die generation, die zwar nicht den punk direkt imitiert (das wäre dämlich), aber im gleichen gesite sagt: fuck you!
    musik ist kein werbeumfeld, wo man google adwords platzieren kann!

    bill hicks über marketing:

    By the way, if anyone here is in marketing or advertising…kill yourself. Thank you. No joke here, really. Seriously, kill yourself, you have no rationalisation for what you do, you are Satan’s little helpers. Kill yourself, kill yourself, kill yourself now.

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  2. leakb

    Ist auf jeden Fall ein interessantes Thema, seb! Deine Kritik ist in diesem speziellen Fall vielleicht aber etwas übereifrig: Soweit ich das überblicke, geht es hier nicht darum, zu lernen, wie man Sponsoren findet, sondern wie man sich online gezielt vermarktet und netzwerkt, damit es möglich für die Musiker ist, sich gerade nicht im Selbstmarketing aufzureiben, sondern eben noch genügend Zeit für die Musik zu haben. Was passiert denn mit der Musik, wenn der Musiker sie nur als Hobby betreiben kann, weil er keine Hörerschaft hat, die ihm ermöglicht, davon allein zu leben, so dass der Musiker einen Job annehmen muss, um ihn über die Runden zu bringen? Außerdem soll ja auch die Rechtslage vermittelt werden, damit genau solche Fragen wie “Was passiert mit der Musik, wenn Firma XY diese präsentiert/nutzt?” auch in den Fokus rücken und man sich nicht blindlings darauf einlässt.
    An sich ist diese kritische Haltung also sicherlich angemessen, hier aber vielleicht doch falsch platziert.

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  3. seb

    hallo leakb, du hast recht – ich bin nur in eine bestimmte richtung gegangen. das thema ist komplexer. ich glaube, dass die überschrift in mir etwas angetriggert hat. musiker sollen von ihrer musik leben können. (in diesem zusammenhang könnte man auch gern die piratebay-debatte neu führen – ohne den hintergrund des reaktionären dabei.) die labels brechen weg, was auch sehr gut sein kann. erfolgreiche musiker benötigen im grunde niemanden mehr, weil sie selbst wahrlich “unabhängig” sind. da steckt also auch eine große chance drin, inhalte zu vermitteln, die von labels sonst nicht geduldet würden.

    die zweite debatte ist natürlich wesentlich interessanter. und gerade in der de-bug wäre diese diskussion an dialektischer finesse nicht zu übertreffen: ein magazin, das neue technologien vermittelt, dadurch eine tolle zielgruppe für die telekom darstellt, sollte neben einer anzeige der telekom FREI und ohne zensur darüber reden, wie sehr sich das positiv oder negativ auswirkt. das wäre sehr mutig. oder: was wäre, wenn selbst das der telekom den extra-hipness-faktor gäbe? ach, es ist eine unendlich geschichte.

    und red bull: ich trinke das nicht. aber ich war sehr froh, dass ich dort interviews sehen konnte wie mit mf doom. auf gutem niveau und in guter qualität. aber was macht das mit uns? und: was macht es mit uns, wenn wir denken, dass es ja gar nichts mit uns macht?

    kann ich den artikel mal anfangen? :)

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